Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Dann mal überlegen welche Gruppen denn in der Regel viele Kinder haben und kaum gute Jobs finden. Ups
- clayz
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Alleine der Gedanke ist falsch und sollte gar nicht aufkommen. Hartz4, Bürgergeld, Grundsicherung oder wie auch immer, ist keine Alternative zur Arbeit, sondern dafür da, dass man weiter leben kann, sollte man kurzzeitig den Job verlieren oder nicht arbeitsunfähig sein.
Es ist zu hoch, wenn ich es überhaupt als optionale Alternative sehen kann.
Es ist zu hoch, wenn ich es überhaupt als optionale Alternative sehen kann.
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:36 Alleine der Gedanke ist falsch und sollte gar nicht aufkommen. Hartz4, Bürgergeld, Grundsicherung oder wie auch immer, ist keine Alternative zur Arbeit, sondern dafür da, dass man weiter leben kann, sollte man kurzzeitig den Job verlieren oder nicht arbeitsunfähig sein.
Es ist zu hoch, wenn ich es überhaupt als optionale Alternative sehen kann.
Für das Szenario wäre aber auch Arbeitslosengeld 1 da
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 19:19
Wer aber erzählt, die Impfungen hätten in der Gesamtbetrachtung mehr geschadet als geholfen, Cholecalciferol hätte jeden Corona-Toten verhindert und die Erde ist eine Scheibe, den kann man dann auch mal "Schwurbler" nennen.
Na klar. Und wir haben Zustände in Afrika gesehen, die wir nur aus Filmen kannten "O-Ton Drosten"
Kannste dir nicht ausdenken, wie einige am Narrativ noch klammern
- clayz
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Exakt. Warum wird alg2 dann als valide Alternative zur Arbeit gesehen? Weil es zu hoch ist.Egonic hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:39clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:36 Alleine der Gedanke ist falsch und sollte gar nicht aufkommen. Hartz4, Bürgergeld, Grundsicherung oder wie auch immer, ist keine Alternative zur Arbeit, sondern dafür da, dass man weiter leben kann, sollte man kurzzeitig den Job verlieren oder nicht arbeitsunfähig sein.
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Für das Szenario wäre aber auch Arbeitslosengeld 1 da
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Es sind doch die Leistungen drumherum, die den Braten fett machen. Bezahlen der Wohnung und der Nebenkosten. Das ist bei arbeitenden der Hauptkostenfaktor.clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:51Exakt. Warum wird alg2 dann als valide Alternative zur Arbeit gesehen? Weil es zu hoch ist.Egonic hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:39clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 21:36 Alleine der Gedanke ist falsch und sollte gar nicht aufkommen. Hartz4, Bürgergeld, Grundsicherung oder wie auch immer, ist keine Alternative zur Arbeit, sondern dafür da, dass man weiter leben kann, sollte man kurzzeitig den Job verlieren oder nicht arbeitsunfähig sein.
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Für das Szenario wäre aber auch Arbeitslosengeld 1 da
Können froh sein, dass es nicht noch das Staatsmobil, den Volkswagen für diese Gruppe gibt. Aber wer weiß.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollteclayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 22:06 Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.welt.de/politik/deutschland ... hheit.html

tfw Genosse Philipp Gangolf Balthasar als Langszeitstudent und Berufspolitik von harter Arbeiter und 8-Stunden Tag fabuliertArbeitsrecht
Juso-Chef Türmer nennt geplante Reform des Acht-Stunden-Tags „eine Frechheit“
Die geplante Einführung einer Wochenarbeitszeit stößt bei den Jusos auf Widerstand. Vorsitzender Philipp Türmer sieht darin eine Gefahr für den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern.
uso-Chef Philipp Türmer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, mit der geplanten Einführung einer Wochenarbeitszeit die Bedürfnisse von Arbeitnehmern zu missachten. „Merz sieht die Erschöpfung in diesem Land nicht, er verschärft sie“, sagte der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Den Acht-Stunden-Tag zu schleifen ist kein Aufbruchssignal, das ist eine Frechheit“, fügte Türmer hinzu.
„Wir reden von Menschen, die nach Doppelschichten kaum noch schlafen, die nach Jahrzehnten körperlicher Arbeit mit kaputtem Rücken in Rente gehen, die den ganzen Tag für andere da sind“, sagte Türmer weiter. „Wir dürfen Arbeitnehmer nicht der Willkür ihrer Chefs ausliefern. Die Höchstarbeitszeit schützt Menschen davor, mit 50 arbeitsunfähig zu werden, weil sie ausgebrannt sind oder ihre Gelenke kaputt sind.“
Union und SPD wollen nach den bisherigen Plänen statt des üblichen Acht-Stunden-Tags einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen. „Zur konkreten Ausgestaltung werden wir einen Dialog mit den Sozialpartnern durchführen“, heißt es im Koalitionsvertrag. Der Acht-Stunden-Tag gilt seit 1918 in Deutschland. Im Arbeitszeitgesetz heißt es heute: „Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten.“ Nur in Ausnahmen sind zehn Stunden pro Tag möglich.
Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte sich aber am Dienstag von der geplanten Abschaffung des Acht-Stunden-Tags distanziert. „Wenn es nach der SPD und mir persönlich geht, fassen wir das Thema gar nicht erst an, aber es steht im Koalitionsvertrag“, sagte Bas, die auch SPD-Chefin ist. Auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes rief sie dazu auf, gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften eine Lösung zu finden.
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Sarvadon
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Langzeitarbeitslose kostensparend in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen wäre ein Ansatz, ja. Z.B. in ehemaligen Asylbewerberheimen, davon sollten ja nach einem politischen Kurswechsel auch nicht mehr viele gebraucht werden.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollteclayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 22:06 Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Vielleicht könnte man diese Gemeinschaftsunterkünfte auch im Ausland nutzen, dann wird es noch billiger.Sarvadon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 07:22Langzeitarbeitslose kostensparend in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen wäre ein Ansatz, ja. Z.B. in ehemaligen Asylbewerberheimen, davon sollten ja nach einem politischen Kurswechsel auch nicht mehr viele gebraucht werden.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollteclayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 22:06 Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
- Hinzuverdienstgrenzen erhöhen (wer arbeitet, darf mehr davon behalten) - ansonsten wird's Schwarz gemacht, was gar nichts bringtCerta hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Mai 2026, 05:59Also zukünftig keine Miete mehr für bürgergeldempfänger oder was ist der Plan? Ich teile ja deine Einschätzung, aber in der Praxis ist es halt Sau schwer, das irgendwie einzudämmen. Auch der Grund, weshalb die Reform jetzt im Kern daraus besteht einen neuen Namen dafür zu suchen, nachdem man im Wahlkampf Milliarden einsparen wollteclayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Mai 2026, 22:06 Ich meine natürlich auch das Gesamtpaket.
- Abschmelzende Leistungen...Sozialleistungen sinken langsam, nicht abrupt (Es sollte hier Abstufungen geben, die man von Seite Arbeitsamt ohne Probleme umsetzen kann)
- Strengere Angemessenheitsgrenzen für Mieten - wie gesagt... das ist die Sicherung der Grundbedürfnisse, das sollte nicht angenehm sein (hört sich hart an, aber man könnte ja auch arbeiten gehen)
- Bessere Kontrolle von Einkommen/Vermögen - du willst via ALG 2 Geld vom Staat haben, also da darf es sogar ein richtiger Pain sein, nachzuweisen, dass du nichts hast
- Verpflichtungen (z. B. Arbeit annehmen, auch unter der eigenen Qualifikation) ... auch hier, es soll nicht angenehm sein, sondern Leute müssen in Arbeit gebracht werden, um nicht auf Ewigkeit in der Arbeitslosigkeit zu hängen
Kürzungen bei Pflichtverletzungen - hier sehr drastisch sein. Wenn du in dieser Sicherung bist, muss es Prio 1 sein, dass du es nicht mehr bist
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ric505
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
+ Taskforce Sozialbetrug
ermittler, die deutsche, polen, türken, was weiß ich jagen, die verdächtigerweise die gleichen adressen haben etc. da ist soviel potential.
ermittler, die deutsche, polen, türken, was weiß ich jagen, die verdächtigerweise die gleichen adressen haben etc. da ist soviel potential.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.ksta.de/panorama/promis/lan ... rt-1280272Langzeit-Arbeitsloser prahlt in ZDF-Doku
„Es hätte in keinem anderen Land der Welt so funktioniert“
Wie einfach ist es, das „System Bürgergeld“ auszunutzen? Glaubt man der neuen „Am Puls“-Dokumentation im ZDF, ist die Zweckentfremdung staatlicher Unterstützung für Betrüger ein Leichtes.
„Der finanzielle Schaden durch Steuerhinterziehung, durch Cum-Ex-Geschäfte der Reichen, ist um ein Vielfaches höher als der durch Bürgergeldbetrüger“, weiß Sarah Tacke. Dennoch widmet sich die ZDF-Reporterin in ihrer neuen „Am Puls“-Doku zum wiederholten Male denjenigen, die vom - so der Titel der Sendung - „System Bürgergeld“ profitieren.
So trifft sie einen Mann, der unerkannt bleiben will. Immerhin mache er sich „mutmaßlich strafbar“, wie die Journalistin anmerkt. Seit etwa 40 Jahren nutze er das System aus, erzählt der Anonyme stolz: „Nach der Lehre wurde ich mal kurz arbeitslos und stellte fest: Ups, du kriegst ja ohne zu arbeiten doch eine ganze Menge Geld. So schlecht ist das ja gar nicht.“
Aktuell erhalte er monatlich 1.750 Euro vom Staat. Durch zwischenzeitliche Festanstellungen und Krankschreibungen sei es ihm gelungen, sich - wie es im Film heißt - „fast ununterbrochen den Anspruch auf das deutlich lukrativere Arbeitslosengeld zu sichern“. Der Mann erklärt: „Die Krankenkassen zahlen 76, 78 Wochen Krankengeld, das sind 70, 80 Prozent vom Nettolohn. Und die habe ich dann gerne mitgenommen. Und Anfang nächsten Jahres gehe ich in die Altersrente.“
Bürgergeld und Schwarzarbeit: „Verstehe, dass das auch asozial ist“
Weiter prahlt er: „Es hätte in keinem anderen Land der Welt so funktioniert - weder in Holland, Schweiz, Dänemark, wo auch immer. Kompliment und Dankeschön an den deutschen Staat!“ Schuldgefühle habe er nicht, wohl aber das Bewusstsein, dass sein Lebensstil anecken könnte: „Ich passe auf, dass ich nicht jedem alles erzähle“, verrät er, „denn ich bin sonst sozial ganz schnell geächtet.“
Vor gesellschaftlicher Ausgrenzung fürchtet sich Sarah Tackes nächster Gesprächspartner nicht. Dennoch wünscht auch er, anonym zu bleiben. Er habe im vergangenen Jahr als Handwerker fast „60.000 Euro Umsatz“ gemacht, berichtet der Mann - und zwar schwarz. Damit könne er „natürlich sehr gut leben“, zumal er zusätzlich Bürgergeld beziehe. „Die Miete ist bezahlt, die Heizung ist bezahlt, man ist krankenversichert. Also die Basics sind okay, und jeder Euro, den ich schwarz verdiene, ist dann Taschengeld.“
Das Jobcenter ahnt davon nichts. Dort ließ sich der Befragte lange Zeit kaum blicken: „Ich habe anderthalb Jahre lang jeden Termin kommentarlos versäumt und war für die nicht existent. Und das Geld kam trotzdem.“ Als ihn Sarah Tacke fragt, ob er ein schlechtes Gewissen habe, antwortet er: „Jein. Dem Staat gegenüber natürlich schon.“ Er „verstehe, dass das auch asozial ist in gewisser Weise“, erklärt er: „Das ist unsolidarisch.“
In seinem beruflichen Kontext gehe er dennoch offen mit dem Betrug um. „Viele meiner Kunden wissen das auch und die sind völlig fein damit.“ Denn: „Die machen einen Unterschied, ob ein Bürgergeldempfänger den Vormittag schläft und bis nachts um zwei Computer spielt - oder ob ein Bürgergeldempfänger morgens um sechs aufsteht und eine vernünftige Arbeit macht zum fairen Preis.“
„Ein Sozialstaat, der sich ausnehmen lässt, wird auch ausgenommen“
Wie derart blinde Flecken im System überhaupt entstehen können, weiß Silke Pusakowski vom Jobcenter Berlin Tempelhof-Schöneberg. „Wir haben so viele Kunden zu betreuen, dass man sich gerne auf die Leute stützt, die meine Hilfe auch wollen“, sagt sie. „Und dann fällt der andere, der zu den Terminen nicht kommt, halt schnell mal runter.“
Eine mögliche Lösung hierfür hat man in Dänemark gefunden. Dort müssen sich Leistungsberechtigte selbst um Termine bemühen, wie der Leiter des Warendorfer Jobcenters Kai John erklärt: „Dann brauchen wir nicht mehr über Meldeversäumnisse und Sanktionen diskutieren.“ Das Prinzip ist denkbar simpel: „Wenn der Bürger sich selber keinen Termin holt, bekommt er keine Leistungen mehr.“ Das hält auch Sarah Tacke für sinnvoll - schließlich haben ihre Recherchen der ZDF-Journalistin vor allem eines gezeigt: „Ein Sozialstaat, der sich ausnehmen lässt, wird auch ausgenommen.“
Zu sehen gibt es die Dokumentation „Am Puls mit Sarah Tacke - System Bürgergeld: Leben ohne Leistung?“ am Donnerstag, 14. Mai, um 22.15 Uhr im ZDF und bereits am Mittwoch, 13. Mai, im Streamingportal des Senders. (tsch)
top, anderthalb jahre jeden termin kommentarlos verpassen und trotzdem geld kriegen, gilt offiziell also bestimmt auch nicht als totalverweigerer
Thomas hat geschrieben:Ich kann absolut verstehen, dass Aminosäuren Tod für ihn schrecklich war, gar keine Frage.