GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Apr 2026, 09:19
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Apr 2026, 09:09
GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Apr 2026, 08:31
Man kann Lindner sicherlich vieles vorwerfen, aber immerhin arbeitet er operativ für ein mittelständisches Unternehmen und setzt sich nicht in den Aufsichtsrat eines Großkonzerns und lässt sich seine Kontakte vergolden wie viele andere Ex-Politiker.
Neu- und Gebrauchtwagen. Ansonsten volle Zustimmung, was seine neue Rolle angeht. Da sieht man auch die Unterschiede zwischen einem wie ihm oder Habeck.
Jetzt muss du mir aber mal erklären, warum du ausgerechnet Habeck bringst? Afaik arbeitet der doch für ein dänisches Forschungsinstitut und damit ebenfalls nicht als Lobbyist.
Mir würden da ja eher Leute wie Schröder (Gazprom/Russland), Gabriel (Deutsche Bank/Katar) oder Merz (Blackrock) einfallen.
Ich habe Habeck erwähnt, weil er mit Lindner zusammen in der Regierung war und hier inhaltlich in vielen Themen der Gegensatz zu Lindners FDP-Positionen. Außerdem sind nach dem Ende der Ampel beide fast zeitgleich aus der Politik ausgeschieden.
Wenn man jetzt die beiden weiteren Lebenswege nebeneinander hält, spiegelt das meiner Meinung nach gut die politische Prägung ihrer ehemaligen parteipolitischen Heimaten und ihrer Politik wieder:
Der eine zieht sich zurück in das woke Paralleluniversum geisteswissenschaftlicher Institute US-amerikanischer Universitäten, um sich dort weiter an seinen eigenen Worten berauschen zu können, ohne eine ernsthaft kritische Auseinandersetzung mit deren Inhalten fürchten zu müssen (wie einem das als Wirtschaftsminister außerhalb des ÖRR frecherweise passieren kann). Der andere stellt sich der Realität des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs und übernimmt eine aktive Führungsrolle.
Zur Ausbildung der beiden: Ich denke wir sind uns einig, dass ohne das Sprungbrett Politikerkarriere weder Lindner als Politologe noch Habeck mit einer (wie man hört bestenfalls durchschnittlichen) Promotion zu weltfremden Literaturthemen auf irgendwelchen Spitzenposten sitzen würden. Andererseits muss man ihnen auch zugestehen, dass sie ohne den zeitlich aufwendigen Politikerjob ggfs. einen anderen Bildungs- und Karriereweg hätten einschlagen können.