Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Kontakte

Ihr habt Fragen zu eurer Diät oder braucht Tipps zum Abnehmen?
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Lounger
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Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Kontakte

Liebe Community,

ich würde heute gerne mit euch über ein Thema sprechen, das wahrscheinlich jeder kennt, der schon einmal ernsthaft Diät gemacht hat.

Es geht um die etwas traurige Realität, wenn man als durchschnittlicher Natural-Athlet versucht, seinen Körperfettanteil in Richtung 10 % zu bringen, um diesen ästhetischen, leanen und durchdefinierten Look zu erreichen, der in meinen Augen einfach großartig aussieht.

Gleichzeitig bringt dieser niedrige Körperfettanteil aber auch einen kleinen Nachteil mit sich: Durch den Verlust von Körperfett verliert man eben nicht nur das Fett am Bauch oder an den Hüften. Dieses Fett hat – solange nicht übermäßig viel davon vorhanden ist – auch dazu beigetragen, dem Körper zusätzliches Volumen zu geben und die Muskulatur etwas voller wirken zu lassen.

Und genau deshalb kann man paradoxerweise mit sinkendem Körperfettanteil definierter, aber gleichzeitig auch schmaler und weniger massiv aussehen.

Genau das macht mir aktuell ehrlich gesagt etwas zu schaffen.

Ich würde meinen Körperfettanteil mittlerweile irgendwo bei vielleicht 13 bis 14 % einschätzen, bin damit aber noch nicht wirklich zufrieden und möchte eigentlich noch weiter runter. Gerade die untere Brust ist so der bereich, der sehr lange bei mir brauch um lean zu werden.

Und genau jetzt kommen langsam die ersten Kommentare von außen:

„Mit etwas mehr Fett sah das besser aus.“

„Dein Gesicht wirkt ja auf einmal so dünn.“

Oder teilweise sogar: „Wo sind denn deine Muskeln hin?“

Und gerade beim gemeinsamen Abendessen entstehen dann manchmal Diskussionen darüber. Zum Beispiel Aussagen wie: „Ein Mann braucht doch kein Sixpack“ oder „Das wirkt doch irgendwann unmännlich und bubihaft.“

Und wenn man solche Kommentare immer wieder hört, fängt man natürlich irgendwann an, selbst zu zweifeln.

Dabei ist das Kaloriendefizit an sich schon schwierig genug. Man verzichtet über Wochen und Monate auf Essen, das man eigentlich gerne essen würde, muss ständig seine Ernährung im Blick behalten und kämpft gleichzeitig mit Hunger und weniger Energie.

Und dann kommt zusätzlich noch diese psychische Komponente dazu: Je weiter man mit dem Körperfett heruntergeht, desto mehr bekommt man das Gefühl, in den Augen anderer Menschen immer mehr zum – in Anführungszeichen – „Lauch“ zu werden.

Obwohl man objektiv betrachtet eigentlich nicht weniger Muskulatur hat, sondern einfach definierter wird.

Besonders gegenüber meiner Freundin habe ich mittlerweile zunehmend das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen, warum ich überhaupt noch weiter diäte – fast so, als wäre mein Wunsch, definierter zu werden, etwas Negatives oder ein Makel, über den sie hinwegsehen muss.

Sie sagt dann zum Beispiel: „Du sahst vorher doch auch gut aus“ oder sogar: „Eigentlich hat es mir vorher besser gefallen.“

Und ich verstehe natürlich, dass sie das aus ihrer eigenen Wahrnehmung heraus sagt. Sie findet mich auch mit etwas mehr Körperfett attraktiv und möchte wahrscheinlich einfach, dass ich mich nicht unnötig quäle.

Aber in meinem Kopf kommt trotzdem etwas völlig anderes an.

Ich denke mir dann: „Ich sah vorher gut aus? Ich war einfach nur fett.“

Natürlich ist das überspitzt formuliert. Aber genau darin liegt für mich der Konflikt: Meine eigene Wahrnehmung meines Körpers unterscheidet sich teilweise ziemlich stark von der Wahrnehmung anderer.

Für sie bedeutet ein bisschen mehr Körperfett vielleicht einfach einen kräftigeren, weicheren und insgesamt männlicheren Look. Für mich bedeutet es dagegen, dass die Definition verschwindet, die ich eigentlich erreichen möchte.

Und das führt mittlerweile sogar so weit, dass ich bei ganz normalen Fotos anfange, an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Letztens war ich abends noch laufen und ein Kumpel wollte einfach ein Foto von mir machen, um meinen aktuellen Fortschritt festzuhalten.

Als ich das Foto anschließend gesehen habe, dachte ich mir plötzlich nur:

„Alter, bin ich dünn geworden.“

Ich kam mir auf dem Bild einfach unglaublich schmal und fast schon dürr vor. Und für einen kurzen Moment habe ich es tatsächlich bereut, überhaupt noch Diät zu machen.

Und genau das ist das Schwierige daran.

Man hat ein bestimmtes Ziel vor Augen, arbeitet wochen- oder monatelang darauf hin und weiß eigentlich ganz genau, warum man das macht. Gleichzeitig wird man durch die eigene Wahrnehmung und durch Kommentare von außen immer wieder verunsichert.

An einem Tag sieht man sich im Spiegel und denkt:

„Geil, genau so wollte ich aussehen.“

Und am nächsten Tag sieht man ein Foto und denkt:

„Wo ist denn bitte meine ganze Muskulatur hin?“

Obwohl sich der Körper innerhalb von 24 Stunden natürlich nicht plötzlich komplett verändert hat.

Vielleicht ist genau das eine der schwierigsten Seiten einer Diät, über die viel zu wenig gesprochen wird: Irgendwann kämpft man nicht mehr nur gegen Hunger und Kalorien, sondern auch gegen die eigene Wahrnehmung.

Mich würde deshalb wirklich interessieren:

Kennt ihr dieses Gefühl?

Ich habe euch einfach auch mal Vorher nacher Fotos von mir beigefügt und auch das besagte Foto, auf dem ich mich so dürr finde.
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-theANIMAL-
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

mMn

Würde ich in deinen Fall die Reißleine ziehen und die Diät als beendet erklären.
Gewicht min. halten (oder in leichten Plus) gehen.


@Wahrnehmung
Das kennt wohl jeder der ernsthaft und schon länger sich mit (Hobby)Bodybuilding beschäftigt.
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

-theANIMAL- hat geschrieben: zum Beitrag navigieren17. Aug 2026, 13:55 mMn

Würde ich in deinen Fall die Reißleine ziehen und die Diät als beendet erklären.
Gewicht min. halten (oder in leichten Plus) gehen.


@Wahrnehmung
Das kennt wohl jeder der ernsthaft und schon länger sich mit (Hobby)Bodybuilding beschäftigt.
Du denkst also, dass nicht mehr runter sollte, da ich eventuell langsam zu "schmal" bzw. ausgehungert aussehe? Bzw. mein Umfeld langsam recht hat? Sei gerne erlich.

Vielleicht möchte ich echt ein Ideal erreichen, das für mich garnicht erreichbar ist.

Habe mal aus Spaß ne KI das letzte Fett wegmachen lassen und auch da finde ich mich irgendwie dürr...

Tatsächlich geht es mir einfach um dieses untere Fett an der Brust, das ich wegbekommen möchte.
Auf dem KI-Foto ist es nun weg und ich sehe trotzdem einfach schmal aus...
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D58
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Willkommen in der Welt der gestörten Selbstwahrnehmung, der durch diverse Bemerkungen von außen nicht unbedingt besser wird!
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Ich habe so langsam das Gefühl, egal in welcher körperlichen Verfassung ich mich befinde, man ist sich nie genug. Vorher wog ich 15 KG mehr und alle sagten, ich sei ein krasser Bär (zumindest im Shirt), trotzdem fand ich mich zu dick. Nun bin definiert, Sixpack da und denke mir, ich müsste wieder breiter sein...

Und das hat bei mir angefangen als ich angefangen habe zu trainieren und einen weiteren Schub gab es nach dem es auf Youtube losging.
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

-theANIMAL- hat geschrieben: zum Beitrag navigieren17. Aug 2026, 13:55 mMn

Würde ich in deinen Fall die Reißleine ziehen und die Diät als beendet erklären.
Gewicht min. halten (oder in leichten Plus) gehen.


@Wahrnehmung
Das kennt wohl jeder der ernsthaft und schon länger sich mit (Hobby)Bodybuilding beschäftigt.
Ich habe auch mal Freunde um Rat gefragt, die ebenfalls trainieren, diese waren ebenfalls der Meinung, dass es reicht bzw. es zu wenig wird. Nicht jeder sieht mit nem Kfa von 10% noch gut aus, möglicherweise ist das auch Genetikfrage, inwieweit ein Körper mit so niedrigem KFA noch gut aussieht.

Ich werde einfach weiterhin trainieren und versuchen auf Erhalung zu essen, was bedeutet, dass ich mal im + bin und mal im -. Mal schauen, ob ich progress mache. Nun dauerhaft 100, 200 kcal+ tracken ist mir auf dauer zu anstrengend, sofern sich solche Werte überhaupt zuverlässig tracken lassen.

Im ideallfall baue ich pro Jahr noch 1-2 kg auf ohne dabei groß Fett anzusetzen.
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-theANIMAL-
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Stichwort hat geschrieben: zum Beitrag navigieren17. Aug 2026, 16:53 Ich habe so langsam das Gefühl, egal in welcher körperlichen Verfassung ich mich befinde, man ist sich nie genug. Vorher wog ich 15 KG mehr und alle sagten, ich sei ein krasser Bär (zumindest im Shirt), trotzdem fand ich mich zu dick. Nun bin definiert, Sixpack da und denke mir, ich müsste wieder breiter sein...

Und das hat bei mir angefangen als ich angefangen habe zu trainieren und einen weiteren Schub gab es nach dem es auf Youtube losging.

D58 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren17. Aug 2026, 16:39 Willkommen in der Welt der gestörten Selbstwahrnehmung, der durch diverse Bemerkungen von außen nicht unbedingt besser wird!

:thumbup:
Wie gesagt, kennt jeder der schon länger dabei ist.
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Gibt natürlich mehrere Punkte. Natürlich wirkt man während der Diät, gerade Natty, etwas dürr. Haust du dir da nach der Diät aber mal ordentlich die Glykogenspeicher voll sieht die Muskulatur schon Mal anders aus... Zudem kommt das gesündere Gesicht und so auch schnell wieder, weil dieser Diätstress für den Körper wegfällt.

In deinem Fall und anhand der Fotos würde ich trotzdem raten so langsam in einen moderaten Aufbau zu switchen...

Kannst ja beispielsweise langsam Reverse -diäten. Dann bist du noch paar Wochen im Defizit, aber der Körper und Geist erholt sich langsam und die Glykogenspeicher füllen sich auch langsam wieder
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Kibou hat geschrieben: zum Beitrag navigieren18. Aug 2026, 14:28 Gibt natürlich mehrere Punkte. Natürlich wirkt man während der Diät, gerade Natty, etwas dürr. Haust du dir da nach der Diät aber mal ordentlich die Glykogenspeicher voll sieht die Muskulatur schon Mal anders aus... Zudem kommt das gesündere Gesicht und so auch schnell wieder, weil dieser Diätstress für den Körper wegfällt.

In deinem Fall und anhand der Fotos würde ich trotzdem raten so langsam in einen moderaten Aufbau zu switchen...

Kannst ja beispielsweise langsam Reverse -diäten. Dann bist du noch paar Wochen im Defizit, aber der Körper und Geist erholt sich langsam und die Glykogenspeicher füllen sich auch langsam wieder
Danke! Ich werde nun wieder versuchen auf + - Gehalt zu kommen und weiterhin zu trainieren.

Ich hatte tatsächlich gehofft, am Ende meiner Diät wie er auszusehen bzw. das meine Muskulatur für diesen look reicht:

Aber wohlmöglich fehlt mit die Muskulatur? Oder ist es eben auch eine Gentikfrage, ob man mit einem so niedrigen KFA noch ästhetisch aussieht? Was sagt ihr dazu?
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Fehlen wahrscheinlich einfach 2-3 kg Muskeln. Zudem wird der auf dem Bild auf Pump sein und seine Carb-Speicher auch nicht leer gelutscht
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Re: Die mentale Belastung während einer Diät durch soziale Konta

Kibou hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 20:08 Fehlen wahrscheinlich einfach 2-3 kg Muskeln. Zudem wird der auf dem Bild auf Pump sein und seine Carb-Speicher auch nicht leer gelutscht
Danke für deine Einschätzung!
Mal sehen, ob ich nach 10 Jahren Training noch was rausholen kann. =D
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