Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

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Christoph
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Carter T R hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jun 2026, 13:23
Christoph hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jun 2026, 13:05 Psychologisch ging es aber bei den Fragen eher darum, dass man meistens meint, dass man leicht das Gefühl bekommt "boar mir fehlt noch total viel um gut vorbereitet zu sein". Und wenn du dann aber wieder sagst "hej, was muss denn sein um eins besser zu werden und wann mache ich das?" wirkt es meistens garnicht mehr so schlimm.
Bei dieser Herangehensweise ist mMn die Frage "Wie gut bist du - so objektiv wie dir eine Beurteilung möglich ist - vorbereitet?" aber der bessere Start als "Wie gut wärst du gerne vorbereitet?"
Auf die Frage wie gut wärst du gerne vorbereitet, würde ich bei einem ambitionierten Sportler eine 10 erwarten. Bei der Beurteilung des Ist-Zustands eher eine niedrigere Zahl, die aber eben potenziell mit kleinen Verbesserungen ausbaufähig ist - eben genau mit der von dir angesprochenen Strategie: "Was müsste man tun, um 1 besser zu werden?".

Kommt das aus dem Power Pace Podcast?
Ja das kam aus einem der letzten Power&Pace Podcasts. Sorry, weiß nicht mehr welcher. Vermutlich der über akute Wettkampfvorbereitung.
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Christoph
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Carter T R hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jun 2026, 13:23
Christoph hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jun 2026, 13:05 Psychologisch ging es aber bei den Fragen eher darum, dass man meistens meint, dass man leicht das Gefühl bekommt "boar mir fehlt noch total viel um gut vorbereitet zu sein". Und wenn du dann aber wieder sagst "hej, was muss denn sein um eins besser zu werden und wann mache ich das?" wirkt es meistens garnicht mehr so schlimm.
Bei dieser Herangehensweise ist mMn die Frage "Wie gut bist du - so objektiv wie dir eine Beurteilung möglich ist - vorbereitet?" aber der bessere Start als "Wie gut wärst du gerne vorbereitet?"
Auf die Frage wie gut wärst du gerne vorbereitet, würde ich bei einem ambitionierten Sportler eine 10 erwarten. Bei der Beurteilung des Ist-Zustands eher eine niedrigere Zahl, die aber eben potenziell mit kleinen Verbesserungen ausbaufähig ist - eben genau mit der von dir angesprochenen Strategie: "Was müsste man tun, um 1 besser zu werden?".

Kommt das aus dem Power Pace Podcast?
Ja das kam aus einem der letzten Power&Pace Podcasts. Sorry, weiß nicht mehr welcher. Vermutlich der über akute Wettkampfvorbereitung.
Carter T R
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Christoph hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jun 2026, 09:29 Ja das kam aus einem der letzten Power&Pace Podcasts. Sorry, weiß nicht mehr welcher. Vermutlich der über akute Wettkampfvorbereitung.
Habe mir die Folge mal angehört, ist ja überschaubar kurz.

Meiner Meinung nach hat BG es genau so geframed, wie ich es auch für sinnvoll halte. Sein Beispiel mit der Ernährung macht das mMn auch recht deutlich, denn bei der Einordnung des Ziels und der aktuellen Situation, geht es nicht um die Wunschvorstellungen, sondern um eine realistische Einschätzung.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

10.06.2026 - Laufen und Schwimmen
Und weiter geht's auf dem Weg zum ersten Wettkampf. Gestern morgen kurz Laufen gewesen. Nachmittags hab ich dann meinen Sohn zum Schwimmtraining gebracht und bin dann selber noch eine gute halbe Stunde geschwommen bis das Bad zu gemacht hat.

Training mogens - Laufen
3x5 min DL intensiv, Rest noch lockerer. Hat sich ok angefühlt. Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Aber das ist ja irgendwie normal. Wenn man erwartet "das wird total locker" fühlt es sich eigentlich nie locker an.



Training Nachmittags - Schwimmen
War auch cool. Ich fühle mich schon wieder ganz gut im Wasser.
  • 100 m easy
  • 2x50 m moderate
  • 50 min strong
  • 50 m Fast
  • 4x 50 m Abschlag
  • 4x 50 m mit Pull Buoy
  • 2x100 strong
  • 4x50 max mit Flossen
1100 m. War wirklich ganz gut.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Update
Gestern am 11.06. hab ich dann vorsichtshalber doch kein Krafttraining gemacht. Ich kann damit gerade wenig gewinnen, aber wenn ich jetzt nach 2,5 WOchen Pause irgnedwie wieder anfange besteht ja schon das Potenzial für Muskelkater. Also nur die Haxen rasiert und es mir gut gehen lassen.

Heute bin ich im Carboloading. Ca. 350 g Carbs sind schon drin in Form von Milchreis (mit Hafermilch), Datteln, Reiswaffeln und Apfelsagt. Ca. 800 g sollen es in Summe heute werden. Da es die ganze Zeit schifft werde ich meine Schwimmaktivierung heute wohl im Freibad machen. Die Wasserqualität in den örtlichen FLüssen ist schon eher so mittel und nach viel Regen wird da (im wörtlichen Sinne) noch die ganze Scheiße in den Fluss gespühlt. Bevor ich da morgen über der Schüssel hänge geh ich lieber in's Freibad. Ich will trotzdem den Neoprenanzug nochmal geschwommen sein.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Nachlese Heilbronn Triathlon 14.06.2026

Ich glaube ich brauche noch ein paar Tage um das ganze für mich persönlich einzuordnen.

Kurzzusammenfassung, weil viel Text kommt:
- Schwimmen zeitlich i.O. obwohl's kacke lief
- Radfahren nicht ganz so schnell wie ich mir gewünscht hatte, aber ich hab Richtig Luft gut gemacht
- Laufen unter meinen Erwartungen
- In Summe irgendwie okay. Stolz, wie ich meine Probleme unterwegs in den Griff bekommen habe. Aber meine Ziele hab ich eigentlich verpasst.
- Platz 134 von 268 Männern, 153 inkl. der Frauen. Zeit 3:17:11 h.

PXL_20260615_100640121.jpg


Samstag 13.06.
Samstag hab ich morgens noch eine Aktivierung gemacht. War so mittel. Nicht schlecht, aber ich hatte mir wieder erhofft, dass es geschmeidiger läuft. Danach ging dann das große Packen und Rad putzen los etc.. Wir sind dann mittags zu meinen Eltern, die da um's Eck wohnen und ich hab wieder mein Fahrrad schon eingecheckt. Da ist mir aufgefallen, dass ich den Tacho vergessen hatte, ich Held. Dankenswerter Weise hab ich jemanden gefunden, der mir einen ausleihen kann. Ich nutze den Tacho nur als externe Anzeige für die Uhr.
Ich hab mich in der Wechselzone dann häuslich eingerichtet. Freie Platzwahl, daher hab ich dann recht nah an der Radaufstiegslinie gestanden. Das war gut.

PXL_20260613_122142291.jpg


Carboloading hat auch gut geladen. Ich bin auf meine ca. 800 g pro Tag gekommen und hatte auch keine Probleme mit Verdauung oder so. Wir haben dann noch Geburtstag von der Nichte gefeiert und dann da gepennt.


Sonntag 14.06.
Vor dem Rennen
Gegen 10 war ich da und hab noch die restlichen Klamotten in die Wechselzone gebracht. Wir hatten dann noch genug Zeit für einen Stop auf dem Dixie. Start war um 12. Ich hab mich noch mit ein paar Freunden getroffen die auch gestartet sind. Ich hatte schon echt Bock auf den Wettkampf. Aber bisschen Nervös war ich dann schon.
Ich hab dann vor dem Start noch ein Gel reingeballert und eine Koffeintablette und versucht mich sinnvoll in der Schlange für den Rolling Start einzureihen.

Schwimmen und T1
Licht und Schatten. Letztes Jahr 22 min gebraucht auf der Sprint-Distanz. Ich bin mit dem Ziel angetreten unter 40 min zu schwimmen. 36:53 min ist es dann geworden. In der Hinsicht fällt es mir dann schwer unzufrieden zu sein. Die Bedingungen waren aber wesentlich besser als letztes Jahr. Ich hatte aber so wie vor zwei Jahren wieder wirklich Probleme. Bei der Olympischen in Mühlacker letztes Jahr bin ich 37:41 geschwommen, also da war ich dieses mal trotz Probleme die ich hatte schneller. Um das etwas einordnen zu können.
Ich bin ganz gut losgekommen und erstmal ein paar Minuten gekrault. Ich hatte mich auch eingiermaßen gut einsortiert. Ich bin schon öfter überholt worden, aber das war nicht so wild.
Um mich zu orientieren bin ich dann kurz Brust geschwommen. Und irgendwie ist dann relativ spontan mein Puls hochgegangen ohne Ende und ich hab den einfach nicht runter bekommen. Ich war da bei 'nem Puls von 166 in der Spitze und es war halt noch ziemlich viel Strecke übrig, das war vielleicht nach 300-400 m oder so. Ich hab dann bisschen Brustschwimmen versucht, bin kurz Rückengeschwommen aber so richtig geholfen hat nichts. Diesmal kann ich es auch nicht auf affenkaltes Wasser etc. schieben. Ich war zum Glück ziemlich klar im Kopf. Ich war mir auch sicher, dass ich das diesmal durchziehe. Einfach weiter machen, nochmal wollte ich nicht aufgeben.
Ich bin dann einfach an den Rand geschwommen und hab mich da kurz einfach hingestellt. Dieses mal hatte ich auch den Vorteil, dass ich einen Neo hatte und das Wasser auch nicht so kalt war. Ich bin dann weiter geschwommen als der Puls wieder runtergegangen ist. Dann erstmal eine ganze Weile Brust um kein Risiko einzugehen, hauptsache ankommen. Nach der Wendeboje bin ich dann auch wieder stromabwärts gekrault.

Also Licht und Schatten. Zeit war im Prinzip in Ordnung und macht Mut, dass mein Training auch wirkt. Ich bin auch stolz auf mich, dass ich das Problem was ich da hatte auflösen und weiter machen konnte. Und das ich mich durchgebissen habe. Aber ich muss wirklich mal rausfinden woran das liegt. Es ist nichts passiert. Ich bin nicht getreten worden, es ist keiner über mich drüber geschwommen, ich hab mich nicht verschluckt. Ich bin auch nicht viel zu schnell losgeschwommen, der Puls war dafür eigentlich zu lange stabil und ist dann schlagartig hochgegangen. Am Ende denke ich schon, dass es wieder so eine leichte Panik-Attacke war.
Zwei Sachen werde ich Ändern: ich nehm nächstes mal keine Koffeintablette. Ich weiß nicht, ob das nicht ggf. da mit reinspielt. Und ich muss wieder mehr Freiwasser schwimmen. Es hat ja auch schon oft genug geklappt.

Screenshot_20260614-195247.png

Aus dem Wasser gekommen bin ich auf Platz 266 (211 von den Männern). In Summe waren es 352 Teilnehmer (268 Männer). Also ich war eher hinten.

Wechsel war ok. Ich hab teilweise nach dem langen Schwimmen Probleme mit dem Kreislauf wenn es dann aus dem Wasser geht. Daher bin ich bewusst langsam die Treppe hochgegangen und hab in Ruhe den Neo aufgemacht. Als ich gemerkt hab, dass es geht bin ich dann weiter gejoggt. 5:47 hat es gedauert. Damit hab ich aber im Prinzip meine Platzierung gehalten, also weder Zeit verloren noch gewonnen.



Radfahren und T2
Dann ging es los auf dem Rad. Erstes Learning: das mit de externen Anzeige funktioniert nicht. Also bin ich dann wieder im wesentlichen ohne Tacho gefahren und hab nur ab und an auf die Uhr geglotzt. Das hat aber eigentlich gut funktioniert.
Die Strecke ist super hart muss man sagen.
Split 1 (5km) überwiegend relativ leichte Steigung. Also es hat sich irgendwie die meiste Zeit mit 1-2% hochgezogen. Daher dann im Schnitt etwas langsamer, konnte also mein Zeitfahrrad noch nicht so ausspielen. Schnitt war dann 27,4 km/h und ich war dann 259ster (206). So hat es sich aber auch angefühlt: ich war schon bei den schnelleren um mich herum, hab jetzt aber auch nicht das Feld voll von hinten aufgeräumt.
Split 2 (die nächsten 5 km) waren dann im Prinzip genau so, war am Ende Platz 240 (196).
Dann kam Split 3. Der erste Anstieg. 2,4 km mit im Schnitt 4,9% Steigung. Ging leicht los und ging dann bei Garmin bis in die Zone "9-12%" Steigung. Und so fuhr ich um eine Kurze und danach beantwortete sich dann die Frage: "Ja sind es denn jetzt eher 9 oder eher 12%" mit einem Verkehsschild. 12%. Für 500 m. Da hab ich dann mal richtig Laktat produziert und mir halb die Lunge ausgekotzt. Sicher kann man da auch nicht die Stärken des TT ausspielen. Aber oben war ich dann bei Platzierung 201 (171). Also da hab ich richtig Plätze gut gemacht und bin auch an so einem Kompletten Pulk vorbei gefahren.
Danach ging es dann erstmal eine Zeit bergab. Ist immer wieder seltsam was die Leute da machen. Also das ist ja ein Rennen, da darf man ja ruhig schnell fahren. Aber gefühl 90% der Leute lässt oben am Berg einfach die Beine hängen und rollt. Bis zum nächsten Anstieg konnte ich also richtig schnell fahren. es gab dann noch zwei Anstiege mit 2,6 km und im Schnitt 5,8% Steigung (dafür sehr gleichmäßig) und dann nochmal 600 m mit 12% (danke an das Schild für die Info... hätte ich nicht gebraucht an der Stelle).
Ich kann mein Gefühlsbild an der Stelle garnicht beschreiben. Es war so ein Wechsel zwischen "scheiße ist das hart, ich hoffe der Anstieg ist bald vorbei" und "alter ist die Radstrecke geil, ich Baller hier sau schnell durch die Gegend". Und die ganze Zeit hab ich ja auch noch ordentlich Plätze gut gemacht. Also ein wechsel zwischen "ich mag nicht mehr!" und "mega!". Und ich hab ja bergauf Plätze gut gemacht, weil ich wohl fitter war als die Leute um mich und bergab weil ich da natürlich bei (im Nachgang gesehen) über 70 km/h und generell dem schnellen Fahren schon von dem Zeitfahrrad durchaus profitiere und weil ich es da glaube ich auch mehr wollte als die anderen.
Schnell fahren war durchaus auch garnicht so unaufgeregt, da es ziemlich windig war. Also da musste man schon den Lenker gut fest halten. Aber mir war das dann eigentlich auch egal.
Nach dem dritten Anstieg war ich dann irgendwie auf einmal alleine auf der Strecke. Auch ein seltsames Gefühl. Auf einmal ist die Ausschilderung auf der Strecke dann garnicht mehr so eindeutig. Ich hab mich über jeden Offiziellen oder jedes Schild gefreut und auch als ich dann endlich wieder auf jemanden aufgelaufen war xD.
Irgendwann sind wir noch in die Leute aus der Sprintdistanz reingefahren, die Starten später und wenden nach 11 km der Radstrecke. Da hab ich dann nochmal einen Haufen Leute gehabt, die ich überholen konnte.


Am Ende vom Rad gestiegen bin ich auf Platz 159 (139). Also da hatte ich im Gesamtfeld mal über 100 Leute überholt. 1:34:47 hab ich gebraucht für 44 km mit laut Garmin 806 Höhenmetern. Die offizielle Angabe sind 650. Die Wahrheit liegt vermutlich wie immer irgendwo in der Mitte. Das ist ein Schnitt von 28,4 km/h, was bei der Strecke sicherlich ordentlich ist. Ich hatte mit einen 30er Schnitt vorgenommen. Das hab ich nicht geschafft. Aber ganz ehrlich: ich hab so viele Plätze gut gemacht und das Radfahren war auch meine beste Einzeldisziplin. Damit kann ich nicht unzufrieden sein. Auf dem Radsegment war ich im Gesamtfeld Platz 109 (104 von den Männern). Das war schon gut.

Der Wechsel war unaufgeregt. Fahrrad weg, Schuhe anziehen, Kappe und Gel mitnehmen und los geht's. Hier wieder weitgehend Platzneutral.

Laufen
Damit bin ich nicht zufrieden. Ich hab 55:58 min gebraucht für die (etwas über) 10 km. Das ist nicht mein Anspruch. Ich bin losgelaufen und es hat sich schon schwer angefühlt. Ich hatte an der Stelle auch leichte Bauchschmerzen und daher das Gel auch nicht direkt genommen. Ich denke ich hab einfach wieder auf dem Rad zu wenig getrunken. Also nicht weil ich so dehydriert war, aber um die Carbs zu verwerten braucht man einfach Wasser. Die Erkenntnis kam leider zu spät, so da sich erst am Ende der ersten Runde dann mal Wasser angenommen habe. Kurz vor dem Wendepunkt ist eine Verpflegung. Ich hab dann in beide Richtungen je einen Becher Wasser genommen und bin da kurz 10-20 m gegangen um etwas zu trinken und mich etwas zu kühlen. Danach bin ich weitergelaufen. Irgendwie ging es dann auch los mit so einem Stechen im rechten Oberschenkel. Das ging schon so Richtung ganz leichter Krampf. Sowas hatte ich beim Laufen noch nie. Aber ich dachte an der Stelle auch: was willst machen? Ich hoffe das löst sich wieder wenn ich einfach bisschen speed rausnehme und weiterlaufe. Hat dann ca. 1 km gebraucht, aber irgendwann ging es dann wieder. An der nächsten Verpflegung (also so 2,5 km später) bin ich nochmal kurz gegangen und hab einen Becher Wasser getrunken. Und dann hab ich es bis zum Ende durchgezogen. Man sieht das auch ganz gut von der Pace bei den Zwischenzeiten: 5:14, 5:10, 5:30, 5:12..
Aber unabhängig von Krämpfen und dem Bauch: das war nicht gut. Das ich das Gel nicht genommen habe war kein Problem. Energetisch war das fein. Beim Laufen bin ich gerade nicht in der Form wo ich hin will. Auch der leichte Krampf erklärt vielleicht den einen Split mit 5:30. Aber Mein Anspruch wäre eigentlich Richtung einer 5:00 Pace zu laufen und nicht um die 5:10 zu kämpfen.
Vielleicht war das Radfahren zu hart, ich weiß es nicht. Allerdings hab ich da auch reflektiert und sehe keinen Fehler bei mir. Bergauf war ich im kleinsten Gang. Da musst du dann durch und dein Ding durchziehen. Da konnte ich nicht leichter fahren. Und der Rest war sehr kontrolliert und nicht übertrieben. Genug Carbs hatte ich auch zu mir genommen. Und auf das wenige Trinken würde ich es jetzt auch nicht schieben.
Im Laufsegment war ich Platz 133.


Am Ende steht eine Zeit von 3:17:11 h auf der Uhr. Ich hatte gehofft Richtung 3:10 zu kommen. Aber dafür bin ich vor allem viel zu langsam gelaufen und hätte auch auf dem Rad schneller sein müssen was glaube ich für mich gestern auf der Strecke nicht möglich war. Platzierungstechnisch Platz 153 bzw. 134. unter den Männern und 21. in der Altersklasse. Das ist im Prinzip in allen Kategorien in etwas ziemlich genau in der Mitte. Wenn man ehrlich ist: beim Radfahren hab ich das reingeholt was ich beim Schwimmen verloren habe und beim Laufen hab ich die Position dann gehalten.
Ich bin im Prinzip mit dem Ergebnis im Reinen. Das Schwimmen kotzt mich vor allem an. Und ich muss daran arbeiten besser zu trinken auf dem Rad. Und im Laufen hoffe ich, dass die Form noch besser wird über den Sommer. Allerdings bin ich auch Stolz darauf wie ich das ganze gemanaged habe. Von dem "Schock" beim Schwimmen hab ich mir gut erholt. Auf dem Rad hab ich nichts anbrennen lassen und beim Laufen hab ich auch gut durchgezogen obwohl es mir körperlich nicht gut ging. Da kann ich mir nichts vorwerfen.


Ich lade später vom Handy noch ein paar Bilder Hoch.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Echt ätzend, dass diese Strava-Links nicht mehr tun, so kann ich mir das auch schenken.

Naja. Nochmal ein Lebenszeichen von mir: gestern hab ich einfach mal garnichts gemacht. Bin schon ordentlich Platt und hab noch sehr gut Muskelkater. Ich glaube sportlich was das bisher so mit das härteste, was ich bisher gemacht habe. Jetzt heißt es die nächsten Tage erholen und wieder in's Training reinkommen. Am besten garnicht aus dem Rhythmus raus.

Abschließend muss ich sagen überwiegt mittlerweile die Zufriedenheit mit meiner Resilienz und dem Durchhaltevermögen und ich nehme das ganze Positiv mit. Das ist eigentlich das, was mich am Triathlon reizt: man nimmt sich ja immer was vor, was man wahrscheinlich schon schafft, aber 100% Sicher kann man sich nicht sein. Diesmal musste ich halt mehr kämpfen.
Was mich wirklich stört ist das Schwimmen, das lässt mich gerade nicht los und ich hab echt schiss wie das dann in Duisburg läuft. Da muss ich jetzt auch aus dem Mentalen Karussel raus und das einfach abhaken.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Danke für den Bericht :)

Liest sich spannend, finde das schon sehr interessant. Hast Du mit der Koffeindosis schon vorher experimentiert? Ich hab damit beim Bund ein paar Erfahrungen gesammelt und hatte es häufiger, dass das schon sehr plötzlich rein gekickt und auch häufiger Kreislaufprobleme verursacht hat. Dort ging es hauptsächlich ums Wachbleiben, aber richtigen Sport hätte ich so nicht machen wollen.

Könnte schon sein, dass das Deine Pulsexplosion beim Schwimmen war. So ein Erlebnis ganz früh im Rennen stell ich mir auch nicht so prall vor, dürfte dann auch den Rest beeinträchtigt haben.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Danke auch von mir für den Bericht.

Irgendwie juckt es mich auch immer mal wieder, wenn ich so etwas lese ... ich denke, ich bin ein ganz passabler Schwimmer und könnte mit überschaubarem Aufwand da auf einen für mich okayen Leistungsstand kommen, aber Laufen ist aktuell "so eine Sache", ich habe auch deutlich mehr Fleisch auf den Rippen als früher, aber vor allem auf die Materialschlacht (und die damit verbundenen Kosten) beim Radfahren habe ich so gar keinen Bock. Und wenn dann so etwas passiert wie in Hamburg gerade oder man einfach mal so einen Platten hat ... super nervig.

Koffein im Rennen zu nehmen, wenn du es nicht auch vorher schon mal getestet hast, ist vermutlich nicht die beste Idee (wie beim Rest des "Fuelings"). Wieviel mg hast du dir denn da gegeben und was bist du ansonsten gewöhnt?
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Toller Bericht!

Genau das hält mich auch ab, also das Material und generell der Organisationsaufwand und wie viele Dinge schiefgehen können bei so einem Rennen.
Vieleicht mach ich einfach mal was kleines lokales, dann einfach auf dem Gravelrad und wenn dann was schief läuft ist das halt so.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Danke für den Bericht!

Auf Koffein verzichten ja ziemlich viele beim WK und nutzen das wenn dann am Ende.

Da bekomme ich direkt wieder Bock.

Ich persönlich finde, dass die Organisation vorher und währenddessen gerade den Reiz ausmachen, weil der Kopf dadurch einfach nochmal ganz anderen "Stress" hat und man nicht "nur stumpf" ein Bewegungsmuster abspult. Ich denke ein "perfekter" Triathlon ist nahezu unmöglich, was es ebenfalls reizvoll macht, denn am Ende wird dann immer irgendwas sein bei so vielen Faktoren und sei es, dass der Neo nicht richtig aufging oder sowas.

Für die Materialschlacht habe ich allerdings auch nichts übrig. Besonders symphatisch war mir der Teilnehmer, der bei der olympischen Distanz in Köln einfach mit seinem klapprigen Stadtesel inklusive Fahrradkorb geradelt ist. Hab da auch etliche rostige Mountainbikes gesehen.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

überlege ja auch schon länger, zumindest nen Sprint zu machen in den nächsten Jahren, und würde den vermutlich auch auf meinem alten Steppenwolf fahren :-)
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Maxim hat geschrieben: zum Beitrag navigieren16. Jun 2026, 09:13 Danke für den Bericht :)

Liest sich spannend, finde das schon sehr interessant. Hast Du mit der Koffeindosis schon vorher experimentiert? Ich hab damit beim Bund ein paar Erfahrungen gesammelt und hatte es häufiger, dass das schon sehr plötzlich rein gekickt und auch häufiger Kreislaufprobleme verursacht hat. Dort ging es hauptsächlich ums Wachbleiben, aber richtigen Sport hätte ich so nicht machen wollen.

Könnte schon sein, dass das Deine Pulsexplosion beim Schwimmen war. So ein Erlebnis ganz früh im Rennen stell ich mir auch nicht so prall vor, dürfte dann auch den Rest beeinträchtigt haben.
Das wird jetzt eine Mehrfachantwort auf dem Handy.

Kurz: ja, ich hab vorhin schon mit der Dosierung Erfahrungen gemacht. 200 mg waren es. Hab ich auch vor dem Halbmarathon genommen und auch schon vor Triathlons. Aber: nicht immer. Und ich hatte ein ähnliches Problem vor zwei Jahren schon mal. Ich weiß jetzt aber nicht ob ich das damals auch genommen habe oder nicht. Ist aber wahrscheinlich. Letztes Mal hab ich es auf 16,5 Grad Wassertemperatur ohne Neo geschoben. Wär aber möglich, dass es das gleiche war. Daher würde ich den vermutlich minimalen benefit davon eher ignorieren wegen dem Risiko. Ich kann mir immer noch nach dem Schwimmen ein Gel mit 75 kg reinballern.

Ich denke das beantwortet auch bei den anderen Nachrichten einiges: also es war nicht ungetestet und hat auch schon öfter gut funktioniert. Aber ich will nicht ausschließen, dass das ein Grund ist und das Timing von nehmen bis Start und dann die Problem war denke ich ca 30-45 min und das könnte auch gut passen.

Ja, das war nicht unbedingt geil so direkt nach 5 min quasi kurz vor den DNF zu stehen. Aber was mich nicht umbringt macht mich härter.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

An alle die mal überlegen das zu machen: einfach machen. Ja, es kann voll die Materialschlacht sein und ich persönlich stehe ja auch darauf. Da sind aber auch welche in Badehose mit einem alten Damenfahrrad dabei. Und gerade eine Sprintdistanz ist auch etwas was jeder schaffen kann. Klar, außer man hat irgendwelche Verletzungen etc

Mich persönlich reizt gerade auch die Materialschlacht, die Vorbereitung und das Problemmanagement im Wettkampf. Gerade auf den längeren Distanzen hat da ja kaum einer einen perfekten Tag sondern Hochs und Tiefs. Wobeian es beim Material natürlich auch nicht übertreiben darf. Ich hab ja auch keinen Anzug für 1000€ und einen Zeitfahrhelm und ein Custon Cockpit.

Zum Abschluss nochmal ein Bild. Zumindest sah ich noch dynamisch aus beim einbiegen auf die Zielgerade.
IMG-20260614-WA0011.jpg
Mal schauen ob es sich wieder lohnt die offiziellen Bilder zu kaufen.
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Re: Road to IM70.3 Duisburg 2026 - Triathlon und Krafttraining

Bist schon eine echt Maschine! :respekt:

Danke fuer den tollen Bericht!
Und ja ich hab auch bock! *drehsmilie*
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