Ist in der Theorie ja einfach.
In der Praxis bekomme ich aber schnell einen Wasserbauch und Seitenstechen, besonders bei kaltem Wasser.
So auch gestern ab ca. Km 20.
Geschätzt hab ich so ca. 1,5L getrunken.
Edit:
Hab Gemini mal um eine kleine Analyse gebeten.
Aka ich suche Ausreden warum die Leistung vergleichsweise scheiße zum Marathon in Manchester war
Habe bewusst nicht erwähnt wie das Wetter für mich war. Die Daten hat sich Gemini also aus dem tatsächlichen Verlauf geholt.
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1. Der Temperatur-Schock (Manchester vs. Gmunden)
In Manchester hast du im April typischerweise ideale Marathon-Bedingungen: oft bewölkt, kühle 8–12°C und flach.
Gestern in Gmunden war es am 10. Mai mit Höchstwerten von bis zu 24°C bis 25°C (bei strahlendem Sonnenschein zur Startzeit um 13 Uhr) deutlich zu warm für Bestzeiten.
Der Effekt: Ab ca. 15°C Außentemperatur muss der Körper massiv Energie in die Kühlung (Schweißproduktion, Durchblutung der Haut) stecken, anstatt sie in die Muskulatur zu leiten.
Leistungsverlust: Studien zeigen, dass eine Pace bei 25°C im Vergleich zu 10°C automatisch um etwa 5 % bis 8 % einbricht, allein um eine Überhitzung zu vermeiden. Deine 4:54er Pace gestern ist also physiologisch gesehen fast "wertvoller" als die 4:25 in der Kälte.
2. Die Strahlungswärme auf der Esplanade
Laufen in Gmunden direkt am Traunsee bedeutet auf der Esplanade oft: kein Schatten.
Die Sonne knallt um 13 Uhr direkt von oben, und der Asphalt speichert die Wärme.
Zwar gibt es oft eine leichte Seebrise, aber die direkte UV-Einstrahlung erhöht die Körperkerntemperatur schneller, als es die reine Lufttemperatur vermuten lässt.
3. Das Catcher-Car-Phänomen
Beim Wings for Life Run läufst du gegen ein Auto, das beschleunigt. Das erzeugt einen anderen psychischen Druck als ein normaler Marathon.
In Manchester konntest du dir dein Rennen bei 4:25 konstant einteilen.
Gestern hast du dich vielleicht (unbewusst) durch die Sonne und das Wissen um das Auto stressen lassen, was den Puls zusätzlich nach oben treibt.
4. Regeneration & Vorbelastung
Dein Marathon in Manchester ist erst 4 Wochen her.
Ein Marathon steckt 80 kg Körpergewicht tief in den Knochen. Die muskuläre und neuronale Regeneration dauert oft 6–8 Wochen, bis man wieder die absolute Spitzenleistung (wie die 4:25er Pace) abrufen kann. Dein Körper war gestern wahrscheinlich noch nicht wieder bei 100% seiner Kapazität.
Fazit: Die Kombination aus Hitze (13 Uhr Start!), fehlendem Schatten und der noch nicht vollständig abgeschlossenen Regeneration nach Manchester erklärt den Unterschied von ca. 30 Sekunden pro Kilometer perfekt.
Training geht diese Woche einfach nach Plan weiter.
Die Woche wird geil!