Stewardess hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mär 2026, 15:30
Was mich sehr verwundert und irgendwo auch fasziniert ist die sprachliche Entwicklung, die mit dem Erstarken der AFD einhergegangen ist.
Mal Abseits von der Inhaltsebene, die ich nicht wegreden möchte.
Ich picke mal deinen Beitrag raus @Gurkenplatzer weil ich dich als eher liberalen, vielleicht liberal-konservativen einschätzen würde.
Definitiv nicht auf der extremistischen Seite links oder rechts der Mitte.
Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mär 2026, 09:05
Also halten wir fest: Staatsfunk auf linie, Gerichte auf linie größtenteils und Verwaltungsapparat auch.
Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mär 2026, 09:05
Wäre man demokratisch, würde man nämlich so stunts im Staatsfunk nicht machen wie oben gesehen.
Aber auch die DDR war ja gemäß ihrem Namen demokratisch.
Das Thema auf der Inhaltsebene zu diskutieren ist unfassbar wichtig und richtig. Ob das mit so einem Einstieg/wording passieren muss?
Das sind alles Aussagen, die eine sprachliche Verschiebung vom Extremismus (Staatsablehnend, mit Ziel Vertrauen in staatliche & demokratische System zu zerstören) hin zur normalen, breiten Bevölkerung befeuern.
Dadurch wird ganz automatisch der politische Diskurs ad absudrum geführt weil auf der Basis der ganzen Diskussion schon eine Unterstellung steht, dass der Staat hier ein autokratisches System aufbauen will.
Ironischerweise wird diese Framing ja von genau denen hoch und runter, die ja in eine autokratische Richtung streben (AFD, Die Linke).
Das mal als meine Denkanstoß zum Dienstag.
Vielleicht findet sich ja jemand meiner Freunde vom politischen Feuilleton der Zeit die darüber mal eine 4 seitigen Artikel raushauen.
Ich möchte dir da prinzipiell nicht widersprechen, da die Semantik immer einen nennenswerten Anteil an derlei Problemen hat und man bestrebt sein sollte, seine Gedanken sachlich zu äußern.
Umgekehrt könnte man dir aber nun ebenfalls eine sprachliche Strategie vorwerfen, indem du den Diskurs auf die Meta-Ebene verschiebst und dadurch die Aussagen von Gurkenplatzer ein Stück weit indirekt entwertest – ein Beispiel für diskursive Verschleierung.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mär 2026, 17:17
Mal als Denkanstoß, DIE andere Seite gibt es nicht. Es gibt mehr und weniger links, rechts und sonst irgendwie politisch eingestellte Bürger. Und es gibt mehr oder wenig fair und differenziert oder aber populistisch und einseitig denkende und argumentierende Menschen - unabhängig von der vorherigen Zuordnung zum politischen Spektrum.
Ich sehe nicht ein, warum ich auch zu letzterer Gruppe gehören sollte, nur weil es welche vom anderen politischen Lager gibt, die sich dort ebenfalls aufhalten.
Mit bestimmten persönlichen Werten und Überzeugungen ausgestattet muss man sich nicht auf das Niveau von Moralisieren, Framen, Verdrehen und Vereinfachen hinablassen.
Stimme ja prinzipiell zu, nur sind das meistens die, die im polit-medialen Gebaren heute eben unter die Räder kommen und deren einziger Trost es ist, sich als der vermeintlich anständigere fühlen zu können.
Schauen wir uns mal die letzten Wahlen und deren Sieger an - soweit ich weiß BW, HH und Bund. Özdemir, Tschentscher und Merz kann man sicher mit Fug und Recht einiges Negatives als Politiker nachsagen, aber nicht, dass sie jetzt total die politische Kommunikations- und Diskussionskultur untergraben würden. Klar, Populismus und Framing gehören dazu, aber das war vor 40 Jahren auch schon so.
Der Anschein, nur noch mit immer knapperen und "krasseren" Parolen Gehör zu finden entsteht doch hauptsächlich dann, wenn man im digitalen Raum (insbesondere Social Media) unterwegs ist.
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mär 2026, 17:17
Mal als Denkanstoß, DIE andere Seite gibt es nicht. Es gibt mehr und weniger links, rechts und sonst irgendwie politisch eingestellte Bürger. Und es gibt mehr oder wenig fair und differenziert oder aber populistisch und einseitig denkende und argumentierende Menschen - unabhängig von der vorherigen Zuordnung zum politischen Spektrum.
Ich sehe nicht ein, warum ich auch zu letzterer Gruppe gehören sollte, nur weil es welche vom anderen politischen Lager gibt, die sich dort ebenfalls aufhalten.
Mit bestimmten persönlichen Werten und Überzeugungen ausgestattet muss man sich nicht auf das Niveau von Moralisieren, Framen, Verdrehen und Vereinfachen hinablassen.
Stimme ja prinzipiell zu, nur sind das meistens die, die im polit-medialen Gebaren heute eben unter die Räder kommen und deren einziger Trost es ist, sich als der vermeintlich anständigere fühlen zu können.
Schauen wir uns mal die letzten Wahlen und deren Sieger an - soweit ich weiß BW, HH und Bund. Özdemir, Tschentscher und Merz kann man sicher mit Fug und Recht einiges Negatives als Politiker nachsagen, aber nicht, dass sie jetzt total die politische Kommunikations- und Diskussionskultur untergraben würden. Klar, Populismus und Framing gehören dazu, aber das war vor 40 Jahren auch schon so.
Der Anschein, nur noch mit immer knapperen und "krasseren" Parolen Gehör zu finden entsteht doch hauptsächlich dann, wenn man im digitalen Raum (insbesondere Social Media) unterwegs ist.
Das ist für mich eine recht einseitige Sichtweise. Wenn man zB das Beispiel Özdemir ansieht: Wie sehr wurde er durch die Medien herbeigeschrieben, während gleichzeitig z.B. die AFD bei jeder Gelegenheit als Demokratiefeind medial geframed wurde?
Stimme ja prinzipiell zu, nur sind das meistens die, die im polit-medialen Gebaren heute eben unter die Räder kommen und deren einziger Trost es ist, sich als der vermeintlich anständigere fühlen zu können.
Schauen wir uns mal die letzten Wahlen und deren Sieger an - soweit ich weiß BW, HH und Bund. Özdemir, Tschentscher und Merz kann man sicher mit Fug und Recht einiges Negatives als Politiker nachsagen, aber nicht, dass sie jetzt total die politische Kommunikations- und Diskussionskultur untergraben würden. Klar, Populismus und Framing gehören dazu, aber das war vor 40 Jahren auch schon so.
Der Anschein, nur noch mit immer knapperen und "krasseren" Parolen Gehör zu finden entsteht doch hauptsächlich dann, wenn man im digitalen Raum (insbesondere Social Media) unterwegs ist.
Das ist für mich eine recht einseitige Sichtweise. Wenn man zB das Beispiel Özdemir ansieht: Wie sehr wurde er durch die Medien herbeigeschrieben, während gleichzeitig z.B. die AFD bei jeder Gelegenheit als Demokratiefeind medial geframed wurde?
Ich bin mir gar nicht mal sicher, ob das mediale Framing der AfD schadet oder nützt..
Der "Zauber" der AfD entsteht doch auch dadurch, dass unsere "Qualitätsmedien" eine nüchterne, vorurteilsfreie Beschäftigung mit der Partei verweigern und sich lieber an ihrem "Haltungsjournalismus" aufgeilen - ohne zu merken, dass weite Teil der Bevölkerung das Spiel schon lange bewusst oder unbewusst bemerken.
Schauen wir uns mal die letzten Wahlen und deren Sieger an - soweit ich weiß BW, HH und Bund. Özdemir, Tschentscher und Merz kann man sicher mit Fug und Recht einiges Negatives als Politiker nachsagen, aber nicht, dass sie jetzt total die politische Kommunikations- und Diskussionskultur untergraben würden. Klar, Populismus und Framing gehören dazu, aber das war vor 40 Jahren auch schon so.
Der Anschein, nur noch mit immer knapperen und "krasseren" Parolen Gehör zu finden entsteht doch hauptsächlich dann, wenn man im digitalen Raum (insbesondere Social Media) unterwegs ist.
Das ist für mich eine recht einseitige Sichtweise. Wenn man zB das Beispiel Özdemir ansieht: Wie sehr wurde er durch die Medien herbeigeschrieben, während gleichzeitig z.B. die AFD bei jeder Gelegenheit als Demokratiefeind medial geframed wurde?
Ich bin mir gar nicht mal sicher, ob das mediale Framing der AfD schadet oder nützt..
Der "Zauber" der AfD entsteht doch auch dadurch, dass unsere "Qualitätsmedien" eine nüchterne, vorurteilsfreie Beschäftigung mit der Partei verweigern und sich lieber an ihrem "Haltungsjournalismus" aufgeilen - ohne zu merken, dass weite Teil der Bevölkerung das Spiel schon lange bewusst oder unbewusst durchschauen.
Ich versteh nicht ganz worauf du hinauswillst. Weil die Medien den Bogen so maßlos überspannen, dass nach und nach immer mehr Menschen begreifen, wie lächerlich die Berichterstattung eigentlich ist, ist dieses Verhalten zu guttieren? Das seh ich nicht so. Man sieht ja wie polarisiert mittlerweile die Gesellschaf ist und daran haben die Medien erhebliche Schuld.
Das ist für mich eine recht einseitige Sichtweise. Wenn man zB das Beispiel Özdemir ansieht: Wie sehr wurde er durch die Medien herbeigeschrieben, während gleichzeitig z.B. die AFD bei jeder Gelegenheit als Demokratiefeind medial geframed wurde?
Ich bin mir gar nicht mal sicher, ob das mediale Framing der AfD schadet oder nützt..
Der "Zauber" der AfD entsteht doch auch dadurch, dass unsere "Qualitätsmedien" eine nüchterne, vorurteilsfreie Beschäftigung mit der Partei verweigern und sich lieber an ihrem "Haltungsjournalismus" aufgeilen - ohne zu merken, dass weite Teil der Bevölkerung das Spiel schon lange bewusst oder unbewusst durchschauen.
Ich versteh nicht ganz worauf du hinauswillst. Weil die Medien den Bogen so maßlos überspannen, dass nach und nach immer mehr Menschen begreifen, wie lächerlich die Berichterstattung eigentlich ist, ist dieses Verhalten zu guttieren? Das seh ich nicht so. Man sieht ja wie polarisiert mittlerweile die Gesellschaf ist und daran haben die Medien erhebliche Schuld.
Ein Teil des Problems ist schlicht das Geschäftsmodell. Medien leben von Aufmerksamkeit, Klicks und Abos – und das funktioniert am besten, wenn man die Weltsicht der eigenen Zielgruppe bedient. Einfach mal zum Testen auf ZON gehen und ein bisschen scrollen: Dort wird man quasi mit „progressiven“ Meinungen (≠ Fakten) bombardiert. Andere Medien machen im Grunde das Gleiche für ihr jeweiliges Publikum.
Dazu kommt ein Milieueffekt: Umfragen zeigen seit Jahren, dass sich viele Journalisten in Deutschland politisch irgendwo zwischen grün und links einordnen – und dass viele Menschen mit genau diesem Weltbild gezielt in die Medienbranche gehen. Das prägt natürlich Themenauswahl und Perspektiven. Entsprechend gibt es in der deutschen Medienlandschaft tendenziell eine linksliberale Deutungshoheit.
Na da hab ich ja was losgetreten, vielleicht müsste man abtrennen und das in einem neuen Thread diskutieren.
@stewardess ja hast mich schon in der richtigen politischen Ecke. Ich bin ja selber pre-2015 politisch aktiv gewesen. Gemäß einiger bekannten bin ich tief rechts.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich lande gemäß welcher politischen Theorie. Irgendwo zwischen libertär- konservativ und konservativ -rechts vermutlich, wohingegen ich extreme beider politischen Lager ablehnend gegenüber stehe.
Zu deinen Fragen: mir geht's vor allem um die Policy dijfierenden Landes- und Bundesbeamten, die von der Regierung eingesetzt werden und nie wieder verschwinden. Schön dann auch oft zum Ende der Legislaturperiode (certa berichtete da mal drüber auch).
Die Gerichte sind extrem hart bei lapalien gegen Deutsche (Stichwort so done und alles um online Verfolgung) während Gewalttaten von bestimmten Gruppen etc medienwirksam eher immer am unteren Ende vom möglichen StGB Spektrum abgeurteilt werden, OK macht hier was sie will. Arbeitsgerichte sind extrem mit roten Socken tragenden Menschen bestückt.
Unsere Nachrichtendienste Inland sind extrem hinter rechter Gewalt her und gefühlt werden ganze Schwerpunkte von rechts oder Ausländern ignoriert.
Manuel Ostermann früher dazu sehr gerne ja aus.
Staatsfunk ist natürlich eine Metapher die inhaltlich ausdrücken soll, was wir da sehen. Wir zahlen jeden Monat 18,x €, für einen unabhängigen Medienapparat. Er ist aber alles andere als das. Er ist politisch motiviert und gesteuert. Die politische Denkrichtung ist sehr klar.