Vorhin gelesen, dass nun die Phase 2 läuft - und die Israelis wieder vorgelegt haben:
Einen weiteren schweren Schlag versetzte Israel dem Regime in der Nacht zu Dienstag. Verteidigungsminister Israel Katz sagte in einer Videobotschaft, die Luftwaffe habe Ali Laridschani, den Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, und den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, mit einem „Präzisionsschlag“ getötet. Die „New York Times“ bezeichnete Laridschani, einen ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarden, Ende Februar als De-facto-Machthaber des Iran.
Der Vorbereitung dieses Moments dienen seit einigen Tagen die Luftschläge der israelischen Luftwaffe. Die Phase 2 des Iran-Kriegs läuft, in der nicht allein Angriffe auf militärische und nukleare Einrichtungen Irans erfolgen, sondern auch systematische Bombardierungen des repressiven Sicherheitsapparats.
Bisher scheinen die Angriffe noch in der sogenannten „Shaping Phase“ zu stecken, also der militärischen Gestaltungsphase, um die interne Kontrolle des Regimes zu schwächen und ein Environment für den Umsturz zu schaffen.
Dabei stehen Einrichtungen der Basidsch-Miliz im Fokus. Dies ist eine paramilitärische Freiwilligeneinheit, die bis zu 600.000 Mitglieder haben soll, wovon allerdings nur etwa 100.000 tatsächlich als aktiv gelten. Sie sind bekannt für ihre äußerst brutalen Angriffe auf Demonstranten. Die Basidsch-Miliz ist oft auf Motorrädern unterwegs, wobei meist einer fährt und der Sozius schießt.
Israel schafft wieder neue Tatsachen.
Diese drei Institutionen der iranischen Sicherheitskräfte waren dafür verantwortlich, als im Dezember und Januar schätzungsweise 35.000 Menschen bei den Massenprotesten getötet wurden. Die Sicherheitskräfte sollen sogar in Krankenhäuser eingedrungen sein, um dem Personal die Behandlung von Demonstranten zu untersagen.
Das medizinische Personal, das sich weigerte, wurde Augenzeugenberichten zufolge gefoltert und auch ermordet. Mindestens zwei Krankenschwestern sollen nach ihrer Inhaftierung wiederholt sexuell missbraucht worden sein.
„Sie verlieren alles, was man sich nur vorstellen kann. Verstecke, Munitionslager, Polizeistationen, wichtige Sicherheitsbeamte“, postete ein Anhänger der iranischen Opposition auf der Plattform X. „Nur eine Frage der Zeit … nur eine Frage der Zeit“, fügte er hinzu und spielte damit hoffnungsvoll auf den baldigen Fall des Mullah-Regimes an.