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Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

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donjon
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

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Telling runners I'm slow because I lift and telling lifters I'm weak because I run... :guenni:

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Sorrow66
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Wie seht ihr adidas im Moment? Hab die schon länger auf der Watchlist und überlege mal eine Position zu eröffnen.

Hat die sich aktuell hier jemand genauer angeschaut?
Überlebender von Andro :guenni:

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Harun
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

40x long Jesus

Chance ist höher, als dass der Ukraine Krieg dieses Jahr zum Ende kommt oder die Erde flach ist.

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Knolle
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Ich habe jetzt den Abfindungsangebot für meinen Paramount Aktien bekommen. Das war leider ein Griff ins Klo, bzw eine schlechte Empfehlung aus der Wirtschaftswoche. Die Dinge haben sich deutlich schlechter entwickelt als der Markt und ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Mal nachkaufen müssen, um jetzt auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit dem Übernahmeangebot komme ich ungefähr auf Null raus. Naja, wenigstens wieder eine Aktie im Depot weniger :D
Kris_Law
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 09:38 Ich habe jetzt den Abfindungsangebot für meinen Paramount Aktien bekommen. Das war leider ein Griff ins Klo, bzw eine schlechte Empfehlung aus der Wirtschaftswoche. Die Dinge haben sich deutlich schlechter entwickelt als der Markt und ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Mal nachkaufen müssen, um jetzt auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit dem Übernahmeangebot komme ich ungefähr auf Null raus. Naja, wenigstens wieder eine Aktie im Depot weniger :D
Kannst du das mit dem Abfindungsangebot erläutern ? Hast du die Aktie einfach verkauft zum briefkurs ?
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Stefan@05
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert 👍

Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Airbnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.



Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko 😄
Zuletzt geändert von Stefan@05 am 22. Mär 2025, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Knolle
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Kris_Law hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 12:19
Knolle hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 09:38 Ich habe jetzt den Abfindungsangebot für meinen Paramount Aktien bekommen. Das war leider ein Griff ins Klo, bzw eine schlechte Empfehlung aus der Wirtschaftswoche. Die Dinge haben sich deutlich schlechter entwickelt als der Markt und ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Mal nachkaufen müssen, um jetzt auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit dem Übernahmeangebot komme ich ungefähr auf Null raus. Naja, wenigstens wieder eine Aktie im Depot weniger :D
Kannst du das mit dem Abfindungsangebot erläutern ? Hast du die Aktie einfach verkauft zum briefkurs ?
Paramount wurde übernommen. Entweder kann man eine Umwandlung in Aktien bekommen oder eben 15 USD pro Aktie bekommen. Da die Aktie eh nicht so dolle lief und ich meinen Aktienbestand reduzieren will, kommt mir das gelegen.
Kris_Law
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Stefan@05 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert 👍

Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.



Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko 😄
ETFs sind für Otto Normal Bürger. Du glaubst doch nicht wirklich die UHNI haben einen sparplan jeden Monat ? Ich arbeite mit sehr vielen Reichen zusammen, ein Vermögen welches ein Bruchteil eurer Top Manager zusammen in ihrer Karriere verdienen. Keiner hat jemals was von ETFs gesprochen, und machen so viel Cash im Jahr wie ihr euch nicht vorstellen könnt.

Venture Capitals , Private Equity, Real estates.

Da kommen die Vermögen her. Einfach naiv zu glauben, dass ein ETF für einen Multi Millionär eine Option wäre. Das bleibt ein Investment Vehikel für einen normalen arbeiteten der für die Vorsorge im alter investiert.


Ich glaube ich lebe in einer anderen bubble. Klar kenne ich nicht von jedem Kunden die Assets bzw. die Asset Allokation, aber ich kenne ihre Strategie deren Vermögensverwalter. Und dort sind weder ETFs noch crypto’s zu finden, man mag es nicht glauben :)


Keine Immobilie, welche natürlich der Lage und der Größe angemessen ist, wird so viel wert verlieren wie ein All World die letzten Wochen.
Zuletzt geändert von Kris_Law am 22. Mär 2025, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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clayz
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

@Kris_Law

Nein, das ist ja verständlich.

Der Otto Normal Bürger hat einfach nicht den Zugang zu solchen Investment Möglichkeiten.

Und deine betreuten Kunden haben ihr Geld sicherlich nicht auch damit gemacht, dass sie mit kleinem Geld in PE, Ventures oder Bauprojekte investiert haben.

Das Geld kommt ja idr aus Selbstständigkeit oder sehr gut bezahlten Jobs und die Leute fangen dann mit solchen Dingen an.

Das macht Etfs für den Normalen nicht schlechter.
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
Kris_Law
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 13:35 @Kris_Law

Nein, das ist ja verständlich.

Der Otto Normal Bürger hat einfach nicht den Zugang zu solchen Investment Möglichkeiten.

Und deine betreuten Kunden haben ihr Geld sicherlich nicht auch damit gemacht, dass sie mit kleinem Geld in PE, Ventures oder Bauprojekte investiert haben.

Das Geld kommt ja idr aus Selbstständigkeit oder sehr gut bezahlten Jobs und die Leute fangen dann mit solchen Dingen an.

Das macht Etfs für den Normalen nicht schlechter.
Natürlich . Es sind zum Teil auch Erben oder erfolgreiche Unternehmer. Spielt ja aber keine Rolle, dass sie mit dem Vermögen, welches sie erwirtschaftet haben, andere Investment Vehikel nutzen.

Warum sollte ein nils von seinem Verkauf überhaupt eine Sekunden an einen ETF denken? Nochmal: die meisten haben ihren sparplan und legen 100-5000 im Monat in einen ETF. Damit erwarten sie Vermögenserhalt sowie natürlich auch Gewinn. Dieses Kapital ist zu niedrig um anderweitig in VC, PE zu investieren. Bleiben eben Einzelaktien oder andere Strategien übrig, für die man nicht zwingend 6 stellig investieren muss . Eine Person die ein großes Vermögen auf einmal hat , und wir reden nicht von „Oma hat mir 200k geerbt, welchen ETF nehme ich“, wird ganz andere Anlageprodukte verwenden.

Und genau diese Leute, die dann auf einen Schlag mehrere Millionen besitzen, verschwenden keine Sekunde an einen ETF.

Der ETF ist für den Normal Bürger eine super Option, keine Frage. Aber von dort kommt nicht Reichtum. Von dort kommt Sicherheit. Und jemand der hunderte Millionen im Jahr in verschiedene start ups investiert , ist weit weg von Sicherheit.

Nils kauft sich eine Immo in Dubai, und es wird lieber ein ETF vorgeschlagen :guenni: , genug Internet für heute.

Die immo in Dubai ist ein richtig gutes Investment. Habe jetzt schon öfter in meinen beruflichen Umfeld mitbekommen, dass dort investiert wird.

Aber für den normalo bleibt halt nichts weiteres übrig als sich im Renten Alter über sein mittleres 6 Stelliges Depot zu freuen. Das ist die Rendite der Immobilie von Nils in 5-15 Jahren. Und das ist nur eine Immobilie. Damit ihr mal versteht wie das Geld gemacht wird.



Edit: habe mir mal jetzt die Zeit genommen und das erste Video von Nils angeschaut. Er hat mit dem Verkauf von LVLup laut seinen eigenen Aussagen in start ups und Immobilien investiert. PE sicherlich auch ;) bestätigt meine Erfahrung mit vermögenden Personen, das ETFs für diese keine (Prioritäre) Relevanz haben.
Rechtliche Fragen ? Ich helfe gerne —> viewtopic.php?t=1238
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clayz
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Wie gesagt. Ich glaub das ist den neusten hier klar. Wir sind eben keine uhni 😅
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
SiAp
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Stefan@05 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert 👍

Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.



Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko 😄
Das liegt an zwei Dingen.

1. Du hast nicht "verstanden" wie eine Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage funktioniert. (kein Angriff - verstehen man nämlich meistens erst so richtig, wenn man sich es selbst in Excel durchrechnet)

2. Die Leute schmeißen immer 100 unterschiedliche Begriffe durcheinander, weswegen man Probleme hat, sofern man nicht richtig tief drin ist, zu verstehen was gemeint ist. Und meistens verstehen es selbst die Leute nicht, die jetzt - wie er - im Video sprechen.

Bei seiner Aussage über die Rendite (7% Miete - 10% bei Kurzzeitmiete/AirBnB) spricht er von der Bruttomietrendite. Mieterträge dividiert durch Kaufpreis. Ein Immobilieninvestor würde hier dann von "einem 7-Prozenter" sprechen. Das ist aus deutscher Sicht schon nicht schlecht und oftmals in Großstädten schwierig zu erreichen.

Jetzt kommt der Knackpunkt warum Immobilien oftmals schneller große Vermögen entstehen lassen. Die EK-Rendite ist deutlich höher als bei jedem ETF.
Einfaches Beispiel:
Man kauft eine Wohnung für EUR 400.000. Diese Wohnung erwirtschaftet eine monatliche Kaltmiete von EUR 1.667. Das heißt im Jahr EUR 20.000.
Somit liegt man (20.000/400.000) bei 5 % Mietrendite (Investorsprache "ein 5-Prozenter“).
Aber 5 % ist doch weniger als 8 % eines ETF?
Natürlich - aber man hat ja keine EUR 400.000. Man leiht sich lediglich EUR 400.000 für zu 3 % (ging letztes Jahr) von der Bank und zahlt die Nebenkosten von ca EUR 35.000 selbst.

Und siehe da: Investiert habe ich EUR 35.000 und erhalte hierfür EUR 20.000 pro Jahr. Meine Bankrate ist 4,5 % (3 % Zins + 1,5 % Tilgung). Somit gehen im Jahr EUR 18.000 an die Bank. Hiervon wiederum sind EUR 12.000 Zins und EUR 6.000 Tilgung. Die EUR 6.000 Tilgung + die EUR 2.000 (CF-Überschuss) sind beides Vermögenszuwachs.
Ich habe also EUR 35.000 investiert und erhalte hierdurch EUR 8.000 pro Jahr. --> 8.000 / 35.000 = 23 % EK-Rendite.

Realistisches Szenario: Die Miete steigt in den 10 Jahren um insgesamt 35%. Somit werden in 10 Jahren aus EUR 20.000 auf einmal EUR 27.000 Mieteinnahmen. Die Bankrate ist nach wie vor unverändert. Aufgrund der Annuität ist der Tilgungsanteil deutlich höher.
Da wir nach wie vor einen 5-Prozenter besitzen, bedeuten die Mieteinnahmen von EUR 27.000 einen Wohnungswert von EUR 540.000.
Nun hätte man die Möglichkeit die Wohnung nach 10 Jahren zu veräußern. Darlehen ist nun evtl. bei 80 % (= EUR 320.000). Somit bleiben im Verkaufsszenario EUR 220.000 Gewinn. Nicht zu vergessen, der Cashflowüberschuss von über EUR 50.000, den ich über die letzten 10 erwirtschaftet habe, der auch noch bleibt. All das Vorgenannte basiert lediglich auf eingesetzten EUR 35.000 Eigenkapital. Man kann die Wohnung auch behalten und hat dann nach 25 Jahren eine abbezahlte Wohnung.
Wie man sieht ist es lediglich der Leverage-Effekt, den man im ersten Semester des Studiums lernen durfte. Aber hier kann man mal die Schlagkraft in vollen Zügen sehen.
Und nun versteht man auch die wichtigste Regel von Immobilieninvestoren. Gehe so schonend wie nur möglich mit deinem Eigenkapital um, um möglichst viel zu hebeln.
Hat man nämlich einen sehr guten Draht zu seinem Banker bzw. versucht viel zu gestalten, so lassen sich die oben eingesetzten EUR 35.000 EK ggf. noch gänzlich vermeiden. Somit hätte man dann aus dem nichts die oben genannten Vermögenswerte geschaffen. Die EK-Rendite würde sich nicht mal mehr berechnen lassen, da kein EK eingesetzt wurde.

Ich bin ein riesen Freund von ETFs habe aber trotzdem mehrere Immobilien bzw. eine private Immobiliengesellschaft, die wiederum die Immobilien hält um breit aufgestellt zu sein.
Wer das Spiel zu aggressiv spielt kann auch schnell auf die Nase fliegen, wenn zu wenig getilgt wird und bei den Anschlussfinanzierungen einem die Zinsen um die Ohren fliegen.

Muss gerade arbeiten und habe das jetzt schnell runtergeschrieben und nicht nochmal zur Korrektur gelesen. Die Zahlen müssten aber schon passen und sollten realistisch sein.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

SiAp hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 14:43
Stefan@05 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Mär 2025, 12:36 Der gute Nils hat ja mit seinem Level Up Verkauf gut kassiert 👍

Aber ich verstehe die Rechnung bei sowas immer nicht. 7-10% kannste doch locker über nen ETF machen. Fände Wohnungen im Aribnb, dann noch welche zur Langzeitmiete immer stressiger als einfach nen ETF und einfach chillen.



Klar hast du vermutlich ab und an mal nen größeren Drawdown. Aber bei Dubai hat man dafür ja auch ein Länderrisiko 😄
Das liegt an zwei Dingen.

1. Du hast nicht "verstanden" wie eine Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage funktioniert. (kein Angriff - verstehen man nämlich meistens erst so richtig, wenn man sich es selbst in Excel durchrechnet)

2. Die Leute schmeißen immer 100 unterschiedliche Begriffe durcheinander, weswegen man Probleme hat, sofern man nicht richtig tief drin ist, zu verstehen was gemeint ist. Und meistens verstehen es selbst die Leute nicht, die jetzt - wie er - im Video sprechen.

Bei seiner Aussage über die Rendite (7% Miete - 10% bei Kurzzeitmiete/AirBnB) spricht er von der Bruttomietrendite. Mieterträge dividiert durch Kaufpreis. Ein Immobilieninvestor würde hier dann von "einem 7-Prozenter" sprechen. Das ist aus deutscher Sicht schon nicht schlecht und oftmals in Großstädten schwierig zu erreichen.

Jetzt kommt der Knackpunkt warum Immobilien oftmals schneller große Vermögen entstehen lassen. Die EK-Rendite ist deutlich höher als bei jedem ETF.
Einfaches Beispiel:
Man kauft eine Wohnung für EUR 400.000. Diese Wohnung erwirtschaftet eine monatliche Kaltmiete von EUR 1.667. Das heißt im Jahr EUR 20.000.
Somit liegt man (20.000/400.000) bei 5 % Mietrendite (Investorsprache "ein 5-Prozenter“).
Aber 5 % ist doch weniger als 8 % eines ETF?
Natürlich - aber man hat ja keine EUR 400.000. Man leiht sich lediglich EUR 400.000 für zu 3 % (ging letztes Jahr) von der Bank und zahlt die Nebenkosten von ca EUR 35.000 selbst.

Und siehe da: Investiert habe ich EUR 35.000 und erhalte hierfür EUR 20.000 pro Jahr. Meine Bankrate ist 4,5 % (3 % Zins + 1,5 % Tilgung). Somit gehen im Jahr EUR 18.000 an die Bank. Hiervon wiederum sind EUR 12.000 Zins und EUR 6.000 Tilgung. Die EUR 6.000 Tilgung + die EUR 2.000 (CF-Überschuss) sind beides Vermögenszuwachs.
Ich habe also EUR 35.000 investiert und erhalte hierdurch EUR 8.000 pro Jahr. --> 8.000 / 35.000 = 23 % EK-Rendite.

Realistisches Szenario: Die Miete steigt in den 10 Jahren um insgesamt 35%. Somit werden in 10 Jahren aus EUR 20.000 auf einmal EUR 27.000 Mieteinnahmen. Die Bankrate ist nach wie vor unverändert. Aufgrund der Annuität ist der Tilgungsanteil deutlich höher.
Da wir nach wie vor einen 5-Prozenter besitzen, bedeuten die Mieteinnahmen von EUR 27.000 einen Wohnungswert von EUR 540.000.
Nun hätte man die Möglichkeit die Wohnung nach 10 Jahren zu veräußern. Darlehen ist nun evtl. bei 80 % (= EUR 320.000). Somit bleiben im Verkaufsszenario EUR 220.000 Gewinn. Nicht zu vergessen, der Cashflowüberschuss von über EUR 50.000, den ich über die letzten 10 erwirtschaftet habe, der auch noch bleibt. All das Vorgenannte basiert lediglich auf eingesetzten EUR 35.000 Eigenkapital. Man kann die Wohnung auch behalten und hat dann nach 25 Jahren eine abbezahlte Wohnung.
Wie man sieht ist es lediglich der Leverage-Effekt, den man im ersten Semester des Studiums lernen durfte. Aber hier kann man mal die Schlagkraft in vollen Zügen sehen.
Und nun versteht man auch die wichtigste Regel von Immobilieninvestoren. Gehe so schonend wie nur möglich mit deinem Eigenkapital um, um möglichst viel zu hebeln.
Hat man nämlich einen sehr guten Draht zu seinem Banker bzw. versucht viel zu gestalten, so lassen sich die oben eingesetzten EUR 35.000 EK ggf. noch gänzlich vermeiden. Somit hätte man dann aus dem nichts die oben genannten Vermögenswerte geschaffen. Die EK-Rendite würde sich nicht mal mehr berechnen lassen, da kein EK eingesetzt wurde.

Ich bin ein riesen Freund von ETFs habe aber trotzdem mehrere Immobilien bzw. eine private Immobiliengesellschaft, die wiederum die Immobilien hält um breit aufgestellt zu sein.
Wer das Spiel zu aggressiv spielt kann auch schnell auf die Nase fliegen, wenn zu wenig getilgt wird und bei den Anschlussfinanzierungen einem die Zinsen um die Ohren fliegen.

Muss gerade arbeiten und habe das jetzt schnell runtergeschrieben und nicht nochmal zur Korrektur gelesen. Die Zahlen müssten aber schon passen und sollten realistisch sein.
Besser hätte ich‘s nicht schreiben können.
Seitdem ich gut Geld verdiene geht auch nur mehr ein kleiner Teil in ETFs und der Rest in Immobilien. Der Hebel ist einfach enorm…
Würde für Einsteiger jedoch 20% Eigenkapital pro Immobilie empfehlen, um ein bisschen mehr Sicherheit zu haben.
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musclebra1n
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Das sind aber auch Zahlen unter Idealbedingungen.

Glaube nicht, dass das der Standard ist, den jeder private Immobilieninvestor so erreicht.
SiAp
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Überhaupt nicht. Auch hier entsteht die Rendite im Einkauf. Es kommt auch auf die Mikro- und Makrolage an. In der Münchener Innenstadt wird es schwer aus dem Stehgreif einen 5-Prozenter im Privatbereich zu erwischen. Aber sonst absolut realistisch - bestätige ich aus eigener Erfahrung.

Und natürlich muss man sich viele Immobilien ansehen und durchrechnen. Über 90% aller angebotenen Immos rechnen sich nicht, aber es gibt genug da draußen die es wert sind genauer analysiert zu werden. Und es besteht durchaus Luft nach oben. Hier muss man dann allerdings schon viel Zeit ins Netzwerk investieren. Hier könnte flow mehr dazu schreiben. Ich bin ja selbst "nur" kleiner Privatanleger.
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