KenTakel-Log - Radeln, Heben, Laufen
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Re: KenTakel-Log - Radeln, Heben, Laufen
Geil, Glückwunsch! Sieht nach ner guten Quälerei aus 
So jung, dat is ja Jugend rennt
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Re: KenTakel-Log - Radeln, Heben, Laufen
Hier mal ein kurzer Bericht.
Aufmerksame Leser meines Logs konnten zwischen den Zeilen lesen, dass das Laufen mir zum Hals raushing. Letztendlich war ich einfach unzufrieden, weil mein Training einfach hinterherhing und ich mich (zurecht) schlecht vorbereitet gefühlt habe. Die Begeisterung für den Wettkampf hielt sich also in Grenzen. Ziel war eigentlich ein sub45, der sich dann aber schnell zu einem sub46 dann sub47 usw entwickelte. Einziger Lichtblick war dann @Maxim, der bei seinem 10k netterweise langsamer gelaufen ist, damit ich mich nicht ganz so kacke fühle. Aber selbst dieses Fenster konnte ich nicht nutzen. (Mir ist natürlich klar, dass er der bessere Läufer ist)
Ich bin ja mit meinem Bruder und Vater (der vielleicht auch bald einen Log eröffnet) gestartet, was somit für mich am Tag des WK der einzige Reiz war. Trotzdem wurde ich dann leicht nervös. War ein gut organisierter Wettkampf mit über 15.000 Teilnehmern und schöner Atmosphäre. Das Wetter war trocken und 12 Grad bei ordentlichem Sonnenschein also perfekte Bedingungen. Absprache war dann, dass mein Bruder sich 9km an mich hängt und wir zusammen laufen und den letzten Km jeder dann für sich. Ich habe auf eine sub48 gehofft und Plan war dann bei einer Pace von 4:55/km zu starten und zu schauen wie viel man steigern kann. Vater wollte sub 1h laufen.
Km 1 - 5
Startschuss. Durch die Masse nach vorne gedrängt. Ein erster knackiger Anstieg und trödelnde Läufer haben dann für eine 5:00er Pace gesorgt. Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Uhr spinnt, was sich dann bei 3km und 4km bewahrheitet hat. Die Uhr zeigte eine Pace von 5:10 an und es war sackhart schneller zu laufen. Zwischenzweiten waren dann 4:39/km und 4:38/km. Somit wusste ich, dass ich die ersten km viel zu schnell gelaufen bin und für meinen Mitstreiter im Windschatten war es nur brutaler. Der hatte keine Uhr und war hat sich ganz auf mich verlassen. Ein Blick auf die Uhr verriet einen Puls von 191. Fuck. Ich werde also bald platzen. Hab ihm dann nur gesagt, dass wir zu schnell sind (damit war er einverstanden ) und Km 5 haben wir dann bisschen entspannter gemacht und 4:57/km gelaufen. Ich hatte dann die Hoffnung dass wir bisschen erholen können.
Km 6 - 9
Den ersten Teil des 6. km haben wir dann wieder angezogen aber dann brach mein Schatten merkbar ein. Mochte nicht leugnen, dass es mir gelegen kam und mich motivierte, denn ich hatte evtl. doch ein paar Körner mehr. Er hat aber nicht aufgegeben und obwohl ich unser Tempo dann drosselte, hat er sichtbar alles gegeben, um dranzubleiben. Wenn man mir also vorwirft, ich hätte vorbildlich gelitten, dann wurde ich sicherlich übertrumpft. Die Stimmung war dennoch gut für mich denn das Ende war greifbar und ich wusste, dass ich nicht komplett reingeschissen habe. Km 7 war dann der langsamste mit 5:10/km. Ich war hart an der Grenze aber konnte durch das bewusste Abbremsen dann gefühlt gerad noch so durchhalten. Meine Birne fühlte sich Tomatenrot an und ich fing an laut zu schnauben. Mein Bruder hat sich dann motiviert, indem er andere angebrüllt und motiviert hat, obwohl er selber kurz vorm Kollabs war.
Km 9 - 10
Bei Kilometer 9 dann kurz zurückgeschaut und man nickte sich zu, dass ich das Tempo anziehe und alleine weiter laufe. Durch das Abbremsen vorher hatte ich dann doch noch ein bisschen Dampf und bin nach vorne gestartet. Bin vom Gefühl so gelaufen, dass es sehr hart wird , ich aber auf dem Weg nicht kotzen muss. Als ich dann gerade beschlossen hatte, dass ich zufrieden mit der Härte des Laufes war, kam ein Mitstreiter angesprintet und brüllte mich an ich solle durchziehen und überholte mich. Seine Worte entfachten Wirkung und ich entschloss mich doch zu einem Absch(l)usssprint. Da habe ich dann leider gemerkt, dass doch noch viel Energie in den Beinen habe. Den Cheerleader konnte ich dann sehr schnell einholen und hinter mir lassen. Der hat dann sichtlich überrascht geguckt. Dank der Reserven gefühlt ins Ziel geflogen und dann kurz vor Kotzen an den Zaun gestellt. Bruderherz kam dann 30 später angesprintet. Mindestens genauso im Arsch wie ich. Vater hat einfach mal mit 55:xx gefinisht.
Fazit:
Definitiv falsch gepaced und nochmal festgestellt, dass ich ein mangelndes Gefühl für meine Pace habe und mich zu sehr auf meine Uhr verlasse. Natürlich war mein tatsächliches Training nicht vereinbar mit meinem eigentlich gesteckten Zielen, weil Haus und Kinder nunmal wichtiger sind. Auch wenn es schade ist, muss ich das akzeptieren aber auch zugeben, dass ich fast das Beste rausgeholt habe. Mit smarterem Pacing hätte mich erst später so quälen müssen und hätte da auch bisschen was rausholen können aber der PR spiegelt derzeit ganz gut meinen Fitnesszustand. Denke nicht, dass da viel mehr rauszuholen wäre. In Sachen Tempohärte habe ich dann am Schlusssprint gemerkt, dass das eigene Limit doch weiter geht als man denkt.
Das Pacing war also der einzige wirkliche richtige Fehler aus meiner Sicht und nun habe ich auch die offizielle Bestätigung, dass mein Maxpuls über 200 liegt. Die Easy Runs dürfen in Zukunft also ruhig flotter sein und ich muss mein Gefühl fürs Pacing verbessern.
Nach dem Wettkampf habe ich übrigens wieder richtig Bock aufs Laufen. Aber jetzt wird erstmal das Laufen entspannter und der Fokus geht auf Rad und Kraft.
Aufmerksame Leser meines Logs konnten zwischen den Zeilen lesen, dass das Laufen mir zum Hals raushing. Letztendlich war ich einfach unzufrieden, weil mein Training einfach hinterherhing und ich mich (zurecht) schlecht vorbereitet gefühlt habe. Die Begeisterung für den Wettkampf hielt sich also in Grenzen. Ziel war eigentlich ein sub45, der sich dann aber schnell zu einem sub46 dann sub47 usw entwickelte. Einziger Lichtblick war dann @Maxim, der bei seinem 10k netterweise langsamer gelaufen ist, damit ich mich nicht ganz so kacke fühle. Aber selbst dieses Fenster konnte ich nicht nutzen. (Mir ist natürlich klar, dass er der bessere Läufer ist)
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Ich bin ja mit meinem Bruder und Vater (der vielleicht auch bald einen Log eröffnet) gestartet, was somit für mich am Tag des WK der einzige Reiz war. Trotzdem wurde ich dann leicht nervös. War ein gut organisierter Wettkampf mit über 15.000 Teilnehmern und schöner Atmosphäre. Das Wetter war trocken und 12 Grad bei ordentlichem Sonnenschein also perfekte Bedingungen. Absprache war dann, dass mein Bruder sich 9km an mich hängt und wir zusammen laufen und den letzten Km jeder dann für sich. Ich habe auf eine sub48 gehofft und Plan war dann bei einer Pace von 4:55/km zu starten und zu schauen wie viel man steigern kann. Vater wollte sub 1h laufen.
Km 1 - 5
Startschuss. Durch die Masse nach vorne gedrängt. Ein erster knackiger Anstieg und trödelnde Läufer haben dann für eine 5:00er Pace gesorgt. Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Uhr spinnt, was sich dann bei 3km und 4km bewahrheitet hat. Die Uhr zeigte eine Pace von 5:10 an und es war sackhart schneller zu laufen. Zwischenzweiten waren dann 4:39/km und 4:38/km. Somit wusste ich, dass ich die ersten km viel zu schnell gelaufen bin und für meinen Mitstreiter im Windschatten war es nur brutaler. Der hatte keine Uhr und war hat sich ganz auf mich verlassen. Ein Blick auf die Uhr verriet einen Puls von 191. Fuck. Ich werde also bald platzen. Hab ihm dann nur gesagt, dass wir zu schnell sind (damit war er einverstanden ) und Km 5 haben wir dann bisschen entspannter gemacht und 4:57/km gelaufen. Ich hatte dann die Hoffnung dass wir bisschen erholen können.
Km 6 - 9
Den ersten Teil des 6. km haben wir dann wieder angezogen aber dann brach mein Schatten merkbar ein. Mochte nicht leugnen, dass es mir gelegen kam und mich motivierte, denn ich hatte evtl. doch ein paar Körner mehr. Er hat aber nicht aufgegeben und obwohl ich unser Tempo dann drosselte, hat er sichtbar alles gegeben, um dranzubleiben. Wenn man mir also vorwirft, ich hätte vorbildlich gelitten, dann wurde ich sicherlich übertrumpft. Die Stimmung war dennoch gut für mich denn das Ende war greifbar und ich wusste, dass ich nicht komplett reingeschissen habe. Km 7 war dann der langsamste mit 5:10/km. Ich war hart an der Grenze aber konnte durch das bewusste Abbremsen dann gefühlt gerad noch so durchhalten. Meine Birne fühlte sich Tomatenrot an und ich fing an laut zu schnauben. Mein Bruder hat sich dann motiviert, indem er andere angebrüllt und motiviert hat, obwohl er selber kurz vorm Kollabs war.
Km 9 - 10
Bei Kilometer 9 dann kurz zurückgeschaut und man nickte sich zu, dass ich das Tempo anziehe und alleine weiter laufe. Durch das Abbremsen vorher hatte ich dann doch noch ein bisschen Dampf und bin nach vorne gestartet. Bin vom Gefühl so gelaufen, dass es sehr hart wird , ich aber auf dem Weg nicht kotzen muss. Als ich dann gerade beschlossen hatte, dass ich zufrieden mit der Härte des Laufes war, kam ein Mitstreiter angesprintet und brüllte mich an ich solle durchziehen und überholte mich. Seine Worte entfachten Wirkung und ich entschloss mich doch zu einem Absch(l)usssprint. Da habe ich dann leider gemerkt, dass doch noch viel Energie in den Beinen habe. Den Cheerleader konnte ich dann sehr schnell einholen und hinter mir lassen. Der hat dann sichtlich überrascht geguckt. Dank der Reserven gefühlt ins Ziel geflogen und dann kurz vor Kotzen an den Zaun gestellt. Bruderherz kam dann 30 später angesprintet. Mindestens genauso im Arsch wie ich. Vater hat einfach mal mit 55:xx gefinisht.
Fazit:
Definitiv falsch gepaced und nochmal festgestellt, dass ich ein mangelndes Gefühl für meine Pace habe und mich zu sehr auf meine Uhr verlasse. Natürlich war mein tatsächliches Training nicht vereinbar mit meinem eigentlich gesteckten Zielen, weil Haus und Kinder nunmal wichtiger sind. Auch wenn es schade ist, muss ich das akzeptieren aber auch zugeben, dass ich fast das Beste rausgeholt habe. Mit smarterem Pacing hätte mich erst später so quälen müssen und hätte da auch bisschen was rausholen können aber der PR spiegelt derzeit ganz gut meinen Fitnesszustand. Denke nicht, dass da viel mehr rauszuholen wäre. In Sachen Tempohärte habe ich dann am Schlusssprint gemerkt, dass das eigene Limit doch weiter geht als man denkt.
Das Pacing war also der einzige wirkliche richtige Fehler aus meiner Sicht und nun habe ich auch die offizielle Bestätigung, dass mein Maxpuls über 200 liegt. Die Easy Runs dürfen in Zukunft also ruhig flotter sein und ich muss mein Gefühl fürs Pacing verbessern.
Nach dem Wettkampf habe ich übrigens wieder richtig Bock aufs Laufen. Aber jetzt wird erstmal das Laufen entspannter und der Fokus geht auf Rad und Kraft.
- Zotto
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- Geschlecht: männlich
- Trainingsbeginn: 2008
- Körpergröße: 180
- Körpergewicht: 80
- Sportart: Marathon
- Ich bin: Robust
Re: KenTakel-Log - Radeln, Heben, Laufen
Geile Familienaktivität
in ein paar Jahren ist der Nachwuchs sicher auch mit von der Partie. Glückwunsch zum erfolgreichen Zieleinlauf und der guten Zeit. Vielleicht findest du ja im Herbst die Motivation/Zeit, die 45 Minuten noch einmal anzugreifen.
„Du musst dir aber zuerst die Frage stellen: Will Ich Sub20 laufen? Dazu gehört mehr als 3x die Woche für die Gesundheit durch die Gegend joggen. Da muss man wollen!“ (Rolli)