Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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BlackStarZ
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 11:37
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 11:36 https://www.nzz.ch/international/polize ... ld.1934385
Deutschland verzeichnet einen Rückgang der angezeigten Straftaten. Doch es kommt zu mehr Messergewalt, Morden und Sexualdelikten
Die Kriminalität sei «digitaler, internationaler, brutaler» geworden, sagte Holger Münch, der Präsident des Bundeskriminalamts. In Bezug auf die Straftaten ausländischer Tatverdächtiger hebt seine Behörde nun auch den Einfluss kultureller Normen hervor.

Der christlichsoziale deutsche Innenminister Alexander Dobrindt begann mit einer guten Nachricht, als er die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorstellte. Die angezeigten Straftaten seien um 5,6 Prozent auf insgesamt 5,5 Millionen Fälle zurückgegangen, sagte er am Montagvormittag. Wenn man den Effekt der Cannabis-Teillegalisierung herausrechne – seit der Konsum von Cannabis legal ist, werden weniger Drogendelikte angezeigt –, komme man auf einen leichten Rückgang in Höhe von 4,7 Prozent.

Doch die schlechte Nachricht folgte gleich auf dem Fuss: Bei den schweren Straftaten verzeichnete das Bundeskriminalamt einen deutlichen Anstieg.

2025 wurden 2453 Morde und andere Tötungsdelikte angezeigt, das entspricht einem Zuwachs von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der erfassten Sexualstraftaten stieg um 8,5 Prozent auf 14 454 Fälle. Laut dem Bundeskriminalamt könnte das damit zusammenhängen, dass mehr Fälle angezeigt werden als in der Vergangenheit. Auch die Zahl der Messerdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, und zwar um 0,8 Prozent auf 29 234 Fälle. Dazu zählt die Statistik nicht nur den Einsatz von Messern, sondern auch die angedrohte Messergewalt.

Dass die Kriminalitätsbelastung in Deutschland anhaltend hoch ist, zeigt auch ein Vergleich mit den vergangenen Jahren. Nach dem massiven Rückgang der Straftaten in der Corona-Pandemie stiegen diese 2022 und 2023 an, um anschliessend wieder leicht zurückzugehen. Im Vergleich zum Jahr 2019 wurden im vergangenen Jahr immer noch 1,3 Prozent mehr Straftaten erfasst. Die angezeigten Straftaten aus dem Bereich der Gewaltkriminalität sind im gleichen Zeitraum um 17,3 Prozent gestiegen. Der leichte Rückgang der Kriminalitätszahlen geht somit mit einer Verschärfung der Kriminalität einher.

Schlüsselfaktor «gewaltlegitimierende Einstellungen»

An der Polizeilichen Kriminalstatistik ist auch etwas anderes auffällig: dass ausländische Tatverdächtige gemessen am Ausländeranteil in Deutschland deutlich überrepräsentiert sind. Das lässt sich an der sogenannten Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ablesen. Die Statistik versteht darunter die Zahl der Tatverdächtigen, die auf 100 000 Einwohner kommen. Selbst wenn man ausländerrechtliche Verstösse wie etwa unerlaubte Einreisen herausrechnet, kommen nichtdeutsche Tatverdächtige auf einen Durchschnittswert von 4788, deutsche auf einen Wert von 1813.

Ausländische Tatverdächtige haben also eine mehr als doppelt so grosse Belastung wie deutsche – über alle Altersgruppen hinweg. Dass Ausländer in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige überrepräsentiert sind, ist nicht neu. Es lässt aber aufhorchen, wie das Bundeskriminalamt dieses Übergewicht begründet. Ein wesentlicher Faktor seien «gewaltlegitimierende Einstellungen», heisst es im Jahresbericht.

Unter einer gewaltlegitimierenden Einstellung versteht das Bundeskriminalamt eine Haltung, die Straf- oder Gewalttaten in besonderen Situationen nicht nur als gerechtfertigt, sondern auch als Ausdruck von Männlichkeit ansieht. Sie sei insbesondere «in einigen migrantischen Bevölkerungsgruppen verstärkt anzutreffen». Damit dürften aber vor allem Tatverdächtige aus dem islamischen Kulturkreis gemeint sein, Türken und Syrer etwa: Sie stellen 9,6 beziehungsweise 9,3 Prozent der nichtdeutschen Tatverdächtigen. Damit stehen sie an der Spitze der Statistik.

Über den Einfluss kultureller Normen auf Kriminalität zu sprechen, war in Deutschland lange verpönt. Oft wurden in Bezug auf ausländische Tatverdächtige soziale Aspekte wie etwa Gewalt- und Fluchterfahrungen angeführt – oder die Tatsache, dass viele Migranten junge Männer sind, die generell öfter kriminell sind als alle anderen grossen Bevölkerungsgruppen. Diese Aspekte werden auch in der aktuellen Kriminalitätsstatistik genannt. Dass nun auch vom kulturellen Faktor die Rede ist, ist aber neu: In der Statistik für das Jahr 2024 wurde er noch ausgespart. Hinsichtlich der Interpretation der Kriminalitätsursachen scheint sich im Bundeskriminalamt ein Kurswechsel anzubahnen.

Immer mehr Menschen werden Opfer von Online-Betrug

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden in rund 40 Prozent der angezeigten Straftaten keine Tatverdächtigen ermittelt. Die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird ferner dadurch eingeschränkt, dass sie sich nur auf das sogenannte Hellfeld erstreckt. Damit sind Straftaten gemeint, die bei der Polizei angezeigt werden. Nicht angezeigte Delikte, im Jargon der Sicherheitsbehörden «Dunkelfeld» genannt, bleiben in der Polizeilichen Kriminalstatistik aussen vor. Sie werden in sogenannten Dunkelfeldstudien erforscht.

Holger Münch, der Präsident des Bundeskriminalamts, stellte am Montagvormittag eine solche Dunkelfeldstudie für das Jahr 2024 vor. Für die Studie «Sicherheit und Kriminalität in Deutschland» befragte das Bundeskriminalamt über 60 000 Männer und Frauen. Sie gibt darüber Aufschluss, welche Delikte besonders oft und welche selten angezeigt werden und wie sich das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung seit 2020 entwickelt hat. Die meisten Befragten gaben an, sich an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Parks nachts nicht sicher zu fühlen.
Dabei springen die Unterschiede zwischen den befragten Männern und den Frauen ins Auge. In Parks fühlen sich nachts nur 11,1 Prozent der Frauen sicher. Bei Männern sind es 34,8 Prozent. Im Bereich der Cyberkriminalität wurde in nur 16,7 Prozent der Fälle Anzeige erstattet. Bei Sexualdelikten liegt die Anzeigequote bei nur 6,2 Prozent.

Im Vergleich zum Jahr 2020 hat zudem der Anteil jener zugenommen, die angegeben haben, dass sie Opfer eines Online-Betrugs geworden seien. Pro 1000 Anwohner kommt die Dunkelfeldstudie auf 116 angegebene Fälle von sogenanntem Waren- und Dienstleistungsbetrug im Internet. 2020 waren es noch 87 Fälle.

Die Kriminalität sei «digitaler, internationaler, brutaler» geworden, sagte Münch. Zur Entwarnung gibt es also keinen Anlass.
Das Alles dürfte eigentlich niemanden überraschen aber ich kann mir durchaus vorstellen das es der Eine oder die Andere nach wie vor nicht wahrhaben will obwohl die Zahlen dazu auf dem Tisch liegen.
Das BKA relativiert es doch selbst:
Laut dem Bundeskriminalamt könnte das damit zusammenhängen, dass mehr Fälle angezeigt werden als in der Vergangenheit
So viel Text und du pickst dir das raus. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

:kekw:
Ausländische Tatverdächtige haben also eine mehr als doppelt so grosse Belastung wie deutsche – über alle Altersgruppen hinweg. Dass Ausländer in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige überrepräsentiert sind, ist nicht neu. Es lässt aber aufhorchen, wie das Bundeskriminalamt dieses Übergewicht begründet. Ein wesentlicher Faktor seien «gewaltlegitimierende Einstellungen», heisst es im Jahresbericht.
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clayz
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Bei all den Meldungen. Wieso wird hier denn 50% AFD als unrealistisches Szenario verworfen? :o
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:06 Bei all den Meldungen. Wieso wird hier denn 50% AFD als unrealistisches Szenario verworfen? :o
Vor allem ist dieses Argument genau so dumm wie, "Ich geh nicht wählen weil meine Stimme ändert eh nichts."
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Eric
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:06 Bei all den Meldungen. Wieso wird hier denn 50% AFD als unrealistisches Szenario verworfen? :o
Man kann auch schon mit 40% die absolute Mehrheit haben.
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Quickhatch
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Will gar nicht wissen, wie rechtkonservativ links die CDU agieren würde, hätte sie nicht die AfD im Nacken. Wahrscheinlich so 2011-15-mäßig und noch bescheuerter als aktuell.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 11:42
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 11:37
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 11:36 https://www.nzz.ch/international/polize ... ld.1934385



Das Alles dürfte eigentlich niemanden überraschen aber ich kann mir durchaus vorstellen das es der Eine oder die Andere nach wie vor nicht wahrhaben will obwohl die Zahlen dazu auf dem Tisch liegen.
Das BKA relativiert es doch selbst:
Laut dem Bundeskriminalamt könnte das damit zusammenhängen, dass mehr Fälle angezeigt werden als in der Vergangenheit
So viel Text und du pickst dir das raus. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

:kekw:
Ausländische Tatverdächtige haben also eine mehr als doppelt so grosse Belastung wie deutsche – über alle Altersgruppen hinweg. Dass Ausländer in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige überrepräsentiert sind, ist nicht neu. Es lässt aber aufhorchen, wie das Bundeskriminalamt dieses Übergewicht begründet. Ein wesentlicher Faktor seien «gewaltlegitimierende Einstellungen», heisst es im Jahresbericht.
Wie sicher es hier wäre, wenn man die ganzen Straftäter direkt abschieben würde.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:06 Bei all den Meldungen. Wieso wird hier denn 50% AFD als unrealistisches Szenario verworfen? :o
Reicht nicht, für die meisten ihrer Forderungen braucht die AFD 2/3 Mehrheit im Bundesrat.
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Eric
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 10:47
BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 10:42
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 10:27

Das hat den Vorteil, dass der Wähler vorab Bescheid weiß. Eine starke AFD bringt linkere Politik. Kann sich am Ende des Tages niemand drüber beschweren, dass er es nicht gewusst hat.
Das hat gar keinen Vorteil.

Was du versuchst ist den Punkt zu setzen "Rechts wählen ist in Wahrheit links wählen"

Hallo Orwell.
Die Welt ist nicht binär. Zutreffender wäre "Rechtsextreme wählen zwingt Rechtskonservative zur Kooperation mit Mitte-Links".
Erstens wählt kaum jemand die NPD beziehungsweise deren Nachfolger und zweitens bezweifle ich, dass die AFD mit der FDP koalieren würde.
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Skagerath
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

https://www.welt.de/politik/deutschland ... sitesearch
"„Statistisch ist es für Frauen nachteilig, in einer heterosexuellen Beziehung zu sein“

Felix Banaszak ist seit 2025 Grünen-Vorsitzender. Der 36-Jährige stammt aus Duisburg und sitzt seit 2021 als Abgeordneter im Bundestag. Banaszak empfängt WELT in seinem frisch gestrichenen Büro im Farbton RAL 3012. Er nennt die Farbe „Flamingo“.
WELT: Herr Banaszak, Sie sprechen zurzeit häufiger über „Männerpolitik“. Was haben alle Männer gemeinsam?
Felix Banaszak: Männer sind erst einmal knapp die Hälfte der Bevölkerung. Sie profitieren von den herrschenden Geschlechterverhältnissen und gleichzeitig leiden sie an vielen Stellen unter den erdrückenden Geschlechternormen. Ich will Männer aber nicht als Problemgruppe adressieren. Sondern als Individuen, als Menschen mit Bedürfnissen, Gefühlen, Erfahrungen und Herausforderungen, die in der sich wandelnden Welt nach ihrer Rolle suchen.
WELT: Über Männer reden wir im Zuge der Fälle von Gisèle Pelicot sowie Christian Ulmen und Collien Fernandes aktuell aber vor allem als Täter. Wie verändert das die Debatte?

Banaszak: Männer haben Probleme, und Männer machen Probleme. Ich will, dass Männer sich nicht gezwungen sehen, Teil des Problems zu bleiben, sondern Teil der Lösung werden können. Gisèle Pelicot sagt, die Scham müsse die Seite wechseln. Sie hat damit völlig recht. Aber Scham ist erst mal ein Gefühl der Ohnmacht, Scham befähigt nicht, Scham verschließt. Wenn ich beschämt bin, bin ich unsicher, sprachlos, suche Ausflüchte oder einen Ausweg. Die Frage ist also: Wie erreichen wir, dass aus dieser Ohnmacht heraus Handlung wird, also eine reale Bereitschaft zur Veränderungentsteht?
WELT: Heißt Pelicots Aussage „Die Scham muss die Seite wechseln“, dass alle Männer sich schämen sollen?
Banaszak: Menschen, denen sexualisierte Gewalt angetan wird, suchen ja oft erst einmal den Fehler bei sich, oder sie werden beschuldigt: Vielleicht hast du ihn ja provoziert, du musst dich ja nicht so anziehen, und so weiter. Das muss sich ändern. Pelicot fordert zurecht ein, dass die Scham der Opfer die der Täter werden soll. Was ich mich als Mann fragen sollte: Bin ich Teil einer Kultur, die solche Fälle überhaupt erst ermöglicht, mach‘ ich mich damit vielleicht ungewollt zu einem Komplizen? Lache ich mit, wenn jemand sexistische Witze reißt? Bestimmte Extreme können nur in einer Kultur wachsen, in der die vermeintlich harmlosen Vorstufen dieser Extreme anerkannt sind. Müssen wir uns dafür schämen? Wir sollten zumindest unsere eigene Rolle im System hinterfragen.
WELT: Im Fall Pelicot waren mindestens 80 Männer aus einem Umkreis von 50 Kilometern am Missbrauch beteiligt; im Fall Ulmen/Fernandes schossen die Suchanfragen zu Nacktfotos von Fernandes nach der „Spiegel“-Veröffentlichung in die Höhe. Was bedeutet das für das Miteinander von Männern und Frauen?

Banaszak: Es ist Frauen wahrlich nicht zu verübeln, wenn sie gerade mit Misstrauen und Sorge auf ihre Partner, Freunde und in die Familie schauen. Ich kann von Frauen nicht erwarten, dass sie die Männer verständnisvoll an die Hand nehmen. Es gibt kein Anrecht auf einen Wohlfühlfeminismus, der niemanden fordert. Aber vielleicht können Männer, die sich als Verbündete verstehen, eine Brücke bauen?
Es ist wenig erreicht, wenn die Männer, die man adressieren möchte, dichtmachen, weil sie sich von Trigger-Wörtern wie „toxische Männlichkeit“ sofort abgestoßen fühlen. Es lohnt sich, sich mit den Lebenswelten junger Männer zu befassen, mit den Rollenerwartungen, mit denen sie konfrontiert sind. Und ja, da haben sie auch Empathie und Wohlwollen verdient. Mit dieser Ambivalenz müssen wir umgehen: Es gibt das Recht der Frauen auf Wut, und gleichzeitig ist Demokratie immer Dialog.

WELT: Manche Frauen stehen heterosexuellen Beziehungen mittlerweile skeptisch gegenüber, weil sie bezweifeln, einen Partner zu finden, der Gleichberechtigung so lebt, wie sie sich das vorstellen. Steht das Modell heterosexueller Beziehungen auf dem Prüfstand – oder ist es sogar überholt?
Banaszak: Statistisch ist es für Frauen nachteilig, in einer heterosexuellen Beziehung zu sein: Sie schlafen schlechter, verdienen weniger, sind im Alter schlechter abgesichert, leben kürzer und sind weniger zufrieden. Weil Frauen heute ökonomisch und rechtlich unabhängiger sind, sind sie weniger als früher dazu gezwungen, in Verhältnissen zu bleiben, die sie unglücklich machen. Das ist das, was der rechte Antifeminismus als Wurzel allen Übels identifiziert hat: Der Feminismus habe dafür gesorgt, dass Frauen im Zweifel sagen können: „Sorry, Junge, aber wenn du so bist – dann ohne mich.“
Ich will nicht besserwisserisch sagen, was Männer besser machen „müssen“. Ich stelle nur fest: Traditionelle Geschlechterrollen und -erwartungen belasten zunächst vor allem Frauen. Aber wenn wir ehrlich sind, leiden auch viele Männer darunter. Der Druck auf sie wird immer größer: Sie wachsen mit dem Bild des Alleinverdiener-Vaters auf, der hart arbeitet und allein daraus eine Vormachtstellung in der Familie ableitet – leben aber selbst in ökonomischen Verhältnissen, in denen sie diese Rolle gar nicht mehr ausfüllen können. Für viele junge Männer ist Arbeit nur noch Druck, nicht mehr Erfüllung. Damit finden sie keinen Umgang.

WELT: Das bedeutet also für die Beziehung von Männern und Frauen?
Banaszak: Männer werden vermutlich nicht drumherumkommen, sich mit ihrem Selbstbild und ihrer Rolle zu befassen, wenn sie auf der Suche nach einem erfüllenden Leben sind. Nicht nur, weil sie das vielleicht sogar für selbstbestimmte Frauen attraktiver macht, sondern weil sie damit neue Freiheit gewinnen. Nur weil Männern in patriarchalen Strukturen bestimmte Anteile ihres Selbst abtrainiert werden – das Bedürfnis nach Fürsorge, Nähe, Geborgenheit, Verletzlichkeit –, heißt das nicht, dass diese Bedürfnisse einfach verschwinden.
WELT: „Abtrainiert“?
Banaszak: Ein Thema in der Jungenarbeit ist zum Beispiel: Mit zwölf, 13 Jahren, verlieren Jungs häufig enge Freundschaften mit anderen Jungs. Nähe, vor allem körperliche, gilt plötzlich als „schwul“ und wird abgewertet. Also entfernen sich die Jungs voneinander, obwohl viele eigentlich weiterhin ein Bedürfnis nach Nähe haben. Gegen solche Mechanismen müssen wir anarbeiten – und Räume schaffen, in denen Jungen und Männer miteinander über solche Themen sprechen können.
WELT: Nachdem sich die Frauen befreit haben, müssen sich nun also die Männer befreien – auch um mit den Frauen auf Augenhöhe zu gelangen?
Banaszak: Ja, die Befreiung der Männer aus dem Patriarchat ist vielleicht der nächste Schritt.

WELT: Rechtsaußen bietet jungen Männern an, an traditionellen Rollenbildern festzuhalten. Das vielleicht attraktivere Angebot?

Banaszak: Es braucht die Verheißung eines guten Lebens. Deswegen will ich weg von der Defizitbeschreibung, was Männer alles nicht mehr sein sollen. Der Freiheitsgewinn mit dem Zulassen von Emotionen ist immens. Traditionelle Männlichkeit ist nur auf den ersten Blick verheißungsvoll. Auf den zweiten Blick richtet sich die Gewalt, die damit einhergeht, auch gegen uns selbst. Auch Männer sind Opfer männlicher Gewalt. Deswegen müssen wir uns fragen, wie wir Ideen davon entwickeln können, dass es auch anders geht, dass es auch fürsorgliche Männlichkeit gibt.

WELT: Zum Beispiel?

Banaszak: In meinem Kalender sind Familienzeiten mit meiner Tochter nicht nur nicht verhandelbar. Wenn ich deswegen Termine absage, benenne ich diesen Grund auch – und tu nicht so, als müsste ich passen, weil ein Abendessen mit Barack Obama dazwischengekommen ist. Das ist die Aufgabe meiner Generation: neue Bilder zeichnen.
WELT: Wollen Sie eine Männerbewegung begründen?

Banaszak: Da wäre ich vorsichtig. Wir müssen das Rad auch gar nicht neu erfinden. Es gibt schon viele Organisationen für Männer- und Jungenarbeit. Die Räume dafür werden aber gerade leider wieder kleiner, auch weil Fördermittel gestrichen werden. Viele wichtige Projekte sind von den geplanten Streichungen im Programm „Demokratie leben“ bedroht.

WELT: Könnte bei den Grünen eine „Bundesmännerkonferenz“ neben der schon existierenden Bundesfrauenkonferenz Raum für solche Diskussionen schaffen?

Banaszak: Lustigerweise gab es schon 1994 in Nordrhein-Westfalen einen grünen Männerkongress. Aber die Frage ist berechtigt: Ist in den vergangenen Jahrzehnten feministischer Arbeit eigentlich die Rolle von Männern im Feminismus ausreichend durchdacht und positiv gestaltet worden? Aus meinen Erfahrungen bei der Grünen Jugend kann ich positiv berichten, dass es auf unseren Kongressen immer gleichzeitig Frauen- und Gender-Treffen gab – und sich in letzteren eben auch Männer mit Geschlechterthemen befassten. Unser Jugendverband ist da vielleicht an einigen Stellen weiter als unsere Partei.

WELT: Am Samstagabend hat Sie der grüne Bundesfrauenrat zwei Stunden lang gegrillt. Unter anderem wurde Ihr Auftritt im „Playboy“ kritisiert und gefragt, ob Ihre Befassung mit Geschlechterthemen ernst gemeint oder nur Polittaktik sei; andere lobten Sie und regten spezielle Räume für Männer in Ihrer Partei an, bei denen ein Umdenken gerade aufkeime. Was hat Sie besonders nachdenklich gemacht?

Banaszak: Die Frage ist berechtigt, sie zeigt das Spannungsfeld auf, in dem sich Männer befinden, die nach einem Weg aus der Problemzone suchen. In diesem Spannungsfeld bewege ich mich gerade. Mein Anspruch ist, dass aus der Befassung mit dem Thema etwas folgen muss – für unser Programm, unsere Strukturen, für unsere Kultur. Wie genau das aussehen kann, will ich jetzt erarbeiten. Das Interview im „Playboy“ hat manche Türen erst geöffnet. Aber es hat auch Irritation hervorgerufen, das war mir klar. So eine Reibung erzeugt Energie, Wärme. Die habe ich gespürt, und das ist auch richtig so.
Wie sehr muss man sich selbst hassen um so einen Schmarren daher zu seiern :ded:
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Seit Certas Prognose vor dem Ende der Ampel, dass die Grünen auf jeden Fall wieder an der Regierung beteiligt sein würden, hat er sowieso jegliche street credibility verloren.

Außerdem gibt es mehr als genügend Beispiele in anderen Ländern, die zeigen, dass rechts wählen - linke Politik bekommen, natürlich kein Automatismus ist.
Bei uns war es bisher so, was absolut nichts darüber aussagt, wie es in Zukunft sein wird.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:29 Seit Certas Prognose vor dem Ende der Ampel, dass die Grünen auf jeden Fall wieder an der Regierung beteiligt sein würden, hat er sowieso jegliche street credibility verloren.

Außerdem gibt es mehr als genügend Beispiele in anderen Ländern, die zeigen, dass rechts wählen - linke Politik bekommen, natürlich kein Automatismus ist.
Bei uns war es bisher so, was absolut nichts darüber aussagt, wie es in Zukunft sein wird.
Hatte ich das? Kann mich srsly nicht dran erinnern, aber gut möglich
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:36
Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:29 Seit Certas Prognose vor dem Ende der Ampel, dass die Grünen auf jeden Fall wieder an der Regierung beteiligt sein würden, hat er sowieso jegliche street credibility verloren.

Außerdem gibt es mehr als genügend Beispiele in anderen Ländern, die zeigen, dass rechts wählen - linke Politik bekommen, natürlich kein Automatismus ist.
Bei uns war es bisher so, was absolut nichts darüber aussagt, wie es in Zukunft sein wird.
Hatte ich das? Kann mich srsly nicht dran erinnern, aber gut möglich
Unangenehme Wahrheiten werden oft verdrängt. Das ist ganz normal :up:

Wichtig ist, dass du darüber hinweg bist. Das Leben geht ja weiter.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:51
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:36
Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Apr 2026, 12:29 Seit Certas Prognose vor dem Ende der Ampel, dass die Grünen auf jeden Fall wieder an der Regierung beteiligt sein würden, hat er sowieso jegliche street credibility verloren.

Außerdem gibt es mehr als genügend Beispiele in anderen Ländern, die zeigen, dass rechts wählen - linke Politik bekommen, natürlich kein Automatismus ist.
Bei uns war es bisher so, was absolut nichts darüber aussagt, wie es in Zukunft sein wird.
Hatte ich das? Kann mich srsly nicht dran erinnern, aber gut möglich
Unangenehme Wahrheiten werden oft verdrängt. Das ist ganz normal :up:

Wichtig ist, dass du darüber hinweg bist. Das Leben geht ja weiter.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Denke ich aber leider auch.
-Lümmler- hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Okt 2025, 16:30 das schwein soll mir erstmal in die augen schauen und die frechheiten wiederholen die er seit jahren im internet gegen mich ausspricht.....
der typ ist ein europaweit bekannter troll ....
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Die holen nur Anlauf. Dauert aber noch und auch nicht bei der kommenden Wahl.
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