Hast du wohl noch nicht mitbekommen, dass der Anschlag auch eine Form von Rechtsextremismus war.Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 14:53 https://taz.de/Konzert-in-der-Columbiah ... /!6205424/
"Benefizkonzert nach CSD-Anschlag
Baran Kok, Ikkimel und Grönemeyer twerken für Solidarität
Nach dem Angriff auf den CSD wird die Berliner Columbiahalle zum Ort queerer Wut auf Rechtsextreme, LGBTQIA*-Feindlichkeit und Friedrich Merz.
Zwischen sechs Polizeiwagen und einigen Sicherheitspollern versammeln sich schon Stunden vor Konzertbeginn Hunderte vor der Columbiahalle. Teenager in Antifa-Shirts suchen mit Pappschildern nach Tickets – sie werden keines mehr finden. Bereits wenige Stunden nach Verkaufsstart waren die Tickets für das Solikonzert in der Columbiahalle vergriffen.
16 Künstler*innen treten an diesem von Baran Kok organisierten Abend als Reaktion auf den islamistischen Anschlag beim diesjährigen Berliner CSD auf. Musikalisch findet sich an dem Abend von OG Lus Frankfurter Assi-Rap, Mariybus Technorap-Stil bis zu Indie-Pop von Blond und Grönemeyers Balladen alles.
Kurz nach Öffnen 90 Minuten vor dem Konzert ist die Eventhalle fast vollständig gefüllt. Mädchengruppen neben Müttern mit ihren Söhnen und schwarz gekleideten Antifas. Progressive Prideflaggen werden gehisst, selbstgebastelte Schilder rausgeholt, „Papa Herbie und Mama ikki machen die Fresse auf für queere Rechte“ steht auf einem.
Als Dragqueen Barbie Breakout das Konzert eröffnet, jubelt die Menge. Der Raum wird sehr schnell still, als Barbie Breakout anfängt, über den Anschlag vom 25. Juli zu sprechen, bei welchem 31 Menschen verletzt wurden und eine 65-jährige Frau starb. „Ich bin scheiße wütend“, ruft die Dragqueen, „wütend auf die Regierung die unsere Gelder kürzt, Draglesungen verbietet und uns nicht respektiert“.
Wut auf die Regierung und explizit auf Merz
Als die ersten Acts zu spielen anfangen, ist das Publikum wieder da. Zu Ceren gehen die Hände hoch, zu OG Lu rappt der Saal den Text mit. Alle Künstler*innen spielen zwei Songs, zwischendurch halten die Schwulenberatung Berlin und CSD-Organisator*innen aus dem ländlichen ostdeutschen Raum Reden. An sie gehen auch die Spenden, die durch die Konzerttickets gesammelt wurden.
Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen!
Gloria Viagra
Je länger der Abend wird, desto mehr „Alerta“- und „Merz leck Eier“-Sprechchöre ertönen aus dem Publikum. Soho Bani und Baran Kok ändern extra ihre Songtexte, um dem Kanzler einen mitzugeben. Auch Gloria Viagra, die zweite Drag an diesem Abend, ruft „Januar, Februar, Arschloch, April“ in die Menge. Viagra ist wütend und fordert eine radikalere queere Szene: „Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen!“
Gloria Viagra spricht aber wie viele andere an diesem Abend nicht nur von LGBTQIA+-Themen – „Solidarität ist nicht teilbar!“ Der Schöneberger Apsilon rappt über die NSU-Morde, OG Lu über Molotowcocktails gegen die Polizei und Baran Kok solidarisiert sich mit Kurdistan und Palästina.
Solidarität über LGBTQIA+ hinaus
Die Columbiahalle erlebt ihren bis dahin lautesten Moment an diesem Abend, als der 70-jährige Herbert Grönemeyer die Bühne betritt. Seine Rede gegen Queerfeindlichkeit bejubelt das Publikum so sehr, dass die Hälfte der Worte untergeht. Anschließend liefert Grönemeyer dann ab, er singt, tanzt und twerkt, was das Zeug hält.
Die Einzigen, die an diesem Abend mehr twerken als Herbert Grönemeyer, sind Ikkimel und Baran Kok. Der Saal schreit zu Moshpits den Text von „Keta und Krawall“ auswendig mit. Der Abend endet mit einer Rede des Veranstalters Baran Kok, als er spricht, wird der ganze Raum noch einmal ruhig.
Der Freiburger redet an diesem Abend das erste Mal über sein Outing. Bisher habe er öffentlich nicht darüber sprechen wollen, weil er nicht von der Presse wegen seiner kurdischen Herkunft in eine Schublade gesteckt werden wollte. Baran Kok richtet sich auch ans Publikum, fordert von ihnen und der deutschen Musikszene mehr Haltung, mehr Fresse auf für queere Freiheit: „Wenn deine Lieblingskünstler dich nicht akzeptieren, sollten es nicht deine Lieblingskünstler sein.“
Da fährt ein Islamist in einen CSD-Umzug und üblichen Verdächtigen machen Soli-Front gegen Rechts.. ist das jetzt schon Schizophren oder nicht ?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 14:53 https://taz.de/Konzert-in-der-Columbiah ... /!6205424/
"Benefizkonzert nach CSD-Anschlag
Baran Kok, Ikkimel und Grönemeyer twerken für Solidarität
Nach dem Angriff auf den CSD wird die Berliner Columbiahalle zum Ort queerer Wut auf Rechtsextreme, LGBTQIA*-Feindlichkeit und Friedrich Merz.
Zwischen sechs Polizeiwagen und einigen Sicherheitspollern versammeln sich schon Stunden vor Konzertbeginn Hunderte vor der Columbiahalle. Teenager in Antifa-Shirts suchen mit Pappschildern nach Tickets – sie werden keines mehr finden. Bereits wenige Stunden nach Verkaufsstart waren die Tickets für das Solikonzert in der Columbiahalle vergriffen.
16 Künstler*innen treten an diesem von Baran Kok organisierten Abend als Reaktion auf den islamistischen Anschlag beim diesjährigen Berliner CSD auf. Musikalisch findet sich an dem Abend von OG Lus Frankfurter Assi-Rap, Mariybus Technorap-Stil bis zu Indie-Pop von Blond und Grönemeyers Balladen alles.
Kurz nach Öffnen 90 Minuten vor dem Konzert ist die Eventhalle fast vollständig gefüllt. Mädchengruppen neben Müttern mit ihren Söhnen und schwarz gekleideten Antifas. Progressive Prideflaggen werden gehisst, selbstgebastelte Schilder rausgeholt, „Papa Herbie und Mama ikki machen die Fresse auf für queere Rechte“ steht auf einem.
Als Dragqueen Barbie Breakout das Konzert eröffnet, jubelt die Menge. Der Raum wird sehr schnell still, als Barbie Breakout anfängt, über den Anschlag vom 25. Juli zu sprechen, bei welchem 31 Menschen verletzt wurden und eine 65-jährige Frau starb. „Ich bin scheiße wütend“, ruft die Dragqueen, „wütend auf die Regierung die unsere Gelder kürzt, Draglesungen verbietet und uns nicht respektiert“.
Wut auf die Regierung und explizit auf Merz
Als die ersten Acts zu spielen anfangen, ist das Publikum wieder da. Zu Ceren gehen die Hände hoch, zu OG Lu rappt der Saal den Text mit. Alle Künstler*innen spielen zwei Songs, zwischendurch halten die Schwulenberatung Berlin und CSD-Organisator*innen aus dem ländlichen ostdeutschen Raum Reden. An sie gehen auch die Spenden, die durch die Konzerttickets gesammelt wurden.
Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen!
Gloria Viagra
Je länger der Abend wird, desto mehr „Alerta“- und „Merz leck Eier“-Sprechchöre ertönen aus dem Publikum. Soho Bani und Baran Kok ändern extra ihre Songtexte, um dem Kanzler einen mitzugeben. Auch Gloria Viagra, die zweite Drag an diesem Abend, ruft „Januar, Februar, Arschloch, April“ in die Menge. Viagra ist wütend und fordert eine radikalere queere Szene: „Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen!“
Gloria Viagra spricht aber wie viele andere an diesem Abend nicht nur von LGBTQIA+-Themen – „Solidarität ist nicht teilbar!“ Der Schöneberger Apsilon rappt über die NSU-Morde, OG Lu über Molotowcocktails gegen die Polizei und Baran Kok solidarisiert sich mit Kurdistan und Palästina.
Solidarität über LGBTQIA+ hinaus
Die Columbiahalle erlebt ihren bis dahin lautesten Moment an diesem Abend, als der 70-jährige Herbert Grönemeyer die Bühne betritt. Seine Rede gegen Queerfeindlichkeit bejubelt das Publikum so sehr, dass die Hälfte der Worte untergeht. Anschließend liefert Grönemeyer dann ab, er singt, tanzt und twerkt, was das Zeug hält.
Die Einzigen, die an diesem Abend mehr twerken als Herbert Grönemeyer, sind Ikkimel und Baran Kok. Der Saal schreit zu Moshpits den Text von „Keta und Krawall“ auswendig mit. Der Abend endet mit einer Rede des Veranstalters Baran Kok, als er spricht, wird der ganze Raum noch einmal ruhig.
Der Freiburger redet an diesem Abend das erste Mal über sein Outing. Bisher habe er öffentlich nicht darüber sprechen wollen, weil er nicht von der Presse wegen seiner kurdischen Herkunft in eine Schublade gesteckt werden wollte. Baran Kok richtet sich auch ans Publikum, fordert von ihnen und der deutschen Musikszene mehr Haltung, mehr Fresse auf für queere Freiheit: „Wenn deine Lieblingskünstler dich nicht akzeptieren, sollten es nicht deine Lieblingskünstler sein.“
Da fährt ein Islamist in einen CSD-Umzug und üblichen Verdächtigen machen Soli-Front gegen Rechts.. ist das jetzt schon Schizophren oder nicht ?
Damit ist das intellektuelle Niveau dieser bubble auch ganz gut eingeordnet.Papa Herbie und Mama ikki machen die Fresse auf für queere Rechte“
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Ja nur ist das halt dermaßen absurd verallgemeinert, warum nicht gleich ein Solikonzert gegen Männer? Wäre genau so Unfug.BigRon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 15:02
Hast du wohl noch nicht mitbekommen, dass der Anschlag auch eine Form von Rechtsextremismus war.
H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Okt 2023, 12:20 Re: Supp für die Potenz
Zum Test mal den all night long von hinten testen
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Tatsächlich bin ich der Meinung die AFD würde Juden mehr schützen als die aktuellen Parteien welche eher deren Feinde präferieren.Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 13:12 Es wird wieder nachgelegt![]()
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... cc201ac1e1»Ich sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied zur NSDAP«
Charlotte Knobloch empfiehlt, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu prüfen. Die Partei ähnele zunehmend der NSDAP. Im Kampf um die Demokratie hält die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden radikale Mittel für angemessen.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Das sehen nicht wenige Juden wohl ähnlich. Aber Frau Knobloch ist eben eine altgediente Funktionärin, die noch die richtige Haltung hat..Mr. Brent hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 18:44Tatsächlich bin ich der Meinung die AFD würde Juden mehr schützen als die aktuellen Parteien welche eher deren Feinde präferieren.Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 13:12 Es wird wieder nachgelegt![]()
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... cc201ac1e1»Ich sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied zur NSDAP«
Charlotte Knobloch empfiehlt, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu prüfen. Die Partei ähnele zunehmend der NSDAP. Im Kampf um die Demokratie hält die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden radikale Mittel für angemessen.
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Darwin award wurde auch wieder vergeben:
Abgelehnter 14-jähriger Asylbewerber hantiert mit Softair-Waffe – Polizei schießt ihn nieder
https://www.welt.de/vermischtes/krimina ... ieder.htmlEin 14-Jähriger ist bei einem Polizeieinsatz in München-Schwabing durch einen Schuss in den Oberkörper schwer verletzt worden. Der Schüler aus dem Landkreis Miesbach hatte am Dienstagabend auf der Straße mit einer Pistole hantiert. Als Zivilbeamte ihn aufforderten, die Waffe fallen zu lassen, habe er sich mit der Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht, berichtete Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Daraufhin habe ein Beamter geschossen.
((noch)keine paywall)
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Natürlich wäre es das. Aber die eigene politische Einstellung darf ja nicht ins wanken geraten, siehe Tilo Jung. Für ihn war die DDR rechts, die UdSSR rechts und auch dieser Anschlag ging von einem Rechtsextremisten aus.H_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 16:54Ja nur ist das halt dermaßen absurd verallgemeinert, warum nicht gleich ein Solikonzert gegen Männer? Wäre genau so Unfug.BigRon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 15:02
Hast du wohl noch nicht mitbekommen, dass der Anschlag auch eine Form von Rechtsextremismus war.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Sachen gibt's.
Das probieren doch schon seit 10 Jahren dutzende Leute und mit Merz hat man schon die konservativste Option bekommen.
Text:
BREAKING NIUS: Der CDU-Spender von AfD-Kandidat Ulrich Sigmund outet sich. Es handelt sich um den amtierenden CDU-Bürgermeister von Altmärkische Höhe, Bernd Prange. Er spendet der AfD nicht 5000, sondern 10.000 Euro und fordert CDU-Wähler in einer persönlichen Erklärung auf, bei der Landtagswahl am 6. September die AfD zu wählen, um den Linkskurs der CDU zu beenden. Und er fordert den Sturz von Friedrich Merz!
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Text:
BREAKING NIUS: Der CDU-Spender von AfD-Kandidat Ulrich Sigmund outet sich. Es handelt sich um den amtierenden CDU-Bürgermeister von Altmärkische Höhe, Bernd Prange. Er spendet der AfD nicht 5000, sondern 10.000 Euro und fordert CDU-Wähler in einer persönlichen Erklärung auf, bei der Landtagswahl am 6. September die AfD zu wählen, um den Linkskurs der CDU zu beenden. Und er fordert den Sturz von Friedrich Merz!
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
ich sehe meine polymarket Wette auf fritze weg vor 2027 massiv steigenAbraxas hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Aug 2026, 19:50 Sachen gibt's.Das probieren doch schon seit 10 Jahren dutzende Leute und mit Merz hat man schon die konservativste Option bekommen.
Text:
BREAKING NIUS: Der CDU-Spender von AfD-Kandidat Ulrich Sigmund outet sich. Es handelt sich um den amtierenden CDU-Bürgermeister von Altmärkische Höhe, Bernd Prange. Er spendet der AfD nicht 5000, sondern 10.000 Euro und fordert CDU-Wähler in einer persönlichen Erklärung auf, bei der Landtagswahl am 6. September die AfD zu wählen, um den Linkskurs der CDU zu beenden. Und er fordert den Sturz von Friedrich Merz!
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Die CDU ist mausetot, Gegenwehr auf Niveau eines 2. Klässlers, blutleer und ohne einzigen Trumpf in der Hand. Unter dem originalen Video des Herrn Schulze sehen die Kommentare ähnlich bescheiden aus.
Nie in der deutschen Geschichte war es einfacher, der CDU Wählerstimme auf Wählerstimme abzuknöpfen. Sigmund marschiert mühelos am 6. September durch.
Nie in der deutschen Geschichte war es einfacher, der CDU Wählerstimme auf Wählerstimme abzuknöpfen. Sigmund marschiert mühelos am 6. September durch.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://taz.de/Lesbisches-Cruising-im-T ... /!6192957/
Berlin enttäuscht einfach nie.. hier werden einfach mal eben fragwürdige gemeinschaftliche Verstöße nach § 183a "Erregung öffentlichen Ärgernisses"zum politischen Statement hochstilisiert"Lesbisches Cruising im Tiergarten
Wo die Amazone wacht
Frauen* treffen sich im Berliner Tiergarten den Sommer über zum Cruising im Grünen. Warum die Sextreffen auch ein politisches Statement sind.
Sommer in der Stadt: Die Hitze steht zwischen den Häusern. Viele suchen sich einen See zur Abkühlung. Wen es nicht ans Wasser zieht, findet Schatten im Park oder – wir sind in Berlin – heiße Abenteuer. Der Tiergarten, die größte und stadtgeschichtlich eine der ältesten Grünflächen, wurde ursprünglich für die königliche Jagd angelegt, 1833 vom preußischen König Friedrich II. aber als Volkspark freigegeben. Auf die Jagd folgte die Artenvielfalt. Bis heute beherbergt der Park eine große Anzahl an Tieren und Pflanzen, doch auch für menschliche Vielfalt ist hier Platz.
Schon während der Weimarer Republik wurde das dichte Grün von Bäumen und Büschen von denjenigen genutzt, deren Liebe und Sexualität verboten war. Schwule, trans- und bisexuelle Menschen nutzten den Tierpark als Ort des Kennenlernens und der Intimität. Sexuelle Begegnungen zwischen Wiesen und Wildblumen waren hier möglich und unter schwulen Männern weit über Berlin hinaus als Treffpunkt bekannt.
Das Cruising – aus der englischen Seefahrersprache: „mit dem Schiff kreuzen, herumfahren“ – war über lange Zeit eine der wenigen Möglichkeiten, sich abseits der heteronormativen Gesellschaft zu zeigen, sich zu treffen und – spontan und anonym – sexuell Kontakt zu haben. Durch Verbote und Ausgrenzung hat diese Art des Kennenlernens eine lange Tradition bei Menschen die Sexualität und Liebe außerhalb der „Norm“ suchen.
Allerdings führt das Treffen im Freien auch immer wieder zu Gewalt gegenüber queeren Menschen und zu „Nutzungskonflikten“: Das Grünflächenamt hat etwas gegen das Cruising mit dem Hinweis auf den Schutz der Pflanzen. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) ließ erst kürzlich Flugblätter gegen schwules Cruising verteilen.
Am Venushügel treffen sich immer mittwochs Frauen*
Dass sich im Tiergarten, passenderweise am Venushügel, nahe der Straße des 17. Juni, zwischen Stauden und wildem Lavendel, auch ein Treffpunkt für Frauen* befindet, ist wenig bekannt. Dort, rund angelegt, mit einem Kiesweg und umstehenden Bänken, kann man gut flanieren, sich setzen und hat alle Kommenden im Blick. Jeden Mittwochabend verwandelt sich dieser üppig bepflanzte Platz rund um die große Bronzeplastik „Amazone zu Pferde“ in einen Raum für weibliche* Lust.
Was für Außenstehende wie ein entspannter Abend im Park aussieht, ist für einen Teil der queeren Community mehr als nur ein Treffpunkt unter freiem Himmel. Es ist ein Ort der Sichtbarkeit von Frauen und ihrer Sexualität – was auch heute, 100 Jahre nach dem Aufstellen der stolzen Reiterin, nicht selbstverständlich ist.
Die Bronzeplastik ist eine von drei Amazonen-Statuen in Berlin, alle um 1900 von männlichen Künstlern geschaffen. Der Frauenkörper trägt nur ein angedeutetes Gewand, die linke Brust ist ganz nackt. Was gängig ist für die Art, wie Männer Frauen abbilden, ist bei dieser Skulptur, einer Amazone (a-mazos – ἀμαζός „brustlos), einer Kriegerin, die laut Legende ihre Brüste abschnitt für den Kampf und nicht dekorativ herzeigt, noch verdrehter. Die sexualisierte Darstellung von nackten oder fast nackten weiblichen Körpern lässt sich überall finden, wie die feministischen Kunstaktivistinnen der Guerrilla Girls schon fragten: „Müssen Frauen nackt sein, um ins Museum zu kommen?“
Ob man für die Berliner Amazone vielleicht einen Pulli stricken sollte? Schließlich sind unsere Winter sehr lang. In Dänemark hat eine Aktivistinnengruppe Vergleichbares getan, um darauf hinzuweisen, dass es in dem kleinen nordischen Königreich dreimal so viele nackte Frauenstatuen gibt wie solche, mit einem Namen.
Auftakt zur Saison mit einem „Ficknick“
Aber bevor jetzt jemand darauf hinweist, dass es nicht sexistisch, sondern kämpferisch-symbolisch gemeint sei, wenn Revolutionärinnen zum Beispiel jung und oben ohne dargestellt werden: Verzeiht die Frage nach ähnlichen Beispielen eines tapferen Ritters oder Feldherrn, der als Zeichen der Stärke „unten ohne“ dargestellt wird. Aber das führt hier zu weit. Nehmen wir einfach an, die Kunstwelt sei heute gerechter als früher und wir suchen rund um die reitende Amazone nach lebendigen Brüsten …
„Die lesbische Cruising-Kultur im Tiergarten, die mit einem Ficknick Ende Mai ihren Auftakt feiert und sich bis in den Oktober erstreckt, ist eine kreative, aber keine statische Veranstaltung“, sagt Polly Fannlaf, eine der Gründerinnen dieser Idee und des Freudenfluss Netzwerkes.
Fannlaf beschreibt das Treiben im Grünen als eine „offene Praxis“. Ihr Ablauf sei maßgeblich von den Teilnehmenden und der Dynamik der jeweiligen Begegnungen abhängig. „Das Agieren im blühenden Park, frei vom Druck festgelegter Erwartungen, macht einfach Spaß“, sagt Fannlaf. „Man etabliert Wege und Aktivitäten dort, wo man sie sehen möchte. Durch das wiederholte Besuchen werden diese Orte als Räume für die Community verankert. Die öffentliche Präsenz fungiert so als notwendiges Mittel gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.“
Laura Méritt, eine feministische Ikone Berlins, organisiert seit Jahrzehnten Treffen für weibliche Sexualität, sagt, dass „es darum geht, dass lesbisches Leben und Frauensexualität im öffentlichen Raum genauso selbstverständlich präsent sein sollen wie alle anderen Lebensentwürfe“. Méritt verweist dabei auf eine lange Tradition: „Aktivistinnen der 1920er Jahre kämpften schon gegen diskriminierende Gesetze und für die öffentliche Sichtbarkeit von Frauen.“
Öffentliche Orte in Anspruch nehmen
Diese historische Einordnung unterstreicht, dass das heutige Handeln Teil eines fortlaufenden Prozesses ist, bei dem es darum geht, öffentliche Orte in Anspruch zu nehmen. Vom Händchenhalten bis zu allen Arten von Liebe. Im Sommer des Jahres 1929, als die Statue der Amazone errichtet wurde, gab es drei wöchentlich erscheinende lesbische Zeitschriften, die natürlich auch die Liebe zwischen Blumen im Park erwähnen. „Heute, ein Jahrhundert, später sollte Liebe unter Frauen selbstverständlich sein, dennoch sind wir auch in Berlin – der ‚bunten Insel‘ – kaum sichtbar“, sagt Méritt.
Als einem lesbischen Paar das Küssen in einer Eisdiele untersagt wurde, wurden spontane Kiss-ins organisiert. Auch gegen sexualisierte Gewalt an Frauen demonstrieren Polly Fannlaf und Laura Méritt seit Jahrzehnten, ganz wie es sich die antiken Griechinnen in einem Theaterstück von Aristophanes gewünscht hätten: „Lysistrata so wird's geschehen: Wir Frauen, sind, steh'n wir nur zusammen.“
„Der gemeinsame Kampf gegen sexuelle Gewalt und das Recht auf öffentliche Berührungen hängen eben zusammen“, betont Méritt. „Angriffe gegenüber Frauen und queeren Menschen werden leider nicht weniger. Einer der Gründe, warum wir mit Cruising-Orten nicht so öffentlich werden, ist die Angst vor Übergriffen. Wir verweisen auf Signal oder andere digitale Gruppen, in denen man sich untereinander über schöne Badebuchten oder andere Wiesen im Park zum Kennenlernen informiert.“ Oder eben die alten Wege der Infobeschaffung, in einschlägigen feministischen Sexshops und Buchläden.
Cruising-Orte wie im Tiergarten bieten die Möglichkeit, Intimität außerhalb fester, privater Beziehungen in einem gemeinschaftlichen Rahmen zu erleben
Intimität an öffentlichen Orten kann aus den unterschiedlichsten Gründen kritisch sein, doch betrachtet man die Statistiken zu Gewalt ist das eigene Zuhause historisch und gesellschaftlich offensichtlich der gefährlichste Ort. Cruising-Orte wie im Tiergarten bieten die Möglichkeit, Intimität außerhalb fester, privater Beziehungen in einem gemeinschaftlichen Rahmen zu erleben.
Es ist heiß – Kommt zusammen!
Obwohl die lesbisch-queere Community in Berlin mutmaßlich eine der größten in Europa ist, fehlt es neben den großen schwulen Orten der Stadt weiter an weiblich-queerer Sichtbarkeit. Auch dafür soll hier etwas getan werden. Nicht umsonst ist die Amazone mit der Streitaxt das Zentrum des Geschehens. Für die Community ist sie ein kraftvolles Symbol: Sie repräsentiert sowohl die notwendige Verteidigung nach außen als auch die wichtige, interne Auseinandersetzung innerhalb der Frauen- und queeren Bewegung.
Vielleicht würde es sich hier anbieten, einmal die Kunstwerke zu ergänzen und gegen die Idee einer „natürlich binären Welt“ auch die Pflanzen, die hier überall wachsen, genauer anzusehen. Spätestens bei genauem Biologiestudium wird klar, dass diese Einteilung weit gefehlt ist.
In New York gibt es jetzt einen „Queer Garden“ den Queer Ecologies Garden im historischen Alice Austen House auf Staten Island. Dieser einzigartige Raum stellt traditionelle, heteronormative Naturkonzepte infrage, indem er ausschließlich Pflanzen mit queeren Merkmalen präsentiert. Die Pflanzen dort wurden gezielt ausgewählt, um Fluidität zu repräsentieren – wie zum Beispiel Pflanzen, die sich selbst bestäuben, ihr Geschlecht wechseln oder sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane besitzen können. Der Garten ist gefüllt mit symbolischen, historischen Pflanzen wie Stiefmütterchen, Veilchen (die an die antike griechischen lesbische Dichterin Sappho erinnern) oder Zitronengras.
Am Ende bleibt die Einladung von Laura Méritt und Poly Fannlaf an alle: den Mut aufzubringen, neue Räume – und damit neue Erfahrungen – zu erobern: Es ist heiß – Kommt zusammen!
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mu ... li.3533439
Und die Familie so "mein Sohn hat nicht kriminell"
Typisch FAFO. Bei der aktuellen Lage hätte ihm durchaus bewusst sein können dass die Beamten das Szenario eventuell nicht so lustig finden. Jetzt wird durch das "kurdische Zentrum München" versucht dass ganze als Lausbubenstreich zu verkaufen.
Vor 20 Jahren hätte man so ne Nummer noch abziehen können und es wäre wahrscheinlich mit ein paar Stunden Arrest erledigt gewesen, heutzutage grenzt so ne Aktion schon an Suicide by Cop.
Und die Familie so "mein Sohn hat nicht kriminell"
Typisch FAFO. Bei der aktuellen Lage hätte ihm durchaus bewusst sein können dass die Beamten das Szenario eventuell nicht so lustig finden. Jetzt wird durch das "kurdische Zentrum München" versucht dass ganze als Lausbubenstreich zu verkaufen.
Vor 20 Jahren hätte man so ne Nummer noch abziehen können und es wäre wahrscheinlich mit ein paar Stunden Arrest erledigt gewesen, heutzutage grenzt so ne Aktion schon an Suicide by Cop.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Laut dem Bericht, den ich gelesen habe, wurde er aufgefordert die Waffe niederzulegen und hat stattdessen die Waffe auf die Polizisten gerichtet, daraufhin der Schuss.
Naja, falls das stimmt, kann man den Schuss leider nicht verübeln. Selbstschutz muss an erster Stelle stehen.
Naja, falls das stimmt, kann man den Schuss leider nicht verübeln. Selbstschutz muss an erster Stelle stehen.
H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Okt 2023, 12:20 Re: Supp für die Potenz
Zum Test mal den all night long von hinten testen
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Man merkt wie sich die Zeiten geändert haben in Deutschland.
Als ich und mein damals bester Freund mit 13 durch unsere Nachbarschaft gezogen sind mit softairs (welche seine Großeltern aus Serbien mitgebracht haben) haben wir damit auf uns geschossen und als wir in der Nähe eines Gebüsches waren fuhr zufällig ein roter BMW vorbei (Zivilpolizei). Die Polizisten sind zu zweit mit gezogener Waffe auf uns zugelaufen und haben uns damals auch mit aufs Revier genommen. Da kam dann auch raus das die Softairs in Deutschland illegal waren weil deutlich zu viel Joule.
Heute wären wir evtl. abgeknallt worden.
Sehe in dem Verhalten der Polizei allerdings keine Fehler von dem was ich gelesen habe - play stupid games win stupid prices. In der heutigen Zeit kann man nicht erwarten das Polizisten ihre Gesundheit oder Leben aufs Spiel setzen nur weil sie denken "ach is doch nur ein Kind". Weil das nun mal oft nicht mehr der Fall ist...
Ps.: wäre er mit seiner Familie rechtmäßig abgeschoben worden dann wäre er übrigens auch niemals rechtmäßig angeschossen worden.
Natürlich trotzdem tragisch.
Als ich und mein damals bester Freund mit 13 durch unsere Nachbarschaft gezogen sind mit softairs (welche seine Großeltern aus Serbien mitgebracht haben) haben wir damit auf uns geschossen und als wir in der Nähe eines Gebüsches waren fuhr zufällig ein roter BMW vorbei (Zivilpolizei). Die Polizisten sind zu zweit mit gezogener Waffe auf uns zugelaufen und haben uns damals auch mit aufs Revier genommen. Da kam dann auch raus das die Softairs in Deutschland illegal waren weil deutlich zu viel Joule.
Heute wären wir evtl. abgeknallt worden.
Sehe in dem Verhalten der Polizei allerdings keine Fehler von dem was ich gelesen habe - play stupid games win stupid prices. In der heutigen Zeit kann man nicht erwarten das Polizisten ihre Gesundheit oder Leben aufs Spiel setzen nur weil sie denken "ach is doch nur ein Kind". Weil das nun mal oft nicht mehr der Fall ist...
Ps.: wäre er mit seiner Familie rechtmäßig abgeschoben worden dann wäre er übrigens auch niemals rechtmäßig angeschossen worden.
Natürlich trotzdem tragisch.
Karl Lagerfeld hat geschrieben:Wer die 100kg nicht 8 mal auf der Bank drückt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren
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AlexKettererFPS
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
kommt halt in dem Fall auf den genauen Tathergang an. Kann in beide Richtungen laufen.