Der Tinder / Onlinedating Thread

Der große Tag des ersten Treffens. Oder der Herzschmerz nach einer gescheiterten Beziehung.
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Umirin
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

Mitstreiter hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 14:09
Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 13:58
Heist nicht das man sich dauerhaft verstellen muss, aber man kann auch anstreben eine Version von sich selbst zu werden die das bekommt was sie begehrt.
Man darf sich also nur weiterentwicklung unter der Vorraussetzung dass es nichts mit irgendjemand andern zu tun hat? Warum dann Ausbildung und Studium um einen Job zu bekommen, ist ja dementsprechend auch eine Weiterentwicklung für andere Personen bzw. Arbeitgeber.
Wenn du Ausbildung X oder Studium Y machst, weil es dir eine Person geraten hat und der Entschluss eigentlich gar nicht von dir kommt,
dann halte ich das für dumm, ja.

"Warum hast du dann das Studium angefangen?" - Papa/Mama/Bruder/Bester Freund hat gesagt ich soll das machen.

Joa... dann wunder dich nicht, wenn du damit evtl. nicht zufrieden bist.
Ich will Job XY, um einen Job als XY zu bekommen muss mich daran orientieren was die Personengruppe XY bzw. Arbeitgeber von mir erwartet. Ich will XY sein, muss mich dementsprechend an Personengruppe XY orientieren.

Das eine schließt das andere nicht aus.

Wenn man nicht XY sein will dann sollte man es nicht tun, da stimm ich zu.
Ich rede auch nicht von einer Person die sagt sie will nicht der Typ von Person sein die XY macht oder ist, sondern von denen die sich auf Glückskeckssprüchen ausruhen, weil sie entweder zu faul oder sozial so programmiert sind dass sie eine gesteuerte Entwicklung als selbstverrat sehen.
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KiCat
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 12:35
darkes7soul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 07:32 Das ist keine Persönlichkeitsentwicklung, was du beschreibst, sondern dich selbst belügen und weil du dich immer verbiegst, um mal einen wegzustecken bist du auch single und es endet jedes Mal wieder im ärger.

Bin mir auch ziemlich sicher, dass vor allem im Online-Dating deswegen oft alles wieder zerbricht, weil man zu viel fantasiert im Vorfeld und sich anpasst, was man z. B. in der Bio gelesen hat. Wo wir bei dem von Mitstreiter genannten wären.
Das ist nicht verbiegen sondern hinbiegen. Wie willst du eine Person werden die du noch nicht bist ohne das du Maßnahmen ergreifst.
Was erzählst du einem Typen der mit 25 Jungfrau ist, aus Unsicherheit stottert und keinen Blickkontakt mit dem anderen Geschlecht aufrecht erhalten kann, bleib wie du bist?

Gibt es für dich überhaupt forcierte Persönlichkeitsentwicklung oder reitet man einfach eine Welle der Willkürlichkeit die einen übers Leben hinweg formt?
Du bist auch nicht die exakt selbe Person die du vor 10-15 Jahren warst. Wo würden wir denn hinkommen wenn wir einfach stehen bleiben.
Ironisch dass sowas in einem Bodybuilding Forum in Frage gestellt wird, wo es darum geht etwas zu werden was man noch nicht ist...
Hier muss ich nochmal einhaken.
Du kannst deine Persönlichkeit schleifen bilden schaffen wie du willst. Innerlich nutzt dir das null wenn du zb der kleine dicke Jungs warst oder der kleine dünne Junge mit Brille oder mit Augenklappe oder mit asozialen peinlichen Elternhaus. Das Mobbingkind usw . Denn dieses Kind wirst du innerlich immer bleiben. Du kannst noch soviel „Persönlichkeit „ versuchen dir anzueignen. In verschiedenen Situationen und auf bestimmt Äußerungen wirst du IMMER wieder anspringen und genau dieses Kind schaut dann hervor.
Und zwar genau so lange wie du mit „Schminke „ dich anpasst um der zu sein der du meinst sein zu müssen um akzeptiert zu werden bzw. nen Stich landen zu können.

Aber genug davon. Könnt ihr jetzt zerreißen . Ich weiß ja wo ich hier bin. Wollte damit nur sagen ihr solltet ihr selbst sein und weniger auf die aussenwirkung achten.
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Umirin
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

KiCat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 16:15
Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 12:35
darkes7soul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 07:32 Das ist keine Persönlichkeitsentwicklung, was du beschreibst, sondern dich selbst belügen und weil du dich immer verbiegst, um mal einen wegzustecken bist du auch single und es endet jedes Mal wieder im ärger.

Bin mir auch ziemlich sicher, dass vor allem im Online-Dating deswegen oft alles wieder zerbricht, weil man zu viel fantasiert im Vorfeld und sich anpasst, was man z. B. in der Bio gelesen hat. Wo wir bei dem von Mitstreiter genannten wären.
Das ist nicht verbiegen sondern hinbiegen. Wie willst du eine Person werden die du noch nicht bist ohne das du Maßnahmen ergreifst.
Was erzählst du einem Typen der mit 25 Jungfrau ist, aus Unsicherheit stottert und keinen Blickkontakt mit dem anderen Geschlecht aufrecht erhalten kann, bleib wie du bist?

Gibt es für dich überhaupt forcierte Persönlichkeitsentwicklung oder reitet man einfach eine Welle der Willkürlichkeit die einen übers Leben hinweg formt?
Du bist auch nicht die exakt selbe Person die du vor 10-15 Jahren warst. Wo würden wir denn hinkommen wenn wir einfach stehen bleiben.
Ironisch dass sowas in einem Bodybuilding Forum in Frage gestellt wird, wo es darum geht etwas zu werden was man noch nicht ist...
Denn dieses Kind wirst du innerlich immer bleiben. Du kannst noch soviel „Persönlichkeit „ versuchen dir anzueignen. In verschiedenen Situationen und auf bestimmt Äußerungen wirst du IMMER wieder anspringen und genau dieses Kind schaut dann hervor.
Man stelle sich vor man hat eine Mutter die einem das eintrichtert. Naja seis drum, Thema ist für mich hier auch durch.
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 16:31
KiCat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 16:15
Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 12:35

Das ist nicht verbiegen sondern hinbiegen. Wie willst du eine Person werden die du noch nicht bist ohne das du Maßnahmen ergreifst.
Was erzählst du einem Typen der mit 25 Jungfrau ist, aus Unsicherheit stottert und keinen Blickkontakt mit dem anderen Geschlecht aufrecht erhalten kann, bleib wie du bist?

Gibt es für dich überhaupt forcierte Persönlichkeitsentwicklung oder reitet man einfach eine Welle der Willkürlichkeit die einen übers Leben hinweg formt?
Du bist auch nicht die exakt selbe Person die du vor 10-15 Jahren warst. Wo würden wir denn hinkommen wenn wir einfach stehen bleiben.
Ironisch dass sowas in einem Bodybuilding Forum in Frage gestellt wird, wo es darum geht etwas zu werden was man noch nicht ist...
Denn dieses Kind wirst du innerlich immer bleiben. Du kannst noch soviel „Persönlichkeit „ versuchen dir anzueignen. In verschiedenen Situationen und auf bestimmt Äußerungen wirst du IMMER wieder anspringen und genau dieses Kind schaut dann hervor.
Man stelle sich vor man hat eine Mutter die einem das eintrichtert. Naja seis drum, Thema ist für mich hier auch durch.
Cool das du nix kapiert hast . Verwundert jetzt nicht.
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

KiCat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 16:15
Umirin hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 12:35
darkes7soul hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 07:32 Das ist keine Persönlichkeitsentwicklung, was du beschreibst, sondern dich selbst belügen und weil du dich immer verbiegst, um mal einen wegzustecken bist du auch single und es endet jedes Mal wieder im ärger.

Bin mir auch ziemlich sicher, dass vor allem im Online-Dating deswegen oft alles wieder zerbricht, weil man zu viel fantasiert im Vorfeld und sich anpasst, was man z. B. in der Bio gelesen hat. Wo wir bei dem von Mitstreiter genannten wären.
Das ist nicht verbiegen sondern hinbiegen. Wie willst du eine Person werden die du noch nicht bist ohne das du Maßnahmen ergreifst.
Was erzählst du einem Typen der mit 25 Jungfrau ist, aus Unsicherheit stottert und keinen Blickkontakt mit dem anderen Geschlecht aufrecht erhalten kann, bleib wie du bist?

Gibt es für dich überhaupt forcierte Persönlichkeitsentwicklung oder reitet man einfach eine Welle der Willkürlichkeit die einen übers Leben hinweg formt?
Du bist auch nicht die exakt selbe Person die du vor 10-15 Jahren warst. Wo würden wir denn hinkommen wenn wir einfach stehen bleiben.
Ironisch dass sowas in einem Bodybuilding Forum in Frage gestellt wird, wo es darum geht etwas zu werden was man noch nicht ist...
Hier muss ich nochmal einhaken.
Du kannst deine Persönlichkeit schleifen bilden schaffen wie du willst. Innerlich nutzt dir das null wenn du zb der kleine dicke Jungs warst oder der kleine dünne Junge mit Brille oder mit Augenklappe oder mit asozialen peinlichen Elternhaus. Das Mobbingkind usw . Denn dieses Kind wirst du innerlich immer bleiben. Du kannst noch soviel „Persönlichkeit „ versuchen dir anzueignen. In verschiedenen Situationen und auf bestimmt Äußerungen wirst du IMMER wieder anspringen und genau dieses Kind schaut dann hervor.
Und zwar genau so lange wie du mit „Schminke „ dich anpasst um der zu sein der du meinst sein zu müssen um akzeptiert zu werden bzw. nen Stich landen zu können.

Aber genug davon. Könnt ihr jetzt zerreißen . Ich weiß ja wo ich hier bin. Wollte damit nur sagen ihr solltet ihr selbst sein und weniger auf die aussenwirkung achten.
das ist doch quatsch..
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BlackStarZ
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread


Wir schauen uns die wissenschaftliche Lage dazu an.

🔍 1. Wie stark prägen Kindheitserfahrungen Persönlichkeit und Selbstbild?
📌 a) Langfristige Auswirkungen von Mobbing und Traumata
Studien zeigen, dass Mobbingerfahrungen im Kindesalter über Jahrzehnte hinweg messbare Effekte auf psychische Gesundheit, Wohlbefinden und soziales Funktionieren haben. Dazu zählen niedrigere Lebenszufriedenheit, schlechtere Bewältigung negativer Lebensereignisse und sogar höhere Mortalität im späteren Leben bei Personen, die in der Kindheit starkem Mobbing ausgesetzt waren.

Auch traumatische Erfahrungen – z. B. emotionaler Missbrauch oder Vernachlässigung – können Veränderungen in der Entwicklung von Hirnregionen mit sich bringen, die an Emotionen, Selbstregulation und Selbstwahrnehmung beteiligt sind.

📌 b) Einfluss auf Identitätsbildung
Forschung zur Entwicklungspsychologie zeigt: Kindheitserfahrungen, besonders sichere oder unsichere Bindungen und frühe emotionale Erfahrungen, beeinflussen, wie Menschen ein stabiles Selbstkonzept entwickeln. Unsichere oder schädliche Erlebnisse können zu „Identitätskonfusion“ oder einem negativen Selbstbild beitragen, was sich auf spätere Lebensphasen auswirken kann.

📌 c) Selbstkonzept ist beeinflussbar, aber nicht unveränderlich
Der Begriff „self-schema“ aus der Psychologie beschreibt, dass unsere Vorstellungen von uns selbst aus Erfahrungen aufgebaut werden, darunter frühkindliche und soziale Rückmeldungen. Diese Schemata beeinflussen, wie wir in verschiedenen Situationen reagieren. Sie sind lernbar und veränderbar, aber sie werden nicht einfach gelöscht.

🧠 2. Kann man durch Persönlichkeitsentwicklung das Kind „hinter sich lassen“?
📌 a) Persistenz früher Muster
Es gibt keine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass frühe Erfahrungen vollständig verschwinden, wenn man einfach entscheidet, sie nicht mehr zu „sein“. Was aber regelmäßig beobachtet wird, ist:

frühe negative Erfahrungen können langfristige Muster im Selbstbild und Verhalten prägen,

diese Muster werden bei Stress oder emotionaler Aktivierung oft reaktiviert,

ohne gezielte Reflexion/Arbeit laufen sie „automatisch“ ab.

📌 b) Veränderung ist möglich
Gleichzeitig ist Persönlichkeitsentwicklung kein Mythos. Forschung über Resilienz und Selbstkonzept zeigt, dass Menschen ihr Selbstbild und ihre emotionale Regulation über Zeit verändern können, zum Beispiel durch:

sichere Beziehungen im Erwachsenenalter,

therapeutische Interventionen,

neue positive Erfahrungen, die alte negative Muster korrigieren.

Das bedeutet:
➡️ Du trägst deine Vergangenheit nicht ewig unmodifiziert bei dir,
➡️ Aber sie bildet bestimmte Grundmuster, die ohne Reflexion oft wieder aufflammen,
➡️ Und Veränderung braucht mehr als nur oberflächliche Anpassung.

📌 3. Was sagt die Forschung zur Balance zwischen Prägung und Veränderung?
✔ Bindung & Entwicklung
Bindungsforschung (Bowlby, Ainsworth) betont, dass frühe Bindungsmuster die Basis von Selbstvertrauen und Beziehungsfähigkeit legen, aber sie sind nicht vollständig fixiert; sie können durch spätere sichere Beziehungen modifiziert werden.

✔ Resilienz
Studien zeigen, dass Resilienz („innere Stärke“) nicht angeboren, sondern entwickelbar ist, auch wenn frühe Erfahrungen schwierig waren.

🧠 Fazit – Wissenschaftlich formuliert
Die These hat einen wahren Kern, aber sie ist zu absolut formuliert.
✔ Ja – frühe Erfahrungen (z. B. Mobbing, familiäre Stressoren) können langfristige Effekte auf Selbstbild, emotionale Regulation und Reaktionsmuster haben und bei Aktivierung wieder sichtbar werden.

❌ Nein – diese frühen Muster sind nicht unveränderlich oder unüberwindbar durch Persönlichkeitsarbeit, Reflexion und neue Erfahrungen.
➡️ „Persönlichkeitsentwicklung“ ist möglich – sie wirkt aber nicht wie eine „Schalttafel“, die man einfach umlegt. Sie ist ein Prozess aus Bewusstwerdung, Erfahrung, Integration und meist gezielter Arbeit.

Das ist erstmal eine KI natürlich. So wie ich das verstanden habe war Umirins Entwicklung:

Das ist es was ich sein will, und jetzt handele ich danach.

In dem Falle hätte KiCat vollkommen recht, das scheitert.


Ich glaube kaum, dass Umirin damit meinte "Ich mache eine lange Auszeit, gehe in begleitende Psychotherapie, arbeite meine Vergangenheit auf etc.

Denn das wäre der einzige Weg nachhaltig Veränderungen herbei zu führen.
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

Die meisten Frauen stehen halt auf Führung. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, ändert aber nichts am Fakt.
Wenn man also Frauen will und es nicht läuft, dann macht es wohl Sinn was zu ändern.
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Ricky.
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 21:45

Wir schauen uns die wissenschaftliche Lage dazu an.

🔍 1. Wie stark prägen Kindheitserfahrungen Persönlichkeit und Selbstbild?
📌 a) Langfristige Auswirkungen von Mobbing und Traumata
Studien zeigen, dass Mobbingerfahrungen im Kindesalter über Jahrzehnte hinweg messbare Effekte auf psychische Gesundheit, Wohlbefinden und soziales Funktionieren haben. Dazu zählen niedrigere Lebenszufriedenheit, schlechtere Bewältigung negativer Lebensereignisse und sogar höhere Mortalität im späteren Leben bei Personen, die in der Kindheit starkem Mobbing ausgesetzt waren.

Auch traumatische Erfahrungen – z. B. emotionaler Missbrauch oder Vernachlässigung – können Veränderungen in der Entwicklung von Hirnregionen mit sich bringen, die an Emotionen, Selbstregulation und Selbstwahrnehmung beteiligt sind.

📌 b) Einfluss auf Identitätsbildung
Forschung zur Entwicklungspsychologie zeigt: Kindheitserfahrungen, besonders sichere oder unsichere Bindungen und frühe emotionale Erfahrungen, beeinflussen, wie Menschen ein stabiles Selbstkonzept entwickeln. Unsichere oder schädliche Erlebnisse können zu „Identitätskonfusion“ oder einem negativen Selbstbild beitragen, was sich auf spätere Lebensphasen auswirken kann.

📌 c) Selbstkonzept ist beeinflussbar, aber nicht unveränderlich
Der Begriff „self-schema“ aus der Psychologie beschreibt, dass unsere Vorstellungen von uns selbst aus Erfahrungen aufgebaut werden, darunter frühkindliche und soziale Rückmeldungen. Diese Schemata beeinflussen, wie wir in verschiedenen Situationen reagieren. Sie sind lernbar und veränderbar, aber sie werden nicht einfach gelöscht.

🧠 2. Kann man durch Persönlichkeitsentwicklung das Kind „hinter sich lassen“?
📌 a) Persistenz früher Muster
Es gibt keine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass frühe Erfahrungen vollständig verschwinden, wenn man einfach entscheidet, sie nicht mehr zu „sein“. Was aber regelmäßig beobachtet wird, ist:

frühe negative Erfahrungen können langfristige Muster im Selbstbild und Verhalten prägen,

diese Muster werden bei Stress oder emotionaler Aktivierung oft reaktiviert,

ohne gezielte Reflexion/Arbeit laufen sie „automatisch“ ab.

📌 b) Veränderung ist möglich
Gleichzeitig ist Persönlichkeitsentwicklung kein Mythos. Forschung über Resilienz und Selbstkonzept zeigt, dass Menschen ihr Selbstbild und ihre emotionale Regulation über Zeit verändern können, zum Beispiel durch:

sichere Beziehungen im Erwachsenenalter,

therapeutische Interventionen,

neue positive Erfahrungen, die alte negative Muster korrigieren.

Das bedeutet:
➡️ Du trägst deine Vergangenheit nicht ewig unmodifiziert bei dir,
➡️ Aber sie bildet bestimmte Grundmuster, die ohne Reflexion oft wieder aufflammen,
➡️ Und Veränderung braucht mehr als nur oberflächliche Anpassung.

📌 3. Was sagt die Forschung zur Balance zwischen Prägung und Veränderung?
✔ Bindung & Entwicklung
Bindungsforschung (Bowlby, Ainsworth) betont, dass frühe Bindungsmuster die Basis von Selbstvertrauen und Beziehungsfähigkeit legen, aber sie sind nicht vollständig fixiert; sie können durch spätere sichere Beziehungen modifiziert werden.

✔ Resilienz
Studien zeigen, dass Resilienz („innere Stärke“) nicht angeboren, sondern entwickelbar ist, auch wenn frühe Erfahrungen schwierig waren.

🧠 Fazit – Wissenschaftlich formuliert
Die These hat einen wahren Kern, aber sie ist zu absolut formuliert.
✔ Ja – frühe Erfahrungen (z. B. Mobbing, familiäre Stressoren) können langfristige Effekte auf Selbstbild, emotionale Regulation und Reaktionsmuster haben und bei Aktivierung wieder sichtbar werden.

❌ Nein – diese frühen Muster sind nicht unveränderlich oder unüberwindbar durch Persönlichkeitsarbeit, Reflexion und neue Erfahrungen.
➡️ „Persönlichkeitsentwicklung“ ist möglich – sie wirkt aber nicht wie eine „Schalttafel“, die man einfach umlegt. Sie ist ein Prozess aus Bewusstwerdung, Erfahrung, Integration und meist gezielter Arbeit.

Das ist erstmal eine KI natürlich. So wie ich das verstanden habe war Umirins Entwicklung:

Das ist es was ich sein will, und jetzt handele ich danach.

In dem Falle hätte KiCat vollkommen recht, das scheitert.


Ich glaube kaum, dass Umirin damit meinte "Ich mache eine lange Auszeit, gehe in begleitende Psychotherapie, arbeite meine Vergangenheit auf etc.

Denn das wäre der einzige Weg nachhaltig Veränderungen herbei zu führen.
Oder selber aufarbeiten was viel Zeit,Kraft, Enttäuschungen,Schmerz und Erfahrungen bringt/kostet.
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Umirin
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Re: Der Tinder / Onlinedating Thread

BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Feb 2026, 21:45

Wir schauen uns die wissenschaftliche Lage dazu an.

🔍 1. Wie stark prägen Kindheitserfahrungen Persönlichkeit und Selbstbild?
📌 a) Langfristige Auswirkungen von Mobbing und Traumata
Studien zeigen, dass Mobbingerfahrungen im Kindesalter über Jahrzehnte hinweg messbare Effekte auf psychische Gesundheit, Wohlbefinden und soziales Funktionieren haben. Dazu zählen niedrigere Lebenszufriedenheit, schlechtere Bewältigung negativer Lebensereignisse und sogar höhere Mortalität im späteren Leben bei Personen, die in der Kindheit starkem Mobbing ausgesetzt waren.

Auch traumatische Erfahrungen – z. B. emotionaler Missbrauch oder Vernachlässigung – können Veränderungen in der Entwicklung von Hirnregionen mit sich bringen, die an Emotionen, Selbstregulation und Selbstwahrnehmung beteiligt sind.

📌 b) Einfluss auf Identitätsbildung
Forschung zur Entwicklungspsychologie zeigt: Kindheitserfahrungen, besonders sichere oder unsichere Bindungen und frühe emotionale Erfahrungen, beeinflussen, wie Menschen ein stabiles Selbstkonzept entwickeln. Unsichere oder schädliche Erlebnisse können zu „Identitätskonfusion“ oder einem negativen Selbstbild beitragen, was sich auf spätere Lebensphasen auswirken kann.

📌 c) Selbstkonzept ist beeinflussbar, aber nicht unveränderlich
Der Begriff „self-schema“ aus der Psychologie beschreibt, dass unsere Vorstellungen von uns selbst aus Erfahrungen aufgebaut werden, darunter frühkindliche und soziale Rückmeldungen. Diese Schemata beeinflussen, wie wir in verschiedenen Situationen reagieren. Sie sind lernbar und veränderbar, aber sie werden nicht einfach gelöscht.

🧠 2. Kann man durch Persönlichkeitsentwicklung das Kind „hinter sich lassen“?
📌 a) Persistenz früher Muster
Es gibt keine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass frühe Erfahrungen vollständig verschwinden, wenn man einfach entscheidet, sie nicht mehr zu „sein“. Was aber regelmäßig beobachtet wird, ist:

frühe negative Erfahrungen können langfristige Muster im Selbstbild und Verhalten prägen,

diese Muster werden bei Stress oder emotionaler Aktivierung oft reaktiviert,

ohne gezielte Reflexion/Arbeit laufen sie „automatisch“ ab.

📌 b) Veränderung ist möglich
Gleichzeitig ist Persönlichkeitsentwicklung kein Mythos. Forschung über Resilienz und Selbstkonzept zeigt, dass Menschen ihr Selbstbild und ihre emotionale Regulation über Zeit verändern können, zum Beispiel durch:

sichere Beziehungen im Erwachsenenalter,

therapeutische Interventionen,

neue positive Erfahrungen, die alte negative Muster korrigieren.

Das bedeutet:
➡️ Du trägst deine Vergangenheit nicht ewig unmodifiziert bei dir,
➡️ Aber sie bildet bestimmte Grundmuster, die ohne Reflexion oft wieder aufflammen,
➡️ Und Veränderung braucht mehr als nur oberflächliche Anpassung.

📌 3. Was sagt die Forschung zur Balance zwischen Prägung und Veränderung?
✔ Bindung & Entwicklung
Bindungsforschung (Bowlby, Ainsworth) betont, dass frühe Bindungsmuster die Basis von Selbstvertrauen und Beziehungsfähigkeit legen, aber sie sind nicht vollständig fixiert; sie können durch spätere sichere Beziehungen modifiziert werden.

✔ Resilienz
Studien zeigen, dass Resilienz („innere Stärke“) nicht angeboren, sondern entwickelbar ist, auch wenn frühe Erfahrungen schwierig waren.

🧠 Fazit – Wissenschaftlich formuliert
Die These hat einen wahren Kern, aber sie ist zu absolut formuliert.
✔ Ja – frühe Erfahrungen (z. B. Mobbing, familiäre Stressoren) können langfristige Effekte auf Selbstbild, emotionale Regulation und Reaktionsmuster haben und bei Aktivierung wieder sichtbar werden.

❌ Nein – diese frühen Muster sind nicht unveränderlich oder unüberwindbar durch Persönlichkeitsarbeit, Reflexion und neue Erfahrungen.
➡️ „Persönlichkeitsentwicklung“ ist möglich – sie wirkt aber nicht wie eine „Schalttafel“, die man einfach umlegt. Sie ist ein Prozess aus Bewusstwerdung, Erfahrung, Integration und meist gezielter Arbeit.

Das ist erstmal eine KI natürlich. So wie ich das verstanden habe war Umirins Entwicklung:

Das ist es was ich sein will, und jetzt handele ich danach.

In dem Falle hätte KiCat vollkommen recht, das scheitert.


Ich glaube kaum, dass Umirin damit meinte "Ich mache eine lange Auszeit, gehe in begleitende Psychotherapie, arbeite meine Vergangenheit auf etc.

Denn das wäre der einzige Weg nachhaltig Veränderungen herbei zu führen.
Ich hab auch nicht von irgendwelchen Traumas geredet :-) . Hier wird das wieder ins extreme gezogen.
Mal abgesehen davon, finde ich es eine etwas seltsame Einstellung Narben der Vergangenheit einfach abzustempeln als etwas was man nicht verarbeiten kann.
Ich frag mich ja ob diese toleranz auch in die andere Richtung geht. "Nein Schatz ich kann den Müll nicht rausbringen und den Klodeckel schließen, das wurde mir als Kind nicht beigebracht, nicht ein Teil meiner Persönlichkeit, man ist wer man ist".
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