Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 15:31
maximised hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 15:27
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 14:39

Ich fand das Thema interessant und habe ChatGPT folgendes gefragt:
► Text anzeigen
Und das war die Antwort - mit dem jetzigen Tempo können wir in bereits 200 Jahren das Niveau der Schweiz erreichen :kruemel: :
► Text anzeigen
Es gab mal eine Untersuchung der Bahn, wie sie vorgehen müssten um das Schienennetz zu renovieren. WAs das kostet und wie lange es dauert.
Ergebnis war sowas wie, es ist so weit marode, das man nicht mehr hinterherkommen würde und das Projekt nicht abzuschließen sei.

:-)

Finde den Artikel aber auf die schnelle nicht.
Deutschland hat aber auch ein crazy Schienennetz. So wohl im Fernverkehr als auch im Nahverkehr. Wenn ich mit der Bahn von Berlin an die Ostsee hoch fahre, gibt es Bahnhöfe mitten auf dem Feld, wo gefühlt ein Bauer seinen Hof hat. Müsste man vermutlich deutlich entschlacken, ist aber im Föderalismus wieder schwierig bis unmöglich, wiel jeder Provinz Fürst natürlich seinen Bahnhof behalten will
Keine Ahnung, ich bin kein Bahnexperte. Aber mein Eindruck ist, dass im ländlichen Raum doch bereits extrem viele Strecken stillgelegt oder sogar rückgebaut wurden - und vielerorts wird genau das heute bereut.
Wir bräuchten mE drei Dinge: Zuverlässiger und schneller Reiseverkehr UND regionale Verfügbarkeit, um wirklich eine Alternative zur Straße zu sein - und dazu nochmal genug Kapazitäten, um Güterverkehr zur ermöglichen und nicht jede klein Betriebsstörung zu einem Chaos ausarten zu lassen. Nix davon ist in absehbarer Reichweite :-)
martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Piotr hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 16:29
► Text anzeigen
Andererseits haben ich und auch andere höhere Preise in Kauf genommen, um ein E-Auto zu kaufen. Jetzt, wo der Vorteil hier voll durchschlägt, nimmt der Staat öffentliche Gelder um einseitig die zu subventionieren, die die Einschätzung falsch getroffen und auf eine in diesem Zusammenhang unterlegene Technologie gesetzt haben.
Andere haben mehr Geld in die Hand genommen um kürzere Wege zu haben
Jetzt wo Mobilität teurer wird und sich das auszahlt sollen die Vielfahrer entlastet werden?

Semi srs
Naja, wenn man sich die Wohnraumproblematik gerade in urbanen Gegenden anschaut, finde ich es deutlich eher verständlich, dass der Staat Pendler und Vielfahrer häufig aus dem ländlichen Raum unterstützt, als dass er einseitig Verbrennerfahrer subventioniert.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 16:30
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 15:31
maximised hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 15:27

Es gab mal eine Untersuchung der Bahn, wie sie vorgehen müssten um das Schienennetz zu renovieren. WAs das kostet und wie lange es dauert.
Ergebnis war sowas wie, es ist so weit marode, das man nicht mehr hinterherkommen würde und das Projekt nicht abzuschließen sei.

:-)

Finde den Artikel aber auf die schnelle nicht.
Deutschland hat aber auch ein crazy Schienennetz. So wohl im Fernverkehr als auch im Nahverkehr. Wenn ich mit der Bahn von Berlin an die Ostsee hoch fahre, gibt es Bahnhöfe mitten auf dem Feld, wo gefühlt ein Bauer seinen Hof hat. Müsste man vermutlich deutlich entschlacken, ist aber im Föderalismus wieder schwierig bis unmöglich, wiel jeder Provinz Fürst natürlich seinen Bahnhof behalten will
Keine Ahnung, ich bin kein Bahnexperte. Aber mein Eindruck ist, dass im ländlichen Raum doch bereits extrem viele Strecken stillgelegt oder sogar rückgebaut wurden - und vielerorts wird genau das heute bereut.
Wir bräuchten mE drei Dinge: Zuverlässiger und schneller Reiseverkehr UND regionale Verfügbarkeit, um wirklich eine Alternative zur Straße zu sein - und dazu nochmal genug Kapazitäten, um Güterverkehr zur ermöglichen und nicht jede klein Betriebsstörung zu einem Chaos ausarten zu lassen. Nix davon ist in absehbarer Reichweite :-)
Das ist vermutlich der Interessenkonflikt: ein regional überall verfügbares Netz und Zuverlässigkeit/Pünktlichkeit. Jeder km mehr Schiene und jeder Bahnhof mehr erhöht halt auch die Komplexität und Fehleranfälligkeit und muss gewartet werden. Wenn man halt wie in vielen anderen Ländern nur wenige Hauptstrecken überhaupt bedient, kann man die natürlich auch zuverlässiger bedienen als ein sehr komplexes und weit verzweigtes Streckennetz. Da muss man irgendwo einen Kompromiss finden vermutlich
martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Kommentar von WELT-Chefkommentator Andreas Rosenfelder zum Correctiv-Urteil - schön zu lesen.
Im ÖRR wird es natürlich deutlich wenig prominent berichtet und kommentiert, welch Überraschung.
Wie macht man Menschen Angst? Das führte die „Tagesschau“ mit ihrem Beitrag „Millionen Deutsche haben Angst vor Abschiebungen“ im Februar 2024 mustergültig vor. Nachdem die auch mit Regierungsmitteln finanzierte Medien-NGO „Correctiv“ einen raunenden Bericht über einen „Geheimplan gegen Deutschland“ veröffentlicht hatte, gab der NDR bei Infratest/Dimap eine maßgeschneiderte Umfrage zum Thema „Abschiebungspläne rechter Kreise“ in Auftrag. Die 1303 Teilnehmer wurden mit der vermeintlichen Tatsache konfrontiert, bei einem Potsdamer Treffen „von radikalen Rechten, darunter auch AfD-Politiker“, seien „Pläne zur massenhaften Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund, einschließlich deutscher Staatsbürger“ diskutiert worden. Mit höchster Suggestivkraft folgte dann die Frage: „Bereiten Ihnen diese Pläne sehr große, große, weniger große oder keine Angst?“

Obwohl selbst unter den Befragten „mit Einwanderungsgeschichte“ nur 51 Prozent angaben, die angeblichen „Pläne“ bereiteten ihnen „sehr große“ oder „große“ Angst, während 48 Prozent äußerten, „weniger große“ oder „keine“ Angst zu haben, folgerte die „Tagesschau“ aus der Umfrage und dem Umstand, dass es zwölf Millionen deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund gibt, „Millionen Deutsche“ würden jetzt in existenzieller Furcht davor zittern, von der AfD abgeschoben zu werden. Auch andere Medien konfrontierten Bürger mit türkischen, griechischen oder italienischen Wurzeln in Straßenumfragen mit den „rechtsradikalen Deportationsplänen“ (so die „Süddeutsche Zeitung“) und sammelten alarmierte Stimmungsbilder.

Inzwischen ist klar: Fast die gesamte Medienberichterstattung zum „Geheimplan“, die an Hysterie grenzte und – im Zusammenspiel mit NGOs und populistischen Spitzenpolitikern von CDU, SPD, FDP und Grünen – eine beispiellose Demonstrationswelle „gegen rechts“ in Bewegung setzte, beruhte auf einer Falschbehauptung, oder, um Lieblingsbegriffe dieses politisch-medialen Milieus zu verwenden: auf „Fake News“ und „Desinformation“. Auch WELT, wo die Aufklärung der Widersprüche und Fehler der „Geheimplan“-Story schon seit Februar 2024 mit kritischen Recherchen vorangetrieben wurde, titelte noch am 19. Januar 2024: „Wenn AfD-Politiker über millionenfache Ausbürgerung und Abschiebung beraten“.



Im Landhaus Adlon in Potsdam fand das „Geheimtreffen“ statt, über das „Correctiv“ berichtete
Ein Jahr danach
Was vom „Correctiv“-Bericht übrig geblieben ist
Das Problem: Nach heutigem Kenntnisstand hat auf dem Potsdamer Treffen niemand über millionenfache Ausbürgerung diskutiert. Der Keim dieser kollektiven Täuschung, die fast viral die gesamte deutsche Medienlandschaft erfasste, steckt in der „Correctiv“-Geschichte selbst – oder besser, er war dort, wie ein Köder, geschickt platziert. „Es bleiben zurück“, so hieß es im Epilog zum mit maximalem Effekt inszenierten Text, „ein ‚Masterplan‘ zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern; also ein Plan, um die Artikel 3, Artikel 16 und Artikel 21 des Grundgesetzes zu unterlaufen“.



Seit dem Erscheinen der Story am 10. Januar 2024 haben sich hinter dieser Kernaussage immer mehr journalistische und juristische Fragezeichen versammelt, denn konkrete Belege für die skandalträchtige These fehlten im Text, wie aufmerksame Leser auf den ersten Blick bemerken konnten.

Nun hat das Landgericht Berlin seine vernichtende Urteilsbegründung über die Publikation veröffentlicht: In Potsdam, so die Richter, sei nicht über „die Verpflichtung von Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland“ gesprochen worden. Im Gegenteil habe der identitäre Aktivist Martin Sellner, Autor des Buchs „Remigration: Ein Vorschlag“, auf dem Treffen sogar darauf hingewiesen, „dass Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft gerade nicht förmlich oder zwangsweise zur Ausreise verpflichtet werden könnten“.

Kurz: Ein „Masterplan zur Ausbürgerung von deutschen Staatsbürgern“ hat niemals existiert – und „Correctiv“, das sich in seiner allerletzten, beschämenden Verteidigungslinie sogar darauf herausredete, es haben sich hierbei um eine bloße Meinungsäußerung gehandelt, hat laut Gericht eine „unwahre Tatsachenberichterstattung“ verbreitet.

Was aber bleibt von der „Correctiv“-Geschichte, wenn vom „Masterplan“ nichts zurückbleibt? Eine bis auf die Knochen blamierte Medienlandschaft – und viele offene Fragen, vor allem an die Politik und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Denn sie haben die Steuergelder und Rundfunkbeiträge der Bürger dazu benutzt, eine Kampagne zu befeuern, von der sie leicht hätten feststellen können, dass daran etwas faul ist – und dass die zentrale Aussage nicht mit Beweisen unterfüttert wird.


Die NGO-Armada
Doch die Lust am Schauder über das Unvorstellbare, das doch letztlich nur das eigene Schwarzweiß-Weltbild bestätigte, war zu groß – und erfasste selbst Regierungsmitglieder wie die damalige SPD-Innenministerin. Nancy Faeser fühlte sich durch den Gedankenaustausch einiger neurechter Migrationskritiker, die bis dahin kaum jemand kannte, und ihrer teils eher ahnungslosen Tischgäste an die „Wannseekonferenz“ erinnert – ein abgründiger, ja bodenloser Vergleich, der den Wegfall jeglicher Maßstäbe beim verantwortlichen Personal veranschaulicht. Auch diese perfide Spur hatte „Correctiv“ im Bericht selbst gelegt: „Knapp acht Kilometer entfernt von dem Hotel“, verrät der Bericht andeutungsvoll über den Schauplatz des Postdamer Treffens, „steht das Haus der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die systematische Vernichtung der Juden koordinierten.“

Geschmackloser konnte „Correctiv“ die Schwächen und blinden Flecken seiner Recherche nicht übertünchen. Denn ohne das Narrativ einer geplanten „Deportation“ und „Vertreibung“ deutscher Staatsbürger hätte es die Geschichte kaum in die „Tagesschau“ geschafft, und auch die NGO-Armada von „Omas gegen Rechts“ bis „Campact“ hätte ihre Plakate nicht gemalt und eine Stand-by-Demo-Infrastruktur zur Verhinderung der unmittelbar bevorstehenden nationalsozialistischen Machtergreifung geschaffen.

Dieses Protestritual konnte praktischerweise sofort reaktiviert werden, als Friedrich Merz ein Jahr später im Bundestag die Rückkehr zu einer rechtmäßigen Asylpolitik durchsetzen wollte und sich durch die Zustimmung der AfD nicht davon abhalten ließ. Auch die AfD-Verbotsdebatte wäre ohne die Skandalisierung der „Remigration“ kaum so schwungvoll in Gang gekommen – wobei es die Gutachten des Verfassungsschutzes zur Verfassungswidrigkeit der Partei in Sachen Unseriösität und Windigkeit durchaus mit dem „Correctiv“-Dossier aufnehmen können.



Die fatale Signalwirkung der neuen AfD-Einstufung
Übrigens war der Remigrationsbegriff, bevor „Correctiv“ den österreichischen Provokateur Martin Sellner über Nacht zum neurechten Superstar machte, eher als Fachterminus bekannt, den etwa das Bundesamt für Flüchtlinge noch 2006 in einer Forschungsstudie für die „freiwillige und zwangsweise Rückkehr von Drittstaatsangehörigen aus Deutschland“ verwendete – um damit ungefähr das zu bezeichnen, was Friedrich Merz meinte, als er Ende März die Rückkehr von „rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland“ nach dem Wegfall der Fluchtursache ankündigte.

So vergiftete der „Correctiv“-Bericht über den „Masterplan“ nachhaltig die politische Debatte in Deutschland, indem er zum absurden Eindruck beitrug, bei der migrationskritischen Hälfte des Landes (in Umfragen übrigens eine klare Mehrheit) handle es sich um die neuen Nazis, während die linken Antifaschisten die „Weiße Rose“ der Gegenwart darstellten. Gerade die enge Kooperation zwischen NGOs, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Bundesregierung wird der AfD etliche Wähler zugetrieben haben.

Unter journalistischen Gesichtspunkten stellt „Correctiv“, das noch nach Bekanntwerden der gravierenden Mängel der Geschichte mit Branchenpreisen und Ehrungen überhäuft wurde, eine umgekehrte „Watergate“-Affäre dar. Denn diesmal haben Journalisten nicht zur Aufklärung beigetragen, sondern im Gegenteil selbst eine irreführende politische Inszenierung geschaffen, an der andere Journalisten völlig kritiklos mitwirkten – allein schon dadurch, dass sie ihren natürlichen Instinkt, alles gründlich und kritisch zu prüfen, vollständig abschalteten. Einige unbestechliche Reporter und Juristen haben – als echtes Korrektiv – diese Konstruktion durch beharrliches Nachfragen entlarvt. Wer verleiht ihnen Preise?
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H_B
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Dreadlift hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 13:14 Na dann lassen wir es gleich bleiben...
Man vergleiche nur mal mit unseren deutschsprachigen Nachbarn:

Deutschland: 72% LKW / 19% Bahn
Österreich: 68% LKW / 32% Bahn
Schweiz: 40% LKW / 60% Bahn

Inb4 die restlichen 9% in DE sind per Lastenrad
Die Reisegeschwindigkeit mit einem Güterzug liegt sogar unter dem eines Lastenrads... Nur mal zum Vergleich, ich schaffe oft nur 20-30kmh durchschnittliche Reisegeschwindigkeit mit meinen Zügen.

Die Schieneninfrastruktur ist nicht nur am Limit, sondern längst darüber hinaus.
H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Okt 2023, 12:20 Re: Supp für die Potenz

Zum Test mal den all night long von hinten testen
martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 16:35
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 16:30
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 15:31

Deutschland hat aber auch ein crazy Schienennetz. So wohl im Fernverkehr als auch im Nahverkehr. Wenn ich mit der Bahn von Berlin an die Ostsee hoch fahre, gibt es Bahnhöfe mitten auf dem Feld, wo gefühlt ein Bauer seinen Hof hat. Müsste man vermutlich deutlich entschlacken, ist aber im Föderalismus wieder schwierig bis unmöglich, wiel jeder Provinz Fürst natürlich seinen Bahnhof behalten will
Keine Ahnung, ich bin kein Bahnexperte. Aber mein Eindruck ist, dass im ländlichen Raum doch bereits extrem viele Strecken stillgelegt oder sogar rückgebaut wurden - und vielerorts wird genau das heute bereut.
Wir bräuchten mE drei Dinge: Zuverlässiger und schneller Reiseverkehr UND regionale Verfügbarkeit, um wirklich eine Alternative zur Straße zu sein - und dazu nochmal genug Kapazitäten, um Güterverkehr zur ermöglichen und nicht jede klein Betriebsstörung zu einem Chaos ausarten zu lassen. Nix davon ist in absehbarer Reichweite :-)
Das ist vermutlich der Interessenkonflikt: ein regional überall verfügbares Netz und Zuverlässigkeit/Pünktlichkeit. Jeder km mehr Schiene und jeder Bahnhof mehr erhöht halt auch die Komplexität und Fehleranfälligkeit und muss gewartet werden. Wenn man halt wie in vielen anderen Ländern nur wenige Hauptstrecken überhaupt bedient, kann man die natürlich auch zuverlässiger bedienen als ein sehr komplexes und weit verzweigtes Streckennetz. Da muss man irgendwo einen Kompromiss finden vermutlich
Meine Entgegnung als Bahnlaie wäre: Was ist mit der Schweiz - oder der alten Bundesbahn in der BRD der 50er bis 80er?
Da wird/wurde jede Hundehütte angefahren, Reiseverkehrt gab es auch schon, Güterverkehr häufig bis zum Werktor des lokalen Mittelständler - und das Ganze läuft/lief deutlich pünktlicher und störungsärmer. Was die alte DB angeht sogar ohne moderne Digitaltechnik (halt mit enormen Personaleinsatz).

Nicht, dass man heute eine Bahn noch so betreiben könnte wie die DB in vor 50 Jahren - aber ich glaube schon, dass die o.g. Ziele auch gemeinsam erreichbar wären.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Zum Glück haben wir einen Außenminister, der weiß worauf es aktuell ankommt.
Deutschland will dem Sudan weitere 20 Millionen Euro an Hilfen bereitstellen.


https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... ce=twitter
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Shivus
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Find ich gut - wenn das Geld auch wirklich bei der Bevölkerung ankommt und nicht für ideologische Projekte oder Terrorismusfinanzierung vergeudet wird

Die Lage im Sudan ist völlig katastrophal - würde mich über einen Außenminister freuen, der Entwicklungshilfe sinnvoll und gezielt einsetzt. In den letzten Jahren waren unsere deutschen Außenminister bzw. Außenministerinnen diesbezüglich ja eher enttäuschend

Positive Beispiele für Entwicklungshilfe gibt’s ja immer wieder - wie Goldeninside letztes hier erst richtigerweise mit Polen erwähnte.

Wo siehst du hier ein Problem?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

H_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 16:36
Dreadlift hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 13:14 Na dann lassen wir es gleich bleiben...
Man vergleiche nur mal mit unseren deutschsprachigen Nachbarn:

Deutschland: 72% LKW / 19% Bahn
Österreich: 68% LKW / 32% Bahn
Schweiz: 40% LKW / 60% Bahn

Inb4 die restlichen 9% in DE sind per Lastenrad
Die Reisegeschwindigkeit mit einem Güterzug liegt sogar unter dem eines Lastenrads... Nur mal zum Vergleich, ich schaffe oft nur 20-30kmh durchschnittliche Reisegeschwindigkeit mit meinen Zügen.

Die Schieneninfrastruktur ist nicht nur am Limit, sondern längst darüber hinaus.
Das klingt heftig. Woran liegt das konkret? Lassen die Schienen selbst keine höheren Geschwindigkeiten zu? Oder liegt es an defekten Weichen/Signalen oder was genau?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

In Deutschland sollen demnächst Patienten wesentlich mehr Geld für Arzneimittel zuzahlen und demnächst länger arbeiten, weil kein Geld da ist. Gleichzeitig erhöht Deutschland Geldzahlungen an den Sudan, welches selbstverständlich in dunklen Kanälen versickern wird. Das ist nicht mal böse gemeint, in solchen Ländern lässt sich das einfach nicht vermeiden.

Siehst du da kein Problem?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Also bist du grundsätzlich gegen Entwicklungshilfe? Oder nur im arabischen bzw. afrikanischen Raum?
Ich übrigens nicht - ich erwarte aber von unseren Politikern, die für ihre Arbeit viel Geld verdienen, dass die Entwicklungshilfe, sofern sie gezahlt wird, auch bei der Bevölkerung ankommt. Sofern man sich sicher ist, „dass es selbstverständlich in dunklen Kanälen“ versickert, bin ich dagegen.

Interessant finde ich jedoch, dass man diese Kritik hier von dir noch nie gelesen hat - wenn nun aber der CDU Außenminister 20mio an den Sudan spendet, bist du der erste, der benennt, dass es selbstverständlich in dunklen Kanälen versickert. Interessant. :o
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 17:46 In Deutschland sollen demnächst Patienten wesentlich mehr Geld für Arzneimittel zuzahlen und demnächst länger arbeiten, weil kein Geld da ist. Gleichzeitig erhöht Deutschland Geldzahlungen an den Sudan, welches selbstverständlich in dunklen Kanälen versickern wird. Das ist nicht mal böse gemeint, in solchen Ländern lässt sich das einfach nicht vermeiden.

Siehst du da kein Problem?
In der Ampel Regierung war das völlig OK an andere Länder und NGOs zu finanzieren während das deutsche Bio Zahlschwein ausgenommen wird.
Bei der Groko ist es auf einmal schlimm.

Das Geld landet leider nicht bei der Bevölkerung
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Shivus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 17:52 Also bist du grundsätzlich gegen Entwicklungshilfe? Oder nur im arabischen bzw. afrikanischen Raum?
Ich übrigens nicht - ich erwarte aber von unseren Politikern, die für ihre Arbeit viel Geld verdienen, dass die Entwicklungshilfe, sofern sie gezahlt wird, auch bei der Bevölkerung ankommt. Sofern man sich sicher ist, „dass es selbstverständlich in dunklen Kanälen“ versickert, bin ich dagegen.

Interessant finde ich jedoch, dass man diese Kritik hier von dir noch nie gelesen hat - wenn nun aber der CDU Außenminister 20mio an den Sudan spendet, bist du der erste, der benennt, dass es selbstverständlich in dunklen Kanälen versickert. Interessant. :o
Es braucht immer einen mutigen, der die Wahrheit ausspricht.

Wenn es für andere Menschen völlig in Ordnung ist, dass die Menschen in Deutschland demnächst noch kräftiger gemolken werden als bisher und wir Flüchtlinge aus dem Sudan nicht abgschieben, aber gleichzeitig mehr Geld dorthin senden, dann ist das für mich auch in Ordnung
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 17:54
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Apr 2026, 17:46 In Deutschland sollen demnächst Patienten wesentlich mehr Geld für Arzneimittel zuzahlen und demnächst länger arbeiten, weil kein Geld da ist. Gleichzeitig erhöht Deutschland Geldzahlungen an den Sudan, welches selbstverständlich in dunklen Kanälen versickern wird. Das ist nicht mal böse gemeint, in solchen Ländern lässt sich das einfach nicht vermeiden.

Siehst du da kein Problem?
In der Ampel Regierung war das völlig OK an andere Länder und NGOs zu finanzieren während das deutsche Bio Zahlschwein ausgenommen wird.
Bei der Groko ist es auf einmal schlimm.

Das Geld landet leider nicht bei der Bevölkerung
Ich glaube Annalena wurde hier auch 1-2 mal kritisiert oder?
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Lieblingsübung: Resist
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Ich sehe deine 20 Millionen und erhöhe auf 26 Milliarden. Das ist ca. der Betrag, den Deutschland im letzten Jahr für "Entwicklungshilfe" ausgegeben hat. Wir sind Entwicklungshilfeweltmeister! :jump:

Ist doch auch was...
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