Naja ich sehe nicht wieso ich langzeitarbeitslosen ihre Bude in München alimentieren soll? Welchen Grund hat es das sie kostbaren Wohnraum belegen den auch eine steuerzahlende Person bewohnen könnte? Dann halt ab aufs Land, bzw. irgendwohin wo die Miete für den Staat erschwinglicher ist.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 07:39Vielleicht könnte man diese Gemeinschaftsunterkünfte auch im Ausland nutzen, dann wird es noch billiger.Sarvadon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 07:22Langzeitarbeitslose kostensparend in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen wäre ein Ansatz, ja. Z.B. in ehemaligen Asylbewerberheimen, davon sollten ja nach einem politischen Kurswechsel auch nicht mehr viele gebraucht werden.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59
Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollte
Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Karl Lagerfeld hat geschrieben:Wer die 100kg nicht 8 mal auf der Bank drückt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
clearly hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 10:29https://www.ksta.de/panorama/promis/lan ... rt-1280272Langzeit-Arbeitsloser prahlt in ZDF-Doku
„Es hätte in keinem anderen Land der Welt so funktioniert“
Wie einfach ist es, das „System Bürgergeld“ auszunutzen? Glaubt man der neuen „Am Puls“-Dokumentation im ZDF, ist die Zweckentfremdung staatlicher Unterstützung für Betrüger ein Leichtes.
„Der finanzielle Schaden durch Steuerhinterziehung, durch Cum-Ex-Geschäfte der Reichen, ist um ein Vielfaches höher als der durch Bürgergeldbetrüger“, weiß Sarah Tacke. Dennoch widmet sich die ZDF-Reporterin in ihrer neuen „Am Puls“-Doku zum wiederholten Male denjenigen, die vom - so der Titel der Sendung - „System Bürgergeld“ profitieren.
So trifft sie einen Mann, der unerkannt bleiben will. Immerhin mache er sich „mutmaßlich strafbar“, wie die Journalistin anmerkt. Seit etwa 40 Jahren nutze er das System aus, erzählt der Anonyme stolz: „Nach der Lehre wurde ich mal kurz arbeitslos und stellte fest: Ups, du kriegst ja ohne zu arbeiten doch eine ganze Menge Geld. So schlecht ist das ja gar nicht.“
Aktuell erhalte er monatlich 1.750 Euro vom Staat. Durch zwischenzeitliche Festanstellungen und Krankschreibungen sei es ihm gelungen, sich - wie es im Film heißt - „fast ununterbrochen den Anspruch auf das deutlich lukrativere Arbeitslosengeld zu sichern“. Der Mann erklärt: „Die Krankenkassen zahlen 76, 78 Wochen Krankengeld, das sind 70, 80 Prozent vom Nettolohn. Und die habe ich dann gerne mitgenommen. Und Anfang nächsten Jahres gehe ich in die Altersrente.“
Bürgergeld und Schwarzarbeit: „Verstehe, dass das auch asozial ist“
Weiter prahlt er: „Es hätte in keinem anderen Land der Welt so funktioniert - weder in Holland, Schweiz, Dänemark, wo auch immer. Kompliment und Dankeschön an den deutschen Staat!“ Schuldgefühle habe er nicht, wohl aber das Bewusstsein, dass sein Lebensstil anecken könnte: „Ich passe auf, dass ich nicht jedem alles erzähle“, verrät er, „denn ich bin sonst sozial ganz schnell geächtet.“
Vor gesellschaftlicher Ausgrenzung fürchtet sich Sarah Tackes nächster Gesprächspartner nicht. Dennoch wünscht auch er, anonym zu bleiben. Er habe im vergangenen Jahr als Handwerker fast „60.000 Euro Umsatz“ gemacht, berichtet der Mann - und zwar schwarz. Damit könne er „natürlich sehr gut leben“, zumal er zusätzlich Bürgergeld beziehe. „Die Miete ist bezahlt, die Heizung ist bezahlt, man ist krankenversichert. Also die Basics sind okay, und jeder Euro, den ich schwarz verdiene, ist dann Taschengeld.“
Das Jobcenter ahnt davon nichts. Dort ließ sich der Befragte lange Zeit kaum blicken: „Ich habe anderthalb Jahre lang jeden Termin kommentarlos versäumt und war für die nicht existent. Und das Geld kam trotzdem.“ Als ihn Sarah Tacke fragt, ob er ein schlechtes Gewissen habe, antwortet er: „Jein. Dem Staat gegenüber natürlich schon.“ Er „verstehe, dass das auch asozial ist in gewisser Weise“, erklärt er: „Das ist unsolidarisch.“
In seinem beruflichen Kontext gehe er dennoch offen mit dem Betrug um. „Viele meiner Kunden wissen das auch und die sind völlig fein damit.“ Denn: „Die machen einen Unterschied, ob ein Bürgergeldempfänger den Vormittag schläft und bis nachts um zwei Computer spielt - oder ob ein Bürgergeldempfänger morgens um sechs aufsteht und eine vernünftige Arbeit macht zum fairen Preis.“
„Ein Sozialstaat, der sich ausnehmen lässt, wird auch ausgenommen“
Wie derart blinde Flecken im System überhaupt entstehen können, weiß Silke Pusakowski vom Jobcenter Berlin Tempelhof-Schöneberg. „Wir haben so viele Kunden zu betreuen, dass man sich gerne auf die Leute stützt, die meine Hilfe auch wollen“, sagt sie. „Und dann fällt der andere, der zu den Terminen nicht kommt, halt schnell mal runter.“
Eine mögliche Lösung hierfür hat man in Dänemark gefunden. Dort müssen sich Leistungsberechtigte selbst um Termine bemühen, wie der Leiter des Warendorfer Jobcenters Kai John erklärt: „Dann brauchen wir nicht mehr über Meldeversäumnisse und Sanktionen diskutieren.“ Das Prinzip ist denkbar simpel: „Wenn der Bürger sich selber keinen Termin holt, bekommt er keine Leistungen mehr.“ Das hält auch Sarah Tacke für sinnvoll - schließlich haben ihre Recherchen der ZDF-Journalistin vor allem eines gezeigt: „Ein Sozialstaat, der sich ausnehmen lässt, wird auch ausgenommen.“
Zu sehen gibt es die Dokumentation „Am Puls mit Sarah Tacke - System Bürgergeld: Leben ohne Leistung?“ am Donnerstag, 14. Mai, um 22.15 Uhr im ZDF und bereits am Mittwoch, 13. Mai, im Streamingportal des Senders. (tsch)
top, anderthalb jahre jeden termin kommentarlos verpassen und trotzdem geld kriegen, gilt offiziell also bestimmt auch nicht als totalverweigerer
Tja...kanns ihnen nicht übel nehmen
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Aber dann in ZDF Doku wirklich allen erzählen. Genau mein Humor„Ich passe auf, dass ich nicht jedem alles erzähle“, verrät er, „denn ich bin sonst sozial ganz schnell geächtet.“
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martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Sehr gute Punkte meiner Meinung nach.clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 09:12- Hinzuverdienstgrenzen erhöhen (wer arbeitet, darf mehr davon behalten) - ansonsten wird's Schwarz gemacht, was gar nichts bringtCerta hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollteclayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 22:06 Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
- Abschmelzende Leistungen...Sozialleistungen sinken langsam, nicht abrupt (Es sollte hier Abstufungen geben, die man von Seite Arbeitsamt ohne Probleme umsetzen kann)
- Strengere Angemessenheitsgrenzen für Mieten - wie gesagt... das ist die Sicherung der Grundbedürfnisse, das sollte nicht angenehm sein (hört sich hart an, aber man könnte ja auch arbeiten gehen)
- Bessere Kontrolle von Einkommen/Vermögen - du willst via ALG 2 Geld vom Staat haben, also da darf es sogar ein richtiger Pain sein, nachzuweisen, dass du nichts hast
- Verpflichtungen (z. B. Arbeit annehmen, auch unter der eigenen Qualifikation) ... auch hier, es soll nicht angenehm sein, sondern Leute müssen in Arbeit gebracht werden, um nicht auf Ewigkeit in der Arbeitslosigkeit zu hängen
Kürzungen bei Pflichtverletzungen - hier sehr drastisch sein. Wenn du in dieser Sicherung bist, muss es Prio 1 sein, dass du es nicht mehr bist
Mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden geht in die Richtung, dass hier deutlich stärker differenziert werden muss:
- Es gibt einige Fälle, die durch schwere Erkrankungen (Krebs, etc.) in die Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Ehrlich gesagt, würde ich denen gerne eher mehr als weniger zahlen.
- Es gibt einige Fälle, die sich wirklich um Jobs bemühen, aber damit keinen Erfolg haben, z.B. auf Grund von spezifischen Kenntnissen iVm körperlichen Einschränkungen. Hier würde ich auch nicht kürzen.
- Es gibt einige Fälle, in denen Menschen nach Jahrzehnten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Hier würde ich bspw. die Regeln für Einkommen/Vermögen liberaler auslegen. Wer bspw. in 30 Jahren Arbeit etwas für die Rente gespart hat, sollte das auch behalten dürfen.
- Beim Großteil der Fälle liegt nichts der oben dargestellten Faktoren vor. Hier würde ich dann wirklich sehr streng sanktionieren, in alle möglichen Jobs vermitteln und die Alimentierung sehr schnell auf das physische Existenzminimum, vorzugsweise ausgezahlt durch Sachleistungen, absenken.
- Grundsätzlich müsste der Empfang von Sozialleistungen unbedingt viel stärker das Thema Aufenthaltsrecht und Einbürgerung beeinflussen.
Damit könnte man gleichzeitig sparen, Anreize für Arbeit stärken und dennoch Gerechtigkeitsaspekte nicht vernachlässigen.
Leider ist es schwer vorstellbar, dass Legislative und Exekutive in Deutschland es schaffen, eine derartige Differenzierung einzuführen und umzusetzen.
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Sarvadon
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Bürgergeldbezug sollte eigentlich direkt zur Beendigung des Aufenthaltsstatus führen, bzw. Arbeitslosigkeit > 1 Jahr.
Sehe nichts was dagegen spricht
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martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Das kommt drauf an, warum du dich hier aufhältst. Wenn du bspw. ein in Deutschland geborenes Kind mit einem deutschen Mann hast oder in deinem Heimatland Krieg herrscht, ist dies eine andere Situation, als wenn du der "übliche" Wirtschaftsflüchtling aus Afrika/Afghanistan/arabischen Ländern oder "ungeklärtem Herkunftsland" bist.Sarvadon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 11:47 Bürgergeldbezug sollte eigentlich direkt zur Beendigung des Aufenthaltsstatus führen, bzw. Arbeitslosigkeit > 1 Jahr.
Sehe nichts was dagegen spricht
Andererseits muss man aber auch festhalten: Das größte Problem bei uns ist nicht das Ausländerrecht, sondern die Durchsetzung. Wenn alle ohne wirklich klaren Aufenthaltsgrund konsequent zurückgeführt würden, sähe die Welt auch mit der jetzigen Gesetzeslage hier schon sehr anders aus.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Wahrscheinlich sowas wie das GG, aber nicht sicher.Sarvadon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 11:47 Bürgergeldbezug sollte eigentlich direkt zur Beendigung des Aufenthaltsstatus führen, bzw. Arbeitslosigkeit > 1 Jahr.
Sehe nichts was dagegen spricht
Genau wie das "weg aus München wo es billiger ist".
Aber hey - wer braucht schon eine Verfassung
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Sarvadon
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Kind mit deutschem Staatsbürger wäre eine berechtigte Ausnahme, stimme zu.
Wahrscheinlich sollte man das auch allgemein etwas differenzierter betrachten, ist ja was anderes ob der Ausländer schon 10 Jahre gearbeitet hat vor Bürgergeldbezug oder null.
Wahrscheinlich sollte man das auch allgemein etwas differenzierter betrachten, ist ja was anderes ob der Ausländer schon 10 Jahre gearbeitet hat vor Bürgergeldbezug oder null.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Und umgekehrt müsste eine Lebensperspektive auch in die Aufnahmekriterien einfließen. Wenn der Bezug von Sozialleistungen eigtl. von vorneherein feststeht, sollten das Bett, Seife, Brot sein, und alles darüber hinaus durch Engagement und Einleben verdient werden (Sprache, Kultur, min. gemeinnützige Arbeit).martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 11:44 - Grundsätzlich müsste der Empfang von Sozialleistungen unbedingt viel stärker das Thema Aufenthaltsrecht und Einbürgerung beeinflussen.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Du lässt einige Gruppen komplett außen vor bei deiner Differenzierung:martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 11:44Sehr gute Punkte meiner Meinung nach.clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 09:12- Hinzuverdienstgrenzen erhöhen (wer arbeitet, darf mehr davon behalten) - ansonsten wird's Schwarz gemacht, was gar nichts bringtCerta hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59
Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollte
- Abschmelzende Leistungen...Sozialleistungen sinken langsam, nicht abrupt (Es sollte hier Abstufungen geben, die man von Seite Arbeitsamt ohne Probleme umsetzen kann)
- Strengere Angemessenheitsgrenzen für Mieten - wie gesagt... das ist die Sicherung der Grundbedürfnisse, das sollte nicht angenehm sein (hört sich hart an, aber man könnte ja auch arbeiten gehen)
- Bessere Kontrolle von Einkommen/Vermögen - du willst via ALG 2 Geld vom Staat haben, also da darf es sogar ein richtiger Pain sein, nachzuweisen, dass du nichts hast
- Verpflichtungen (z. B. Arbeit annehmen, auch unter der eigenen Qualifikation) ... auch hier, es soll nicht angenehm sein, sondern Leute müssen in Arbeit gebracht werden, um nicht auf Ewigkeit in der Arbeitslosigkeit zu hängen
Kürzungen bei Pflichtverletzungen - hier sehr drastisch sein. Wenn du in dieser Sicherung bist, muss es Prio 1 sein, dass du es nicht mehr bist
Mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden geht in die Richtung, dass hier deutlich stärker differenziert werden muss:
- Es gibt einige Fälle, die durch schwere Erkrankungen (Krebs, etc.) in die Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Ehrlich gesagt, würde ich denen gerne eher mehr als weniger zahlen.
- Es gibt einige Fälle, die sich wirklich um Jobs bemühen, aber damit keinen Erfolg haben, z.B. auf Grund von spezifischen Kenntnissen iVm körperlichen Einschränkungen. Hier würde ich auch nicht kürzen.
- Es gibt einige Fälle, in denen Menschen nach Jahrzehnten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Hier würde ich bspw. die Regeln für Einkommen/Vermögen liberaler auslegen. Wer bspw. in 30 Jahren Arbeit etwas für die Rente gespart hat, sollte das auch behalten dürfen.
- Beim Großteil der Fälle liegt nichts der oben dargestellten Faktoren vor. Hier würde ich dann wirklich sehr streng sanktionieren, in alle möglichen Jobs vermitteln und die Alimentierung sehr schnell auf das physische Existenzminimum, vorzugsweise ausgezahlt durch Sachleistungen, absenken.
- Grundsätzlich müsste der Empfang von Sozialleistungen unbedingt viel stärker das Thema Aufenthaltsrecht und Einbürgerung beeinflussen.
Damit könnte man gleichzeitig sparen, Anreize für Arbeit stärken und dennoch Gerechtigkeitsaspekte nicht vernachlässigen.
Leider ist es schwer vorstellbar, dass Legislative und Exekutive in Deutschland es schaffen, eine derartige Differenzierung einzuführen und umzusetzen.
- von den 1,5 Mio nicht erwerbsfähigen sind die allermeisten Kinder unter 15
- von den 3,9 Mio erwerbsfähigen sind 2,2 Mio bereits in Arbeit/Ausbildung und/oder aufgrund von Kindern oder Pflege verhindert (700k Alleinerziehende)
- von den verbliebenen 1,7 Mio haben 2/3 keinen Schulabschluss
Afaik können durch härtere Maßnahmen nur 300-600k in Arbeit gepusht werden
Vielleicht wäre es strategisch sinnvoll, wenn man nicht allen "Bürgergeld" gibt, sondern das Kind je nach Gruppe anders nennt. Eine alleinerziehende Mutter mit Halbtagsjob medial in den gleichen Topf wie Arno Dübel zu werfen, führt offensichtlich nur zu populistischen Scheindebatten.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
da fehlt aber oft die infrastruktur und wenn man erst ein mehrfamilienhaus dafür bauen muss, lohnt es sich kostentechnisch wohl nicht mehr. Bei uns am land hat jeder sein einfamilienhaus und das wars. Bei uns haben wir zb genau 5 asylanten. Die sind aber nicht in der stadt (ist gerade so ne stadt mit 12k einwohnern), sondern in einer "halle" 4km außerhalb untergebracht, weil es anders nicht geht. Dort gibt es nichts. Keine öffentliche verkehrsanbindung, kein geschäft, keine zivilisation. Die kerle leben quasi im wald und müssen 4km die straße entlang latschen, wenn sie nur einkaufen möchten.Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 10:35Naja ich sehe nicht wieso ich langzeitarbeitslosen ihre Bude in München alimentieren soll? Welchen Grund hat es das sie kostbaren Wohnraum belegen den auch eine steuerzahlende Person bewohnen könnte? Dann halt ab aufs Land, bzw. irgendwohin wo die Miete für den Staat erschwinglicher ist.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 07:39Vielleicht könnte man diese Gemeinschaftsunterkünfte auch im Ausland nutzen, dann wird es noch billiger.Sarvadon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 07:22
Langzeitarbeitslose kostensparend in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen wäre ein Ansatz, ja. Z.B. in ehemaligen Asylbewerberheimen, davon sollten ja nach einem politischen Kurswechsel auch nicht mehr viele gebraucht werden.
Es ist am land zudem auch nicht ganz so leicht etwas neues zu bauen, sämtlicher bisher nicht genutzter grund gehört den bauern und die geben den um nichts in der welt her - für öffentliche zwecke schon mal gar nicht, unabhängig davon wie viel geld geboten wird. Gehört man nicht zur familie, ist man hier raus.
Es hat schon seinen grund, warum es alle dauerhaft arbeitslosen, asylanten etc. in die großen ballungszentren verschlägt - weil sie am land einfach keine chance haben fuß zu fassen. Weder sozial, noch wohnungstechnisch, noch mobilitätstechnisch (es gibt größtenteils keine öffis und ohne auto bist du hilflos).
Sein hormonelles Umfeld dem Zufall zu überlassen ist grob fahrlässig.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Wieso können leute ohne abschluss nicht gepusht werden
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martin1986
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
- Kinder: Sehe ich ähnlich wie Kranke - auf keinen Fall weniger, eher mehr. Allerdings soviel wie möglich, am besten alles, über Sachleistungen auszahlen - um zu verhindern, dass es dann am Ende doch nach Syrien überwiesen oder in Muddis Kippenschachtel investiert wird.GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 12:30Du lässt einige Gruppen komplett außen vor bei deiner Differenzierung:martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 11:44Sehr gute Punkte meiner Meinung nach.clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 09:12
- Hinzuverdienstgrenzen erhöhen (wer arbeitet, darf mehr davon behalten) - ansonsten wird's Schwarz gemacht, was gar nichts bringt
- Abschmelzende Leistungen...Sozialleistungen sinken langsam, nicht abrupt (Es sollte hier Abstufungen geben, die man von Seite Arbeitsamt ohne Probleme umsetzen kann)
- Strengere Angemessenheitsgrenzen für Mieten - wie gesagt... das ist die Sicherung der Grundbedürfnisse, das sollte nicht angenehm sein (hört sich hart an, aber man könnte ja auch arbeiten gehen)
- Bessere Kontrolle von Einkommen/Vermögen - du willst via ALG 2 Geld vom Staat haben, also da darf es sogar ein richtiger Pain sein, nachzuweisen, dass du nichts hast
- Verpflichtungen (z. B. Arbeit annehmen, auch unter der eigenen Qualifikation) ... auch hier, es soll nicht angenehm sein, sondern Leute müssen in Arbeit gebracht werden, um nicht auf Ewigkeit in der Arbeitslosigkeit zu hängen
Kürzungen bei Pflichtverletzungen - hier sehr drastisch sein. Wenn du in dieser Sicherung bist, muss es Prio 1 sein, dass du es nicht mehr bist
Mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden geht in die Richtung, dass hier deutlich stärker differenziert werden muss:
- Es gibt einige Fälle, die durch schwere Erkrankungen (Krebs, etc.) in die Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Ehrlich gesagt, würde ich denen gerne eher mehr als weniger zahlen.
- Es gibt einige Fälle, die sich wirklich um Jobs bemühen, aber damit keinen Erfolg haben, z.B. auf Grund von spezifischen Kenntnissen iVm körperlichen Einschränkungen. Hier würde ich auch nicht kürzen.
- Es gibt einige Fälle, in denen Menschen nach Jahrzehnten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Grundsicherung/Bürgergeld rutschen. Hier würde ich bspw. die Regeln für Einkommen/Vermögen liberaler auslegen. Wer bspw. in 30 Jahren Arbeit etwas für die Rente gespart hat, sollte das auch behalten dürfen.
- Beim Großteil der Fälle liegt nichts der oben dargestellten Faktoren vor. Hier würde ich dann wirklich sehr streng sanktionieren, in alle möglichen Jobs vermitteln und die Alimentierung sehr schnell auf das physische Existenzminimum, vorzugsweise ausgezahlt durch Sachleistungen, absenken.
- Grundsätzlich müsste der Empfang von Sozialleistungen unbedingt viel stärker das Thema Aufenthaltsrecht und Einbürgerung beeinflussen.
Damit könnte man gleichzeitig sparen, Anreize für Arbeit stärken und dennoch Gerechtigkeitsaspekte nicht vernachlässigen.
Leider ist es schwer vorstellbar, dass Legislative und Exekutive in Deutschland es schaffen, eine derartige Differenzierung einzuführen und umzusetzen.
- von den 1,5 Mio nicht erwerbsfähigen sind die allermeisten Kinder unter 15
- von den 3,9 Mio erwerbsfähigen sind 2,2 Mio bereits in Arbeit/Ausbildung und/oder aufgrund von Kindern oder Pflege verhindert (700k Alleinerziehende)
- von den verbliebenen 1,7 Mio haben 2/3 keinen Schulabschluss
Afaik können durch härtere Maßnahmen nur 300-600k in Arbeit gepusht werden
Vielleicht wäre es strategisch sinnvoll, wenn man nicht allen "Bürgergeld" gibt, sondern das Kind je nach Gruppe anders nennt. Eine alleinerziehende Mutter mit Halbtagsjob medial in den gleichen Topf wie Arno Dübel zu werfen, führt offensichtlich nur zu populistischen Scheindebatten.
- Bei den Aufstockern sollte man prüfen, ob durch höhere Freibeträge die finanzielle Situation mit niedrigen EInkommen verbessert werden kann. Was Ausbildung angeht: Hier sollte strenger kontrolliert werden, ob wirklich mit Engagement und Erfolg die Ausbildung verfolgt wird oder es hier nur darum geht, das "Amt" ruhigzustellen. Wer wirklich mit nachweisbarem Erfolg sich weiterbildet, sollte mE auch keine Kürzungen bekommen. Allerdings könnte man ggfs. prüfen, ob man hier jede Form von Ausbildung zulässt - oder nur Berufe und Qualifikationen mit entsprechender Nachfrage.
- Kein Schulabschluss würde mE keine Sonderbehandlung rechtfertigen. Gibt genügend Jobs für Ungelernte und dazu wird auch Weiterbildung unterstützt, dazu gehört auch Nachholen eines Schulabschlusses.
- 300-600k mehr in Arbeit macht schon was aus, für Sozialkassen, Steuereinnahmen und Wirtschaft. Komplett den Haushalt sanieren wird man aber definitiv nicht schaffen nur mit dem Thema Arbeitslosigkeit/Grundsicherung, das sollte klar sein. Muss aber auch nicht sein; wenn man es schafft, die Kosten ein wenig zu senken, das Gerechtigkeitsempfinden zu stärken, der Wirtschaft zu helfen und darüber hinaus Pull-Faktoren zu reduzieren, wäre das schon völlig ausreichend.
- Noch mehr Sozialleistungen, auch nur dem Namen nach, würde ich nicht empfehlen. Es ist jetzt schon unübersichtlich und bürokratisch monströs. Eher zusammenstreichen, vereinheitlichen, vereinfachen und digitalisieren was geht... Die "populistischen Scheindebatten" (die häufig gar keine Scheindebatten sind, sondern auf belastbaren Zahlen bzgl Sozialbetrug etc. beruhen) wird man jedenfalls nicht dadurch in den Griff bekommen, dass man neue Euphemismen in den SOzialleistungsdschungel einführt, sondern dass man ein System schafft, welches weniger tatsächlichen Betrug zulässt.
-
AlexKettererFPS
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
noch 1% bis zur absoluten Mehrheit. Soviel zur "wird eh nie passieren" Fraktion. Sehe den Mega Cope schon kommen, bevor der Meltdown inklusive vollmundiger Relativierungen folgt
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
- Karl_Lagerfeld
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Erstmal ist das ja nur eine Umfrage, aber bin gespannt wies am Ende läuft.
Karl Lagerfeld hat geschrieben:Wer die 100kg nicht 8 mal auf der Bank drückt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren