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Der deutsche Durchschnittstag auf dem Teller
Der typische Tag ist immer noch stark von Brot, Fleisch und Milchprodukten geprägt, auch wenn der Trend langsam Richtung Pflanzliches wandert.
Frühstück:
Meist klassisch: 2-3 Scheiben Brot oder Brötchen mit Wurst (Salami/Schinken) oder Käse.
Dazu Kaffee (oft mit Milch und Zucker) oder Saft.
Mittagessen:
Oft die warme Hauptmahlzeit. Klassiker sind Fleischgerichte (Schnitzel, Geschnetzeltes), Pasta-Variationen oder Eintöpfe.
Der Fleischkonsum liegt im Schnitt bei ca. 1 kg pro Woche, was fast täglich eine Fleischkomponente bedeutet.
Zwischenmahlzeit:
Süßgebäck, ein Riegel Schokolade oder ein Joghurt. Obst wird zwar gegessen, aber seltener als die empfohlenen "2 Portionen täglich".
Abendessen ("Abendbrot"):
Wieder kalte Küche: Brot mit Aufschnitt und Käse. Vielleicht eine Gewürzgurke oder ein paar Tomatenscheiben als Alibi-Gemüse.
Komponente Realität (Durchschnitt) Empfehlung (DGE)
Ballaststoffe ca. 23g - 25g mind. 30g
Gemüse & Obst ca. 400g kombiniert ca. 650g (3 Port. Gemüse, 2 Port. Obst)
Protein Oft über Bedarf (viel tierisch) 0,8g pro kg Körpergewicht
Zucker Deutlich über 50g (ca. 90g) max. 50g (10% der Energie)
Kosten:
Statistischen Bundesamt (Destatis) und aus dem aktuellen Ernährungsreport 2025.
Die Kosten für die Ernährung sind in den letzten Jahren durch die Inflation ein großes Thema geworden. Wenn man die monatlichen Durchschnittswerte auf den Tag herunterbricht, ergibt sich folgendes Bild:
Was gibt der Deutsche pro Tag aus?
Im Durchschnitt gibt eine alleinstehende Person in Deutschland im Jahr 2025 etwa 201 € pro Monat für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus.
Pro Tag: Das entspricht etwa 6,70 €.
Haushalte: In Mehrpersonenhaushalten liegt der Wert pro Kopf oft etwas niedriger (durch Großpackungen und effizienteres Kochen), während der Gesamthaushalt im Schnitt ca. 417 € pro Monat ausgibt.
Wofür wird das Geld ausgegeben?
Interessanterweise hat sich die Priorisierung verschoben. Zum ersten Mal geben deutsche Haushalte mehr Geld für Obst und Gemüse aus als für Fleisch und Fisch. Das liegt zum einen an einem bewussteren Konsum (weniger Fleisch), aber auch an den stark gestiegenen Preisen für frische Erzeugnisse.
Die Kostenfalle „Außer-Haus“:
Zusätzlich zu den oben genannten Supermarkt-Ausgaben kommen im Schnitt noch etwa 100 € bis 200 € pro Monat für Gastronomie, Kantine oder den Coffee-to-go dazu. Das verdoppelt die täglichen Kosten für viele Berufstätige schnell auf 12 € bis 15 € pro Tag.
Preisbewusstsein vs. Qualität (Trends 2025)
Laut dem aktuellen Ernährungsreport 2025 achten 59 % der Deutschen beim Einkauf wieder verstärkt auf den Preis (ein deutlicher Anstieg seit 2020). Gleichzeitig gibt es eine Schere:
Preissensibilität: Viele greifen wegen der Inflation verstärkt zu Eigenmarken und Discountern.
Werte-Kauf: Trotzdem achten ca. 65 % auf Tierwohllabel und 59 % auf Bio-Siegel, wenn es das Budget zulässt.
