Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

der harte Kern
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BFM
Lounger
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Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Hallo zusammen,

eine Frage bei der mich Eure Antworten interessieren würde ist wie und wann Ihr Eure Verwandten besucht bzw Kontakt haltet?

Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und Verwandten. Also es ist nie etwas grosses negatives passiert oder so. Von deren Seite kommt oftmals das ich mich zu selten blicken lasse oder einfach das diese mehr Zeit mit mir wollen. Ich allerdings telefoniere schon fast täglich mit einem von Ihnen und weiß garnicht ob das andere so oft wie ich machen. So richtig weiß ich nicht wie ich als Erwachsener Mann damit umgehen sollte. Denn einerseits heisst es immer nutze und genieße die Zeit mit deinen Verwandten solange man sie hat. Andererseits schau ich mir erfolgreiche Menschen an die Auswandern oder ähnliches und wahrscheinlich wesentlich weniger Zeit mit dem Verwandtschafts-Tratsch verbringen dafür aber aus ihrem eigenen Leben selber das maximale rausholen.

Ich hoffe Ihr wisst wo meine Frage hingeht und Ihr könnt Eure Erfahrungen damit teilen wie ein sinnvoller Umgang sein sollte.

Liebe Grüße
K4S4
Lounger
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Ich telefoniere mit meinen Eltern im Schnitt einmal alle zwei Wochen und treffe sie so 6-8x im Jahr. Zweimal kommen sie zu mir und an den Geburtstagen, Weihnachten und Ostern ich zu ihnen. Manchmal dann auch noch wenn wir die Familie meiner Freundin in der Nähe besuchen.

Meine Geschwister besuche ich vielleicht einmal im Jahr und ansonsten sieht man sich bei den Eltern. Telefonieren nur wenn was zu besprechen ist.

Alle weiteren Verwandten sehe ich nur bei den Eltern oder auf Festen. Telefonieren meist einmal um zum Geburtstag zu gratulieren.

Wie du schon gesagt hast, nimmt das ohnehin schon viel Zeit ein, wenn man nicht mehr am Geburtsort wohnt. Daher kann ich ja nicht jedes Wochenende nur zu meinen Verwandten fahren. Habe ja auch noch Freunde und eigen Hobbys. Da oftmals erwartet wird, dass man nach Hause kommt, wenn man der Weggezogen ist, macht die Sache nochmal schwieriger. Lasse mich deshalb aber auch nicht unter Druck setzen. Die haben den gleichen Weg zu mir.
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Jag.uar
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Da gibts ja kein Patentrezept und das ist von so vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Wenn Du direkt um die Ecke wohnst, ists natürlich viel leichter.
Tägliches Telefonieren ginge bei mir rein zeitlich nicht - und ich wüsste auch gar nicht, was ich da zu besprechen hätte. Worüber unterhaltet ihr euch denn jeden Tag? :-)

Ich sehe Verwandte regelmäßig, ergreife da aber auch die Initiative (meistens). Das ist dann aber eher monatlich ein mal. Und wenn ich dazu keine Lust hätte, würde ich es auch nicht machen. Finde es jedes Mal schön wenn man sich sieht und mache das, solange die noch alle "da" sind. :)
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Piotr
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Ich wohne sehr nah bei meinem Vater und meinem Opa.
Ersteren treffe ich bestimmt alle 2 Wochen zufällig oder mal spontan zum quatschen, so richtig was unternehmen 1x pro Quartal vielleicht.
Letzteren sehe ich auch zufällig 1x pro Woche, helfe zudem öfter mal bei verschiedenen Sachen (Technik, Auto, Garten etc.)
Ich sehe letzteres auch als ein Treffen, er aber nicht. Teilweise vergisst er dass wir uns deswegen gesehen haben.

Mutter sehe ich alle 3 Wochen oder so, zwischendurch mal telefonieren oder auf WA schreiben.
Gleiche bei den Geschwistern

Verhältnis ist seit ich Abstand habe eigentlich sogar besser, aber könnte deutlich besser sein wenn so manches anders gelaufen wäre.
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Jck
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Da ich ausgewandert bin lebe ich ziemich weit von meiner Familie entfernt.

Verhaeltnis ist super, telefonieren 1x im Monat, haben eine Whatsapp Gruppe wo wir Dinge teilen.
Fliege ca 2x im Jahr runter und besuche dann alle.

Man muss das fuer sich individuell entscheiden welchen Weg man gehen moechte, ich denke eine "Abkoppelung" durch Auswanderung oder in eine andere Stadt ziehen usw ist sehr hilfreich fuer die persoenliche Entwicklung.
Man durchbricht damit auch einen Teil seiner Muster und kommt aus dem Trott raus.
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ARRG
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Hab seit ca 15 Jahren keinerlei Kontakt mehr zu meiner Familie. Inzwischen frag ich mich immer öfter ob oder wie ich wieder Kontakt aufnehmen will. Keine Ahnung ob noch alle leben, usw. Der Kontaktabbruch war kompliziert. War damals ein anderer Mensch, Alkohol, Drogen, usw. Würde gern wissen, wie es meiner kleinen Schwester geht. Hab sie das letzte Mal gesehen, da war sie 15. Jetzt ist sie 30. Womöglich ist sie verheiratet und hat Kinder. Könnte Onkel sein und weiß es nicht mal. Sie konnte nichts dafür, dass ich krassen Beef mit Mutter und Stiefvater hatte. Gleiches gilt für die Familie väterlicherseits. Durch den Stress mit meinen Eltern ist auch der Kontakt zu allen anderen Familienmitgliedern abgerissen. Und ich war damals nen ziemliches Arschloch. Vermutlich haben sich alle krass das Maul über mich zerrissen und hätten nichts dagegen nie wieder von mir zu hören. Könnte mir vorstellen, dass meine Oma inzwischen tot ist. Würde glaub schon gerne wieder Kontakt aufnehmen aber hab auch ziemliche Angst davor.
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Dreadlift
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 00:39 [...] und hätten nichts dagegen nie wieder von mir zu hören.
Das glaub ich nicht.
ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 00:39 Würde glaub schon gerne wieder Kontakt aufnehmen aber hab auch ziemliche Angst davor.
Mach es einfach.

Sagt sich wahrscheinlich leicht, für jemanden der schon immer sehr guten Kontakt zu seiner Familie hat. Sehe meine Eltern fast täglich, meine Schwestern/Neffen/Nichte meist mehrmals die Woche und die restliche Verwandtschaft regelmäßig, abhängig von Grad und Entfernung.
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ARRG
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Vielleicht überwinde ich mich und schreib nen Brief. Vermutlich an meine Mutter.
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Piotr
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Dreadlift hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 01:24
ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 00:39 [...] und hätten nichts dagegen nie wieder von mir zu hören.
Das glaub ich nicht.
ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 00:39 Würde glaub schon gerne wieder Kontakt aufnehmen aber hab auch ziemliche Angst davor.
Mach es einfach.

Sagt sich wahrscheinlich leicht, für jemanden der schon immer sehr guten Kontakt zu seiner Familie hat. Sehe meine Eltern fast täglich, meine Schwestern/Neffen/Nichte meist mehrmals die Woche und die restliche Verwandtschaft regelmäßig, abhängig von Grad und Entfernung.
Wie kommt denn täglicher Kontakt zustande?
Lebst du ländlich oder aber im gleichen Haus?

Bei mir unverändert.
Meine Mutter ist recht toxisch. Wenn meine Frau und ich streiten dann 90% wegen meiner Familie.

Kompletten Kontaktabbruch halte ich aber für zu hart. Sehe sie so alle 3-4 Wochen
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Dreadlift
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Piotr hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 10:40 Wie kommt denn täglicher Kontakt zustande?
Lebst du ländlich oder aber im gleichen Haus?
Auf dem Land, im Haus neben meinen Eltern. Ehemaliges Haus meiner Oma, das ich komplett renoviert habe. Kleine Schwester hat das Haus unserer anderen Oma im gleichen Ort übernommen und große Schwester wohnt in einem Dorf der gleichen Gemeinde, kauft jetzt aber ein Haus in unserem Ort.
Hat Vor- und Nachteile...

Bin froh auf dem Land zu Leben. Muss arbeitsbedingt regelmäßig in große Städte Weltweit und kann mir das auf Dauer nicht vorstellen.
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Dreadlift hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 01:24
ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 00:39 Würde glaub schon gerne wieder Kontakt aufnehmen aber hab auch ziemliche Angst davor.
Mach es einfach.
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ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 08:52 Vielleicht überwinde ich mich und schreib nen Brief. Vermutlich an meine Mutter.
Würd' anrufen... diese Briefe-Geschichte bringt doch ungewollten Spannungsbogen.
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ARRG
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Anrufen könnte sich wie nen Überfall anfühlen. Plötzlich den verlorenen schwarze Schaf Sohn an der Strippe zu haben ist vlt etwas krass. Das baut Druck auf. Aber wär mir glaube ich lieber als 1 Brief. Am Ende wirds nen halber Roman. Und viel mehr Aufwand ist es auch, mit zur Post bringen usw.
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Dreadlift
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

ARRG hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 13:03 Anrufen könnte sich wie nen Überfall anfühlen. Plötzlich den verlorenen schwarze Schaf Sohn an der Strippe zu haben ist vlt etwas krass. Das baut Druck auf.
Stecke nicht in deiner Haut und kenne die Vorgeschichte nicht, aber kann mir gut vorstellen, dass es genau das Gegenteil sein wird und man auf der anderen Seite sich einfach freut von dir zu hören.
Würde auch nicht groß etwas einfordern oder ähnliches, einfach nur sagen, dass es dir gut geht und nachfragen wie es der Familie geht. Wenn das Eis erstmal gebrochen ist, sieht man weiter.
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

@ARRG

Zu deiner Situation…. Ob Familienmitglieder gestorben sind, kann man recht gut über eine Suche nach Todesanzeigen bei Google herausfinden, einfach den Namen und das Wort Todesanzeige oder Traueranzeige in der Suche eingeben. In der Regel werden heute immer noch von vielen Todesanzeigen veröffentlicht. Und viele Zeitungen haben Trauerportale im Netz, auf denen man kostenlos suchen kann.

Und schreib bitte keine Briefe. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kann ich dir sagen, dass das, was du in so einem Brief schreibst, gerne missverstanden wird und du bist dann nicht in der Lage, das Missverständnis direkt zu heilen. Mit einem Brief machst du unter Umständen noch mehr kaputt als sowieso schon kaputt gegangen ist.

Vielleicht wäre deine Schwester in dieser Situation der beste Partner für eine Wiederaufnahme des Kontaktes. In deinem Fall würde ich das Telefon wählen. Anrufen und nachfragen, ob von ihrer Seite aus ein Gespräch gewünscht wird. Danach kann man weitersehen.

Ich wurde vor 3 Jahren nach einer für mich, belanglosen Meinungsverschiedenheit mit meinem Vater von ihm und durch meine Schwester, mit der ich seit mehr als 25 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, aus der Familie gedrängt. Ich wurde zur Persona non grata erklärt. Vom Tod meiner Eltern habe ich nur zufällig durch Nachbarn erfahren, die deren Todesanzeigen in der Zeitung gelesen hatten. Ich bin nicht mal in den Todesanzeigen meiner Eltern genannt. Mein Erbe wurde mir vorenthalten. Meine erwachsenen Neffen und Nichten habe ich zuletzt als kleine Kinder gesehen. Weder kennen Sie mich noch, kenne ich sie. Ich wurde aus der familiären Geschichte getilgt. Mein Erbe wird von denen verprasst, aber in Geschichten, so habe ich erfahren, tauche ich nur als “der böse Mann” auf.

Meine Schwester liegt mit jetzt knapp 63 Jahren im Sterben. Das habe ich auch nur durch Zufall durch Dritte erfahren. Unheilbare Krankheit. Sie wird wohl das Ende dieses Jahres nicht mehr erleben.

Nach dem Motto man sieht sich immer zweimal im Leben könnte ich ja jetzt frohlocken. Aber da ist gar nichts. Es ist mir egal, ob sie lebt oder stirbt. Es ist auch völlig egal, wer ihre Kinder sind, die ich nie kennen lernen durfte, deren Entwicklung ich nie miterleben konnte. Kämen Sie heute zu mir, ich würde sie wegschicken. Sie sind Fremde für mich. Normalerweise müsste ich sie hassen, denn sie haben einen Großteil meines Erbes bekommen. Unverdient. Aber ich kann ihnen das nicht zum Vorwurf machen. Sie kennen nur eine Seite der Geschichte und sind Nutznießer von etwas, dass sie gar nicht begreifen.

Das einzige Bedauern, das ich verspüre, ist, nicht noch mal Kontakt zu meinem Vater herstellen zu können, um ihm die Ungerechtigkeit, die mich seit damals täglich und in der Nacht verfolgt, ins Gesicht schreien zu können.

Eines habe ich gelernt, ultimativ. Familie ist nicht das Loch, aus dem du kommst. Nur weil du und deine Geschwister zufällig aus dem selben Uterus gepresst wurden, macht euch das nicht zu Familie. Vater und Mutter, Onkel und Tante usw. sind nicht Familie. Das ist Verwandtschaft.

Familie schaffe ich mir selber.
Meine Beiträge basieren ausdrücklich nur auf persönlichen Erfahrungen. Kein Anspruch auf wissenschaftliche Evidenz.
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ARRG
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Re: Familie, Verwandtschaft, Umfeld, Eltern, Vater, Mutter ...?

Dicker alter Mann hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Sep 2026, 13:19 @ARRG

Zu deiner Situation…. Ob Familienmitglieder gestorben sind, kann man recht gut über eine Suche nach Todesanzeigen bei Google herausfinden, einfach den Namen und das Wort Todesanzeige oder Traueranzeige in der Suche eingeben. In der Regel werden heute immer noch von vielen Todesanzeigen veröffentlicht. Und viele Zeitungen haben Trauerportale im Netz, auf denen man kostenlos suchen kann.

Und schreib bitte keine Briefe. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kann ich dir sagen, dass das, was du in so einem Brief schreibst, gerne missverstanden wird und du bist dann nicht in der Lage, das Missverständnis direkt zu heilen. Mit einem Brief machst du unter Umständen noch mehr kaputt als sowieso schon kaputt gegangen ist.

Vielleicht wäre deine Schwester in dieser Situation der beste Partner für eine Wiederaufnahme des Kontaktes. In deinem Fall würde ich das Telefon wählen. Anrufen und nachfragen, ob von ihrer Seite aus ein Gespräch gewünscht wird. Danach kann man weitersehen.

Ich wurde vor 3 Jahren nach einer für mich, belanglosen Meinungsverschiedenheit mit meinem Vater von ihm und durch meine Schwester, mit der ich seit mehr als 25 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, aus der Familie gedrängt. Ich wurde zur Persona non grata erklärt. Vom Tod meiner Eltern habe ich nur zufällig durch Nachbarn erfahren, die deren Todesanzeigen in der Zeitung gelesen hatten. Ich bin nicht mal in den Todesanzeigen meiner Eltern genannt. Mein Erbe wurde mir vorenthalten. Meine erwachsenen Neffen und Nichten habe ich zuletzt als kleine Kinder gesehen. Weder kennen Sie mich noch, kenne ich sie. Ich wurde aus der familiären Geschichte getilgt. Mein Erbe wird von denen verprasst, aber in Geschichten, so habe ich erfahren, tauche ich nur als “der böse Mann” auf.

Meine Schwester liegt mit jetzt knapp 63 Jahren im Sterben. Das habe ich auch nur durch Zufall durch Dritte erfahren. Unheilbare Krankheit. Sie wird wohl das Ende dieses Jahres nicht mehr erleben.

Nach dem Motto man sieht sich immer zweimal im Leben könnte ich ja jetzt frohlocken. Aber da ist gar nichts. Es ist mir egal, ob sie lebt oder stirbt. Es ist auch völlig egal, wer ihre Kinder sind, die ich nie kennen lernen durfte, deren Entwicklung ich nie miterleben konnte. Kämen Sie heute zu mir, ich würde sie wegschicken. Sie sind Fremde für mich. Normalerweise müsste ich sie hassen, denn sie haben einen Großteil meines Erbes bekommen. Unverdient. Aber ich kann ihnen das nicht zum Vorwurf machen. Sie kennen nur eine Seite der Geschichte und sind Nutznießer von etwas, dass sie gar nicht begreifen.

Das einzige Bedauern, das ich verspüre, ist, nicht noch mal Kontakt zu meinem Vater herstellen zu können, um ihm die Ungerechtigkeit, die mich seit damals täglich und in der Nacht verfolgt, ins Gesicht schreien zu können.

Eines habe ich gelernt, ultimativ. Familie ist nicht das Loch, aus dem du kommst. Nur weil du und deine Geschwister zufällig aus dem selben Uterus gepresst wurden, macht euch das nicht zu Familie. Vater und Mutter, Onkel und Tante usw. sind nicht Familie. Das ist Verwandtschaft.

Familie schaffe ich mir selber.
Wow, danke für deine Worte. Tut mir sehr Leid, wie es bei dir gelaufen bist. Und danke für den Tipp bzgl keine Briefe.

@Dreadlift
Danke für die aufbauenden Worte. Vlt hast du recht.

Die einzige Telefonnummer, die ich noch habe ist Festnetz meiner Mutter.

Danke euch allen. Ich will mich dem jetzt comitten. Kann noch nicht sagen wann aber ich will den Anruf wagen. Jetzt hirne ich rum, wann ein guter Zeitpunkt wär. Angenommen es geht nur der Anrufbeantworter ran, würdet ihr eine Nachricht hinterlassen oder lieber erneut versuchen?
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