So, der längste Lauf der Entlastungswoche aka 20km Easy. Endlich mal lang genug um ein paar Höhenmeter machen zu können.
War raw-doggen, kein Koffein, Elvanse-Off-Day (finde die ziemlich mühsam, echt beschissen das Absetzen nach über einem Jahr chronischer und hoher Einnahme), keine Verpflegung. War dadurch garnicht so Easy im Kopf.
WhatsApp Image 2026-02-14 at 09.20.01.jpeg
Unbestaendigkeit hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Feb 2026, 21:22
Mal ne Frage: was für Selbstgespräche führst du bei den wirklich langen Einheiten/Wettkämpfen mit dir, wenn es gerade wirklich unangenehm wird? Gerne können auch andere mental starken Läufer was dazu sagen wie z.b.@Zotto oder @Höfer (keine abschließende Aufzählung).
Inb4 war noch nicht fordernd bisher
Ich finde es gibt einen Unterschied zwischen einer sehr langen zeitlichen Dauer und dem Durchquälen bei kurzer/moderater Dauer. Ein Straßenmarathon fällt für mich auch unter moderater Dauer, das finde ich mental sehr einfach. Das Gehirn funktioniert noch so wie es soll, die Neurotransmitter sind wie sie sein sollen, da bin ich im Kopf einfach bei meinem Pace Ziel und fertig. Meistens bin ich da sogar noch übermotiviert und schraube währenddessen mein Ziel nach oben. Der Kopf kann den Körper ja knechten.
Fies wird es dann bei den längeren Distanzen. Da bewegen sich die Neurotransmitter in die falsche Richtung, Dopamin geht in den Keller, Serotonin nach oben - man wird unmotiviert, schlapp und gleichgültig - auch wenn der Körper noch viele Reserven hat. Ein Problem, das ich auch heute hatte, ich bin halt das Dopamin über mein ärztlich verschriebenes Amphetamin so gewöhnt, dass der Entzug ein Loch produziert, deshalb hab ich absichtlich auch den längeren Lauf und den Elvanse-Off-Day zusammengelegt, damit ich beißen muss. Da würde ich sagen, dass man sich immer kleine Etappenziele zum Durchbeißen suchen sollte. zB hatte ich beim Heimlaufen echt so wenig Lust, dass ich geplant hatte, die 5min Cooldown am Ende nur zu Gehen und nicht mehr zu laufen. Als es so weit war, waren es nur noch 5min und ich bin die auch noch gelaufen. Das ganze funktioniert aber nur gut, wenn es ein abgestecktes Ende gibt. Für Events ohne Ende - also Backyard Ultras - fehlt mir noch jede Strategie. Einerseits ist es utopisch für mich zu gewinnen, andererseits findet man immer so viele andere sympathische Enden. Entweder ein PR (was für mich ja 16 Runden wären) oder die magischen Zahlen wie Marathon, 50km, 10 Runden, Doppelmarathon, 100km, 100 Meilen etc. In Kirchschlag bin ich die 15. Runde zB gelaufen, weil mich die Vorstellung eine 7-Runden-Trophäe zu bekommen (gibt 7, 15, 24) wenn ich in Runde 13/14 aufhöre richtig angepisst hat. Also auf Wut-Basis 15 gemacht.
Ich hab da gewaltigen Respekt vor
@Tobeass ohne richtigen Grund 12 Runden von daheim aus gelaufen zu haben, das ist mental ein gewaltiger Abfuck wie ich finde. In Loosdorf dieses Jahr werde ich wohl die Ziele "Mehr Runden als
@Tobeass laufen" und "Wenn ich keine 24 Runden schaffe, bin ich ein Loser und wie soll ich dann den Wachau 160 schaffen?" herumwürfeln .

Also von den hier genannten kann er vermutlich die besten Tipps geben denke ich.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.