Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Liegt der Rückgang auch daran, dass Asylentscheidungen für Syrer ausgesetzt wurden?
- Eric
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Ich denke, dass die damit Leute wie mich meinen, die in unterschiedlichen Staaten leben und arbeiten.NulPe hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:21was zum fick!? kannst du da noch ein bisschen kontext liefern, also was haben pendler mit straftaten von nichtdeutschen zu tun? ka ob ich aufm schlauch steheEric hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 06:26 Im ZDF-Morgenmazin wurden doch gerade Pendler an erster Stelle angeführt als es um die steigende Anzahl von Straftaten bei Nichtdeutschen ging. Asylbewerber kamen an dritter und letzter Stelle.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Osteuropäische LKW Fahrer. Während Corona haben wir noch geklatscht und Tiktok Tänze zu ihren Ehren gemacht.
Jetzt treiben sie angeblich die Kriminalstatistik in die Höhe.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Kontext?Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:41 Bildschirmfoto 2025-04-02 um 08.40.34.png
topkek grade dieses Bild aus der Pressekonferenz von Nancy gesehen, realsatire.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
In Kurz:GoldenInside hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 09:01Kontext?Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:41 Bildschirmfoto 2025-04-02 um 08.40.34.png
topkek grade dieses Bild aus der Pressekonferenz von Nancy gesehen, realsatire.
lief doch top alles bzgl. Migration die Jahre in denen ich im Amt war
Karl Lagerfeld hat geschrieben:Wer die 100kg nicht 8 mal auf der Bank drückt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:41 Bildschirmfoto 2025-04-02 um 08.40.34.png
topkek grade dieses Bild aus der Pressekonferenz von Nancy gesehen, realsatire.
Hat Frau Faeser dazu auch nen tollen Chart bei dem sie dümmlich und selbstgerecht grinsen kann ?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pres ... -2024.html
Wesentliche Maßnahmen, die ergriffen wurden:
- Messerverbote
- Schutz von Frauen vor Gewalt
- Abschiebung von Straftätern und Gewalttätern
Zu den zentralen Faktoren für die Entwicklung der Kriminalität gehört:
- Risikofaktoren bei Schutzsuchenden: Es ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende mehrere Risikofaktoren für verschiedene Deliktsbereiche aufweisen. Dazu gehören insbesondere eigene Gewalterfahrungen durch Krieg, Terrorismus und Flucht, Traumata und psychische Belastungen sowie auch die Lebenssituation in Erstaufnahmeeinrichtungen.
- Wirtschaftliche Unsicherheiten und soziale Belastungen können zu einer psychischen Belastung und negativem Stress führen. Dies kann Gewalttaten im sozialen Umfeld wahrscheinlicher machen.
- Besondere Risikofaktoren für Kinder und Jugendliche: Insbesondere Kinder und Jugendliche haben weiterhin mit erhöhten psychischen Belastungen als Folge der Corona-Maßnahmen zu kämpfen. Dies kann sich auch auf ihre Anfälligkeit, Straftaten zu begehen, auswirken. Aktuelle Studien zeigen, dass die psychischen Belastungen zum Teil weiter fortwirken.
-
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Wenig elegant um den Elefant im Raum (kulturelle und religiöse Gewaltaffinität und -sozialisation sowie Komplexe im Verhältnis zu Frauen) herumgekurvt..Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 09:41 https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pres ... -2024.html
Wesentliche Maßnahmen, die ergriffen wurden:
- Messerverbote
- Schutz von Frauen vor Gewalt
- Abschiebung von Straftätern und Gewalttätern
Zu den zentralen Faktoren für die Entwicklung der Kriminalität gehört:
- Risikofaktoren bei Schutzsuchenden: Es ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende mehrere Risikofaktoren für verschiedene Deliktsbereiche aufweisen. Dazu gehören insbesondere eigene Gewalterfahrungen durch Krieg, Terrorismus und Flucht, Traumata und psychische Belastungen sowie auch die Lebenssituation in Erstaufnahmeeinrichtungen.
- Wirtschaftliche Unsicherheiten und soziale Belastungen können zu einer psychischen Belastung und negativem Stress führen. Dies kann Gewalttaten im sozialen Umfeld wahrscheinlicher machen.
- Besondere Risikofaktoren für Kinder und Jugendliche: Insbesondere Kinder und Jugendliche haben weiterhin mit erhöhten psychischen Belastungen als Folge der Corona-Maßnahmen zu kämpfen. Dies kann sich auch auf ihre Anfälligkeit, Straftaten zu begehen, auswirken. Aktuelle Studien zeigen, dass die psychischen Belastungen zum Teil weiter fortwirken.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Die unsichersten Städte sind:Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 09:08Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:41 Bildschirmfoto 2025-04-02 um 08.40.34.png
topkek grade dieses Bild aus der Pressekonferenz von Nancy gesehen, realsatire.
Hat Frau Faeser dazu auch nen tollen Chart bei dem sie dümmlich und selbstgerecht grinsen kann ?
Berlin
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Die SPD Hochburgen geben wieder alles.

H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Okt 2023, 12:20 Re: Supp für die Potenz
Zum Test mal den all night long von hinten testen
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
kai Wegner mag für viele nicht wie ein Mitglied der Union daherkommen, aber er ist tatsächlich nicht von der SPDH_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 10:05Die unsichersten Städte sind:Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 09:08Karl_Lagerfeld hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 08:41 Bildschirmfoto 2025-04-02 um 08.40.34.png
topkek grade dieses Bild aus der Pressekonferenz von Nancy gesehen, realsatire.
Hat Frau Faeser dazu auch nen tollen Chart bei dem sie dümmlich und selbstgerecht grinsen kann ?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 02488.html
Vor Leuten wie dieser Nietzard oder einem Jakob Blasel kann man nicht früh genug waren.. da wird Extremismus fast schon geadelt und salonfähig gemacht wie der einst bei einer Thunberg oder NeubauerJETTE NIETZARD
Grüne-Jugend-Chefin: Eine freie Radikale
Wenn Jette Nietzard spricht, regt sich das halbe Land auf. Die Chefin der Grünen Jugend polarisiert. Was treibt sie an? Und sieht so die Zukunft der Partei aus?
Manchmal bekommt es sogar Jette Nietzard mit der Angst zu tun. Angst, ob sie noch alles im Griff hat, was sie da auslöst. "Vielleicht ist es so, dass ich am Ende zur Spaltung der Gesellschaft beitrage", sagt sie. Sicher wissen könne sie das schließlich nicht. Das wäre dann "schlecht".
Vielleicht liegt es an der Umgebung. Nietzard sitzt auf einer halbrunden, gepolsterten Bank auf der Fraktionsebene des Bundestags. Sie ist hier nur zu Gast. Meist lässt sie, die seit einem halben Jahr an der Spitze der Grünen Jugend, der Nachwuchsorganisation der Grünen, steht, keinen Raum für Zweifel. Vor ihren Auftritten reckt sie das Kinn, setzt den ganzen Körper unter Spannung – und manchmal schießt sie dann regelrecht los. Ziemlich verlässlich folgt darauf Empörung. Von Kommentatoren, der politischen Konkurrenz, aber auch von den Grünen selbst.
Am 1. Januar schrieb sie auf X, dass Männer, die ihre Hand beim Böllern verlören, "zumindest keine Frauen mehr schlagen" könnten. Sie löschte den Post später. Aber seitdem ist Nietzard deutschlandweit bekannt, auch bei jenen, die sonst wenig mit grünen Themen in Berührung kommen.
Irgendwas ist ja immer, dafür sorgt sie schon. Nietzard schreibt, dass "Bitches" Gerechtigkeit brauchen, fordert ein "Sondervermögen für Seenotrettung" oder fragt, was "die Bullen" eigentlich "den ganzen Tag" so machen. Sie lebt für die Provokation. Denkt sie wirklich, dass sie damit etwas zum Besseren bewegt?
Jette Nietzard will "nicht einfach pöbeln"
Klar, als Vertreterin einer Jugendorganisation ist man unangepasst, aufmüpfig, anders als in der Mutterpartei. Das gehört zur Rollenprosa. Aber trotzdem ist eine wie Nietzard ein Experiment, mitten in einer Phase, in der die Grünen ihre Habeck-Baerbock-Ära verarbeiten und ihren neuen Kurs bestimmen müssen. Nietzard gibt schon mal ihre Antwort: Jetzt ist Schluss mit dem hyperpragmatischen Realo-Kurs. Von ihr aus darf es ab sofort ein bisschen mehr knallen. Vielleicht holt sie damit die Jugend zurück, die sich zuletzt in zwei völlig verschiedene Richtungen verabschiedet hat – zu den Linken und zur AfD.
Auf der Bank im Bundestag fällt nun für einen Moment die harte Hülle, mit der sie sich sonst gegen Angriffe rüstet. Sie wolle "nicht einfach pöbeln", sagt die junge Frau, 25 ist sie gerade mal. Was will sie dann? "Ich sage manchmal Dinge, die nicht alle so sehen. Aber das tue ich, weil ich etwas verändern will." Nicht jede Idee für gesellschaftlichen Fortschritt habe auch sofort eine Mehrheit gehabt.
Am Tag nach diesem Gespräch soll das neue Parlament erstmals zusammenkommen. Auf dem Balkon hinter den großen Scheiben prosten sich Abgeordnete der Linkspartei mit Sektgläsern zu. Eine Szene wie aus einem Stummfilm. Die Partei ist überraschend stark in den Bundestag zurückgekehrt. Und doch täuscht das nicht darüber hinweg, dass die gesellschaftliche Linke schwächelt. Die AfD ist so groß wie nie zuvor. Und bislang hat der progressive Teil des Landes dem nichts entgegenzusetzen.
Kann eine wie Nietzard das ändern? Sie hält die Welt für ungerecht. Sie glaubt, dass man mit netten Sätzen nicht weit kommt. Die studierte Erzieherin will jungen Leuten zeigen, dass es "cool" sein kann, bei den Grünen zu sein.
Sie mag Leo-Prints, große Ohrringe und findet selbst, dass die Politik für junge Leute nicht liefert. Sie denkt, dass der Feminismus mutiger sein muss und dass es keine Milliardäre geben sollte. Am liebsten würde Nietzard in einer Welt leben, in der es keine Polizei mehr braucht, auch wenn sie weiß, dass das wohl eine Utopie ist. Manchmal nennt sie sich selbst "linksradikal".
Nietzard, die ihr hellblondes Haar oft in eine goldene Klammer steckt, ist eben gern offensiv. Darum redet sie in eine Kamera, wo sie eine sieht. Und postet auch mal ein Foto im Bikini, unter dem man sich die Kommentare fieser Männer und Trolle nicht näher anschauen mag.
"Ich kann ein Arschbild posten und eine krasse Rede halten", sagt sie dazu nur.
Geht beides.
Auf der Baseballcap in rosa Schreibschrift "Antifa Lover"
Es ist nicht so, dass sich Jette Nietzard dauerhaft im Angriffsmodus befindet. Mitte Februar, kurz vor der Bundestagswahl, steht sie mit der Grünen Jugend am Wahlstand auf dem Wenigemarkt, einem kleinen Platz in der Altstadt von Erfurt. Ihre Baseballcap ziert in rosa Schreibschrift "Antifa Lover", auf ihrer Winterjacke ist der Punsch von den Wahlkampfständen der vergangenen Tage verewigt.
Zwei junge Männer, Sporttasche über der Schulter, Döner in der Hand, bleiben stehen. Sie machen einen dummen Witz über das Gewicht von Ricarda Lang – ob die Grünen-Politikerin auf dieser eingestürzten Brücke war? Sie wollen wohl die AfD wählen, sagen sie. Nietzard schreckt das nicht, sie findet eine Ebene mit den beiden, die Jungs haben Lust, mit ihr zu reden. Sie lenkt das Gespräch vom Brückeneinsturz zur maroden Infrastruktur. Darum brauche es eine Reform der Schuldenbremse, für die sich die Grünen und die Grüne Jugend einsetzten.
"Was, du bist die Boss davon?", fragt einer der beiden plötzlich. Er schlägt ein gemeinsames Video für Tiktok vor. Nietzard macht mit. "Ich werde mir wirklich deine Worte merken", sagt er zum Schluss. Jette Nietzard kann erklären, werben, zugewandt sein. Kann. Nur nicht auf Social Media oder wenn sie ein Pressestatement raushaut. Dann wird sie polemischer. Viele finden, dass das unangebracht sei, sie übers Ziel hinausschieße, sich selbst disqualifiziere. So wie mit dem Neujahrs-Post auf X. Was findet sie? Die Aussage des Posts nach wie vor wichtig, weil sie auf das Problem der Gewalt gegen Frauen hinweise.
Kurze Zeit später, der Fall des Grünen-Politikers Stefan Gelbhaar erschüttert gerade die Partei, stellt Nietzard in einer Pressekonferenz infrage, ob die Unschuldsvermutung in einer Partei überhaupt gelten müsse. Die Parteispitze widerspricht öffentlich, ein langjähriger, ehemaliger Bundestagsabgeordneter schreibt: "Jetzt reicht es!"
Die Kritik reicht von "unsouverän" bis "schlicht niveaulos"
Als am Abend der Bundestagswahl klar wird, dass die FDP aus dem Parlament fliegt, die politische Karriere des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner endet, schreibt Nietzard: Sie freue sich, dass "der Mann von Franca Lehfeldt" jetzt kürzertrete, "um ihr Karriere und Kind zu ermöglichen". Die Empörung folgt auf Knopfdruck. Von "unsouverän" bis "schlicht niveaulos" reicht die Kritik, auch von prominenten Grünen.
Zuletzt veröffentlichte die Junggrüne unter dem Titel "Bitches brauchen Gerechtigkeit" einen Gastbeitrag im Jugendportal "Watson"; sie kritisiert, dass in der Popkultur längst ein selbstbewusstes Frauenbild vorherrsche, die Politik davon aber weit entfernt sei. Sie fragt auch: "Warum sollten Frauen bei Männern in Heterobeziehungen bleiben, wenn sie 30 Prozent weniger zum Orgasmus kommen?" Viele Medien berichten, "Bild" schreibt, Nietzard fordere "Gerechtigkeit und Orgasmen".
Auf der Suche nach einer vergleichbaren Aufregung muss man weit in die Historie der Grünen zurückschauen – bis 1983, als die Partei erstmals in den Bundestag eingezogen war und die Abgeordnete Waltraud Schoppe gleich in ihrer ersten Rede vor dem Plenum von Sex als "Einheitsübung" sprach, "wobei der Mann meist eine fahrlässige Penetration durchführt". Die Unions-Männer johlten damals – wahrscheinlich hätte Nietzard die Provokation gefallen.
Übertreibt sie? Oder ist der etablierte Diskurs nur zu bieder, zu eingefahren?
Dass Zuspitzung, Radikalität und Populismus verfangen, zeigt sich bislang vor allem am rechten Rand, wo Politiker die Wut bewirtschaften, die Müdigkeit am Kompromiss. Vielleicht ist Nietzard der Beweis dafür, dass sich die Algorithmen der sozialen Medien nicht nur von rechts triggern lassen. Der Mechanismus funktioniert auch von der linken Seite. Die offene Frage ist, ob er zu Besserem führt oder sich nur die Fronten immer weiter verhärten.
Qua Amt sind Jugendorganisationen wilder. Bei Nietzard hat die Wildheit trotzdem eine andere Qualität. Auch ihre beiden Vorgängerinnen im Amt, inzwischen bei den Grünen ausgetreten, standen weit links – und haben doch nie eine solche Aufmerksamkeit erzeugt. Nietzard tritt auch anders auf als der Chef der Jusos, Philipp Türmer, der ein solider Redner ist, gezielt Forderungen gegen die Mutterpartei platziert, sich aber zurücknimmt, wenn es sein muss.
Keine Frau für Kompromisse
Mehr noch als bei der SPD fungiert der Jugendverband der Grünen als Kaderschmiede. Die Ex-Parteivorsitzende Ricarda Lang ist ein Gewächs der Grünen Jugend, auch der aktuelle Parteichef Felix Banaszak. Und Nietzard? Stand jetzt strebe sie keine Karriere in der Politik an. "Ich bin besser darin, außerhalb des Parlaments Stimmung zu machen", sagt sie. "Ich könnte die Kompromisse nicht aushalten." Bei der Grünen Jugend fühlt sie sich wohl, auch dann, wenn die Grünen sie mal wieder "abfucken".
Man muss diese Sätze sacken lassen.
Bei den Grünen gibt es nicht wenige, die fürchten, Nietzard schade dem Image der Partei, sie trage eine Mitschuld am mäßigen Erfolg bei der Wahl. Immer mal wieder melden sich Kollegen aus Berlin bei ihr, erzählt zum Beispiel Laura Dornheim. Was mit Jette los sei, wollen sie wissen. Und ob sie ihr nicht mal gut zureden könne. Dornheim, 41, leitet das IT-Referat der Stadt München und kennt Nietzard aus gemeinsamen Wahlkampftagen. 2021 hat Dornheim in Berlin-Lichtenberg für den Bundestag kandidiert, Nietzard für das Berliner
Abgeordnetenhaus, beide am Ende ohne Erfolg. Nietzard sei eine "absolute Überzeugungstäterin", sagt Dornheim. Dass sie immer wieder einen raushaue, sei "ein bisschen Image". Hinter der coolen Fassade verberge sich "ein liebenswürdiger, auch verletzlicher Mensch". Manchmal treibt Dornheim die Sorge um, ob ihre Freundin sich durch das krasse Polarisieren selbst schade, sich zermürbe. Es sei ja nicht so, dass diese "heftigen Reaktionen" sie kaltließen.
Trotzdem traut sie ihr Großes zu: "Wenn es so etwas wie eine deutsche Alexandria Ocasio-Cortez gibt, dann wäre das Jette." Die junge Demokratin hat sich in den USA durch radikale Forderungen und mit aggressivem Auftreten die Verehrung linker Kreise gesichert. Ähnlich wie "AOC" zielt Nietzard nicht auf die Mehrheitsmeinung. Eher setzt sie sich für die ein, die ihrer Meinung nach bisher kein Gehör finden.
Macht Nachtschichten in einer Unterkunft für Geflüchtete
Im Jahr 2019 erlebt Nietzard ihr "politisches Erweckungserlebnis". Als Teil ihres Studiums "Erziehung und Bildung in der Kindheit" macht sie ein Praktikum in einer Kita. Manche der Kinder hätten zu Hause nicht genügend zu essen bekommen, andere keine Winterklamotten gehabt. Da habe sie "gecheckt", dass man gegen Kinderarmut etwas tun müsse, sagt sie. Sie tritt bei den Grünen ein. Es hätte auch die Linkspartei werden können. Vor ihrer Entscheidung habe sie sich die Webseiten beider Parteien angeschaut, erzählt sie. Bei der Linken lief eine Kampagne gegen die Videoüberwachung über die Startseite, was sie damals falsch fand. Erst später findet sie heraus, dass das auch die Position der Grünen ist.
Es ist nicht immer alles ganz durchdacht, was Nietzard tut oder sagt. Ende Januar sitzt sie in einem Café in Berlin-Mitte neben Juso-Chef Türmer und dem Enkel von Helmut Kohl, Johannes Volkmann, der für die CDU kandidiert. Sie nehmen einen Podcast auf. Zu der Zeit will Friedrich Merz gerade ein Zeichen setzen und für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik Stimmen der AfD in Kauf nehmen.
Nietzard ist, was sie oft ist: empört. Die Anträge hält sie für "rechtsextrem", kann aber auch im Nachgang nicht wirklich erklären, weshalb. Vielleicht sei der Begriff falsch gewesen. Ihr Pressesprecher dürfte nicht unglücklich sein, dass der Podcast wegen technischer Probleme nie erscheint.
Sobald es um Migration und Asyl geht, ist Nietzard empfindlich. "Ich kann das Thema einfach nicht ohne Emotionen diskutieren", sagt sie bei einem Treffen in einem unscheinbaren Berliner Eckhaus. Ein Dutzend jugendlicher Geflüchteter wohnt hier in WGs. Und Jette Nietzard, tagsüber Politikerin, schiebt Nachtschichten. Eben hat sie ein Zimmer geputzt, Duschgel ausgegeben, die Küche kontrolliert. Nun hockt sie im Aufenthaltsraum auf einem Sofa und spielt mit einem der Bewohner auf der Playstation "Fifa". "Wenn es jetzt um Abschiebungen nach Syrien geht, dann geht es auch um manche der Leute hier", sagt sie.
Ist sie mit diesen Emotionen falsch in der Politik? Oder gerade richtig?
In der Politik geht es auch darum, Kompromisse zu machen. Für Nietzard sind manche Dinge aber einfach nicht verhandelbar. Dafür wird sie auch in Zukunft ihre Aufmerksamkeitsmaschine anwerfen.
Manchmal hält sie das Aufsehen, das sie errege, für "komplett übertrieben", sagt sie beim Gespräch im Bundestag, als ihr für einen Moment Zweifel kommen. Einen Teil der Aufregung könne sie sich nur damit erklären, dass sie eine junge Frau sei. Aber wenn sich die Gesellschaft schon so auf sie stürzt, macht sie einfach das Beste draus – und dreht den Spieß um. Oder wie Jette Nietzard sagt: "Dann nutze ich das Patriarchat eben aus." Die Zweifel? Sind weg.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Das viele Rot seit den 2000er Jahren ist vermutlich die neue Farbe der CDU. Danke dir für deinen wertvollen Beitrag, wie immer.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 10:10
kai Wegner mag für viele nicht wie ein Mitglied der Union daherkommen, aber er ist tatsächlich nicht von der SPD![]()
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H_D hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Okt 2023, 12:20 Re: Supp für die Potenz
Zum Test mal den all night long von hinten testen
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Ich dachte es geht um die aktuelle Zeit und nicht die Vergangenheit, sorry. Wegner ist halt für Recht und Ordnung angetretenH_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:13Das viele Rot seit den 2000er Jahren ist vermutlich die neue Farbe der CDU. Danke dir für deinen wertvollen Beitrag, wie immer.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 10:10
kai Wegner mag für viele nicht wie ein Mitglied der Union daherkommen, aber er ist tatsächlich nicht von der SPD![]()
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Nach dem die Berliner SPD die 20 Jahre davor alles was mit Recht und Ordnung zu tun fast bis zur Handlungsunfähig geschliefen hat um ein hochverschuldetes Freilicht-Sozialprojekt mit 3 Mio Einwohner zu erschaffenCerta hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:20Ich dachte es geht um die aktuelle Zeit und nicht die Vergangenheit, sorry. Wegner ist halt für Recht und Ordnung angetretenH_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:13Das viele Rot seit den 2000er Jahren ist vermutlich die neue Farbe der CDU. Danke dir für deinen wertvollen Beitrag, wie immer.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 10:10
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
"Das alles will die CDU ändern." Steht sogar noch auf deren Homepage zur Wahl 2023Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:25Nach dem die Berliner SPD die 20 Jahre davor alles was mit Recht und Ordnung zu tun fast bis zur Handlungsunfähig geschliefen hat um ein hochverschuldetes Freilicht-Sozialprojekt mit 3 Mio Einwohner zu erschaffenCerta hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:20Ich dachte es geht um die aktuelle Zeit und nicht die Vergangenheit, sorry. Wegner ist halt für Recht und Ordnung angetretenH_B hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Apr 2025, 11:13
Das viele Rot seit den 2000er Jahren ist vermutlich die neue Farbe der CDU. Danke dir für deinen wertvollen Beitrag, wie immer.
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