Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:42 Sozialismus ist ja per se nicht schlecht und man hat das einfach nur missbraucht. Diesmal machen wir es richtig und dann klappt es sicher

:kappa:
Diesmal machen wir ein funktionierendes system.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:35 https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-ist.html


Sozialismus-Fantasien
Warum Deutschland nur noch im „Kampf gegen rechts“ spitze ist


Deutschland 2026 – der Sozialismus boomt: maßgeblich vorangetrieben von der Linken. Auf dem Weg zum klassenlosen Paradies auf Erden gelten der Partei viele Millionen Tote der Geschichte nur als Betriebsunfälle. Warum hält sich die fatale Ideologie?

Die vielleicht letzte Branche, in der Deutschland weltweit an der Spitze liegt, ist der „Kampf gegen rechts“. Im Land, das den Nationalsozialismus hervorbrachte, ist Wachsamkeit in der Tat geboten. Dennoch bleibt offen, was „rechts“ in den Augen der staatlich alimentierten Demokratieschützer meint. Rassisch begründete Kriegspolitik oder überwachte Grenzen? Braune Propaganda oder satirische Kritik an Politikern? Ausweisung von Migranten oder Angst vor Kriminalität? Börsengewinne oder privates Wohneigentum? Nur AfD oder bereits CDU und FDP? Und was noch kurioser ist in diesem diffusen Politsprech: Was bedeutet in diesem Kontext „links“?

Nutzlos, diese Frage etwa den „Omas gegen Rechts“ zu stellen. Ihre Aktivistinnen sind flink auf den Beinen, um Seniorentänze gegen so ziemlich alles aus der obigen Liste auf die Straßen zu tragen. Rechts ist, was die linken Meinungsführer dazu erklären. Bei so viel Geschützfeuer von links gibt es in Deutschland naturgemäß keine „Opas gegen Links“. Und auch keine staatliche Förderung, um das Erstarken linksradikaler Bewegungen zu stoppen.

An der Spitze des neolinken Booms steht die Partei Die Linke, die identisch ist mit der unseligen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, welche vier Jahrzehnte lang über die sowjetisch dominierte Osthälfte der Republik Unfreiheit und Unrecht, Folter und Mord, zerstörte Biografien, Bespitzelung und Alltagsgewalt gebracht hat.

Während die letzten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gerade sterben, ist es angebracht, die Erinnerung an ihre Leiden und das braune Unrecht zu fördern. Zeitzeugen und Opfer der sozialistischen Diktatur, die 1989 durch Pleite und Massenproteste unterging, gibt es jedoch noch jede Menge. Ob sie auch so denken wie die Galionsfigur von „Die Linke“, die noch in der DDR geborene Heidi Reichinnek, welche das Regime der SED kurzerhand zum verkehrten Sozialismus erklärt, mit dem ihre Genossen nichts im Sinn hätten.

In Wahrheit laufen solche semantischen Spielchen auf Geschichtsklitterung hinaus, und „Die Linke“ als notdürftig umbenannte Partei der Diktatur hat eine solche Geschichtsklitterung für ihren demokratischen Anstrich auch bitter nötig. Historisch haben Abschaffung der Marktwirtschaft, Übernahme der Ökonomie durch planwirtschaftliche Funktionäre, haben „Diktatur des Proletariats“ und Ausschaltung der Opposition – allesamt Grundbestandteile sozialistischer Utopie – nichts als Unglück über die Menschheit gebracht.

Das Argument, dass die untergegangene Utopie eben die falsche sei, und die künftige rote Morgensonne endlich die bessere Welt bescheine, müsste längst abgenutzt sein. Der wievielte Versuch, den Sozialismus einzuführen, sollte wohl gelingen? Meinen die deutschen Linksideologen, die inzwischen ihre Ideologie weit in anderen Parteien wie SPD, Grüne, BSW und sogar CDU verankert haben, eventuell die sozialistische Einparteiendiktatur in Venezuela?

Als Anfang Januar der Gewaltherrscher Nicolás Maduro von amerikanischen Elitesoldaten aus seinem verbunkerten Palast entführt und bald in den USA vor Gericht gestellt wurde, waren die antirechten Reflexe der linken Blase sogleich geweckt. In ganz Deutschland organisierte die Linke Demonstrationen gegen die Inhaftierung von „Präsident Maduro“. Dass er die Wahlen fälschte, Gegendemonstranten inhaftieren, foltern und töten ließ, dass sein Regime inzwischen ein Drittel aller Bürger durch Armut und Verfolgung ins Ausland vertrieben hat, dass das an Bodenschätzen reiche Land durch die sozialistische Diktatur verarmt ist, dass die gar nicht so soziale Einheitspartei zu einer mordenden Drogenmafia verkam – das alles stört die wackeren Kämpfer gegen rechts nicht weiter.

Blindheit für Mord und Unrecht ist bei Deutschlands Linken bewährte Tradition. Als Fidel Castro starb, weinte dem „Maximo Lider“, dem größten Führer, zum Beispiel Sahra Wagenknecht in einem Tweet warmherzige Fanpost hinterher. Auch Kubas Wirtschaft liegt heute in Trümmern. Während das Vermögen des Castro-Clans auf eine Milliarde Dollar geschätzt wird, suchen die Armen Kubas im Müll nach Essbarem.

Während linke Propaganda ab 1945 in Ostdeutschland Unfreiheit und Unterdrückung verherrlichte, ließ dieselbe ab 1949 im Westen und nach 1989 im ganzen Land immer nur die Opfer den Preis für die ideologischen Irrtümer, den Karrierismus der Funktionäre und die Verbrechen von Volksarmee und Staatssicherheit bezahlen. Sozialismus war stets hinter der Mauer und gerade darum so beliebt. Dass Millionen von verarmten Proleten zwischen Elbe und Pazifik in Mangelwirtschaft oder im Gulag darbten, war den Busenfreunden der kommunistischen Funktionärskaste schnurz.

Noch die mutigen Gewerkschafter der polnischen Solidarnosc galten linken Hardlinern im Westen als böse Störenfriede der roten Utopie. Denn mit marktwirtschaftlich gut unterfüttertem Sozialstaat und sicheren Gehältern, gern im Staatsdienst, im Rücken, ließen und lassen sich linke Ideologien von Völkerfreundschaft und Gerechtigkeit besonders kuschlig feiern.

Auch die modischen Linksextremen des 68er Revöltchens mussten nie den Preis für ihre ideologische Verblendung bezahlen – im Gegenteil. An den Lagerfeuern der Studentenprotestler, die oft genug direkt unters Schutzdach des verhassten Kapitalistenstaates strömten, werden die Parolen für übelste Menschenschinder wie Stalin und Mao, für Pol Pot und Enver Hoxha als Folklore nostalgisch verklärt.

Beim nächsten Mal klappt es bestimmt

Inzwischen, da die nationalsozialistischen Täter nicht mehr zu belangen sind, ist man zu Recht empört über bundesrepublikanische Karrieren wie die von Gehlen, Globke, Filbinger. Doch ein Winfried Kretschmann kann problemlos in Baden-Württemberg Landesvater spielen, nachdem er Maos und Pol Pots Hungertote und Killing Fields bejubelt hatte. Es gelten zwei Maßstäbe. Ein kommunistischer Säulenheiliger wie Bertolt Brecht pries im Zweiten Weltkrieg die Diktatur des Proletariats nicht im kalten und mörderischen Moskau, sondern in einer Villa in Kalifornien.

Niemand unter Deutschlands Linken findet die Stalin-Hymne des Fabrikantensohns Brecht anstößig; stattdessen sollte erst jüngst in München auf linke Initiative ein Straßenname des von der Gestapo überwachten Nazigegners Erich Kästner getilgt werden, weil der es gewagt hatte, nach 1933 nicht aus Deutschland zu emigrieren. Ein Philosoph wie Jean-Paul Sartre wurde durch seinen Besuch im Knast bei Andreas Baader eher sexy.

Und auch die kirchlich engagierte Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zeigt ihre Solidarität mit dem linken Terror der „Hammerbande“ beim Gefängnisbesuch in Budapest, ohne sich mit den Opfern der Schläger unnötig empathisch abzumühen.

Ein rechtes Verbrechen wäre es demnach, unter den Nationalsozialisten überhaupt existiert zu haben. Kein linkes Verbrechen ist es jedoch, Terror zu verherrlichen und über die Leichen von vielen Millionen Ermordeten im Namen des Sozialismus strahlend dahinzumarschieren.

Ein Grund für dieses Unrecht liegt in einem abgenutzten, doch noch funktionierenden Gedankenspiel: Der Sozialismus weist in die Zukunft, der Nationalsozialismus in die Vergangenheit. Letzteres stimmt. Zu Recht werden die Millionen Toten Hitlers, die Hunderttausenden von Ermordeten und Gefolterten unter Franco und Salazar als Blutzeugen einer rassistischen Ideologie gesehen, die ihre Völker obendrein noch in Zerstörung, Armut, Rückständigkeit getrieben haben.

Doch geschieht dasselbe in Venezuela, Nordkorea, Sowjetrussland, dann sind in linker Perspektive die zahllosen Toten verbucht als Betriebsunfälle beim Aufbau der klassenlosen Gesellschaft: schade, aber unumgänglich. Sozialismus funktioniert einzig als Utopie. Beim nächsten Mal, so denkt wohl auch Heidi Reichinnek, wird es klappen mit dem linken Paradies auf Erden. Diese zynische Argumentation macht linke Ideologie, obwohl sie immer wieder blutig scheitert, immun dagegen, mit historischen Argumenten widerlegt zu werden.

Wie lästig wirkt da doch die reale Ungerechtigkeit des Kapitalismus, dessen Wohlstand immer wieder durch politische Kämpfe sozial verteilt werden muss, gegen die Reinheit der roten Lehre, deren Armut und Gewalt ohnehin nur andere betrifft! Selbst Margot Honecker hat in einem ihrer letzten Interviews in Chile, eine Flasche Coca-Cola in der Hand, grinsend prophezeit, der Sozialismus in Deutschland sei nicht tot und werde wiederkommen.
Wie recht sie hatte: Zombies sind nicht totzukriegen
Die Frage kann und muss man sich eigentlich wirklich stellen.. warum hat Deutschland eine fast naiv unkritische Haltung zur eigenen Vergangenheit wenn es um die DDR ihre Verbrechen im real existierenden Sozialimus geht ?
Geh mal nach Ostdeutschland und spreche die Leute auf den Unrechtsstaat DDR und dessen Verbrechen an. Enjoy your Krankenhausaufenthalt.

Die Leute haben es viel lieber, wenn Politiker aus Westdeutschland dorthin kommen, sich auf eine Simson setzen und die DDR-Seele streicheln
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 13:04
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:35 https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-ist.html


Sozialismus-Fantasien
Warum Deutschland nur noch im „Kampf gegen rechts“ spitze ist


Deutschland 2026 – der Sozialismus boomt: maßgeblich vorangetrieben von der Linken. Auf dem Weg zum klassenlosen Paradies auf Erden gelten der Partei viele Millionen Tote der Geschichte nur als Betriebsunfälle. Warum hält sich die fatale Ideologie?

Die vielleicht letzte Branche, in der Deutschland weltweit an der Spitze liegt, ist der „Kampf gegen rechts“. Im Land, das den Nationalsozialismus hervorbrachte, ist Wachsamkeit in der Tat geboten. Dennoch bleibt offen, was „rechts“ in den Augen der staatlich alimentierten Demokratieschützer meint. Rassisch begründete Kriegspolitik oder überwachte Grenzen? Braune Propaganda oder satirische Kritik an Politikern? Ausweisung von Migranten oder Angst vor Kriminalität? Börsengewinne oder privates Wohneigentum? Nur AfD oder bereits CDU und FDP? Und was noch kurioser ist in diesem diffusen Politsprech: Was bedeutet in diesem Kontext „links“?

Nutzlos, diese Frage etwa den „Omas gegen Rechts“ zu stellen. Ihre Aktivistinnen sind flink auf den Beinen, um Seniorentänze gegen so ziemlich alles aus der obigen Liste auf die Straßen zu tragen. Rechts ist, was die linken Meinungsführer dazu erklären. Bei so viel Geschützfeuer von links gibt es in Deutschland naturgemäß keine „Opas gegen Links“. Und auch keine staatliche Förderung, um das Erstarken linksradikaler Bewegungen zu stoppen.

An der Spitze des neolinken Booms steht die Partei Die Linke, die identisch ist mit der unseligen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, welche vier Jahrzehnte lang über die sowjetisch dominierte Osthälfte der Republik Unfreiheit und Unrecht, Folter und Mord, zerstörte Biografien, Bespitzelung und Alltagsgewalt gebracht hat.

Während die letzten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gerade sterben, ist es angebracht, die Erinnerung an ihre Leiden und das braune Unrecht zu fördern. Zeitzeugen und Opfer der sozialistischen Diktatur, die 1989 durch Pleite und Massenproteste unterging, gibt es jedoch noch jede Menge. Ob sie auch so denken wie die Galionsfigur von „Die Linke“, die noch in der DDR geborene Heidi Reichinnek, welche das Regime der SED kurzerhand zum verkehrten Sozialismus erklärt, mit dem ihre Genossen nichts im Sinn hätten.

In Wahrheit laufen solche semantischen Spielchen auf Geschichtsklitterung hinaus, und „Die Linke“ als notdürftig umbenannte Partei der Diktatur hat eine solche Geschichtsklitterung für ihren demokratischen Anstrich auch bitter nötig. Historisch haben Abschaffung der Marktwirtschaft, Übernahme der Ökonomie durch planwirtschaftliche Funktionäre, haben „Diktatur des Proletariats“ und Ausschaltung der Opposition – allesamt Grundbestandteile sozialistischer Utopie – nichts als Unglück über die Menschheit gebracht.

Das Argument, dass die untergegangene Utopie eben die falsche sei, und die künftige rote Morgensonne endlich die bessere Welt bescheine, müsste längst abgenutzt sein. Der wievielte Versuch, den Sozialismus einzuführen, sollte wohl gelingen? Meinen die deutschen Linksideologen, die inzwischen ihre Ideologie weit in anderen Parteien wie SPD, Grüne, BSW und sogar CDU verankert haben, eventuell die sozialistische Einparteiendiktatur in Venezuela?

Als Anfang Januar der Gewaltherrscher Nicolás Maduro von amerikanischen Elitesoldaten aus seinem verbunkerten Palast entführt und bald in den USA vor Gericht gestellt wurde, waren die antirechten Reflexe der linken Blase sogleich geweckt. In ganz Deutschland organisierte die Linke Demonstrationen gegen die Inhaftierung von „Präsident Maduro“. Dass er die Wahlen fälschte, Gegendemonstranten inhaftieren, foltern und töten ließ, dass sein Regime inzwischen ein Drittel aller Bürger durch Armut und Verfolgung ins Ausland vertrieben hat, dass das an Bodenschätzen reiche Land durch die sozialistische Diktatur verarmt ist, dass die gar nicht so soziale Einheitspartei zu einer mordenden Drogenmafia verkam – das alles stört die wackeren Kämpfer gegen rechts nicht weiter.

Blindheit für Mord und Unrecht ist bei Deutschlands Linken bewährte Tradition. Als Fidel Castro starb, weinte dem „Maximo Lider“, dem größten Führer, zum Beispiel Sahra Wagenknecht in einem Tweet warmherzige Fanpost hinterher. Auch Kubas Wirtschaft liegt heute in Trümmern. Während das Vermögen des Castro-Clans auf eine Milliarde Dollar geschätzt wird, suchen die Armen Kubas im Müll nach Essbarem.

Während linke Propaganda ab 1945 in Ostdeutschland Unfreiheit und Unterdrückung verherrlichte, ließ dieselbe ab 1949 im Westen und nach 1989 im ganzen Land immer nur die Opfer den Preis für die ideologischen Irrtümer, den Karrierismus der Funktionäre und die Verbrechen von Volksarmee und Staatssicherheit bezahlen. Sozialismus war stets hinter der Mauer und gerade darum so beliebt. Dass Millionen von verarmten Proleten zwischen Elbe und Pazifik in Mangelwirtschaft oder im Gulag darbten, war den Busenfreunden der kommunistischen Funktionärskaste schnurz.

Noch die mutigen Gewerkschafter der polnischen Solidarnosc galten linken Hardlinern im Westen als böse Störenfriede der roten Utopie. Denn mit marktwirtschaftlich gut unterfüttertem Sozialstaat und sicheren Gehältern, gern im Staatsdienst, im Rücken, ließen und lassen sich linke Ideologien von Völkerfreundschaft und Gerechtigkeit besonders kuschlig feiern.

Auch die modischen Linksextremen des 68er Revöltchens mussten nie den Preis für ihre ideologische Verblendung bezahlen – im Gegenteil. An den Lagerfeuern der Studentenprotestler, die oft genug direkt unters Schutzdach des verhassten Kapitalistenstaates strömten, werden die Parolen für übelste Menschenschinder wie Stalin und Mao, für Pol Pot und Enver Hoxha als Folklore nostalgisch verklärt.

Beim nächsten Mal klappt es bestimmt

Inzwischen, da die nationalsozialistischen Täter nicht mehr zu belangen sind, ist man zu Recht empört über bundesrepublikanische Karrieren wie die von Gehlen, Globke, Filbinger. Doch ein Winfried Kretschmann kann problemlos in Baden-Württemberg Landesvater spielen, nachdem er Maos und Pol Pots Hungertote und Killing Fields bejubelt hatte. Es gelten zwei Maßstäbe. Ein kommunistischer Säulenheiliger wie Bertolt Brecht pries im Zweiten Weltkrieg die Diktatur des Proletariats nicht im kalten und mörderischen Moskau, sondern in einer Villa in Kalifornien.

Niemand unter Deutschlands Linken findet die Stalin-Hymne des Fabrikantensohns Brecht anstößig; stattdessen sollte erst jüngst in München auf linke Initiative ein Straßenname des von der Gestapo überwachten Nazigegners Erich Kästner getilgt werden, weil der es gewagt hatte, nach 1933 nicht aus Deutschland zu emigrieren. Ein Philosoph wie Jean-Paul Sartre wurde durch seinen Besuch im Knast bei Andreas Baader eher sexy.

Und auch die kirchlich engagierte Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zeigt ihre Solidarität mit dem linken Terror der „Hammerbande“ beim Gefängnisbesuch in Budapest, ohne sich mit den Opfern der Schläger unnötig empathisch abzumühen.

Ein rechtes Verbrechen wäre es demnach, unter den Nationalsozialisten überhaupt existiert zu haben. Kein linkes Verbrechen ist es jedoch, Terror zu verherrlichen und über die Leichen von vielen Millionen Ermordeten im Namen des Sozialismus strahlend dahinzumarschieren.

Ein Grund für dieses Unrecht liegt in einem abgenutzten, doch noch funktionierenden Gedankenspiel: Der Sozialismus weist in die Zukunft, der Nationalsozialismus in die Vergangenheit. Letzteres stimmt. Zu Recht werden die Millionen Toten Hitlers, die Hunderttausenden von Ermordeten und Gefolterten unter Franco und Salazar als Blutzeugen einer rassistischen Ideologie gesehen, die ihre Völker obendrein noch in Zerstörung, Armut, Rückständigkeit getrieben haben.

Doch geschieht dasselbe in Venezuela, Nordkorea, Sowjetrussland, dann sind in linker Perspektive die zahllosen Toten verbucht als Betriebsunfälle beim Aufbau der klassenlosen Gesellschaft: schade, aber unumgänglich. Sozialismus funktioniert einzig als Utopie. Beim nächsten Mal, so denkt wohl auch Heidi Reichinnek, wird es klappen mit dem linken Paradies auf Erden. Diese zynische Argumentation macht linke Ideologie, obwohl sie immer wieder blutig scheitert, immun dagegen, mit historischen Argumenten widerlegt zu werden.

Wie lästig wirkt da doch die reale Ungerechtigkeit des Kapitalismus, dessen Wohlstand immer wieder durch politische Kämpfe sozial verteilt werden muss, gegen die Reinheit der roten Lehre, deren Armut und Gewalt ohnehin nur andere betrifft! Selbst Margot Honecker hat in einem ihrer letzten Interviews in Chile, eine Flasche Coca-Cola in der Hand, grinsend prophezeit, der Sozialismus in Deutschland sei nicht tot und werde wiederkommen.
Wie recht sie hatte: Zombies sind nicht totzukriegen
Die Frage kann und muss man sich eigentlich wirklich stellen.. warum hat Deutschland eine fast naiv unkritische Haltung zur eigenen Vergangenheit wenn es um die DDR ihre Verbrechen im real existierenden Sozialimus geht ?
Geh mal nach Ostdeutschland und spreche die Leute auf den Unrechtsstaat DDR und dessen Verbrechen an. Enjoy your Krankenhausaufenthalt.

Die Leute haben es viel lieber, wenn Politiker aus Westdeutschland dorthin kommen, sich auf eine Simson setzen und die DDR-Seele streicheln
Ist das wieder diese anekdotische Evidenz ?
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 13:34
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 13:04
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:35 https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-ist.html





Die Frage kann und muss man sich eigentlich wirklich stellen.. warum hat Deutschland eine fast naiv unkritische Haltung zur eigenen Vergangenheit wenn es um die DDR ihre Verbrechen im real existierenden Sozialimus geht ?
Geh mal nach Ostdeutschland und spreche die Leute auf den Unrechtsstaat DDR und dessen Verbrechen an. Enjoy your Krankenhausaufenthalt.

Die Leute haben es viel lieber, wenn Politiker aus Westdeutschland dorthin kommen, sich auf eine Simson setzen und die DDR-Seele streicheln
Ist das wieder diese anekdotische Evidenz ?
Wie immer hier im Thread
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Shivus
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Uffff. :guenni:

https://archive.ph/h2UcQ

Selten erlebt man Schauspieler so sichtlich geschockt wie an diesem denkwürdigen Abend. Ole Lagerpusch steht der Schreck beim Schlussapplaus noch ins Gesicht geschrieben, dabei hätte man ihm für seine Rolle einen Orden verleihen müssen – für besondere Tapferkeit an der Theaterfront. Ganz allein stellt er sich auf die Bühne des Bochumer Schauspielhauses und spielt einen Faschisten. Doch das Publikum, durch das Feindbild getriggert, spielt nicht mehr mit. Zwei Zuschauer stürmen die Bühne und gehen Lagerpusch tätlich an, wollen ihn von der Bühne zerren. Ein Skandal.

Worum es geht, ist schnell erklärt. Auf dem portugiesischen Land trifft sich eine Familie. Jahr für Jahr pflegen sie das Ritual, einen politischen Gegner zu fangen und hinzurichten. Wie man sie auch immer nennt – Nationalisten, Populisten, extreme oder radikale Rechte –, hier heißen sie kurz: Faschisten. Seit über 70 Jahren gibt es den grausigen Brauch, seit der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia im Jahre 1954 durch die Schergen des Salazar-Regimes. Deswegen nennen sich die Mitglieder der Familie, sobald sie töten, alle Catarina

Doch noch sitzt der gefangene und gefesselte Faschist wortlos in der Mitte der Familie, die nun ein Problem hat. Die jüngste Tochter ist an der Reihe, den Mann zu töten, doch sie weigert sich. „Verrätertochter“, sagt die Mutter. Es folgt das ganze Repertoire der Rechtfertigungen: Keine Toleranz der Intoleranz! Böses tun, um Gutes zu bewirken! Wehret den Anfängen! Doch die Tochter bleibt hart. Die Sache eskaliert, bis sich die linke Familie gegenseitig über den Haufen schießt. Und jetzt kommt der Auftritt des gefangenen Faschisten, der das Publikum zum Toben bringt.

Mit sanfter Stimme beginnt Lagerpusch von Freiheit zu sprechen, von der Zukunft des Landes. Bald schon geht es gegen Minderheiten und Eliten. Alles Weitere ist kaum zu verstehen, weil einige Zuschauer laut „Aufhören!“, „Nazis raus!“ und „Halt die Fresse!“ schreien. Aber auch: „Wer schießt?!“ Andere flüchten aus dem Saal, lachen pikiert oder schweigen betreten. Als der Schauspieler auf offener Bühne attackiert wird, geht das Ensemble gerade noch dazwischen. Es wirkt, als ringe Lagerpusch mit sich, überhaupt noch weiterzuspielen. Dann kommt eine junge Frau nach vorne und wirft eine Orange auf den Schauspieler. Es gibt zustimmenden Applaus im Saal. Niemand protestiert.

Beobachtet man das Publikum anschließend beim Rotweintrinken auf der Premierenfeier, gerät man ins Grübeln: Sind das wirklich dieselben Leute, die sich gerade noch in Rage geschrien haben? Die applaudierten, als ein Schauspieler beleidigt und attackiert wurde? Ob man sich wenigstens in den Catarinas wiedererkennt? In den albernen historischen Kostümen, die man sich bei Bedarf überwirft? In den grotesken Ritualen und Reflexen, die man pflegt? Letztlich in der Selbstenthemmung und dem Wunsch nach symbolischer Auslöschung bei sonstiger politischer Enthaltsamkeit?

Völlig irre. Diese Bubble wird einfach immer gewaltbereiter, jetzt sind nichtmal mehr Schauspieler im Theater sicher? Top
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Abraxas
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Registriert: 3. Mai 2025, 14:35

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 13:04
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:35 https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-ist.html


Sozialismus-Fantasien
Warum Deutschland nur noch im „Kampf gegen rechts“ spitze ist


Deutschland 2026 – der Sozialismus boomt: maßgeblich vorangetrieben von der Linken. Auf dem Weg zum klassenlosen Paradies auf Erden gelten der Partei viele Millionen Tote der Geschichte nur als Betriebsunfälle. Warum hält sich die fatale Ideologie?

Die vielleicht letzte Branche, in der Deutschland weltweit an der Spitze liegt, ist der „Kampf gegen rechts“. Im Land, das den Nationalsozialismus hervorbrachte, ist Wachsamkeit in der Tat geboten. Dennoch bleibt offen, was „rechts“ in den Augen der staatlich alimentierten Demokratieschützer meint. Rassisch begründete Kriegspolitik oder überwachte Grenzen? Braune Propaganda oder satirische Kritik an Politikern? Ausweisung von Migranten oder Angst vor Kriminalität? Börsengewinne oder privates Wohneigentum? Nur AfD oder bereits CDU und FDP? Und was noch kurioser ist in diesem diffusen Politsprech: Was bedeutet in diesem Kontext „links“?

Nutzlos, diese Frage etwa den „Omas gegen Rechts“ zu stellen. Ihre Aktivistinnen sind flink auf den Beinen, um Seniorentänze gegen so ziemlich alles aus der obigen Liste auf die Straßen zu tragen. Rechts ist, was die linken Meinungsführer dazu erklären. Bei so viel Geschützfeuer von links gibt es in Deutschland naturgemäß keine „Opas gegen Links“. Und auch keine staatliche Förderung, um das Erstarken linksradikaler Bewegungen zu stoppen.

An der Spitze des neolinken Booms steht die Partei Die Linke, die identisch ist mit der unseligen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, welche vier Jahrzehnte lang über die sowjetisch dominierte Osthälfte der Republik Unfreiheit und Unrecht, Folter und Mord, zerstörte Biografien, Bespitzelung und Alltagsgewalt gebracht hat.

Während die letzten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gerade sterben, ist es angebracht, die Erinnerung an ihre Leiden und das braune Unrecht zu fördern. Zeitzeugen und Opfer der sozialistischen Diktatur, die 1989 durch Pleite und Massenproteste unterging, gibt es jedoch noch jede Menge. Ob sie auch so denken wie die Galionsfigur von „Die Linke“, die noch in der DDR geborene Heidi Reichinnek, welche das Regime der SED kurzerhand zum verkehrten Sozialismus erklärt, mit dem ihre Genossen nichts im Sinn hätten.

In Wahrheit laufen solche semantischen Spielchen auf Geschichtsklitterung hinaus, und „Die Linke“ als notdürftig umbenannte Partei der Diktatur hat eine solche Geschichtsklitterung für ihren demokratischen Anstrich auch bitter nötig. Historisch haben Abschaffung der Marktwirtschaft, Übernahme der Ökonomie durch planwirtschaftliche Funktionäre, haben „Diktatur des Proletariats“ und Ausschaltung der Opposition – allesamt Grundbestandteile sozialistischer Utopie – nichts als Unglück über die Menschheit gebracht.

Das Argument, dass die untergegangene Utopie eben die falsche sei, und die künftige rote Morgensonne endlich die bessere Welt bescheine, müsste längst abgenutzt sein. Der wievielte Versuch, den Sozialismus einzuführen, sollte wohl gelingen? Meinen die deutschen Linksideologen, die inzwischen ihre Ideologie weit in anderen Parteien wie SPD, Grüne, BSW und sogar CDU verankert haben, eventuell die sozialistische Einparteiendiktatur in Venezuela?

Als Anfang Januar der Gewaltherrscher Nicolás Maduro von amerikanischen Elitesoldaten aus seinem verbunkerten Palast entführt und bald in den USA vor Gericht gestellt wurde, waren die antirechten Reflexe der linken Blase sogleich geweckt. In ganz Deutschland organisierte die Linke Demonstrationen gegen die Inhaftierung von „Präsident Maduro“. Dass er die Wahlen fälschte, Gegendemonstranten inhaftieren, foltern und töten ließ, dass sein Regime inzwischen ein Drittel aller Bürger durch Armut und Verfolgung ins Ausland vertrieben hat, dass das an Bodenschätzen reiche Land durch die sozialistische Diktatur verarmt ist, dass die gar nicht so soziale Einheitspartei zu einer mordenden Drogenmafia verkam – das alles stört die wackeren Kämpfer gegen rechts nicht weiter.

Blindheit für Mord und Unrecht ist bei Deutschlands Linken bewährte Tradition. Als Fidel Castro starb, weinte dem „Maximo Lider“, dem größten Führer, zum Beispiel Sahra Wagenknecht in einem Tweet warmherzige Fanpost hinterher. Auch Kubas Wirtschaft liegt heute in Trümmern. Während das Vermögen des Castro-Clans auf eine Milliarde Dollar geschätzt wird, suchen die Armen Kubas im Müll nach Essbarem.

Während linke Propaganda ab 1945 in Ostdeutschland Unfreiheit und Unterdrückung verherrlichte, ließ dieselbe ab 1949 im Westen und nach 1989 im ganzen Land immer nur die Opfer den Preis für die ideologischen Irrtümer, den Karrierismus der Funktionäre und die Verbrechen von Volksarmee und Staatssicherheit bezahlen. Sozialismus war stets hinter der Mauer und gerade darum so beliebt. Dass Millionen von verarmten Proleten zwischen Elbe und Pazifik in Mangelwirtschaft oder im Gulag darbten, war den Busenfreunden der kommunistischen Funktionärskaste schnurz.

Noch die mutigen Gewerkschafter der polnischen Solidarnosc galten linken Hardlinern im Westen als böse Störenfriede der roten Utopie. Denn mit marktwirtschaftlich gut unterfüttertem Sozialstaat und sicheren Gehältern, gern im Staatsdienst, im Rücken, ließen und lassen sich linke Ideologien von Völkerfreundschaft und Gerechtigkeit besonders kuschlig feiern.

Auch die modischen Linksextremen des 68er Revöltchens mussten nie den Preis für ihre ideologische Verblendung bezahlen – im Gegenteil. An den Lagerfeuern der Studentenprotestler, die oft genug direkt unters Schutzdach des verhassten Kapitalistenstaates strömten, werden die Parolen für übelste Menschenschinder wie Stalin und Mao, für Pol Pot und Enver Hoxha als Folklore nostalgisch verklärt.

Beim nächsten Mal klappt es bestimmt

Inzwischen, da die nationalsozialistischen Täter nicht mehr zu belangen sind, ist man zu Recht empört über bundesrepublikanische Karrieren wie die von Gehlen, Globke, Filbinger. Doch ein Winfried Kretschmann kann problemlos in Baden-Württemberg Landesvater spielen, nachdem er Maos und Pol Pots Hungertote und Killing Fields bejubelt hatte. Es gelten zwei Maßstäbe. Ein kommunistischer Säulenheiliger wie Bertolt Brecht pries im Zweiten Weltkrieg die Diktatur des Proletariats nicht im kalten und mörderischen Moskau, sondern in einer Villa in Kalifornien.

Niemand unter Deutschlands Linken findet die Stalin-Hymne des Fabrikantensohns Brecht anstößig; stattdessen sollte erst jüngst in München auf linke Initiative ein Straßenname des von der Gestapo überwachten Nazigegners Erich Kästner getilgt werden, weil der es gewagt hatte, nach 1933 nicht aus Deutschland zu emigrieren. Ein Philosoph wie Jean-Paul Sartre wurde durch seinen Besuch im Knast bei Andreas Baader eher sexy.

Und auch die kirchlich engagierte Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zeigt ihre Solidarität mit dem linken Terror der „Hammerbande“ beim Gefängnisbesuch in Budapest, ohne sich mit den Opfern der Schläger unnötig empathisch abzumühen.

Ein rechtes Verbrechen wäre es demnach, unter den Nationalsozialisten überhaupt existiert zu haben. Kein linkes Verbrechen ist es jedoch, Terror zu verherrlichen und über die Leichen von vielen Millionen Ermordeten im Namen des Sozialismus strahlend dahinzumarschieren.

Ein Grund für dieses Unrecht liegt in einem abgenutzten, doch noch funktionierenden Gedankenspiel: Der Sozialismus weist in die Zukunft, der Nationalsozialismus in die Vergangenheit. Letzteres stimmt. Zu Recht werden die Millionen Toten Hitlers, die Hunderttausenden von Ermordeten und Gefolterten unter Franco und Salazar als Blutzeugen einer rassistischen Ideologie gesehen, die ihre Völker obendrein noch in Zerstörung, Armut, Rückständigkeit getrieben haben.

Doch geschieht dasselbe in Venezuela, Nordkorea, Sowjetrussland, dann sind in linker Perspektive die zahllosen Toten verbucht als Betriebsunfälle beim Aufbau der klassenlosen Gesellschaft: schade, aber unumgänglich. Sozialismus funktioniert einzig als Utopie. Beim nächsten Mal, so denkt wohl auch Heidi Reichinnek, wird es klappen mit dem linken Paradies auf Erden. Diese zynische Argumentation macht linke Ideologie, obwohl sie immer wieder blutig scheitert, immun dagegen, mit historischen Argumenten widerlegt zu werden.

Wie lästig wirkt da doch die reale Ungerechtigkeit des Kapitalismus, dessen Wohlstand immer wieder durch politische Kämpfe sozial verteilt werden muss, gegen die Reinheit der roten Lehre, deren Armut und Gewalt ohnehin nur andere betrifft! Selbst Margot Honecker hat in einem ihrer letzten Interviews in Chile, eine Flasche Coca-Cola in der Hand, grinsend prophezeit, der Sozialismus in Deutschland sei nicht tot und werde wiederkommen.
Wie recht sie hatte: Zombies sind nicht totzukriegen
Die Frage kann und muss man sich eigentlich wirklich stellen.. warum hat Deutschland eine fast naiv unkritische Haltung zur eigenen Vergangenheit wenn es um die DDR ihre Verbrechen im real existierenden Sozialimus geht ?
Geh mal nach Ostdeutschland und spreche die Leute auf den Unrechtsstaat DDR und dessen Verbrechen an. Enjoy your Krankenhausaufenthalt.

Die Leute haben es viel lieber, wenn Politiker aus Westdeutschland dorthin kommen, sich auf eine Simson setzen und die DDR-Seele streicheln
Es gibt natürlich Leute die das verklären, aber oft hat es auch andere Gründe:

Warum sollte ein x-beliebiger Passant, der gar nichts dazu beigetragen hat, dazu berechtigt sein, ein Bekenntnis, Dankbarkeit und eine Distanzierung von dir einzufordern. Geh brav apportiereren, Hundi. Das ist der gleiche Chauvinismus, der es gestattet hat, dass Polen noch vor 10-20 Jahren alle wahlweise Prostituierte oder Autodiebe waren.
Systemischer Überlegenheitsdünkel.

Die eifrigsten Anwürfe kommen dann häufig noch von Leuten, die nach eigenem Bekunden im besten Deutschland aller Zeiten leben und Kritiker mit Gummiparagraphen a la "Hass und Hetze" gern einkasernieren würden. Albern.

Zudem wirkt es oft wie eine Entwertung der eigenen Vergangenheit. "Du kannst dort nicht auch mal einen guten Tag/ eine gute Erinnerung gehabt haben, denn es war eine Diktatur".
Als ob der unpolitische 0815 Dödel, der die Bekenntnisse und plumpe DDR Propaganda oberflächlich mit heruntergerasselt hat, nicht auch als Jugendlicher mit dem Moped herumgefahren ist, Mädels beim "Tanz" kennengelernt hat, Musik gehört hat und besoffen (Alk zur Sedierung gab es immer, dafür wurde staatlicherseits gesorgt!) mit den Kumpels Quatsch gemacht hat. Eine Familie gegründet hat etc..

Von zugewanderten Afrikanern und Co verlangt das seltsamerweise niemand. "Was ist das nur für ein Shithole wo du herkommst, nichtmal Strom habt ihr, Handy am Generator gegen Geld laden lol. Und die korrupte Bande an der Spitze versorgt nur ihren eigenen Clan. Distanziere dich jetzt auf der Stelle".

Wenn man normal mit den Leuten spricht und sich ernsthaft und ohne Dünkel darüber unterhält, dann kommt von den meisten (außer ein paar Unverbesserlichen) natürlich Kritik an der DDR.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Abraxas hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 14:10
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 13:04
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 12:35 https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-ist.html





Die Frage kann und muss man sich eigentlich wirklich stellen.. warum hat Deutschland eine fast naiv unkritische Haltung zur eigenen Vergangenheit wenn es um die DDR ihre Verbrechen im real existierenden Sozialimus geht ?
Geh mal nach Ostdeutschland und spreche die Leute auf den Unrechtsstaat DDR und dessen Verbrechen an. Enjoy your Krankenhausaufenthalt.

Die Leute haben es viel lieber, wenn Politiker aus Westdeutschland dorthin kommen, sich auf eine Simson setzen und die DDR-Seele streicheln
Es gibt natürlich Leute die das verklären, aber oft hat es auch andere Gründe:

Warum sollte ein x-beliebiger Passant, der gar nichts dazu beigetragen hat, dazu berechtigt sein, ein Bekenntnis, Dankbarkeit und eine Distanzierung von dir einzufordern. Geh brav apportiereren, Hundi. Das ist der gleiche Chauvinismus, der es gestattet hat, dass Polen noch vor 10-20 Jahren alle wahlweise Prostituierte oder Autodiebe waren.
Systemischer Überlegenheitsdünkel.

Die eifrigsten Anwürfe kommen dann häufig noch von Leuten, die nach eigenem Bekunden im besten Deutschland aller Zeiten leben und Kritiker mit Gummiparagraphen a la "Hass und Hetze" gern einkasernieren würden. Albern.

Zudem wirkt es oft wie eine Entwertung der eigenen Vergangenheit. "Du kannst dort nicht auch mal einen guten Tag/ eine gute Erinnerung gehabt haben, denn es war eine Diktatur".
Als ob der unpolitische 0815 Dödel, der die Bekenntnisse und plumpe DDR Propaganda oberflächlich mit heruntergerasselt hat, nicht auch als Jugendlicher mit dem Moped herumgefahren ist, Mädels beim "Tanz" kennengelernt hat, Musik gehört hat und besoffen (Alk zur Sedierung gab es immer, dafür wurde staatlicherseits gesorgt!) mit den Kumpels Quatsch gemacht hat. Eine Familie gegründet hat etc..

Von zugewanderten Afrikanern und Co verlangt das seltsamerweise niemand. "Was ist das nur für ein Shithole wo du herkommst, nichtmal Strom habt ihr, Handy am Generator gegen Geld laden lol. Und die korrupte Bande an der Spitze versorgt nur ihren eigenen Clan. Distanziere dich jetzt auf der Stelle".

Wenn man normal mit den Leuten spricht und sich ernsthaft und ohne Dünkel darüber unterhält, dann kommt von den meisten (außer ein paar Unverbesserlichen) natürlich Kritik an der DDR.
Viele haben halt das "Gefühl" dass es ihnen früher in der DDR besser ging. Kennt man ja, früher war alles besser, heute ist alles kacke. Aber ist im Endeffekt ja auch egal, jeder kann ja seine eigene Meinung dazu haben und sein Leben danach ausrichten.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Super Kommentar von Ulf Poschardt zur linken "Kultur"-Bubble im Allgemeinen und zur Berlinale im Besonderen:

https://www.welt.de/debatte/plus699c22e ... alten.html
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Abraxas
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Konservativer Hoffnungsträger verbreitet urban legends und füttert Egos, die eh schon viel zu groß sind:

Zumal man die Migration aus der Türkei gar nicht wollte und bereits damals Probleme wegen der kulturellen Ferne befürchtete, diese aber aufgedrückt bekam, damit die USA Raketen in der Türkei stationieren durften. :up:

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Flammendes Plädoyer: CDU-Generalsekretär Linnemann führt auf dem Parteitag Vorteile der Migration für den Arbeitsmarkt aus – und nennt das Wirtschaftswunder als Beleg. Damit tappt er in dieselbe Denkfalle wie zuvor Außenminister Wadephul.
In Wirklichkeit hatten die seinerzeit „Gastarbeiter“ genannten Migranten auf Zeit vor allem aus Italien, Spanien und Griechenland seit 1955 höchstens einen winzig kleinen, kaum quantifizierbaren Anteil am sensationellen Aufstieg der westdeutschen Wirtschaft in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren. Das folgt allein aus den unbestrittenen Zahlen beispielsweise des Statistischen Bundesamtes.
Mit Migranten – sei es aus Südeuropa, sei es aus der Türkei – allerdings hatte dieser Aufschwung praktisch nichts zu tun. Das Anwerbeabkommen mit dem südöstlichen Nato-Partnerland trat ohnehin erst 1961 in Kraft; die Zahl der Türken in Deutschland stieg dann von 15.138 zum 30. Juni 1962 auf 212.951 sieben Jahre später. All diese Daten sind im Prinzip aus Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen im Bundestag oder aus den Jahrbüchern der Statistischen Bundesamtes zu ermitteln.
ric505
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Roidrage bei der Bild :-)

https://m.bild.de/politik/inland/ein-wu ... 724fddff22
Raus mit diesem Stütze-Schmarotzer!
:-)
Leute, streicht die Stütze, dann tanzt der schon von selber an! Stütze streichen? Geht ja nicht.
Spätestens hier fliegen Otto Normaldenker die Nieten aus dem Gedulds-Kessel! Und jedem Einzelnen in dieser staatlichen Versager-Kette müsste jetzt die Schamesröte ins Gesicht steigen. Aber offensichtlich reicht das noch nicht, um den dreisten Bosnier mit Sack und Pack abzuschieben. Die deutsche Hängematte – geflochten aus unreißbaren Geduldsfäden. Oder doch nur aus den Untätigkeits-Spinnweben eines bräsig faulen Staates?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

ric505 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 15:49 Roidrage bei der Bild :-)

https://m.bild.de/politik/inland/ein-wu ... 724fddff22
Raus mit diesem Stütze-Schmarotzer!
:-)
Leute, streicht die Stütze, dann tanzt der schon von selber an! Stütze streichen? Geht ja nicht.
Spätestens hier fliegen Otto Normaldenker die Nieten aus dem Gedulds-Kessel! Und jedem Einzelnen in dieser staatlichen Versager-Kette müsste jetzt die Schamesröte ins Gesicht steigen. Aber offensichtlich reicht das noch nicht, um den dreisten Bosnier mit Sack und Pack abzuschieben. Die deutsche Hängematte – geflochten aus unreißbaren Geduldsfäden. Oder doch nur aus den Untätigkeits-Spinnweben eines bräsig faulen Staates?
Der Typ heißt halt einfach mal Huso.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 16:14
ric505 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 15:49 Roidrage bei der Bild :-)

https://m.bild.de/politik/inland/ein-wu ... 724fddff22
Raus mit diesem Stütze-Schmarotzer!
:-)
Leute, streicht die Stütze, dann tanzt der schon von selber an! Stütze streichen? Geht ja nicht.
Spätestens hier fliegen Otto Normaldenker die Nieten aus dem Gedulds-Kessel! Und jedem Einzelnen in dieser staatlichen Versager-Kette müsste jetzt die Schamesröte ins Gesicht steigen. Aber offensichtlich reicht das noch nicht, um den dreisten Bosnier mit Sack und Pack abzuschieben. Die deutsche Hängematte – geflochten aus unreißbaren Geduldsfäden. Oder doch nur aus den Untätigkeits-Spinnweben eines bräsig faulen Staates?
Der Typ heißt halt einfach mal Huso.
Habe erst gedacht Bild würde den einfach stumpf "Huso" nennen als Beleidigung, war kurzzeitig verwirrt und begeistert zugleich :guenni:
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

.dnl hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 16:21
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 16:14
ric505 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren23. Feb 2026, 15:49 Roidrage bei der Bild :-)

https://m.bild.de/politik/inland/ein-wu ... 724fddff22



:-)

Der Typ heißt halt einfach mal Huso.
Habe erst gedacht Bild würde den einfach stumpf "Huso" nennen als Beleidigung, war kurzzeitig verwirrt und begeistert zugleich :guenni:
Lieber nur so heißen als einer sein :-)
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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