hier folgt ein viel zu langer text mit anlassbezogenen überlegungen
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Mal so generelle Überlegungen dazu:
Die Frage ist (für mich so ein bißchen), was das Ziel ist. Das Emir nicht die Verkaufsmaschine ist und sein Code zum Glühen gebracht wird, wurde in der Vergangenheit zumindest in öffentlichen Podcasts immer mal wieder von Dritten behauptet. Wir nehmen mal lebensnah an, dass da was Wahres dran ist. Generell finde ich die Code-Geschichte bei Bodybuildern schwierig. Rabattcodes messen einen unmittelbar zurechenbaren Teil des Vertriebserfolgs. Über den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert eines Athleten als Markenbotschafter sagen sie nur begrenzt etwas aus.
Dann wäre im nächsten Schritt die Frage, warum ich Bodybuilder ins Haus hole. Das ergibt eigentlich (aus meiner Sicht) nur Sinn, wenn ich die Zielgruppe abholen will. In der Regel läuft es da ja darauf hinaus, der Konkurrenz Wasser abzugraben (Bodybuilder müssen ja per se nicht als Zielgruppe erschlossen werden, die kaufen bereits total viel Kram und sind gleichzeitig ja (aus Unternehmersicht) eher preissensibel. Apothekenpreise sind da schwer an den Kunden zu bringen). Bleibt also eher Markenimage und/oder Konkurrenz Wasser abgraben (etwas überspitzt formuliert).
Über die Jahre gab es immer wieder Marken, die sich als "für Bodybuilder" präsentiert haben, wobei die "Werbeoffensiven" ja offenbar auch immer schnell Excel-Tabellen in der Buchhaltung wichen. Sei es All Stars, Weider, GN, ESN in gewissem Maße, NP, BigZone in gewissem Maße oder zuletzt GEN über die vergangenen Jahre in Deutschland. Die zum Teil lauten "Bodybuildingliebe"-Bekundungen hatten in der Regel kurze Haltbarkeitsdaten. Das mein ich auch nur nüchtern feststellend, ohne das irgendwie bewerten zu wollen. Letztlich ist das Thema "Bodybuilding-Marke-Image" bzw. "street credibility" bei Bodybuildern aber eines, was man nicht in Codes messen kann und das vllt in gewissem Maße auch in Luxus ist, den man sich leisten können muss. Ich red nicht davon, dass das n Minusgeschäft ist/sein muss, aber wenn ich den Umsatz nach oben treiben oder kaufwilliges Publikum aquerieren will, sind andere Wege sinnvoller (und das Spiel hat nicht nur More durchgespielt, mir fällt da mindestens noch eine weitere Marke ein, die letztlich n ähnlichen Weg ging nur nicht "mopsige Mädels" (Zitat, nicht meine Wortwahl) als Ziel hatte). - Dass eine relativ gesehen kleine Marke das plötzlich erfolgreich mit einem einzelnen Athleten (der nun auch nicht everybodys darling ist) diesen Weg des "Bodybuildingmarke-sein" sinnvoll bestreitet, fehlt mir die Fantasie. Zumindest nicht "im großen Stil".
Vllt rechnet es sich am Ende, mit einem sehr guten Athleten ein paar neue Kunden zu aquirieren. Aber der Grenznutzen (drei Emirs bringen nicht dreimal so viel neuen Nutzen), wenn es nur um Zahlen in einer Excel-Datei geht, dürfte begrenzt sein.