Ebiator hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Aug 2024, 13:48
Gluteus Maximus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Aug 2024, 13:11
Ebiator hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Aug 2024, 11:00
Sehe ich genau anders rum. In der Theorie macht es zwar keinen Unterschied, sofern das Volumen gleich ist aber in der Praxis bedeutet eine niedrige Frequenz meist, dass vieles Junk Volumen ist und die Intensität leidet.
Dazu schrieb ich in einem anderen Thema:
"Solange das wöchentliche Volumen gleich ist, spielt es keine große Rolle, ob du einen Muskel ein-, zweimal oder sogar noch häufiger trainierst. Das minimal bessere Ergebnis, das man manchmal bei höheren Frequenzen sieht, ist meiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass "Volume-Load" bei höheren Frequenzen höher ist. Wenn du deine beispielsweise 12 wöchentliche Sätze für Brust auf 2 oder mehr Einheiten verteilst, hast du am Ende der Woche mehr Wiederholungen gemacht und somit mehr Gewicht bewegt, als wenn du alle 12 Sätze an einem Tag absolvierst. Mit anderen Worten, bei höheren Frequenzen verrichtet man mehr Arbeit, und weil Hypertrophie das Ergebnis von Arbeit ist: mehr Arbeit = mehr Hypertrophie."
Und weiter:
"Ich schrieb: 'spielt es keine große Rolle', demnach spielt es eine Rolle. Würde man in diesen Studien darauf achten, dass "Volume-Load" oder "Tonnage" überall gleich ist, wären die Ergebnisse wahrscheinlich noch ähnlicher. Ich denke, dass eine höhere Frequenz bei gleicher Satzanzahl minimal effektiver ist. Oder das eine höhere Frequenz effizienter ist, weil man mit weniger wöchentlichen Sätzen das gleiche Ergebnis erzielen kann. Ähnlich verhält es sich mit den Pausenzeiten zwischen den einzelnen Sätzen. Je kürzer die Satzpausen desto mehr Sätze musst du machen um das Gleiche Ergebnis zu erzielen wie jemand der längere Satzpausen macht. Dazu habe ich auch mal Studien gelesen. Also um es nochmal zusammenzufassen: Je länger die Pause zwischen den Sätzen - sowohl bei einer Übung als auch bei höheren Frequenzen - desto mehr Gewicht (Volume-Load/Tonnage) wird bewegt und desto größer ist vermutlich auch der Wachstumsreiz, den man setzt."
Wie gesagt, prinzipiell liegst du nicht ganz falsch (sondern nur ein bisschen), ich sehe es aber trotzdem anders. Ich würde es im Übrigen auch dann anders sehen, wenn das Ergebnis tatsächlich komplett identisch wäre. Lass mich mal elaborieren:
1. Gesamtload (also Gewicht x Reps x Wiederholungen) ist in Bezug auf Hypertrophie irrelevant. EIn Wachstumsreiz wird immer dann gesetzt, wenn man in seinem Satz nahe zum Muskelversagen kommt. Wäre das anders, wären hohe Wiederholungszahlen immer überlegen. Das sind sie aber nicht, eher im Gegenteil.
2. Die Studienlage ist tatsächlich so, dass bei gleichem Volumen die Frequenz keine Rolle spielt. Allerdings wurde in diesen Studien mit kurzen Pausenzeiten gearbeitet, wodurch mehr Volumen benötigt wird um den gleichen Reiz zu setzen. Wenn man nun berücksichtigt, dass es eine Obergrenze für verwertbares Volumen je Einheit gibt, kann man davon ausgehen, dass bei längeren Pausenzeiten (die bei GÜs zu empfehlen sind) diese Grenze überschritten wird wenn man versucht sein gesamtes Wochenvolumen in eine Einheit zu pressen.
3. In Sachen Kraftaufbau sind hohe Frequenzen klar überlegen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Da die meisten, und ganz besonders noch nicht besonders Fortgeschrittene, nicht nur Muskeln, sondern auch Kraft aufbauen wollen, ist eine hohe Frequenz die bessere Wahl.
4. Für Anfänger und nicht weit Fortgeschrittene ist eine hohe Frequenz immer besser, weil sie schon mit wenig Volumen einen maximalen Reiz setzen bzw. ein hohes Volumen je Einheit gar nicht verarbeiten können. Hier eine niedrige Frequenz zu wählen, bedeutet schlicht Zeit zu verschwenden.
Könnte noch ein bisschen weitermachen aber diese Gründe sollten eigentlich schon reichen um eine hohe Frequenz zu präferieren. In der Praxis wird es keinen riesigen Unterschied machen und wenn jemand partout lieber einen hohen Split wählen will, soll er halt machen. Empfehlen würde ich es aber nicht, und wenn dann nur Fortgeschrittenen.
Haben dazu übrigens auch diverse Artikel, schau mal in den Basics-Thread.
Dein Post ist zwar älter, aber dennoch möchte ich darauf eingehen.
"In Sachen Kraftaufbau sind hohe Frequenzen klar überlegen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Da die meisten, und ganz besonders noch nicht besonders Fortgeschrittene, nicht nur Muskeln, sondern auch Kraft aufbauen wollen, ist eine hohe Frequenz die bessere Wahl."
Was ist denn der beste Indikator dafür, dass man Muskeln aufgebaut hat? Sind das nicht Kraftzuwächse? Deswegen erscheint es mir nicht schlüssig, dass du mit dieser Aussage Kraftaufbau vom Muskelaufbau aufzutrennen scheinst.
Und wenn man nun davon aus geht, dass der erste Satz eines Trainings immer der Effektivste ist hinsichtlich Muskelwachstum / Kraftaufbau - Reiz, dann kann es doch nur Sinn machen diesen ersten Satz so oft wie möglich zu machen? Also über eine hohe Frequenz.
Und wenn man z.B. in der Lage ist diesen einen Satz innerhalb von 24 Stunden zu regenerieren, kann es doch wiederrum nur sinnvoll sein, diesen ersten Satz jeden tag auszuführen und ergo jeden Tag einen Reiz zu setzen? ich weiß, dass das in der Praxis niemand tut, jedoch spricht doch zumindest die Theorie dafür...
Habe ich dabei einen Denkfehler? Kenne deine Videos und würde mich über eine Antwort sehr freuen. Darauf konnte mir noch nie Jemand eine fundierte Antwort geben.