Es gibt auch einfach Leute, die nach einigen Jahren eher inhaltlich hinterfragen, wie sie ihr Berufsleben gestalten wollen. Gerade wenn man irgendwann auch privat in recht fixierten Umständen lebt und z.B. ne auf 20 Jahre planbare Hausrate zahlt und Kinderplanung abgeschlossen ist, werden auch mal andere Sachen wichtiger als die Frage nach 500 netto mehr.
Wenn sich dann eine Chance ergibt, in einer Klitsche in Hintertupfingen wirklich was anzuschieben und vielleicht gestalterisch eine Firma mit zu prägen, die was macht an dem man auch interessiert ist, ist das für manche nach x Jahren Gleichförmigkeit in einem Konzern (und xx+ Jahren wenig Veränderung vor der Brust) vllt. schon attraktiv.
Viele Mittelständler können, v.a. wenn sie Hidden Champions sind, heute sehr gute Gehälter zahlen und haben, wenn gut geführt, auch mit Konzernen vergleichbare Benefits bei Flexibilität.
Es ist ne Typsache. Was ich gerade bei einigen um mich herum beobachte ist, dass Typ sich auch verändert, das aber nicht unbedingt eingeplant war. Manche wollten vor 10 Jahren einfach nur verbeamtet werden, Hauptsache sicher. Es ist erstaunlich, wie unzufrieden man mit A14 und Chillerstelle werden kann, wenn einem klar wird, dass sich die nächsten 30 Jahre nichts mehr ändern wird.
Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Schön wärs. Da komm ich nichtmal mit 24/7 Bereitschaftszulagen hin und mache ganz ähnliche Sachen rund um eine e-Commerce SaaS Lösung aus >80 Systemen.Stefan@05 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Apr 2025, 23:33 Interessiert mich gerade total dafür, was du verdienst bei all der Verantwortung. Musst es aber nicht raushauen. Gerne auch per pnunter 120K würde ich das nicht machen.
Good night
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
@Maxim
Geld ist mir schon jetzt ziemlich egal. Geht eh alles nur in den Sparplan und ändert nichts am Lifestyle.
Mit den Gestaltungsmöglichkeiten ist natürlich ein guter Punkt. Die hat man wohl im Kleinen mehr, wenngleich der Massstab natürlich auch ein ganz anderer ist.
Geld ist mir schon jetzt ziemlich egal. Geht eh alles nur in den Sparplan und ändert nichts am Lifestyle.
Mit den Gestaltungsmöglichkeiten ist natürlich ein guter Punkt. Die hat man wohl im Kleinen mehr, wenngleich der Massstab natürlich auch ein ganz anderer ist.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Wie ist denn euer Handlungsspielraum im Konzern? Stelle mir da immer endlos lange Entscheidungswege vor. Da würde ich durchdrehen.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Zusätzlich auch noch die Frage der Aufteilung innerhalb der Familie. Ich bin halt als Beamter der Sicherheitspool, kann immer die Kinder zur Kita bringen und abholen. Dafür kann meine Frau bei ihrem Job Gas geben und auch Mal spontan für 1 Woche nach Paris zur Dienstreise.Maxim hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 10:20 Es gibt auch einfach Leute, die nach einigen Jahren eher inhaltlich hinterfragen, wie sie ihr Berufsleben gestalten wollen. Gerade wenn man irgendwann auch privat in recht fixierten Umständen lebt und z.B. ne auf 20 Jahre planbare Hausrate zahlt und Kinderplanung abgeschlossen ist, werden auch mal andere Sachen wichtiger als die Frage nach 500 netto mehr.
Wenn sich dann eine Chance ergibt, in einer Klitsche in Hintertupfingen wirklich was anzuschieben und vielleicht gestalterisch eine Firma mit zu prägen, die was macht an dem man auch interessiert ist, ist das für manche nach x Jahren Gleichförmigkeit in einem Konzern (und xx+ Jahren wenig Veränderung vor der Brust) vllt. schon attraktiv.
Viele Mittelständler können, v.a. wenn sie Hidden Champions sind, heute sehr gute Gehälter zahlen und haben, wenn gut geführt, auch mit Konzernen vergleichbare Benefits bei Flexibilität.
Es ist ne Typsache. Was ich gerade bei einigen um mich herum beobachte ist, dass Typ sich auch verändert, das aber nicht unbedingt eingeplant war. Manche wollten vor 10 Jahren einfach nur verbeamtet werden, Hauptsache sicher. Es ist erstaunlich, wie unzufrieden man mit A14 und Chillerstelle werden kann, wenn einem klar wird, dass sich die nächsten 30 Jahre nichts mehr ändern wird.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Als Director habe ich schon einen gewissen Handlungsspielraum und kann da auch was bewegen. ABER wegen Anbindung an den Konzern dauert vieles trotzdem lange weil ich Entscheidungen zwar selbstständig erarbeiten und treffen kann es formell aber vom Konzern freigegeben werden muss. Nicht immer alles aber schon das ein oder andere... Furchtbar nervig weil es einfach nur lahm ist.Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 10:42 Wie ist denn euer Handlungsspielraum im Konzern? Stelle mir da immer endlos lange Entscheidungswege vor. Da würde ich durchdrehen.
Ein schönes Beispiel aus der Realität. Kollegin wird schwanger und fällt spontan aus. Stelle muss neu besetzt werden, am selben Tag wird die Stellenausschreibung noch aufgesetzt und könnte online gehen.
Muss aber wegen Konzernrichtlinien erst noch in den Hiringtower und durch 2, 3 Freigabeprozesse. Das dauert halt gut und gern 4 Wochen bis die Ausschreibung dann onlie geht. Wenn jemand im Konzern krank oder im Urlaub ist dauert es auch mal 6 oder 8 Wochen...
In einer kleineren Firma geht die Stellenausschreibung direkt online und die Ersatzperson ist ggf. schon eingestellt bevor der Konzern die Freigabe zur Ausschreibung erteilt.
Wirklich ultra nervig und bescheuert. Aber an solchen Punkten lässt sich dann auch nichts bewegen, das muss man schlicht so hinnehmen.
Andere sehr nervige Sache ist die oben erwähnte Formalie. Am Standort stimme ich mit der GL auf recht kurzem Weg ab und wir sind uns einig. Es folgt intensive und zeitraubenden Arbeit für eine Präsentation damit seitens Konzern auch klar ist worum es geht und warum es sinnvoll ist. Dann heißt es wieder warten bis auch alle Beteiligten Zeit haben (Urlaub und Krank), gehen also schon wieder ein paar Wochen ins Land und bis dann das Go kommt kann es schnell mal 2, 3 oder 4 Monate dauern.
Was da Geld und Dynamik vernichtet wird ist wirklich lächerlich.
Gleichzeitig startet der Konzern aber mit diversen Teams Programme um dynamischer zu werden und Entscheidungen schneller abzuwickeln. Ende vom Lied ist dass es noch schlimmer wird weil einfach alle zu weit voneinander entfernt sind und keiner so richtig Blickt was die Personen eigentlich machen um das zu lösen gibts dann eine neue Managerposition die diese Konstrukte koordinieren soll.

Am Ende ist da aus meiner Sicht ein Wasserkopf gewachsen und am rödeln den es halt einfach überhaupt nicht braucht und man durch übertragung von Verantwortung an Standorte oder auch Positionen easy sparen könnte. Müsste man die Gehälter nicht zahlen, sind hier bestimmt Mio. €, wäre viel schneller, dynamischer und organisierter. Aber sowas passiert natürlich nicht.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Ist ja kein entweder oderMaxim hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 10:20 Es gibt auch einfach Leute, die nach einigen Jahren eher inhaltlich hinterfragen, wie sie ihr Berufsleben gestalten wollen. Gerade wenn man irgendwann auch privat in recht fixierten Umständen lebt und z.B. ne auf 20 Jahre planbare Hausrate zahlt und Kinderplanung abgeschlossen ist, werden auch mal andere Sachen wichtiger als die Frage nach 500 netto mehr.
Wenn sich dann eine Chance ergibt, in einer Klitsche in Hintertupfingen wirklich was anzuschieben und vielleicht gestalterisch eine Firma mit zu prägen, die was macht an dem man auch interessiert ist, ist das für manche nach x Jahren Gleichförmigkeit in einem Konzern (und xx+ Jahren wenig Veränderung vor der Brust) vllt. schon attraktiv.
Viele Mittelständler können, v.a. wenn sie Hidden Champions sind, heute sehr gute Gehälter zahlen und haben, wenn gut geführt, auch mit Konzernen vergleichbare Benefits bei Flexibilität.
Es ist ne Typsache. Was ich gerade bei einigen um mich herum beobachte ist, dass Typ sich auch verändert, das aber nicht unbedingt eingeplant war. Manche wollten vor 10 Jahren einfach nur verbeamtet werden, Hauptsache sicher. Es ist erstaunlich, wie unzufrieden man mit A14 und Chillerstelle werden kann, wenn einem klar wird, dass sich die nächsten 30 Jahre nichts mehr ändern wird.
Als ich bei Audi war hatte ich einen Kollegen, der hat alle 5 Jahre die Abteilung gewechselt weil er einfach was Neues machen und sehen wollte und er sich "vom Kopf und vom Privaten" in neues einarbeiten will.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Auch wahr, kommt natürlich auf den Konzern anH_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 12:28Ist ja kein entweder oderMaxim hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 10:20 Es gibt auch einfach Leute, die nach einigen Jahren eher inhaltlich hinterfragen, wie sie ihr Berufsleben gestalten wollen. Gerade wenn man irgendwann auch privat in recht fixierten Umständen lebt und z.B. ne auf 20 Jahre planbare Hausrate zahlt und Kinderplanung abgeschlossen ist, werden auch mal andere Sachen wichtiger als die Frage nach 500 netto mehr.
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Es ist ne Typsache. Was ich gerade bei einigen um mich herum beobachte ist, dass Typ sich auch verändert, das aber nicht unbedingt eingeplant war. Manche wollten vor 10 Jahren einfach nur verbeamtet werden, Hauptsache sicher. Es ist erstaunlich, wie unzufrieden man mit A14 und Chillerstelle werden kann, wenn einem klar wird, dass sich die nächsten 30 Jahre nichts mehr ändern wird.
Als ich bei Audi war hatte ich einen Kollegen, der hat alle 5 Jahre die Abteilung gewechselt weil er einfach was Neues machen und sehen wollte und er sich "vom Kopf und vom Privaten" in neues einarbeiten will.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Kann technologisch jetzt schon machen was ich will und hab auf das meiste Admin Zugriff. Viel Selbstwirksamkeit und gestalterische Freiheit weil die Chefs eh nicht wissen was konkret gemacht wird, die wollen nur dass es läuft.Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren5. Apr 2025, 10:42 Wie ist denn euer Handlungsspielraum im Konzern? Stelle mir da immer endlos lange Entscheidungswege vor. Da würde ich durchdrehen.
Eingeschränkt ist man in der Hinsicht dass man nur im Firmennetz sitzt, das sehr viel im offenen Internet blockt und wir nahezu alles intern abbilden, womit man ständig Netzwerkzeug konfigurieren muss.
Compliance und Security Geschichten sind teilweise nervig, werden aber nicht enforced sondern es wird empfohlen mit dem Hinweis: Wenn die Wirtschaftsprüfer kommen biste sonst gefickt. Da bin ich noch unentschieden ob ich mir freiwillig die Arbeit mache. Tendenz geht zu ja, aber dafür müssen auch Ressourcen freigemacht werden.
Ärger gibt's eigentlich nur wenn man das Budget ausreizt und die Cloud ein paar Tausender mehr pro Monat kostet als eingeplant, dann kommen schnell die ganzen Business Leute und sagen wo es lang geht

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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Habt ihr keine globale IT die noch mit drauf schaut?
Also bei uns kannst du schon viel machen, so lange es nicht wirklich das SAP zum Beispiel direkt betrifft. Aber wenn du da ran willst.
Juuunge dann mach dich auf lange Wege gefasst und Projektzeiten wo man direkt weiß man schafft keine Deadline.
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