Eigenheim oder Miete

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Certa
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Re: Eigenheim oder Miete

Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:23
BREITLING hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:13 mit Verlust vermieten, dann braucht man auch keine Steuern zahlen
folgt mir gerne für mehr Tipps *uglysmilie*
Wenn du eine Wohnung an Angehörige (Kinder, Eltern, Geschwister etc.) vermietest, gibt es zivilrechtlich keine feste Untergrenze. Du könntest die Wohnung theoretisch sogar kostenlos überlassen.

Steuerlich ist jedoch § 21 Abs. 2 EStG entscheidend:

Mindestens 66 % der ortsüblichen Miete: voller Werbungskostenabzug (AfA, Schuldzinsen, Reparaturen usw.).
50 % bis unter 66 % der ortsüblichen Miete: voller Werbungskostenabzug nur bei positiver Totalüberschussprognose, sonst Kürzung.
Unter 50 % der ortsüblichen Miete: Aufteilung in einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil; Werbungskosten sind nur anteilig abziehbar.
Es geht ja primär um die Absicherung meiner Mutter, nicht um große Gewinne. Wahrscheinlich dauert es so 15 Jahre, bis sich die Wohnung von selbst trägt, aber du hast ja noch Wertsteigerung durch Inflation und Co und das Ding würde dann wieder verkauft werden.

@Certa ich würde, sollte es soweit kommen, den Mietvertrag meiner Mutter natürlich so laufen lassen. Das müsste ja als Argument zählen.
Ich habe tatsächlich keine Ahnung, wie ein Finanzamt es sieht, wenn man beim Mietvertrag mit seiner Mutter die rechtlich zulässigen Möglichkeiten der Mieterhöhung (15/20 Prozent alle 3 Jahre, je nach Region) nicht nutzt, wenn die Kaltmiete bereits stark unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.
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Knolle
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Re: Eigenheim oder Miete

Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:28
Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:23 Es geht ja primär um die Absicherung meiner Mutter, nicht um große Gewinne. Wahrscheinlich dauert es so 15 Jahre, bis sich die Wohnung von selbst trägt, aber du hast ja noch Wertsteigerung durch Inflation und Co und das Ding würde dann wieder verkauft werden.
Sind da mehrere Einheiten im Haus oder geht es nur um die Wohnung?
Auch wenn, es kein gutes Geschäft wird. Die Sicherheit für deine Mutti ist doch eine gute Sache.
Das sind so große Mietskasernen mit 9 Wohnungen pro Haus und da sind etliche von denen in dem Stadtgebiet.
Ich kenne die Eigentümerstruktur nicht, daher müsste ich mal schauen.
Kann natürlich gut sein, dass der Besitzer auch keinerlei Interesse an einem Verkauf hat, dann müsste man die Augen offen halten, ob mal wieder eine der Wohnungen auf den Markt kommt.
Aber es kann natürlich auch sein, dass genau ihre Wohnung mal auf den Markt käme und ihr jemand wegen Eigenbedarf kündigen würde. Wäre alles kein Beinbruch, aber dann wäre ne neue Wohnung deutlich teurer.

@Certa wie rechnest du denn die Steuerersparnis mit ein, wenn du gemeinsam mit deiner Frau veranlagt bist?
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Re: Eigenheim oder Miete

Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:28
Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 09:23 Es geht ja primär um die Absicherung meiner Mutter, nicht um große Gewinne. Wahrscheinlich dauert es so 15 Jahre, bis sich die Wohnung von selbst trägt, aber du hast ja noch Wertsteigerung durch Inflation und Co und das Ding würde dann wieder verkauft werden.
Sind da mehrere Einheiten im Haus oder geht es nur um die Wohnung?
Auch wenn, es kein gutes Geschäft wird. Die Sicherheit für deine Mutti ist doch eine gute Sache.
Und man schmälert ihr Vermögen bevor es für die Pflege später drauf geht
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Re: Eigenheim oder Miete

Die Grenzen der ortsüblichen Miete gelten auch für bestehende/übernommene Altverträge.
Es wird für jedes Jahr neu geprüft, d.h. alles über 66% ist i.O., darunter werden ggf. die Werbungskosten anteilig gekürzt.
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Knolle
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Re: Eigenheim oder Miete

oldschool87 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 12:19 Die Grenzen der ortsüblichen Miete gelten auch für bestehende/übernommene Altverträge.
Es wird für jedes Jahr neu geprüft, d.h. alles über 66% ist i.O., darunter werden ggf. die Werbungskosten anteilig gekürzt.
Wie macht das Finanzamt das eigentlich, wenns keinen Mitspiegel gibt? Oder ist das inzwischen verpflichtend?
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Re: Eigenheim oder Miete

Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 12:35
oldschool87 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 12:19 Die Grenzen der ortsüblichen Miete gelten auch für bestehende/übernommene Altverträge.
Es wird für jedes Jahr neu geprüft, d.h. alles über 66% ist i.O., darunter werden ggf. die Werbungskosten anteilig gekürzt.
Wie macht das Finanzamt das eigentlich, wenns keinen Mitspiegel gibt? Oder ist das inzwischen verpflichtend?
Dann richten sie sich nach dem Mietspiegel
Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren7. Jan 2025, 18:42 Kreuzheben ist ALLES.
Robin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Dez 2024, 19:50 Der hatte so nen nettes Gesicht das garnicht lügen kann
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Re: Eigenheim oder Miete

Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 12:35
oldschool87 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Sep 2026, 12:19 Die Grenzen der ortsüblichen Miete gelten auch für bestehende/übernommene Altverträge.
Es wird für jedes Jahr neu geprüft, d.h. alles über 66% ist i.O., darunter werden ggf. die Werbungskosten anteilig gekürzt.
Wie macht das Finanzamt das eigentlich, wenns keinen Mitspiegel gibt? Oder ist das inzwischen verpflichtend?
Nehme an dasselbe wie Vermieter: Alternativ nachweisen, wie die ortsübliche Miete ist, z.B. Nachbargemeinde (wenns da einen gibt).
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