Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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Matze_
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 13:03
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 12:05
GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 12:01

Warum? Afaik haben ja eher Männer ein Problem damit, und nicht Frauen.
Mit Relektieren des eigenen (Fehl)Verhaltens ? Da hab ich so meine Zweifel
Ich meine das Problem des Auseinanderdriftens der Generationen und das daraus folgende Problem, dass junge Leute keine/weniger Beziehungen haben. Das ist anscheinend für Männer ein Problem, für Frauen aber nicht.

Gibt ja auch Studien, nach denen Männer durch eine Beziehung im Schnitt glücklicher werden, während es bei Frauen andersrum ist.
Es lässt sich eher generell der Trend feststellen, dass Frauen tendenziell in den letzten Jahrzehnten immer unglücklicher wurden, obwohl die individuellen Freiheiten in dieser Zeit stark angestiegen sind.

In der Literatur wird dieses Paradoxon mehrfach behandelt: https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/pol.1.2.190
https://link.springer.com/article/10.10 ... 24-00981-5

Potentielle Hintergründe werden u.A. hier aufgeführt:
The biggest premium to life satisfaction is associated with having a family. While there is also a life satisfaction premium associated with having a career, women do not seem able to "double up" on these premiums. A qualitatively similar picture emerges from the emotional well-being data. Among college-educated women with family, those with a career spend a larger share of their day unhappy, sad, stressed and tired.
https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1 ... .103.3.244
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Weltraumsoldat
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Meiner Beobachtung nach gibt es bei Linken häufig ein ausgeprägtes Nullsummendenken. Deutschland ist reich, weil es einfach reich ist. Und das ist unfair gegenüber Ländern, die nicht reich sind.
Wenn irgendjemand zu wenig Geld hat, dann muss es bei den Reichen rumliegen, die sich zu viel davon unter den Nagel gerissen haben..usw.
Also eigentlich ökonomisches Unwissen bei vielen.
Das erklärt auch, weshalb wirtschaftliche Probleme allgemein nicht so ernst genommen werden.
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Karl_Lagerfeld
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

So ist es.
Der Wirtschaft geht es eigentlich auch top, weil Manager erhalten ja Bonuszahlungen. Wären die alle nicht so gierig dann würde man auch keine Arbeitsplätze streichen müssen oder Niederlassungen schließen müssen etc.
Karl Lagerfeld hat geschrieben:Wer die 100kg nicht 8 mal auf der Bank drückt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:45 Meiner Beobachtung nach gibt es bei Linken häufig ein ausgeprägtes Nullsummendenken. Deutschland ist reich, weil es einfach reich ist. Und das ist unfair gegenüber Ländern, die nicht reich sind.
Wenn irgendjemand zu wenig Geld hat, dann muss es bei den Reichen rumliegen, die sich zu viel davon unter den Nagel gerissen haben..usw.
Also eigentlich ökonomisches Unwissen bei vielen.
Das erklärt auch, weshalb wirtschaftliche Probleme allgemein nicht so ernst genommen werden.
Wieviele wirklich echte Linke kennst du eigentlich? :guenni:

Kommentar-Spalten mal ausgenommen
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Harun
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Was sind denn echte Linke?
Links = linksextrem so wie Rechts = rechtsextrem oder eher links/rechts im klassischen Sinne?
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Unbestaendigkeit
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21
Ist jetzt nicht als Provokation gemeint - aber mich beschäftigt wirklich die Frage, wie man derzeit als klar denkender Mensch noch bestimmte linke Positionen vertreten kann.

- Die Wirtschaft hat *nachweislich* riesige Probleme im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaften und wertvolle Industriearbeitsplätze verschwinden, *nachweislich* beruhend auf Standortnachteilen wie hohen Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen, strategischer Unsicherheit. Was passiert in linken Köpfen, wenn hier noch mehr staatliche Beeinflussung und mehr Abgaben gefordert werden?
Du behandelst "mehr Staat" und "mehr Bürokratie" als Synonyme. Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Dinge. Man kann einen investierenden, strategisch handelnden Staat wollen und gleichzeitig überflüssige Bürokratie abbauen. Die eigentliche Frage ist nicht Staat oder Markt, sondern welcher Staat und welche Eingriffe produktiv sind und welche nicht.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21 - Der Sozialstaat hat *nachweislich* ein Finanzierungsproblem. Wie kann man dann noch höhere Ausgaben fordern?
Auch hier steckt die Schlussfolgerung schon in der Frage.
Ein Finanzierungsproblem bedeutet zunächst nur, dass Einnahmen und Ausgaben nicht zusammenpassen. Daraus folgt nicht automatisch, dass die Ausgaben zu hoch sind.
Ein Linker würde fragen: Warum wird sofort über Kürzungen gesprochen, aber kaum über die Einnahmeseite? Und warum sollen ausgerechnet Sozialleistungen zuerst infrage stehen, während Unternehmenssubventionen, Steuerprivilegien oder ineffiziente Bürokratie oft deutlich weniger diskutiert werden?
Die eigentliche Streitfrage ist nicht, ob es ein Finanzierungsproblem gibt, sondern ob dessen Ursache eher auf der Ausgaben- oder auf der Einnahmenseite liegt.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21 - Die Migrationspolitik hat *nachweislich* zu Überforderung in Bildungssystemen geführt, Kriminalität befördert und nur zu kleinen Teilen wirklich dem Arbeitsmarkt geholfen. Was denkt man sich, wenn man noch mehr davon fordert?
Ein Linker würde zunächst fragen, ob die Probleme tatsächlich primär durch Migration verursacht wurden oder ob Migration bestehende Probleme wie Wohnungsmangel, Lehrermangel, unterfinanzierte Kommunen und Integrationsdefizite lediglich sichtbarer gemacht bzw. verschärft hat.
Zudem fordern viele Linke nicht einfach "mehr Migration", sondern bessere Steuerung, schnellere Integration, mehr Sprachförderung und stärkere Investitionen in Schulen und Kommunen.
Die eigentliche Streitfrage ist daher nicht, ob es Probleme gibt, sondern ob Migration die Ursache dieser Probleme ist oder ob sie auf bereits vorhandene strukturelle Schwächen trifft. Das unter der grundlegenden Prämisse, dass Menschen in Not geholfen werden soll und das unabhängig von einer "Verwertungslogik".
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GoldenInside
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21
GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 10:42
H_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 10:36
Dieses Phänomen sieht man aber auch bei vielen jüngeren SPD Wählern (jünger im Sinne von weit unter 55). Wenn ich mir die SPD Instagram Seite mit samt Kommentaren angucke, glauben wirklich viele, dass wenn man weiterhin SPD wählt, sie bei der nächsten Koalition bzw Regierungsverantwortung alles viel viel besser machen wird.


Ich frag mich ehrlich immer, wer so einen Quatsch nach immerhin 24 Jahren SPD Regierungsbeteiligung seit 1998 noch ernsthaft glaubt. Richtig verlorene Seelen.
Eigentlich ganz einfach:
Hier sind doch viele eher rechte User der Meinung, dass die CDU sich von der SPD nach links ziehen lässt. Genau das gleiche Phänomen gibt es aber auch auf der linken Seite, wo man zu viele Kompromisse zugunsten der Union sieht und sich eine Regierung mit Grün und/oder Links wünscht. Zur Wahrheit der 24 Jahre Regierungsbeteiligung gehört ja auch, dass man sehr oft Junior-Partner der Union war.
Ist jetzt nicht als Provokation gemeint - aber mich beschäftigt wirklich die Frage, wie man derzeit als klar denkender Mensch noch bestimmte linke Positionen vertreten kann.

- Die Wirtschaft hat *nachweislich* riesige Probleme im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaften und wertvolle Industriearbeitsplätze verschwinden, *nachweislich* beruhend auf Standortnachteilen wie hohen Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen, strategischer Unsicherheit. Was passiert in linken Köpfen, wenn hier noch mehr staatliche Beeinflussung und mehr Abgaben gefordert werden?
- Der Sozialstaat hat *nachweislich* ein Finanzierungsproblem. Wie kann man dann noch höhere Ausgaben fordern?
- Die Migrationspolitik hat *nachweislich* zu Überforderung in Bildungssystemen geführt, Kriminalität befördert und nur zu kleinen Teilen wirklich dem Arbeitsmarkt geholfen. Was denkt man sich, wenn man noch mehr davon fordert?


Ich kann nachvollziehen, dass man für bestimmte Probleme unterschiedliche Lösungen präferieren kann. Aber gerade o.g. Probleme nichtmal anzuerkennen, ist doch nicht mehr "links" oder "rechts" sondern schlicht Realitätsverweigerung und blinde Ideologie.

Wie wird das in der linken Bubble gesehen? Du kennst dich da ja scheinbar aus.
Z.B. das Problem mit der WIrtschaft... bestreitet man schlichtweg, dass es der Wirtschaft nicht gut geht? Oder behauptet man weiterhin, mehr staatliche Regulierung und noch höhere Abgaben würden helfen? Oder erklärt man die Wirtschaft für egal, weil man auch alles über schuldenfinanzierte Sozialleistungen regeln kann?
Erst mal bin ich nicht der Pressesprecher der Linken. Als weißer, heterosexueller Cis-Mann mit BWL-Studium und Aktien-Investments wäre das auch schwer zu vertreten :guenni:

Was ich wahrnehme, ist nicht der Ruf nach mehr Regulierung und mehr Abgaben, sondern einer anderen Verteilung der Abgaben.
- Also bspw. eine Einführung von moderaten (!) Vermögenssteuern, wie es bis in die 90er unter einer deutlich konservativeren CDU noch normal war. Hier herrscht eher Unverständnis, wie dieses vormals normale Steuer-Modell (in vielen Ländern immer noch vertreten) mittlerweile komplett als "Kommunismus" geframed wurde, wenn wir doch gerade in Deutschland die perverse Situation haben, dass Vermögensaufbau unglaublich schwer, Vermögenserhalt aber sehr einfach ist. Wer was von seinen Vorfahren kriegt, wird protegiert, wer nichts kriegt, wird maximal bestraft. Ich sehe hier bspw. den Vorschlag von SPD und Grünen aus 2021 (Freibetrag 2 Mio pro Person, darüber 1%) als sinnvoll an, auch wenn man sich über Details immer streiten kann.
- Damit kommen wir auch zur noch viel perverseren Erbschaftssteuer, wo per Gesetz nur die Mittelschicht besteuert wird, da die Steuer - je nach Verwandtschaftsgrad - bei 20-400k losgeht, aber ab 26 Mio dann mit klugen Konstruktionen wieder auf Null runter geht. Ich denke da gibt es beim Wähler parteiübergreifend ein großes Unverständnis und den Wunsch nach einer grundlegenden, fairen Reform, aber im Spektrum rechts der Mitte - egal ob Union, AfD oder auch FDP - wird sowas nicht angefasst, da man natürlich die Interessen von sehr Reichen vertritt.
- Bzgl. Wirtschaft lese ich nichts dazu, dass die aktuelle Lage jemand beschönigt. Aber da kommt die Ursachenforschung wahrscheinlich zu anderen Ergebnissen: hohe Abgaben, weil der Staat es lieber von Arbeitnehmern als von Reichen nimmt; hohe Energiepreise, weil die CDU die Energiewende Dank Lobby-Einfluss torpediert (bei Solar waren wir führend, ist mittlerweile tot; Windräder sind hässlich, lieber mehr Braunkohlelöcher; Überlandtrassen von Nord nach Süd für günstige Windenergie wollen wir nicht weil hässlich); strategische Unsicherheit, weil Politiker wie Merkel oder Söder nur nach Umfragen regieren und dann Entscheidungen zu langfristigen Themen wie Atomausstieg, Verbrenneraus oder Klimaneutralität ständig verändern wollen. Mehr strategische Ausrichtung der Politik und geringere Sozialbeiträge sind wahrscheinlich die am häufigsten Punkte, um die Wirtschaft zu stärken.
- Migration wahrscheinlich der diverseste Part: von "No Borders, No Nations" über "wir müssen mehr Angebote für Integration schaffen" bis "alle raus, aber den Rest der AfD will ich nicht" ist alles vertreten. Grundsätzlich wird gerade das Thema Sicherheit mMn aber anders gesehen, da man je nach Bias natürlich anders auf große Gruppen bspw. südländischer Jugendlicher reagiert. Wenn man älter ist und vom Dorf kommt und zu viel TikTok schaut, wird man in der Großstadt wahrscheinlich "Angst" haben, wenn man jünger und mit Migranten zur Schule gegangen ist, eher nicht. Etwas überspitzt, aber erlebe ich so in meinem Umfeld.
Der finanzielle Aspekt ist ein anderer, da sehe ich selbst mittlerweile mehr Zustimmung zu "Bett, Seife und Essen" für Asylanten.

Sind jetzt mal meine Takes zwischen zwei Meetings unstrukturiert runtergeschrieben. Im Endeffekt also viel Unmut darüber, dass der Staat die schwache Wirtschaft und die maroden Sozialsysteme durch mehr Druck bei Arbeitern ankurbeln will und die wirtschaftlichen Verhältnisse von Gutverdienern und Bürgis immer enger zusammen rücken, während sehr Reiche - die keiner Arbeit nachgehen müssen - protegiert werden.
martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Unbestaendigkeit hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 16:12
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21
Ist jetzt nicht als Provokation gemeint - aber mich beschäftigt wirklich die Frage, wie man derzeit als klar denkender Mensch noch bestimmte linke Positionen vertreten kann.

- Die Wirtschaft hat *nachweislich* riesige Probleme im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaften und wertvolle Industriearbeitsplätze verschwinden, *nachweislich* beruhend auf Standortnachteilen wie hohen Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen, strategischer Unsicherheit. Was passiert in linken Köpfen, wenn hier noch mehr staatliche Beeinflussung und mehr Abgaben gefordert werden?
Du behandelst "mehr Staat" und "mehr Bürokratie" als Synonyme. Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Dinge. Man kann einen investierenden, strategisch handelnden Staat wollen und gleichzeitig überflüssige Bürokratie abbauen. Die eigentliche Frage ist nicht Staat oder Markt, sondern welcher Staat und welche Eingriffe produktiv sind und welche nicht.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21 - Der Sozialstaat hat *nachweislich* ein Finanzierungsproblem. Wie kann man dann noch höhere Ausgaben fordern?
Auch hier steckt die Schlussfolgerung schon in der Frage.
Ein Finanzierungsproblem bedeutet zunächst nur, dass Einnahmen und Ausgaben nicht zusammenpassen. Daraus folgt nicht automatisch, dass die Ausgaben zu hoch sind.
Ein Linker würde fragen: Warum wird sofort über Kürzungen gesprochen, aber kaum über die Einnahmeseite? Und warum sollen ausgerechnet Sozialleistungen zuerst infrage stehen, während Unternehmenssubventionen, Steuerprivilegien oder ineffiziente Bürokratie oft deutlich weniger diskutiert werden?
Die eigentliche Streitfrage ist nicht, ob es ein Finanzierungsproblem gibt, sondern ob dessen Ursache eher auf der Ausgaben- oder auf der Einnahmenseite liegt.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21 - Die Migrationspolitik hat *nachweislich* zu Überforderung in Bildungssystemen geführt, Kriminalität befördert und nur zu kleinen Teilen wirklich dem Arbeitsmarkt geholfen. Was denkt man sich, wenn man noch mehr davon fordert?
Ein Linker würde zunächst fragen, ob die Probleme tatsächlich primär durch Migration verursacht wurden oder ob Migration bestehende Probleme wie Wohnungsmangel, Lehrermangel, unterfinanzierte Kommunen und Integrationsdefizite lediglich sichtbarer gemacht bzw. verschärft hat.
Zudem fordern viele Linke nicht einfach "mehr Migration", sondern bessere Steuerung, schnellere Integration, mehr Sprachförderung und stärkere Investitionen in Schulen und Kommunen.
Die eigentliche Streitfrage ist daher nicht, ob es Probleme gibt, sondern ob Migration die Ursache dieser Probleme ist oder ob sie auf bereits vorhandene strukturelle Schwächen trifft. Das unter der grundlegenden Prämisse, dass Menschen in Not geholfen werden soll und das unabhängig von einer "Verwertungslogik".
Danke für die interessanten Ansichten.


Zu Staat und Bürokratie: Letztlich wirkt der Staat durch die Bürokratie. Insofern wird eine staatliche Lenkung im wirtschaftlichen Kontext in der Regel auch mit Bürokratie einhergehen, von daher sind es nicht zwei "völlig unterschiedliche Dinge".
Ich gebe dir aber völlig Recht, dass man hier differenzieren muss und dies nicht gleichsetzen darf. Die beste staatliche Steuerung wird, wenn sie durch schlechte bürokratische Maßnahmen umgesetzt werden soll, vermutlich scheitern. Umgekehrt kann auch staatliche Steuerung durchaus effizient exekutiert werden.

Fakt ist aber: Die Wirtschaft klagt derzeit nicht nur über uneffiziente, sondern auch über vom Ziel her zweifelhafte bürokratische Prozesse und Vorgaben. Und auch sonstige Steuerungsmaßnahmen (z.B. rund um die Energiewende) sind in Zielsetzung und Ausführung ein Standortnachteil.
Das ist auch nicht nur reines Gejammere von Interessensgruppen, sondern lässt sich wissenschaftlich und vor allem in seinen Auswirkungen (=>Konjunktur) nachmessen.


Zum Finanzierungsproblem: Das ist formal korrekt - das Finanzierungsprobleme ließe sich auch durch noch höhere Einnahmen lösen. Dann sind wir aber wieder bei Punkt 1: Wirtschaft und Bürger leiden bereits nachweislich unter - auch im internationalen Vergleich - rekordverdächtig hohen Abgaben und Belastungen mit sehr negativen Folgen (Wirtschaftsschwäche, Armutsgefährdung trotz Arbeit, etc.).
Sicher könnte man, z.B. bei sehr reichen Menschen, noch ein paar Prozent mehr herausquetschen, aber das würde rechnerisch nicht ausreichen, um diesen Sozialstaat so weiter zu finanzieren, geschweige denn auszubauen, was ja einige tatsächlich fordern.


Zu Migration: Ja stimmt, da gibt es kreative Umdeutungen.
Selbst wenn man aber mal davon ausgehen würde, dass Dinge wie kulturelle Nichtpassung, Kriminalitätsneigung oder Sozialbetrug in migrantischen Milieus überhaupt nicht gegenüber der deutschen Bevölkerung überrepräsentiert sind und alles nur eine soziale Frage ist:
MÜsste man dann nicht dennoch mit Blick auf die Zahlen anerkennen, dass wir mit unserer derzeitigen Finanzsituation, WIrtschaft und Gesellschaft nicht in der Lage sind, diese soziale Schieflage zu lösen?
martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 16:16
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21
GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 10:42

Eigentlich ganz einfach:
Hier sind doch viele eher rechte User der Meinung, dass die CDU sich von der SPD nach links ziehen lässt. Genau das gleiche Phänomen gibt es aber auch auf der linken Seite, wo man zu viele Kompromisse zugunsten der Union sieht und sich eine Regierung mit Grün und/oder Links wünscht. Zur Wahrheit der 24 Jahre Regierungsbeteiligung gehört ja auch, dass man sehr oft Junior-Partner der Union war.
Ist jetzt nicht als Provokation gemeint - aber mich beschäftigt wirklich die Frage, wie man derzeit als klar denkender Mensch noch bestimmte linke Positionen vertreten kann.

- Die Wirtschaft hat *nachweislich* riesige Probleme im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaften und wertvolle Industriearbeitsplätze verschwinden, *nachweislich* beruhend auf Standortnachteilen wie hohen Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen, strategischer Unsicherheit. Was passiert in linken Köpfen, wenn hier noch mehr staatliche Beeinflussung und mehr Abgaben gefordert werden?
- Der Sozialstaat hat *nachweislich* ein Finanzierungsproblem. Wie kann man dann noch höhere Ausgaben fordern?
- Die Migrationspolitik hat *nachweislich* zu Überforderung in Bildungssystemen geführt, Kriminalität befördert und nur zu kleinen Teilen wirklich dem Arbeitsmarkt geholfen. Was denkt man sich, wenn man noch mehr davon fordert?


Ich kann nachvollziehen, dass man für bestimmte Probleme unterschiedliche Lösungen präferieren kann. Aber gerade o.g. Probleme nichtmal anzuerkennen, ist doch nicht mehr "links" oder "rechts" sondern schlicht Realitätsverweigerung und blinde Ideologie.

Wie wird das in der linken Bubble gesehen? Du kennst dich da ja scheinbar aus.
Z.B. das Problem mit der WIrtschaft... bestreitet man schlichtweg, dass es der Wirtschaft nicht gut geht? Oder behauptet man weiterhin, mehr staatliche Regulierung und noch höhere Abgaben würden helfen? Oder erklärt man die Wirtschaft für egal, weil man auch alles über schuldenfinanzierte Sozialleistungen regeln kann?
Erst mal bin ich nicht der Pressesprecher der Linken. Als weißer, heterosexueller Cis-Mann mit BWL-Studium und Aktien-Investments wäre das auch schwer zu vertreten :guenni:

Was ich wahrnehme, ist nicht der Ruf nach mehr Regulierung und mehr Abgaben, sondern einer anderen Verteilung der Abgaben.
- Also bspw. eine Einführung von moderaten (!) Vermögenssteuern, wie es bis in die 90er unter einer deutlich konservativeren CDU noch normal war. Hier herrscht eher Unverständnis, wie dieses vormals normale Steuer-Modell (in vielen Ländern immer noch vertreten) mittlerweile komplett als "Kommunismus" geframed wurde, wenn wir doch gerade in Deutschland die perverse Situation haben, dass Vermögensaufbau unglaublich schwer, Vermögenserhalt aber sehr einfach ist. Wer was von seinen Vorfahren kriegt, wird protegiert, wer nichts kriegt, wird maximal bestraft. Ich sehe hier bspw. den Vorschlag von SPD und Grünen aus 2021 (Freibetrag 2 Mio pro Person, darüber 1%) als sinnvoll an, auch wenn man sich über Details immer streiten kann.
- Damit kommen wir auch zur noch viel perverseren Erbschaftssteuer, wo per Gesetz nur die Mittelschicht besteuert wird, da die Steuer - je nach Verwandtschaftsgrad - bei 20-400k losgeht, aber ab 26 Mio dann mit klugen Konstruktionen wieder auf Null runter geht. Ich denke da gibt es beim Wähler parteiübergreifend ein großes Unverständnis und den Wunsch nach einer grundlegenden, fairen Reform, aber im Spektrum rechts der Mitte - egal ob Union, AfD oder auch FDP - wird sowas nicht angefasst, da man natürlich die Interessen von sehr Reichen vertritt.
- Bzgl. Wirtschaft lese ich nichts dazu, dass die aktuelle Lage jemand beschönigt. Aber da kommt die Ursachenforschung wahrscheinlich zu anderen Ergebnissen: hohe Abgaben, weil der Staat es lieber von Arbeitnehmern als von Reichen nimmt; hohe Energiepreise, weil die CDU die Energiewende Dank Lobby-Einfluss torpediert (bei Solar waren wir führend, ist mittlerweile tot; Windräder sind hässlich, lieber mehr Braunkohlelöcher; Überlandtrassen von Nord nach Süd für günstige Windenergie wollen wir nicht weil hässlich); strategische Unsicherheit, weil Politiker wie Merkel oder Söder nur nach Umfragen regieren und dann Entscheidungen zu langfristigen Themen wie Atomausstieg, Verbrenneraus oder Klimaneutralität ständig verändern wollen. Mehr strategische Ausrichtung der Politik und geringere Sozialbeiträge sind wahrscheinlich die am häufigsten Punkte, um die Wirtschaft zu stärken.
- Migration wahrscheinlich der diverseste Part: von "No Borders, No Nations" über "wir müssen mehr Angebote für Integration schaffen" bis "alle raus, aber den Rest der AfD will ich nicht" ist alles vertreten. Grundsätzlich wird gerade das Thema Sicherheit mMn aber anders gesehen, da man je nach Bias natürlich anders auf große Gruppen bspw. südländischer Jugendlicher reagiert. Wenn man älter ist und vom Dorf kommt und zu viel TikTok schaut, wird man in der Großstadt wahrscheinlich "Angst" haben, wenn man jünger und mit Migranten zur Schule gegangen ist, eher nicht. Etwas überspitzt, aber erlebe ich so in meinem Umfeld.
Der finanzielle Aspekt ist ein anderer, da sehe ich selbst mittlerweile mehr Zustimmung zu "Bett, Seife und Essen" für Asylanten.

Sind jetzt mal meine Takes zwischen zwei Meetings unstrukturiert runtergeschrieben. Im Endeffekt also viel Unmut darüber, dass der Staat die schwache Wirtschaft und die maroden Sozialsysteme durch mehr Druck bei Arbeitern ankurbeln will und die wirtschaftlichen Verhältnisse von Gutverdienern und Bürgis immer enger zusammen rücken, während sehr Reiche - die keiner Arbeit nachgehen müssen - protegiert werden.
Danke auch hierfür.


Zum Thema Vermögens- und Erbschaftssteuer finde ich sogar, dass die linke Seite hier einen Punkt hat. Betriebsvermögen und Investitionsfähigkeit gehören meiner Meinung nach unbedingt geschützt, aber darüber hinaus wäre ein (höhere) Besteuerung sehr großer Vermögen/Erbschaften meiner Meinung nach noch am ehesten der Bereich, wo man an der Einnahmenseite etwas drehen kann.

Was die Energiewende angeht, geht es eher in Richtung Realitätsverweigerung. Wir kommen nunmal ohne Grundlast nicht durch's ganze Jahr, egal wieviel wir hier noch ausbauen und die entsprechenden Speicher zu schaffen, wird sehr lange dauern oder - wenn der Strombedarf durch KI bspw nochmal deutlich steigt - kaum möglich sein.
Ist denke ich ein komplexes Thema, wo viel Ideologie ("Erneuerbare regeln alles" (Grüne, etc.) vs. "voll zurück zu den Fossilen" (AfD)) aufeinanderprallt.
Ansonsten aber gut zu lesen, wenn zumindest der Befund, dass wir wirtschaftlich ein Problem haben, so geteilt wird.

Bei Migration verwundert mich tatsächlich die Haltung insbesondere der SPD. Als (ehemalige) Arbeiterpartei würde man erwarten, dass sie sich mal in ihren klassischen Milieus umhören. So, wie dort Migrationspolitik gemacht wird, erreicht man aber wirklich nur noch Lehrer, Journalisten, andere höhere Beamte und andere Parallelblasen. Davon gibt's zwar für meinen Geschmack in Deutschland viel zu viele, aber das trägt dennoch nicht in Richtung 30-40%.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:45 Meiner Beobachtung nach gibt es bei Linken häufig ein ausgeprägtes Nullsummendenken. Deutschland ist reich, weil es einfach reich ist. Und das ist unfair gegenüber Ländern, die nicht reich sind.
Wenn irgendjemand zu wenig Geld hat, dann muss es bei den Reichen rumliegen, die sich zu viel davon unter den Nagel gerissen haben..usw.
Also eigentlich ökonomisches Unwissen bei vielen.
Das erklärt auch, weshalb wirtschaftliche Probleme allgemein nicht so ernst genommen werden.
Das ganze Geldsystem ist ein Nullsummenspiel und nur am Laufen weil die Notenbanken permanent Geld aus dem Nichts erschaffen. Wenn du zur Bank gehst und nen Kredit über 100k€ beantragt wird das Geld aus dem Nichts erschaffen, erst deine Kreditnachfrage erschafft dieses Geld ! Die Bank muss nur den Mindestreservesatz bei der Zentralbank hinterlegen, in Europa sind das 1%.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt




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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 16:48
GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 16:16
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 14:21

Ist jetzt nicht als Provokation gemeint - aber mich beschäftigt wirklich die Frage, wie man derzeit als klar denkender Mensch noch bestimmte linke Positionen vertreten kann.

- Die Wirtschaft hat *nachweislich* riesige Probleme im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaften und wertvolle Industriearbeitsplätze verschwinden, *nachweislich* beruhend auf Standortnachteilen wie hohen Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen, strategischer Unsicherheit. Was passiert in linken Köpfen, wenn hier noch mehr staatliche Beeinflussung und mehr Abgaben gefordert werden?
- Der Sozialstaat hat *nachweislich* ein Finanzierungsproblem. Wie kann man dann noch höhere Ausgaben fordern?
- Die Migrationspolitik hat *nachweislich* zu Überforderung in Bildungssystemen geführt, Kriminalität befördert und nur zu kleinen Teilen wirklich dem Arbeitsmarkt geholfen. Was denkt man sich, wenn man noch mehr davon fordert?


Ich kann nachvollziehen, dass man für bestimmte Probleme unterschiedliche Lösungen präferieren kann. Aber gerade o.g. Probleme nichtmal anzuerkennen, ist doch nicht mehr "links" oder "rechts" sondern schlicht Realitätsverweigerung und blinde Ideologie.

Wie wird das in der linken Bubble gesehen? Du kennst dich da ja scheinbar aus.
Z.B. das Problem mit der WIrtschaft... bestreitet man schlichtweg, dass es der Wirtschaft nicht gut geht? Oder behauptet man weiterhin, mehr staatliche Regulierung und noch höhere Abgaben würden helfen? Oder erklärt man die Wirtschaft für egal, weil man auch alles über schuldenfinanzierte Sozialleistungen regeln kann?
Erst mal bin ich nicht der Pressesprecher der Linken. Als weißer, heterosexueller Cis-Mann mit BWL-Studium und Aktien-Investments wäre das auch schwer zu vertreten :guenni:

Was ich wahrnehme, ist nicht der Ruf nach mehr Regulierung und mehr Abgaben, sondern einer anderen Verteilung der Abgaben.
- Also bspw. eine Einführung von moderaten (!) Vermögenssteuern, wie es bis in die 90er unter einer deutlich konservativeren CDU noch normal war. Hier herrscht eher Unverständnis, wie dieses vormals normale Steuer-Modell (in vielen Ländern immer noch vertreten) mittlerweile komplett als "Kommunismus" geframed wurde, wenn wir doch gerade in Deutschland die perverse Situation haben, dass Vermögensaufbau unglaublich schwer, Vermögenserhalt aber sehr einfach ist. Wer was von seinen Vorfahren kriegt, wird protegiert, wer nichts kriegt, wird maximal bestraft. Ich sehe hier bspw. den Vorschlag von SPD und Grünen aus 2021 (Freibetrag 2 Mio pro Person, darüber 1%) als sinnvoll an, auch wenn man sich über Details immer streiten kann.
- Damit kommen wir auch zur noch viel perverseren Erbschaftssteuer, wo per Gesetz nur die Mittelschicht besteuert wird, da die Steuer - je nach Verwandtschaftsgrad - bei 20-400k losgeht, aber ab 26 Mio dann mit klugen Konstruktionen wieder auf Null runter geht. Ich denke da gibt es beim Wähler parteiübergreifend ein großes Unverständnis und den Wunsch nach einer grundlegenden, fairen Reform, aber im Spektrum rechts der Mitte - egal ob Union, AfD oder auch FDP - wird sowas nicht angefasst, da man natürlich die Interessen von sehr Reichen vertritt.
- Bzgl. Wirtschaft lese ich nichts dazu, dass die aktuelle Lage jemand beschönigt. Aber da kommt die Ursachenforschung wahrscheinlich zu anderen Ergebnissen: hohe Abgaben, weil der Staat es lieber von Arbeitnehmern als von Reichen nimmt; hohe Energiepreise, weil die CDU die Energiewende Dank Lobby-Einfluss torpediert (bei Solar waren wir führend, ist mittlerweile tot; Windräder sind hässlich, lieber mehr Braunkohlelöcher; Überlandtrassen von Nord nach Süd für günstige Windenergie wollen wir nicht weil hässlich); strategische Unsicherheit, weil Politiker wie Merkel oder Söder nur nach Umfragen regieren und dann Entscheidungen zu langfristigen Themen wie Atomausstieg, Verbrenneraus oder Klimaneutralität ständig verändern wollen. Mehr strategische Ausrichtung der Politik und geringere Sozialbeiträge sind wahrscheinlich die am häufigsten Punkte, um die Wirtschaft zu stärken.
- Migration wahrscheinlich der diverseste Part: von "No Borders, No Nations" über "wir müssen mehr Angebote für Integration schaffen" bis "alle raus, aber den Rest der AfD will ich nicht" ist alles vertreten. Grundsätzlich wird gerade das Thema Sicherheit mMn aber anders gesehen, da man je nach Bias natürlich anders auf große Gruppen bspw. südländischer Jugendlicher reagiert. Wenn man älter ist und vom Dorf kommt und zu viel TikTok schaut, wird man in der Großstadt wahrscheinlich "Angst" haben, wenn man jünger und mit Migranten zur Schule gegangen ist, eher nicht. Etwas überspitzt, aber erlebe ich so in meinem Umfeld.
Der finanzielle Aspekt ist ein anderer, da sehe ich selbst mittlerweile mehr Zustimmung zu "Bett, Seife und Essen" für Asylanten.

Sind jetzt mal meine Takes zwischen zwei Meetings unstrukturiert runtergeschrieben. Im Endeffekt also viel Unmut darüber, dass der Staat die schwache Wirtschaft und die maroden Sozialsysteme durch mehr Druck bei Arbeitern ankurbeln will und die wirtschaftlichen Verhältnisse von Gutverdienern und Bürgis immer enger zusammen rücken, während sehr Reiche - die keiner Arbeit nachgehen müssen - protegiert werden.
Danke auch hierfür.


Zum Thema Vermögens- und Erbschaftssteuer finde ich sogar, dass die linke Seite hier einen Punkt hat. Betriebsvermögen und Investitionsfähigkeit gehören meiner Meinung nach unbedingt geschützt, aber darüber hinaus wäre ein (höhere) Besteuerung sehr großer Vermögen/Erbschaften meiner Meinung nach noch am ehesten der Bereich, wo man an der Einnahmenseite etwas drehen kann.

Was die Energiewende angeht, geht es eher in Richtung Realitätsverweigerung. Wir kommen nunmal ohne Grundlast nicht durch's ganze Jahr, egal wieviel wir hier noch ausbauen und die entsprechenden Speicher zu schaffen, wird sehr lange dauern oder - wenn der Strombedarf durch KI bspw nochmal deutlich steigt - kaum möglich sein.
Ist denke ich ein komplexes Thema, wo viel Ideologie ("Erneuerbare regeln alles" (Grüne, etc.) vs. "voll zurück zu den Fossilen" (AfD)) aufeinanderprallt.
Ansonsten aber gut zu lesen, wenn zumindest der Befund, dass wir wirtschaftlich ein Problem haben, so geteilt wird.

Bei Migration verwundert mich tatsächlich die Haltung insbesondere der SPD. Als (ehemalige) Arbeiterpartei würde man erwarten, dass sie sich mal in ihren klassischen Milieus umhören. So, wie dort Migrationspolitik gemacht wird, erreicht man aber wirklich nur noch Lehrer, Journalisten, andere höhere Beamte und andere Parallelblasen. Davon gibt's zwar für meinen Geschmack in Deutschland viel zu viele, aber das trägt dennoch nicht in Richtung 30-40%.
Zur Energiewende: der Plan war und ist doch immernoch, dass Gaskraftwerke die Grundlast flexibel tragen und die EE beisteuern. Das war der Plan von habeck und dieser wird jetzt von Reiche weitergeführt. Atomkraft ist in der Realität nämlich gar nicht so extrem gut für die Bereitstellung einer flexiblen Grundkraft, wie einem immer gerne glaubhaft gemacht werden soll. Und teuer ist die erzeugte kWh mit Atomkraft auch noch.

Ich hätte ja auch gerne einen Anteil Atomkraft im deutschen Strommix, aber der Zug ist halt leider abgefahren.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Himmel, Arsch und Zwirn!

Grünen-Politikerin fordert mehr Personal beim Rundfunkrat
Nach dem Skandal um Verschwendung und Vetternwirtschaft unter Intendantin Schlesinger fordert Grünen-Politikerin Antje Kapek, die Kontrollgremien beim RBB aufzustocken. Der öffentlich-rechtliche Sender widerspricht und verweist auf umfassende Reformen.
„Aber ich brauche vor allem eine vernünftig ausgestattete Gremiengeschäftsstelle, die Kompetenzen hat, die Personal hat, die auch Rechte hat“, sagte Kapek. „Ich muss Kriterien aufstellen, was für Leute da reingewählt werden.“ Das sei keine Aufgabe, die Hinz und Kunz als Hobby betreiben sollten.

Der öffentlich-rechtliche Sender bewertet die Entwicklung anders: „Wir teilen die Einschätzungen von Frau Kapek ausdrücklich nicht. Die Darstellung lässt wesentliche Veränderungen des RBB in den vergangenen zwei Jahren außer Acht – vor allem die umfassenden und erfolgreichen Reformen“, teilte er mit.
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clayz
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Warum ist er abgefahren?
Wie klein ist der Betrachtungszeitraum denn, damit man eine ganze Technologie anschreibt? Egal wie sich die Kraftwerke oder technischen Voraussetzungen zukünftig ändern? :o
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Jun 2026, 19:09 Warum ist er abgefahren?
Wie klein ist der Betrachtungszeitraum denn, damit man eine ganze Technologie anschreibt? Egal wie sich die Kraftwerke oder technischen Voraussetzungen zukünftig ändern? :o
Ich meinte damit, dass wir aktuell und mittelfristig keinen eigenen Atomstrom erzeugen. Die stillgelegten AKW können ja offenbar, wie im Wahlkampf versprochen, doch nicht wieder in Betrieb genommen werden. Also müssen wir, egal ob es ins gefällt oder nicht, erst mal ohne planen. Ob und wann SMA, Kernfusion usw kommen, weiß ja niemand.
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