Gute Frage, aber hätte jetzt zumindest nicht mitbekommen, dass besonders viele Staaten sich aktuell die Mühe machen würden atomar aufzurüsten - nach einem Nuklearangriff auf ein eigentlich durch den Atomwaffensperrvertrag geschütztes Land könnte sich das aber durchaus ändern. Mit ungewissen Folgen, vielleicht wäre dadurch ja auch der Weltfrieden endlich erreicht, aber eher verbocken wir's bis dahin.Mitstreiter hat geschrieben: zum Beitrag navigieren27. Aug 2026, 11:48Sind wir nicht schon mitten drin?St0ckf15h hat geschrieben: zum Beitrag navigieren27. Aug 2026, 10:41 Und ob eine Kalter Krieg 2.0 im besten Interesse der Menschheit ist, wage ich halt zu bezweifeln.
Andererseits hat Russland halt auch keine Garantie, dass die Bombe deren Forderungen entscheidend mehr Nachdruck verleihen würde - hat ja bisher die reine Drohung auch nicht, Rote Linien die gezogen wurden usw.
Also wenn du Kiew platt machst, dann hast du damit vielleicht Selenksyj und die oberste Armeeführung (zusammen mit etlichen hunderttausenden bzw. Millionen Zivilisten) ausgeschaltet, aber an der Lage an der Front ändert das nicht viel. Wenn du so lange weitermachst, bis der Widerstand komplett zusammenbricht, das Land quasi ausgelöscht ist, dann hast du als Eroberer, bis auf die reine Landmasse, auch nichts gewonnen; Das macht also für Russland ebenfalls keinen Sinn (bei Taiwan übrigens dasselbe - welchen Wert hat denn ein reines Stück Land ohne seine Bewohner, seine Wirtschaft, Technologie und Infrastruktur? Im Grunde nicht viel, nutzbare Böden und Bodenschätzte, sowie den strategisch militärischen Wert mal ausgenommen).
Japan hat ja auch nicht primär wegen den eingesetzten Atombomben aufgegeben, sondern weil der Krieg auch sonst schon lange verloren war; Im Grunde wurde durch diese damals neuartige Machtdemonstration der ganze "Prozess des Einsehens" massiv beschleunigt.
Ein Kampf bis zum bitteren Ende, ein japanischer Volkssturm, wenn man so will, hätte wohl, bedingt durch Japans geographische Lage, schlussendlich mehr effektive Gegenwehr erreichen können, als es in Deutschland der Fall war, und zu noch viel mehr Toten geführt - insbesondere auch unter den Alliierten.
Die Ukraine wird sich hingegen von Anfang an bewusst gewesen sein, dass Russland als Nuklearmacht diese Möglichkeiten ebenfalls hat - aber auch, dass sie selbst davon zurückschrecken.
Man muss ja schließlich auch vor dem eigenen Volk Rechenschaft ablegen, wenn man solche Waffen einsetzt - vor allem gegen das "russische Brudervolk" der Ukrainer, die es ja laut Putin gar nicht gibt; Sind ja alles Russen in seinen Augen.
Also einen Feind, den man nicht greifen kann, kann man mit solchen Waffen auch nicht effektiv bekämpfen - Und Russlands Feind ist ja das Naziregime in Kiew, nicht die Ukraine an sich.
Genauso, wie es in den Kriegen der Vergangenheit halt Saddam Hussein war, oder der Kommunismus, oder der Terrorismus, oder religiöse Ideologien und nicht die Iraker, die Vietnamesen, die Afghanen an sich usw.
Der Geist wurde also bisher einmal aus der Flasche gelassen, und nachfolgend waren sich eigentlich alle einig, dass es wohl besser ist, wenn das nicht mehr passiert.
Und ich denke zumindest dabei wird es auch bleiben, außer wir geben das Projekt Menschheit als Ganzes gemeinschaftlich auf.