Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren27. Jul 2026, 08:14
Deine Argumentation ist nahe an habeck angelehnt: die Jobs sind nicht weg, nur woanders! Zum Glück kommen auch bald die PKWs aus der billigen Produktion aus China nach Deutschland. Da sparen wir dann auch einiges an Kosten, weil wir nicht mehr die hohen Arbeitspreis von VW und Co als Kunden bezahlen müssen
Ne, eigentlich nicht. Du vermischst eben Dinge, die nicht zu vermischen sind.
Ich spare mir das selber zu verargumentieren, da Professor-KI selbstverständlich Hilfsmittel nutzt die das deutlich schneller und besser formulieren können:
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Der Vergleich hakt gewaltig — auch wenn das Aussterben der Solar-Massenfertigung schmerzhaft war, wäre ein Niedergang der Autoindustrie ein volkswirtschaftliches Erdbeben völlig anderer Größenordnung.
Hier sind die drei wichtigsten Gründe, warum die beiden Branchen in einer komplett unterschiedlichen Liga spielen:
1. Wertschöpfungstiefe & Zuliefernetzwerk
Solar: Ein Solarmodul ist (vereinfacht gesagt) ein hochstandardisiertes, zwar technisch anspruchsvolles, aber relativ homogenes Produkt: Silizium, Wafer, Zelle, Glas, Rahmen. Ein Großteil der Wertschöpfung passierte bei der reinen Zellfertigung.
Auto: Ein Fahrzeug besteht aus 20.000 bis 30.000 Einzelteilen. An einem deutschen Autobauer hängt eine gigantische Kette aus spezialisierten Zulieferern (Bosch, Continental, ZF und hunderte Mittelständler), Ingenieurbüros und Software-Entwicklern. Stirbt die Automobilbranche, kollabiert ein komplettes industrielles Ökosystem.
2. Arbeitsplätze und Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Solar: Auf dem Höhepunkt der deutschen Solarbranche (um 2011) arbeiteten rund 110.000 bis 130.000 Menschen in der Industrie — viele davon allerdings im Handwerk und der Installation, nicht in den Fabriken selbst.
Auto: Die Automobilindustrie ist der unangefochtene Motor der deutschen Wirtschaft. Sie beschäftigt direkt rund 780.000 bis 800.000 Menschen (mit indirekten Arbeitsplätzen sind es weit über 1,5 Millionen) und erwirtschaftet rund 5 % des gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukts sowie einen enormen Teil der deutschen Exporte.
3. Globale Markenmacht vs. Commodity-Gefahr
Solar: Solarmodule wurden rasch zu einer sogenannten Commodity — einem austauschbaren Massengut. Dem Endkunden auf dem Dach ist der Markenname des Panel-Herstellers meistens egal, solange Preis, Leistung und Garantie stimmen.
Auto: Autos sind emotionale Konsumgüter, die stark von Markenidentität, Design, Design-Engineering und Vertrauen leben. Deutsche Autohersteller besaßen über Jahrzehnte eine enorme globale Preissetzungsmacht (Premiumsegment), während Solarmodule fast ausschließlich über den Preis verkauft wurden.
Kurz gesagt: Das Ende der Solar-Massenfertigung war der Verlust einer vielversprechenden Zukunftsindustrie im Aufbau. Ein Scheitern der deutschen Autoindustrie wäre dagegen die Demontage des historischen Fundaments unseres Wohlstands.
Da hätte man aber auch drauf kommen können an deiner Stelle.
Und das sind längst nicht alle Argumente. Mir fallen da auch genügend ein, wieso das ein absolut dummer Vergleich ist. Merkste wohl selber.
Es geht um die Vorgehensweise.
Deutsche Unternehmen wollten den chinesischen Markt bedienen.
China hat das nur unter der joint Venture Bedingung mit 51 Prozent Anteilen zugelassen.
Deutsche Unternehmen haben gesagt yolo
Chinesische Unternehmen haben Technologie transferiert und ballern jetzt mit der KP im Rücken los.
Deutsche Export Unternehmen gucken in die Röhre, weil auf einmal jemand vergleichbare/bessere Qualität zu niedrigeren Preisen in großer Quantität anbietet.
Das zum Beispiel ist doch ein gutes sachliches Argument und ein wichtiger Fakt.
Das streitet doch niemand ab.
Das Vorgehen mag immer gleich sein, die Bedeutung ist aber eine andere.
Für die Autoindustrie gilt das aber nur teilweise.
Was die Elektromobilität angeht hat China auch ohne unser zutun die Überholspur genommen.
Ne, eigentlich nicht. Du vermischst eben Dinge, die nicht zu vermischen sind.
Ich spare mir das selber zu verargumentieren, da Professor-KI selbstverständlich Hilfsmittel nutzt die das deutlich schneller und besser formulieren können:
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Da hätte man aber auch drauf kommen können an deiner Stelle.
Und das sind längst nicht alle Argumente. Mir fallen da auch genügend ein, wieso das ein absolut dummer Vergleich ist. Merkste wohl selber.
Es geht um die Vorgehensweise.
Deutsche Unternehmen wollten den chinesischen Markt bedienen.
China hat das nur unter der joint Venture Bedingung mit 51 Prozent Anteilen zugelassen.
Deutsche Unternehmen haben gesagt yolo
Chinesische Unternehmen haben Technologie transferiert und ballern jetzt mit der KP im Rücken los.
Deutsche Export Unternehmen gucken in die Röhre, weil auf einmal jemand vergleichbare/bessere Qualität zu niedrigeren Preisen in großer Quantität anbietet.
Das zum Beispiel ist doch ein gutes sachliches Argument und ein wichtiger Fakt.
Das streitet doch niemand ab.
Das Vorgehen mag immer gleich sein, die Bedeutung ist aber eine andere.
Für die Autoindustrie gilt das aber nur teilweise.
Was die Elektromobilität angeht hat China auch ohne unser zutun die Überholspur genommen.
Naja,.in der deutschen Solarindustrie sind damals auch 80-100k Jobs (je nach Quelle und Abgrenzung) verloren gegangen. Ist sicherlich nicht direkt mit der leitindustrie Vergleichbar, aber auch kein Pappenstiel
Für Audi ist das Chinageschäft aufjedenfall nur noch marginal geworden
Das Chinageschäft, das bei Audi wegen der dortigen Joint Ventures im Finanzergebnis verbucht wird, trug im ganzen ersten Halbjahr nur noch 73 Millionen Euro bei. Im Vorjahreszeitraum war es noch fast viermal so viel.
stabil hat geschrieben: zum Beitrag navigieren27. Jul 2026, 11:08
Für Audi ist das Chinageschäft aufjedenfall nur noch marginal geworden
Das Chinageschäft, das bei Audi wegen der dortigen Joint Ventures im Finanzergebnis verbucht wird, trug im ganzen ersten Halbjahr nur noch 73 Millionen Euro bei. Im Vorjahreszeitraum war es noch fast viermal so viel.
Vielleicht fangen gesund geschrumpfte deutsche Hersteller ja wieder an, vernünftiges Design zu bringen, das nicht für die chinesische Kundschaft gedacht ist
Der unwürdige IG-Metall-Deal mit Porsche zementiert ein Zwei-Klassen-System
Die Gewerkschaft stimmt dem Abbau von 5000 Stellen zu und erhält dafür Mitglieder-Boni und neue Posten. Zugespitzt kann man sagen: Die Vereinbarung über den Stellenabbau bei Porsche sichert vor allem Arbeitsplätze im Gewerkschaftsbüro.
Die klassischen DGB-Gewerkschaften haben es in Deutschland nicht leicht. Die Zahl der Mitglieder sinkt. Bei den Betriebsratswahlen treten immer öfter alternative Listen an. Und der gesellschaftliche Rückhalt schwindet.
Die IG Metall im Südwesten hat nun einen Booster gefunden. Im Gegenzug für die Zustimmung zu einem Abbau von weiteren 5000 Stellen bei Porsche erhalten die IG-Metall-Mitglieder einen einmaligen Sonderbonus von 411 Euro.
Anschließend gibt es jährlich einen IG-Metall-Urlaubstag extra sowie einen Gutschein über 200 Euro. Und die hauptamtlichen Arbeitnehmervertreter selbst erhalten Posten in einem noch zu gründenden „Zukunftsbeirat“ – als sei zu wenig Mitbestimmung das größte Problem des VW-Tochterunternehmens.