Wie gesagt, der Essay ist ganz gut und bildet die Spitze dessen ab, was man im Mainstream zu lesen bekommt und da lehnt er sich schon aus dem Fenster.Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren22. Aug 2026, 09:20Wobei man fairerweise sagen muss, dass er den Export nicht anspricht. Mittlerweile haben die meisten wohl gerafft, dass es nur noch um Verteidigung gehen kann.Abraxas hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Aug 2026, 21:38 Ganz netter Essay, kann man sich mal geben. Treffend in etlichen Punkten, auch wenn er sehr stark auf das Thema Freiheit abhebt, Liberaler halt. In erster Linie geht es doch darum, dass wir und unsere Zivilisation/ Art zu leben erhalten bleiben und nicht um einen Export universeller Werte.
What exactly, though, are we trying to strengthen? The West is an idea, not a location.
Why do we need to strengthen the West? Because otherwise the tyrants win.
Die sonstige Analyse teile ich weitestgehend. Es bleibt halt bei der wichtigen message: Wenn wir nicht bald unsere Eier wiederfinden, sind wir am Arsch. Egal ob rechts oder libcon (und sehr sehr viele Linke auch)
Dennoch:
Er verortet den Westen doch gerade nicht als Ort sondern als Idee, bedauert den zurückgegangen Prozentsatz der Länder die Demokratien sind und meint wir müssen den Westen stärken, damit die Tyrannen nicht gewinnen und nicht nur um unserer selbst willen.
Kein Wort dazu dass die liberale Demokratie vielleicht auch ihren Anteil daran haben könnte (Minderheitenfetisch, Gleichheitspostulat etc) und das nur ihre konsequentesten Auswüchse sind, kein Wort zu Überfremdung und gekippten Mehrheitsverhältnissen.
Das macht für ihn ja offenbar auch keine Probleme/ keinen Unterschied, denn wenn man die Idee teilt und arbeiten geht ist man im Club. Willensnation. Das ist halt unterkomplex.
High Trust Society, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Heimatverlust, ethnische Wahl/ Nepotismus und ethnokulturelle Spannungen etc. Die USA sind obsessed mit Race und einzelne umstrittene Fälle können zu tagelangen Ausschreitungen und Plünderungen führen. Die weißen Amis haben ein starkes Unbehagen, dass sie bald nur noch größte Minderheit aber keine Mehrheit mehr sind, auch ohne Islam und mit Zuwanderern die arbeiten..
Er gibt ja klar zu erkennen, dass er kein Partikularist sondern Universalist ist. Jeder der es nicht macht wie wir ist das Böse/ ein Tyrann. Auch kein Wort dazu dass man die halbe islamische Welt unter dem Deckmantel das Gute bringen zu wollen ins komplette Chaos gestürzt hat. Manchmal ist "suboptimal, aber funktioniert halbwegs für diese Leute" halt besser als ein kompletter Failed State mit Warlords. Aber das versteht man nicht, wenn man glaubt, dass jeder im Kern seines Wesens eigentlich ein liberaler Westler ist und das alles nur ein bisschen Folklore mit lustigen Hüten und bunten Gewändern ist.
Die postulierte Schuld bezieht er auch nur schwammig auf den Kolonialismus. Die deutsche Zivilreligion lässt er nachvollziehbarerweise unangetastet, ist er doch glühender Anhänger Israels und sonst gäbe es auch richtig Ärger.
What exactly, though, are we trying to strengthen? The West is an idea, not a location.
Freedom’s most important word is “no.” Dissent is self-determination. It is liberating to say: “No, I see it differently.” With “no,” the freedom to think and act begins. The freedom to say no stands in stark contrast to the unfreedom of having to say yes. Democracies are no-saying societies. Dictatorships are yes-saying societies. Liberty is inherently critical of authority; it permits and encourages contradiction – precisely what autocrats cannot abide. That is why dictators wish to weaken the West.
Braucht es da wirklich (auch noch strategisch platzierte) Islamisten? Gibt es diese klare Trennlinie überhaupt und wissen wir es in puncto Integration/ gekippte Mehrheitsverhältnisse/ "Reislamisierung" im Falle des Falles/ Solidarisierung und durch Zuzug konservativer Glaubensbrüder nicht besser? Hat nicht ganz Europa die gleichen Erfahrungen gemacht? Naiv + restpolitische Korrektheit zur Beschwichtigung. Dann sagt man halt einfach nichts dazu, aber das muss nicht sein. China kennt solche Restkorrektheiten bekanntlich nicht und ist da völlig gnadenlos..The most damning figure: a mere 21 percent of the world’s population lives in countries classified as “free,” compared with 46 percent two decades ago.
Islamist milieus – including strategically placed jihadists – have spent years undermining western societies and their foundational values.
True Islamophobia lies in failing to distinguish between those who wish to integrate peacefully into the West and those who enter to abuse its systems and destroy its values.
Why do we need to strengthen the West? Because otherwise the tyrants win.