Ist jetzt nicht neues.
Höhere Frequenz eher die Methode der Wahl um mehr Volumen praktisch unterzubekommen.
Sciencethread Training
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Carter T R
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Re: Sciencethread Training
Praktisch und qualitativ, oder?Netzokhul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Feb 2026, 18:51 Höhere Frequenz eher die Methode der Wahl um mehr Volumen praktisch unterzubekommen.
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Re: Sciencethread Training
Subjektiv würde ich sagen ja, aber ich glaube wissenschaftlich gesehen waren die Daten da noch nicht so extrem aussagend oder?Carter T R hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Feb 2026, 16:29Praktisch und qualitativ, oder?Netzokhul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Feb 2026, 18:51 Höhere Frequenz eher die Methode der Wahl um mehr Volumen praktisch unterzubekommen.
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Carter T R
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Re: Sciencethread Training
Ich meine mich zu erinnern, dass es zumindest eine Studie gab, bei der zwei Testgruppen über die Woche dasselbe (Set-)Volumen (mit definierten RIR?) absolviert haben, eine in einer Session, die andere verteilt über 3 Sessions. Die "aufgeteilte Gruppe" hat dann bei derselben Anzahl Sets und denselben RIR (?) im Endeffekt mehr Reps pro Set absolvieren können, weil sie natürlich weniger erschöpft waren ... und ich meine ein Trend war zumindest zugunsten der aufgeteilten Gruppe vorhanden (es war also nicht "wirklich volume equated", was dann auch wieder als Argument pro Volumen gewertet wurde).Netzokhul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Feb 2026, 16:32 Subjektiv würde ich sagen ja, aber ich glaube wissenschaftlich gesehen waren die Daten da noch nicht so extrem aussagend oder?
Aber ohne Garantie oder citation, ich habe das nur so vage im Hinterkopf und nicht intensiv gelesen, weil es mir sehr logisch erschien und mich darin bestätigt hat, mein Training so zu gestalten, wie ich es tue.
Ich erinnere mich nicht mehr an Details, Autoren oder Jahr ... klingelt da bei irgendwem was?
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Re: Sciencethread Training
Kassem guter Mann.Piotr hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Feb 2026, 12:51Kassem liefert im Gegensatz zu Beardsley mehr Praxis Insights und ist deutlich weniger biased.Netzokhul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Feb 2026, 12:44 Jeder, wie er mag.
Ich bin da eh kein Fan davon, immer direkt aus einzelnen Studien irgendwas abzuleiten.
Genauso wenig von diesem ganzen Biomechanik-Content von Kassem Hanson.
Klar, die leben davon, möglichst viel Content zu erschaffen, und das ein oder andere ist durchaus interessant, aber wie gut man daraus dann direkt konkrete Trainingsempfehlungen ableiten kann, wage ich doch mal stark zu bezweifeln.
Ist ja auch etwas, was oft am „Science-Based“-Training kritisiert wird, dass nur noch so fancy Shit gemacht wird.
Für mich ist das nicht mal richtig science-based, weil es alles eher auf theoretischen Mechanismen basiert und weniger auf der Basis realer Daten des Muskelwachstums von getesteten Probanden.
Siehe auch Thema Supersätze
Siehe seitliche Schulter bei Überkopfdrücken
Und er ist nicht dogmatisch, leitet nicht weirde Empfehlungen oder Dogmen ab.
Da ist der Output eher "hier arbeitet vor allem dieser Muskel, du kannst die verkürzte Position so betonen, die gedehnte Position so"
Und natürlich geht das viel zu sehr ins Detail. Aber genau das macht man nunmal wenn man in einem Gebiet Experte werden will oder ist.
Hab ihm. Hier etwas Unrecht getan ohne seinen Content richtig zu kennen.
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Re: Sciencethread Training
Neue Krafttrainingsempfehlungen
Currier, B. S., D'Souza, A. C., Singh, M. A. F., Lowisz, C. V., Rawson, E. S., Schoenfeld, B. J., Smith-Ryan, A. E., Steen, J. P., Thomas, G. A., Triplett, N. T., Washington, T. A., Werner, T. J., & Phillips, S. M. (2026). American College of Sports Medicine Position Stand. Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults: An Overview of Reviews. Medicine and science in sports and exercise, 58(4), 851–872.
jh - Das neue Positionspapier des American College of Sports Medicine (ACSM) zu Krafttraining von Currier et al. (2026) ist ein Update zu dem letzten Positionspapier von 2009 und verschiebt den Fokus weg von einem engen „optimalen“ Progressionsmodell hin zu einem breiten, individualisierbaren Spektrum wirksamer Krafttrainingsempfehlungen, das stärker evidenzbasiert und alltagsnäher ist als das Statement von 2009.
Im Vergleich zum Positionspapier von 2009 basiert die neue Empfehlung nicht mehr primär auf Einzelstudien und Expertenmeinung, sondern auf einem „Umbrella Review“ von 137 systematischen Reviews mit über 30.000 Teilnehmenden. Viele der damals stark betonten Gestaltungsvariablen (z.B. Periodisierungstyp, exakte Frequenz, Trainings bis zum Muskelversagen) verlieren an Bedeutung, weil sie in der Gesamtschau nur geringe oder inkonsistente Zusatz-Effekte auf Kraft, Hypertrophie und Funktion zeigen. Stattdessen wird klar herausgearbeitet, dass für gesunde Erwachsene fast jede Form progressiven Krafttrainings mit hohem „Effort“ relevante Zugewinne bringt – und dass die Priorität weniger auf komplexen „optimalen“ Protokollen liegen sollte, sondern mehr darauf, dass überhaupt ein Krafttraining durchgeführt wird. Ein gutes Programm richtet sich also nach den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Trainierenden und ist so strukturiert, dass es auch langfristig durchgeführt wird.
Zweitens werden „Minimaldosen“ und pragmatische Satz- und Volumenempfehlungen deutlich stärker betont als 2009. Während frühere Empfehlungen unter Umständen höhere Trainingsumfänge vorsahen, die im Alltag für viele kaum umsetzbar sind, zeigt die neue Auswertung, dass bereits 2–3 Sätze pro Übung und ≥2 Einheiten/Woche für relevante Kraftzuwächse ausreichen und dass für Hypertrophie ein Volumen von etwa ≥10 Sätzen pro Muskelgruppe und Woche vorteilhaft ist – mit abnehmendem Zusatznutzen bei höherem Volumen. Training bis zum momentanen Muskelversagen wird nicht mehr als notwendig angesehen. Stattdessen reicht eine hohe Anstrengung mit etwa 2–3 „Repetitions in Reserve“, was insbesondere für ältere und kardial vorbelastete Personen sicherheitsrelevant ist.
--> Brosep liest da wohl mit:
Drittens relativiert das neue Statement mehrere „Dogmen“ aus der Vorgängerpublikation zur Rolle einzelner Krafttrainings-Variablen. Für Hypertrophie zeigt sich über viele Reviews, dass ein breiter Lastbereich (ca. 30–100 % 1RM) bei hohem Effort zu vergleichbaren Muskelzuwächsen führt, während schwere Lasten (≥80 % 1RM) für Zuwächse der Maximalkraft Vorteile bringen. Die Trainingsfrequenz je Muskel (bei gleichem Wochenvolumen), Periodisierung vs. nicht periodisierte Programme, Training bis zum Muskelversagen, Time under Tension, Satzstrukturen (Cluster, Dropsets etc.), Maschinen vs. Freihanteln oder instabile vs. stabile Unterlagen zeigen keinen konsistenten Zusatznutzen, solange das Gesamtvolumen und die Intensität stimmen. Neu hervorgehoben werden dagegen spezifische Vorteile von Eccentric Overload (z.B. Flywheel) für Hypertrophie, moderaten Lasten (30–70 % 1RM) und „Power RT“/Olympic Lifts für Kraftleistung und funktionelle Tests sowie die Wirksamkeit von Heimtraining und Training mit elastischen Widerstandsbändern für Kraft und Funktion.
Viertens verschiebt sich die Perspektive deutlich in Richtung funktioneller Outcomes und Gesundheitsaspekte. Im Gegensatz zum stärker leistungsfokussierten Positionspapier von 2009 legt das neue Statement großen Wert auf Evidenz zu Gehgeschwindigkeit, Balance, Chair Stand, Timed Up-and-Go, Mehrkomponenten-Tests und Alltagsfunktion bei Erwachsenen aller Altersstufen. Krafttraining – inklusive elastischer Bänder und Heimprogramme – verbessert über verschiedene Studien hinweg Gehgeschwindigkeit, Balance, Chair Stand, Timed Up-and-Go und weitere. Ergänzt wird dies durch eine deutlich umfassendere Darstellung der kardiometabolischen, onkologischen und mentalen Gesundheitsbenefits von Krafttraining, was in dieser Form im 2009er Statement noch nicht abgebildet war.
Schließlich wird Periodisierung neu eingeordnet und die Botschaft für die Praxis vereinfacht. Während 2009 Periodisierung (v.a. linear/undulierend) relativ prominent als Mittel zur Optimierung der Leistungsentwicklung propagiert wurde, zeigt die aktuelle Evidenz, dass periodisierte Programme unter volumenäquivalenten Bedingungen nur geringe oder keine systematischen Vorteile gegenüber einfachen, nicht periodisierten Programmen haben – solange progressive Belastungssteigerung gewährleistet ist. Die Autoren argumentieren deshalb, dass Variation und Periodisierung vor allem Werkzeuge zur Individualisierung, Motivationssteigerung und Ermüdungssteuerung sind, nicht zwingende Voraussetzungen für effektives Training. Für den klinischen und praxisnahen Einsatz bedeutet dies: „Besser ein bisschen Krafttraining als keines“ – mit Fokus auf einfache, an die Person angepasste Programme, die regelmäßig und mit hohem Effort durchgeführt werden, statt komplexen „perfekten“ Periodisierungsplänen.
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Re: Sciencethread Training
Das was dort beschrieben wird, sind doch eher alte Grundlagen nur etwas moderner und bunter für Social Media aufbereitet.H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Apr 2026, 11:48 Neue KrafttrainingsempfehlungenCurrier, B. S., D'Souza, A. C., Singh, M. A. F., Lowisz, C. V., Rawson, E. S., Schoenfeld, B. J., Smith-Ryan, A. E., Steen, J. P., Thomas, G. A., Triplett, N. T., Washington, T. A., Werner, T. J., & Phillips, S. M. (2026). American College of Sports Medicine Position Stand. Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults: An Overview of Reviews. Medicine and science in sports and exercise, 58(4), 851–872.
jh - Das neue Positionspapier des American College of Sports Medicine (ACSM) zu Krafttraining von Currier et al. (2026) ist ein Update zu dem letzten Positionspapier von 2009 und verschiebt den Fokus weg von einem engen „optimalen“ Progressionsmodell hin zu einem breiten, individualisierbaren Spektrum wirksamer Krafttrainingsempfehlungen, das stärker evidenzbasiert und alltagsnäher ist als das Statement von 2009.
Im Vergleich zum Positionspapier von 2009 basiert die neue Empfehlung nicht mehr primär auf Einzelstudien und Expertenmeinung, sondern auf einem „Umbrella Review“ von 137 systematischen Reviews mit über 30.000 Teilnehmenden. Viele der damals stark betonten Gestaltungsvariablen (z.B. Periodisierungstyp, exakte Frequenz, Trainings bis zum Muskelversagen) verlieren an Bedeutung, weil sie in der Gesamtschau nur geringe oder inkonsistente Zusatz-Effekte auf Kraft, Hypertrophie und Funktion zeigen. Stattdessen wird klar herausgearbeitet, dass für gesunde Erwachsene fast jede Form progressiven Krafttrainings mit hohem „Effort“ relevante Zugewinne bringt – und dass die Priorität weniger auf komplexen „optimalen“ Protokollen liegen sollte, sondern mehr darauf, dass überhaupt ein Krafttraining durchgeführt wird. Ein gutes Programm richtet sich also nach den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Trainierenden und ist so strukturiert, dass es auch langfristig durchgeführt wird.
Zweitens werden „Minimaldosen“ und pragmatische Satz- und Volumenempfehlungen deutlich stärker betont als 2009. Während frühere Empfehlungen unter Umständen höhere Trainingsumfänge vorsahen, die im Alltag für viele kaum umsetzbar sind, zeigt die neue Auswertung, dass bereits 2–3 Sätze pro Übung und ≥2 Einheiten/Woche für relevante Kraftzuwächse ausreichen und dass für Hypertrophie ein Volumen von etwa ≥10 Sätzen pro Muskelgruppe und Woche vorteilhaft ist – mit abnehmendem Zusatznutzen bei höherem Volumen. Training bis zum momentanen Muskelversagen wird nicht mehr als notwendig angesehen. Stattdessen reicht eine hohe Anstrengung mit etwa 2–3 „Repetitions in Reserve“, was insbesondere für ältere und kardial vorbelastete Personen sicherheitsrelevant ist.
--> Brosep liest da wohl mit:
Drittens relativiert das neue Statement mehrere „Dogmen“ aus der Vorgängerpublikation zur Rolle einzelner Krafttrainings-Variablen. Für Hypertrophie zeigt sich über viele Reviews, dass ein breiter Lastbereich (ca. 30–100 % 1RM) bei hohem Effort zu vergleichbaren Muskelzuwächsen führt, während schwere Lasten (≥80 % 1RM) für Zuwächse der Maximalkraft Vorteile bringen. Die Trainingsfrequenz je Muskel (bei gleichem Wochenvolumen), Periodisierung vs. nicht periodisierte Programme, Training bis zum Muskelversagen, Time under Tension, Satzstrukturen (Cluster, Dropsets etc.), Maschinen vs. Freihanteln oder instabile vs. stabile Unterlagen zeigen keinen konsistenten Zusatznutzen, solange das Gesamtvolumen und die Intensität stimmen. Neu hervorgehoben werden dagegen spezifische Vorteile von Eccentric Overload (z.B. Flywheel) für Hypertrophie, moderaten Lasten (30–70 % 1RM) und „Power RT“/Olympic Lifts für Kraftleistung und funktionelle Tests sowie die Wirksamkeit von Heimtraining und Training mit elastischen Widerstandsbändern für Kraft und Funktion.
Viertens verschiebt sich die Perspektive deutlich in Richtung funktioneller Outcomes und Gesundheitsaspekte. Im Gegensatz zum stärker leistungsfokussierten Positionspapier von 2009 legt das neue Statement großen Wert auf Evidenz zu Gehgeschwindigkeit, Balance, Chair Stand, Timed Up-and-Go, Mehrkomponenten-Tests und Alltagsfunktion bei Erwachsenen aller Altersstufen. Krafttraining – inklusive elastischer Bänder und Heimprogramme – verbessert über verschiedene Studien hinweg Gehgeschwindigkeit, Balance, Chair Stand, Timed Up-and-Go und weitere. Ergänzt wird dies durch eine deutlich umfassendere Darstellung der kardiometabolischen, onkologischen und mentalen Gesundheitsbenefits von Krafttraining, was in dieser Form im 2009er Statement noch nicht abgebildet war.
Schließlich wird Periodisierung neu eingeordnet und die Botschaft für die Praxis vereinfacht. Während 2009 Periodisierung (v.a. linear/undulierend) relativ prominent als Mittel zur Optimierung der Leistungsentwicklung propagiert wurde, zeigt die aktuelle Evidenz, dass periodisierte Programme unter volumenäquivalenten Bedingungen nur geringe oder keine systematischen Vorteile gegenüber einfachen, nicht periodisierten Programmen haben – solange progressive Belastungssteigerung gewährleistet ist. Die Autoren argumentieren deshalb, dass Variation und Periodisierung vor allem Werkzeuge zur Individualisierung, Motivationssteigerung und Ermüdungssteuerung sind, nicht zwingende Voraussetzungen für effektives Training. Für den klinischen und praxisnahen Einsatz bedeutet dies: „Besser ein bisschen Krafttraining als keines“ – mit Fokus auf einfache, an die Person angepasste Programme, die regelmäßig und mit hohem Effort durchgeführt werden, statt komplexen „perfekten“ Periodisierungsplänen.
Was bedeutet ein 3*Satz-System in der Praxis?
Nun ja, es bedeutet: 3 Rekrutierungszyklen unter möglichst hoher Spannung, die aufaddiert zu Muskelwachstum führen.
Während jedes Zykluses ist das Ziel möglichst viele Reps unter möglichst hoher Mechanischer Spannung (inbesondere die sehr effektive Reps nahe am Versagen von RIR 0-2) zu sammeln. Wie maximiert man das? Mit einem guten Ermüdungsmanagement und einem Wiederholungsbereich, der über mehrere Sätze hinweg ausreichend Wiederholungen zulässt unter ausreichender mechanischen Spannung.
12 WDH in RIR (RIR 0-2) sind hier ein guter Kompromiss zwischen ausführbaren Wiederholungen und der mechanischen Spannung.
Beispiel:
Satz 1: 12 WDH (RIR 2) - Man lässt die letzten zwei WDH bewusst im Tank, da diese im Verhätlnis zum Nutzen überproportional Ermüdung bedeuten, die die Folgesätze beeinträchtigt = Weniger WDH insbesonds effektive WDH in den Folgesätzen.
Satz 2: 10 (RIR 1) - Da nur noch ein Folgesatz ansteht, kann man mehr Ermüdung zu lassen.
Satz 3: 8 (RIR 0) - Ermüdung kann geschehen, da Muskel fertig trainiert wurde.
(Zahlen hab ich mir einfach mal so aus dem Ärmel gezogen)
Auf diese Weiße sammelt man über drei Zyklen "viele" WDH unter genug Spannung, insbesondere die effektiven Widerholungen nahe am Versagen.
Der einzige Nachteil ist: diese WDH mehr erkauft man sich durch weniger mechanischer Spannung, da man bewusst ein niedrigeres Gewicht verwendet. Man kann eben auch nicht alles haben.
Und letztendlich ist Muskelaufbau immer die Akkumulation aus Mechanischer Last und REPs (die immer mehr Reiz produzieren um so näher sie an Versagen kommen)
Man könnte auch genausogut 100*6 auf drei Sätze drücken. So hätte man dadurch mehr mechanische Spannung, dafür aber weniger Reps. Es gleicht sich also aus. Vorteil der 100KG. Du bist bei hohen gewichten Stärker und kannst auf der bank mehr prahlen. Wer aber nur an Muskelaufbau interessiert ist, kann sich hohe gewichte im 6er Bereich sparen.
Das ist ja auch der Grund, weshalb es kaum Unterschiede im Repbereich 6-12 gibt, weil es immer ein Verhältnis aus mechanischer Spannung und Zeit ist, das sich je nach Gewicht mehr richtung last oder mehr richtung Zeit verschiebt. Aber für den Muskelaufbau brauch es beides = Last, Zeit unter Spannung und eben noch Hohe Rekrutierung.
Zuletzt geändert von Eisenbeis am 2. Apr 2026, 15:22, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Sciencethread Training
aber warum sollten dann 3 sätze besonders gut sein ? was wenn man nach dieser theorie versuchen würde viel spannung mit mehr zeit zu kombinieren? Zum beispiel 6 sätze statt 3 mit 5-6 wdhs und genügend pause zwischen den sätzen, sodass man im ersten satz trotzdem noch bei etwa rir 3 ist und im letzten bei 0. Mal die längere trainingsdauer ignoriert - sagen wir man hätte ewig zeit.
Sein hormonelles Umfeld dem Zufall zu überlassen ist grob fahrlässig.
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Re: Sciencethread Training
Ist keine Theorie, sondern sogar recht gut erforscht.Tinker hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2026, 14:08 aber warum sollten dann 3 sätze besonders gut sein ? was wenn man nach dieser theorie versuchen würde viel spannung mit mehr zeit zu kombinieren? Zum beispiel 6 sätze statt 3 mit 5-6 wdhs und genügend pause zwischen den sätzen, sodass man im ersten satz trotzdem noch bei etwa rir 3 ist. Mal die längere trainingsdauer ignoriert - sagen wir man hätte ewig zeit.
Also ganz einfach.
Mit zunehmender Anzahl an Sätzen sinkt die Effizienz des Trainings. Irgendwann wird ein Punkt erreicht, an dem ein zusätzlicher Satz zwar noch mehr Wiederholungen ermöglicht, der daraus entstehende Trainingsreiz jedoch nicht mehr in einem guten Verhältnis zur steigenden Ermüdung steht. Die Folge sind längere Regenerationszeiten, ohne dass der Nutzen entsprechend zunimmt.
Stell dir Muskelaufbau wie ne art Kurve vor: (Jetzt mal ganz vereinfacht)
Der erste Satz setzt einen Reiz.
Die Sätze zwei bis drei verstärken diesen deutlich, während die Ermüdung noch vergleichsweise moderat ansteigt.
Ab dem vierten Satz entsteht zwar noch zusätzlicher Reiz, dieser fällt jedoch bereits geringer aus, (weil zunehmend weniger reps möglich sind, es sei denn man nimmt Gewicht ab und hat dann halt mehr reps, aber dafür weniger mechanische spannung) während die Ermüdung spürbar zunimmt.
Mit jedem weiteren Satz verschlechtert sich dieses Verhältnis zunehmend, bis der zusätzliche Aufwand kaum noch einen sinnvollen Mehrwert bringt.
Ergebnis: Du brauchst länger um dich zu erholen, nur für paar mehr effektive WDH.
Deswegen sind 3-4 Sätze so ein guter Anhaltspunkt. Dann muss jeder für sich feinjustieren.
Ein 5er Splitt z.B., der jede Muskelgruppe nur neinmal die Woche trainiert baut ja auf diesem Prinzip. Man ballert maximal viele Sätze, sammelt effektive Reps (etc), weil man weiß, dass man in 7 Tagen eh alles regenerieren kann. Problem ist nur, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit während diesen 7 Tagen Regeneration, keine 7 Tage auch Muskeln aufbaut. Stichwort: PBS, die ja recht schnell abflacht. Deshalb ist ein Muskel zweimal die Woche zu trainieren ja vermutlich besser als nur einmal. Auch wenn der Unterschied wahrscheinlich garnicht so groß ist, wie aktuell alle sagen.
Weißte, das is alles Wissen, das es seit Jahrzehnten gibt, aber es wird immer wieder umgeworfen und kompliziert gemacht, weil man Geld verdienen will. Ich hatte mal ne Zeitlang paar Jungs gecoacht und die Grundlagen alle zusammen geschrieben. Vielleicht finde ich es noch, dann stell ichs mal rein.
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Re: Sciencethread Training
dann könnte man ja sagen dass mehr sätze so lange effektiv sind bis bei gleichem gewicht die wh zu stark abfallen.
dieser zeitpunkt würd ich jetzt mal frei behaupten wird sehr genau mit den gängigen max volumen empfehlungen zusammenpassen
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Re: Sciencethread Training
Ja, natürlich. Hat ja auch einen Grund warum dieses Dreisatzsystem seit Jahrzehnten trainiert wird.OHP92 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2026, 14:53 dann könnte man ja sagen dass mehr sätze so lange effektiv sind bis bei gleichem gewicht die wh zu stark abfallen.
dieser zeitpunkt würd ich jetzt mal frei behaupten wird sehr genau mit den gängigen max volumen empfehlungen zusammenpassen
Es gibt aber grundsätzlich keinen "festen" Zeitpunkt, der für jeden gilt, sondern es es grundsätzlich erstmal individuell und von so vielen persönlichen faktoren abhängig. Man kann z.B. allein durch verschiedene Pausen zwischen den Sätzen mehr oder weniger WDH in den Folgesätzen generieren. Die Frage ist nur wie weit man das treiben will.
Auch bin ich kein Freund davon, Jemanden ein "Max-Volumen" zu empfehlen, denn auch das ist individuell. Grundsätzlich gilt, umso mehr Volumen du z.B. über einen Zeitraum wie z.B. einer Woche absolvierst, also WDH idealerweise nah am Muskelversagen unter mechanischer Spannung, umso mehr wirst du wohl aufbauen. Es muss nur jeder für sich den Zeitpunkt finden, an dem das Verhältnis zwischen Nutzen und Ermüdung kippt.
Daher einfach mal mit 9 Sätzen pro Training einmal die Woche anfangen, oder mit 4-5 alle zweimal die Woche oder 3 Sätze dreimal die Woche, je nachdem was einem besser gefällt. Zwischen einem dreier und einer zweierfrequenz besteht kaum messbarer unterschied, weil die paar reps mehr in der dreierfrequenz im laufe der zeit eh an bedeutung verlieren. Bei 9 Sätzen nur einmal die Woche wäre ich vorsichtiger, weil hier das Verhältnis aus nutzen und ermüdung schon stark kippt im laufe der trainingseinheit. Aber es funktioniert, möglicherweise baust du dann nur etwas langsamert auf.
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Re: Sciencethread Training
Danke für das Verlinken der Studie.
Ich muss mir die genauen Daten nochmal ansehen und vergleichen, aber der Trend scheint eindeutig zu sein.
Schwierig wird die Datenlage sein, da man im Grunde wissen müsste was und wie viel genau jeder Athlet intus hatte. Außerdem bräuchte man eine Kontrollgruppe die den gleichen Lifestyle hat (inkl Wettkampf BB) um herauszufinden, ob nun der AAS Nutzen oder die sonstigen Bedingungen relevant waren.
(Wie gesagt, habe die kompletten Daten bisher nicht angeschaut, ggf wird ja manches beantwortet).
