Ich schaue gerade Fußball und mache mir nebenher ein bisschen Gedanken zur Trainingsgestaltung.
Mir ist aufgefallen, dass
@Barbellmonkey, quasi ohne wirklich mehr oder großartig anders zu laufen, deutlich besser geworden ist, seit er mit dem Rad zur Arbeit fährt. "Nur" 45 Minuten da und dort, aber halt locker ~4h mehr lockere Basisarbeit pro Woche.
Anschließende Gedanken dazu haben damit zu tun, dass ich in den letzten Monaten häufiger gemerkt habe: Ich komme immer dann gut weiter, wenn ich mal über ein paar Wochen wirklich mehr Volumen schaffe, in meinem Fall also etwa 50km Laufen pro Woche. Habe ich Unterbrechungen durch Krankheit, Urlaub usw., bin ich schnell nur bei 35km und habe Rückschläge. Der Fail mit den 45 Minuten auf 10km im März war auch so ein Fall, in den Wochen davor bin ich einfach zu wenig gelaufen.
Das ist ja wenig überraschend in sich, weil ich halt letztes Jahr Anfänger war und da alles geht. Mehr Intensität, was bei reinen Läufern mit wenig Lebenskilometern sicher ne Option wäre, geht wegen des Krafttrainings nicht so einfach. Einfach 70km die Woche laufen ist auch nicht so einfach, laufe jetzt schon die meiste Zeit mit platten Beinen. Dass Volumen beim Aufbau essenziell ist, ist ja aber Konsens.
Was denkt Ihr dazu, mehr aerobe Basis mit zusätzlichen "LIT-Häppchen" von 30-45min auf dem BikeErg aufzubauen?
Der "Radfahrermythos" ist ja, dass man unter 90min Basis gar nicht anfangen muss, aber das ist ja widerlegt bzw. bezieht sich nicht auf den Aufbau der Kapazitäten sondern halt darauf, dass Radfahrer lang fahren müssen, weil sie lange Rennen fahren.