Lurch Nr.1 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren7. Jul 2026, 19:16
ich dachte halt immer es läuft generell so ab (nehmen wior das Raubtier-Szenario

):
SäbelzahnTIGER kommt --- Mensch cshreckt auf, Adrenalin geht ins System-- Mensch macht Usain Bold vom feinsten--- Meerschweinchen leider schneller erwischt ihn-- Cortison wird ausgeschüttet im Schock--- Schmerz wird ausgeblendet, noch mehr Energiefreisetztung- Mensch entkommt trotz Bisswunde--
ist
Der Anblick des Tigers triggert die Amygdala, das führt zu Adrenalin (und Noradrenalin). Adrenalin sorgt sofort für erhöhten Herzschlag, geweitete Bronchien (mehr Sauerstoff) und die Umleitung des Blutes in die Muskeln (Glykogenolyse in der Leber wird aktiviert, um Glucose bereitzustellen).
Etwas später folgt Cortisol. Cortisol wirkt entzündungshemmend und sorgt dafür, dass die Energiebereitstellung auch bei anhaltender Belastung aufrechterhalten bleibt. Es unterdrückt zudem kurzfristig nicht lebensnotwendige Funktionen (wie das Immunsystem oder die Schmerzempfindung), damit du nicht "stehen bleibst", weil es wehtut. Cortisol sorgt für die Gluconeogenese – es zwingt den Körper, auch aus Proteinen und Fetten Energie zu gewinnen, um den Blutzuckerspiegel hochzuhalten.
Als mein Cortisol zu hoch war bin ich bei Kleinigkeiten ausgerastet, z.B. wenn einfach etwas in der Küche runtergefallen ist.
Zu wenig Cortisol kannst du dir so vorstellen wie eine sehr sehr lange Diät, z.B. bist du so fertig, dass du minutenlang vor der Treppe in den ersten Stock stehst weil du weißt, wenn du da jetzt hochläufst bist du fix und fertig.
Langfristig hohes Cortisol führt dann zur sogenannten Stammfettsuch: Dünne Extremitäten und Fett am Bauch, weil der Körper die lebenswichtigen Organe schützen will. Zusätzlich ist die Stressachse die dominante im Körper im Vergleich zur Schildrüsen- oder Testoachse