Mitstreiter hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Jan 2026, 08:49
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren13. Jan 2026, 07:44
Auch da kannst du zum Start/Ende des Trainings etwas auflockern, aber es wird eben auch richtig gearbeitet ohne Rücksicht darauf, was jetzt Athlet A oder B mehr Spaß macht.
Und du glaubst ja wohl selbst nicht, dass - wenn Kloppo oder Guardiola eine Schwäche feststellen - sie sich weigern das Nötige zu tun, um diese abzustellen, da die notwendige Trainingsform weniger Spaß macht.
die größten Spieler haben Trainer zu Fall gebracht, weil denen im Training oder Spiel die Freude genommen wurde. Egal ob das dem Erfolg dienen sollte.
Der Spaß und die Freude am Spiel war höher angesiedelt.
Messi bei Barca,
Ronaldo bei Real
Pogba bei ManU
Neymar bei Paris
Mbappé bei Paris,
Zidane bei Real (als Spieler)
Hazard bei Chelsea
Ronaldinho bei mehreren Clubs
Das wird jetzt sehr, sehr Offtopic - gerne verschieben bei Bedarf.
Bist du der Meinung, die genannten SPieler haben dem Mannschaftserfolg damit etwas Gutes getan? Und mal darüber nachgedacht, dass dieses Verhalten etwas mit der sehr spezifischen Umwelt im Fußball zu tun hat, die jungen, unreifen (und teilweise auch nicht unbedingt klugen) Menschen suggeriert (und dies durch Überweisung absurder monatlicher Beträge unterstreicht), sie seien tatsächlich etwas Besonderes? Schau dich mal in Sportarten um, in denen die Athleten noch in meiner mehr oder weniger "normalen" Welt leben:
Ich weiß es zufälligerweise für's Gewichtheben aus zuverlässigen Quellen: Spitzenathleten wie ein Marc Huster, Ronny Weller oder später Matthias Steiner (alle Olympiamedaillengewinner und Weltmeister) haben ihre gesamte Vorbereitung über mehrere Monate von den Trainern, in Zusammenarbeit u.a. mit Wissenschaftlern vom IAT, geplant bekommen. Und das beinhaltete nicht nur jede Wiederholung, sondern auch das komplette sonstige Leben - wieviel Einheiten pro Tag, wann ins Trainingslager, bei welchem Trainingsstützpunkt, Ernährung, Physio, usw. Natürlich gab es da regelmäßige Gespräche zwischen Coach und Athlet und wenn Bedarf für Reduzierungen im Training bestand, wurde das umgesetzt. Aber "diese Trainingsform macht mir keinen Spaß" war dort keine relevante Kategorie (wäre aber sicher witzig geworden bei einem überwiegend in der DDR sozialisierten Trainerstab). Ergebnis war, dass die Leute allesamt extrem viel aus ihren Möglichkeiten gemacht haben.
Was ich nur aus Medien weiß, aber was denke ich dennoch recht anschaulich ist: Schau dir Leute wie Oliver Zeidler, Francesco Friedrich, Lukas Märtens, etc. an (allesamt Olympiasieger), wie die sich zu Training, wissenschaftlicher Unterstützung und Disziplin äußern. Und das ist nur die SPitze des Eisbergs - Athleten, die vllt "nur" 10. bei Olympia wurden, sind in der Regel nicht weniger fokussiert, diszipliniert und respektvoll gegenüber Trainern, Trainingsmethodik und wissenschaftlicher Unterstützung.
Auch wenn man auf das extrem erfolgreiche Sportsystem der DDR schaut, kann man einige Schlüsse ziehen: Ja, es wurden dort in unmoralischer Weise leistungssteigernde Substanzen verwendet - das war zu der Zeit aber weder im Osten noch im Westen ein Alleinstellungsmerkmal. Was gab es aber noch für Erfolgsgeheimnisse? Das waren neben einer entsprechenden Talentsichtung (=>genetisches Potenzial berücksichtigen und nicht blauäugig sein) die wissenschaftlich unterstützten Trainingsformen und eine hohe Disziplin der Athleten (nicht nur Spaß entscheidend). Die Sowjetunion und insbesondere DDR haben die wissenschaftliche Unterstützung im Leistungssport auf ein neues Niveau gehoben und hieraus einen großen Teil der sportlichen Erfolge gezogen. Seitdem ist dies Standard im Leistungssport. Ich denke nicht, dass man 1:1 ein DDR-Sportsystem reloaded braucht, aber es sollte klar sein, wie wichtig Faktoren wie wissenschaftliche Trainingsmethodik, ganzheitliche Betreuung und Disziplin sind, wenn es darum geht, an die absolute Spitze zu kommen. Nur einige Pumper-Genies meinen, so etwas sei alles Kokolores, "old school" und emotional begründete Trainingsgestaltung der einzig wahre Schlüssel zum Erfolg.
Naja...