Würde ich so unterschreiben, ich frage mich aber, inwieweit das wichtig ist.Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren9. Sep 2026, 20:29Mir ist witzigerweise grade das hier vom Algorithmus zugespült worden.Abraxas hat geschrieben: zum Beitrag navigieren9. Sep 2026, 15:58 Anbei eine recht lesenswerte Abhandlung, die einen größeren Bogen, ausgehend von Spirelli mit Wurstgulasch und Gut & Günstig Gouda, spinnt.Ich hatte das ja auch vor 2-3 Tagen angemerkt im Vergleich zur Entenpastete aus Frankreich-SPD..
Und vielleicht ist genau das ein Teil des Problems für die anderen Parteien. Man kann ständig über Klassismus und soziale Ausgrenzung sprechen. Aber wenn man gleichzeitig eine politische und kulturelle Ästhetik entwickelt, bei der ein Teller Wurstgulasch mit Spirelli und eine Packung Gut-&-Günstig-Gouda schon etwas sind, bei dem man insgeheim die Nase rümpft, dann wird es schwierig.In Sachsen-Anhalt hat die AfD damit ein Klientel politisiert, das bisher unpolitisch war. Vielleicht eben auch, weil dieses Klientel bisher in einer ganz anderen Welt gelebt hat als die, die bisher Politik gemacht haben. Ulrich Siegmund hat es geschafft, das Politische zurück in deren Welt zu holen.Voller Text:Es geht einfach um die Frage, wer Menschen noch glaubwürdig vermitteln kann: So wie du lebst, ist völlig normal – und wir, die dich vertreten oder vertreten wollen, leben genauso.
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Es ist halt wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dieses geleckte Auftreten, im fein säuberlichen Zwirn, diese wirklich zur Situation unpassenden und unlustigen Witzchen, der klägliche Versuch eine emphatische Verbindung mit den Verkäufern herzustellen. Man merkt, wie einfach alles daran Fake ist, die Schnösel mit dem Pöbel eigentlich nichts zu tun haben wollen oder gar Interesse an ihren Sorgen und Nöten haben und wahrscheinlich froh sind, da schnell wieder wegzukommen, wenn die Kameras aus sind.
Mein Gott ist das ne Farce. Sigmund mit nem läppischen Bild hat da im kleinen Finger die 20-fache Authentizität.
Eine Merkel war teilweise noch hölzerner und weiter weg als ein Wüst - aber zu der Zeit lief es in Deutschland halbwegs, insbesondere wirtschaftlich (was alles, aber nicht ihr Verdienst war). Ein Schröder war sicher absoluter "Volkstribun", dem hat man es abgenommen mit der Flasche Bier - hat ihn auch nicht gerettet: Das Richtige zu tun (Agenda 2010) hat ihm die MAcht gekostet. Kohl auch eher nicht so nahbare nach außen.
Ich würde mal sagen: Solang es dem Land einigermaßen gut geht, insbesondere Arbeitsplätze stabil sind und ein allgemeines Sicherheitsgefühl sind, sehen die Leute darüber hinweg, wenn Politiker eher abgehoben wirken.
Wenn aber politisches Versagen in allen Kernthemen zu den üblichen tatsächlichen oder gefühlten Differenzierungsmerkmalen der Politiker-Kaste dazukommen, wird es einfach schwierig.