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Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

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Homelander
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:49
Homelander hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:48
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:45

Du zitierst doch eine Frage und keine Antwort, wenn ich das richtig lese oder?
Ja, genau. Aber das hatte Baerbock ja tatsächlich so gesagt. Mit der Aussage wurde ja nur Hebestreit konfrontiert.

https://www.focus.de/politik/ausland/70 ... 34664.html
Und was konkret wird Deutschland wann und für welchen Zeitraum dazu beitragen?
Die Frage bitte hier stellen:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/serv ... ktformular

Wenn die EU Geld fließen lässt wird Deutschland daran beteiligt sein. Ist halt EU-Mitglied.

https://www.theguardian.com/world/2025/ ... hatgpt.com

https://stockholm.diplo.de/se-de/251598 ... hatgpt.com
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:50
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:44
Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:15

Ob das die Konjunktur belebt, wage ich zu bezweifeln. Viele Familien können sich doch aufgrund der gestiegen Zinsen wegen der bloßen Ankündigung (!) der Schuldenaufnahme die Immobilie bzw. den Kredit dafür nicht mehr leisten.
Sind es nicht die ganzen Vorschriften und Genehmigungsverfahren aka Bürokratie, die das Land lähmen? Da helfen auch Massen an neuem Geld nicht, im Gegenteil: wo viel öffentliches Geld auf beschränkte Kapazitäten trifft, sind eher Preissteigerungen als Fortschritte zu erwarten.

Das riesen Schuldenpaket ist eine große Wette auf die Wirkungsentfaltung in der Zukunft. Wenn nach den Einmaleffekten der Investitionen die Zinslast im Bundeshaushalt so stark steigt, dass Steuern erhöht werden müssen, weil die erhoffte angekurbelte Wirtschaft nicht entsprechende Einnahmen generiert, und die Zinsen für die Privatwirtschaft damit ebenfalls steigen, dann wird das nicht zu mehr Wachstum sondern zu einem Abwürgen der Wirtschaft führen.

Angesichts einer alternden Bevölkerung, immer weniger Arbeitnehmern und steigender Konkurrenz aus allen Ländern für unsere Wirtschaft ist die Aufnahme von Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe eine sehr gewagte Wette! Wie jeder weiß, ist der Staat der schlechteste Haushalter von Steuergeldern.
Wie's im Kleinen abläuft, sieht man bereits am 100 Mrd. Sondervermögen der Bundeswehr. Hat sich da bisher nennenswert was getan..?
Wir haben in Europa und speziell in Deutschland halt aber auch eine kaum ausgeprägt private equity Kultur.

Klar ist es eine Wette und ein riskantes Manöver. Zum Teil natürlich auch aus Verzweiflung, da die Union halt auch zumindest beim Thema Wirtschaft liefern muss, um nicht komplett als Versager dazustehen. Und bisher deutet ja alles daraufhin, dass dieses Wirtschaftswachstum durch Schulden erzeugt werden soll, die Steuern sollen ja erst ab 2029 und dann ein ganzes Prozentpunkt runter. Ich denke schon, dass das klappen wird, die Frage ist nur ob es das wert sein wird.
Ich habe gerade ausführlich erläutert, wieso es sehr wahrscheinlich ist, dass das so nicht funktionieren wird.
Du entgegnest "Ich denke schon, dass das klappen wird" :o Liefer doch mal ne stichhaltige Begründung, wieso es deiner Ansicht nach klappen sollte?!
Habe ich vorhin schon, insbesondere die internationalen Erfahrungen mit Ländern, welche analog verfahren. Ist ja im Grunde auch relativ simpel, wenn die Nachfrage durch den Staat steigt, dann steigt auch das BIP etc. Sogar Umverteilung wie die CSU Mütterrente dürfte einen positiven Effekt haben, da dadurch der Konsum im Binnenmarkt gestärkt wird.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Homelander hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:52
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:49
Homelander hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:48

Ja, genau. Aber das hatte Baerbock ja tatsächlich so gesagt. Mit der Aussage wurde ja nur Hebestreit konfrontiert.

https://www.focus.de/politik/ausland/70 ... 34664.html
Und was konkret wird Deutschland wann und für welchen Zeitraum dazu beitragen?
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Wenn die EU Geld fließen lässt wird Deutschland daran beteiligt sein. Ist halt EU-Mitglied.

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Sag doch einfach, dass du es nicht weißt und dein Kommentar deshalb überflüssig war 😉 ob und in welchem Umfang Geld aus Deutschland dazu fließt kann man halt aktuell kaum sagen, hängt ja auch maßgeblich davon ab wie viel von der Ukraine in den nächsten Monaten überhaupt übrig bleibt
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Linksanwalt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:53
Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:50
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:44
Wir haben in Europa und speziell in Deutschland halt aber auch eine kaum ausgeprägt private equity Kultur.

Klar ist es eine Wette und ein riskantes Manöver. Zum Teil natürlich auch aus Verzweiflung, da die Union halt auch zumindest beim Thema Wirtschaft liefern muss, um nicht komplett als Versager dazustehen. Und bisher deutet ja alles daraufhin, dass dieses Wirtschaftswachstum durch Schulden erzeugt werden soll, die Steuern sollen ja erst ab 2029 und dann ein ganzes Prozentpunkt runter. Ich denke schon, dass das klappen wird, die Frage ist nur ob es das wert sein wird.
Ich habe gerade ausführlich erläutert, wieso es sehr wahrscheinlich ist, dass das so nicht funktionieren wird.
Du entgegnest "Ich denke schon, dass das klappen wird" :o Liefer doch mal ne stichhaltige Begründung, wieso es deiner Ansicht nach klappen sollte?!
Habe ich vorhin schon, insbesondere die internationalen Erfahrungen mit Ländern, welche analog verfahren. Ist ja im Grunde auch relativ simpel, wenn die Nachfrage durch den Staat steigt, dann steigt auch das BIP etc. Sogar Umverteilung wie die CSU Mütterrente dürfte einen positiven Effekt haben, da dadurch der Konsum im Binnenmarkt gestärkt wird.
Analoge Verfahren bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen führt nicht zwangsweise zum gleichen Ergebnis.
Stellst du wirklich die USA mit Deutschland diesbzgl. auf eine Stufe?
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:55
Homelander hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:52
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:49

Und was konkret wird Deutschland wann und für welchen Zeitraum dazu beitragen?
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Wenn die EU Geld fließen lässt wird Deutschland daran beteiligt sein. Ist halt EU-Mitglied.

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Sag doch einfach, dass du es nicht weißt und dein Kommentar deshalb überflüssig war 😉 ob und in welchem Umfang Geld aus Deutschland dazu fließt kann man halt aktuell kaum sagen, hängt ja auch maßgeblich davon ab wie viel von der Ukraine in den nächsten Monaten überhaupt übrig bleibt
Natürlich weiß ich nicht wie viele Mrd Deutschland dareinpumpen wird. Denke aber dass es sich auf die EU-Mitgliedsstaaten aufteilen wird. Alles reine Hypothese aber wie man das Land kennt spielt Deutschland halt Zahlschwein. Dass die Hälfte der Schulden in die Ukraine gepumpt wird wüsste ich auch nicht.
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Certa
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:57
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:53
Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 15:50

Ich habe gerade ausführlich erläutert, wieso es sehr wahrscheinlich ist, dass das so nicht funktionieren wird.
Du entgegnest "Ich denke schon, dass das klappen wird" :o Liefer doch mal ne stichhaltige Begründung, wieso es deiner Ansicht nach klappen sollte?!
Habe ich vorhin schon, insbesondere die internationalen Erfahrungen mit Ländern, welche analog verfahren. Ist ja im Grunde auch relativ simpel, wenn die Nachfrage durch den Staat steigt, dann steigt auch das BIP etc. Sogar Umverteilung wie die CSU Mütterrente dürfte einen positiven Effekt haben, da dadurch der Konsum im Binnenmarkt gestärkt wird.
Analoge Verfahren bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen führt nicht zwangsweise zum gleichen Ergebnis.
Stellst du wirklich die USA mit Deutschland diesbzgl. auf eine Stufe?
Ich sehe es als vergleichbar an, als dass es einen Effekt haben wird, wenn man enorme Summen bereitstellen wird. Das war und ist in den USA so und ich gehe davon aus, dass es in Deutschland auch so sein wird. Wenn beispielsweise Rheinmetall einen zusätzlichen Auftrag von der Bundesregierung über 150 Mrd Euro erhält, dann wird das Auswirkungen in den wirtschaftsKennzahlen haben. Ob es klug ist, wäre eine andere Frage. Darüber hinaus sollen die Bundesländer ja auch enorme Summen für die Infrastruktur ausgeben. Wenn der Kuchen insgesamt größer wird, dann werden auch die Firmen durch die Aufträge profitieren.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Bulgarien oder Rumänien werden sicher von den 700 Milliarden 699 Milliarden übernehmen. Wir sollten uns da wirklich keine Sorgen machen...
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 13:47
gestiefelterKater hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 13:34 ja nur machts die USA dann doch ein kleines bisschen anders
Wenn man sich den Inflation reduction act, den Chips and science act, den infrastructure act usw anschaut, dann muss man schon das Fazit ziehen, dass in den USA erhebliche Mengen schuldenfinanziertes Geld in die Hand genommen wird um die Wirtschaft zu päppeln.
Wolfspeed fragt mal nach was jetzt mit mit dem Chips act ist. :kekw:
https://www.reuters.com/technology/chip ... 025-03-28/
„Früh zu Bett und früh aufstehen macht den Menschen gesund, reich und klug.“ — Benjamin Franklin
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Unangenehm.

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dutty
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

"Du schaffst es nicht einen demokratischen Dialog zu führen." während man in minutenlang beleidigt :-)

Made my day :-)

Absolut lost diese Feminazis.
stabil
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 19:27 Unangenehm.

wie da die ganzen grauhaarigen alt 68er mit Bierflasche rumlungern :kekw:
Hustleröder!
Lounger
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Trainingsbeginn: 2002
Körpergröße: 191
Körpergewicht: 98
KFA: 14
Sportart: Fitness
Squat: 150
Bench: 110
Deadlift: 0

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Linksanwalt hat geschrieben: zum Beitrag navigieren30. Mär 2025, 19:27 Unangenehm.

Das ist echt so anstrengend. Die Hälfte der Typen komplett Vollinger und irgendwie mit so nem White Knight Syndrom, die Weiber völlig drüber und übelst aggressiv. Passt ja mal wirklich so garnicht zu dem Selbstbild dass diese Menschen von sich haben. Vor allem dieser Verdi-Ordner triggert mich richtig hart.
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Skagerath
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Passend zum Thema

https://www.nzz.ch/feuilleton/lesbisch- ... ld.1877475
"«Wozu sich die Gesellschaft eines Mannes antun, wenn wir die einer Frau geniessen können?» – Frauen schwören den Männern ab
Lesbisch werden, weil sie von den Männern genug haben: Dazu rät die Aktivistin Louise Morel den Frauen. Dieses Denken offenbart vor
allem, welchen Irrweg die Identitätspolitik gegangen ist.

Je mehr der Mann wieder Kerl sein will, desto unattraktiver wird er für viele Frauen. Trump, Putin, Milei, Musk, sie verkörpern eine Männlichkeit, die nicht nur in linksfeministischen Kreisen abgelehnt wird.

Das Ansehen des Mannes leidet. Der abgründige Fall Pelicot. Gérard Depardieu, der wegen sexueller Übergriffe vor Gericht steht. In der Netflix-Serie «Adolescence» wird ein 13-Jähriger zum Incel: zum Mann, der Frauen hasst, weil er bei ihnen keinen Erfolg hat, und der ihnen deswegen Gewalt antut.
Zwischen den Geschlechtern, so der Eindruck, wirkt das Gesetz der Abstossung.

Eine «Spiegel»-Autorin sagte es kürzlich so: «Sie sind mir fremd geworden, die Männer.» Dieses Lebensgefühl teile sie mit vielen Frauen um die dreissig. Sie beschreibt, wie sie sich mit ihren Freundinnen zu einer gemeinsamen «Therapiesitzung» treffe, wo sie die Frage diskutierten: «Was für eine Shitshow hält die Welt für Frauen heute bereit?»
Nun besteht für Frauen ein Ausweg darin, sich den Frauen zuzuwenden. Und zwar mit derselben Innigkeit, mit der sie romantische Beziehungen zu Männern eingehen. Genderforscherinnen beschwören Frauenfreundschaften und trauen weiblicher Solidarität eine Kraft zu, welche die gesellschaftliche patriarchale Ordnung sprengen könne.

«Trostlose Ödnis der Heterosexualität»

Man kann noch einen Schritt weitergehen und das Begehren ebenfalls weglenken von den Männern, denen es bisher galt. Stattdessen leben Frauen auch ihre Sexualität mit Frauen aus. So stellt es zumindest Louise Morel dar, eine Aktivistin und Autorin. Die 35-Jährige kommt ursprünglich aus Frankreich und lebt heute in Berlin.
«Lesbisch werden in zehn Schritten», so nennt sie ihr Handbuch, in dem sie Frauen dazu ermutigt, diesen Weg zu gehen (Ullstein-Verlag). Für Morel ist das eine Frage der Wahl, da sie Sexualität als etwas Fluides versteht. Sie selber habe sich entschieden, Frauen zu lieben, nachdem sie lange «die Bequemlichkeit der Heterosexualität genossen», darin aber keine Erfüllung gefunden habe.

Sie sei damit nicht allein: «Viele von uns haben sich durch die trostlose Ödnis der Heterosexualität geschleppt, bevor sie im lesbischen Schlaraffenland angekommen sind.»
Man könne die Art zu lieben zwar nicht ändern wie die Vorliebe für ein Shampoo, schreibt Morel. Um das Lesbischwerden dann dennoch als einen revolutionären Akt darzustellen, weil man sich so gegen die «heterosexistische Ordnung» auflehne. Alles in der Gesellschaft sei darauf angelegt, das «Heteropatriarchat» aufrechtzuerhalten. Sie selber fühlt sich dem politischen Lesbianismus der 1970er Jahre nahe. «Wozu sich die Gesellschaft eines Mannes antun, wenn wir die einer Frau geniessen können?», fragt sie.

Gute und böse Feministinnen

Die Autorin wehrt sich zwar gegen das Vorurteil, man werde lesbisch, weil man keinen Mann finde, schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe und verbittert und enttäuscht sei. Trotzdem schreibt sie: «Ich habe einen Hass auf Männer.» Sie machten keinen Haushalt, sie vergewaltigten. Sie seien die Ursache für die traumatischen Erfahrungen vieler Frauen, «die der Heteronormativität entkommen sind».

Die Argumentation für das Lesbischsein ergibt sich hier aus der Abwertung der häufigsten Liebesform. Und aus der pauschalen und sexistischen Verurteilung aller Männer. Da kommen dann selbst «schwule Cis-Männer, die überwiegend weiss und gutsituiert sind», nicht gut weg.

Auch gibt es für Morel gute und schlechte Feministinnen: Sie teilt gegen sogenannte Terfs aus (Englisch für «trans-exclusionary radical feminists»), weil diese auf zwei biologischen Geschlechtern beharren und sich dagegen wehren, dass Transfrauen in Frauengefängnisse kommen oder im Sport mit Frauen wetteifern. Dass die «transphoben» Feministinnen oft selber lesbisch sind, macht es nicht besser. Deren Ansichten seien gefährlich für «Flinta-Personen», so Morel.

Muss man wissen, was mit dem Akronym gemeint ist? Die Klammer bilden das F für Frauen, wozu auch «Frauen ohne Vulva» gehören, und das A für «agender», das Wort für die Nichtbinären. Sie alle verbindet «die Diskriminierung durch das Patriarchat».
Ideologie wirkt wie aus der Zeit gefallen

An einem Buch wie «Lesbisch werden» lässt sich illustrieren, was für einen Irrweg die Identitätspolitik gegangen ist. Man möchte es als das letzte seiner Art halten. Die Menschen sollten gleicher werden, indem man Unterschiede wie Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft betont. Stattdessen wird das Gemeinsame zweitrangig. Man braucht eine Sprache, die nur Eingeweihte verstehen, aber die der Mehrheit aufgedrängt wird.

Minderheiten kämpfen für Sichtbarkeit, das ist ihr gutes Recht. Letztlich haben die Partikularinteressen aber zu einer sortierten Gesellschaft geführt. Gegen die moralische Überlegenheit von Opfergruppen lässt sich wenig ausrichten. Diese haben in den letzten Jahren den gesellschaftlichen Diskurs bestimmt, während viele geschwiegen haben.

Das ändert sich wahrscheinlich nicht so schnell, nur weil in den USA gerade alles zerschlagen wird, was mit Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion zu tun hat. Dennoch regt sich mehr politischer Widerstand. Auch wirken solche Kampfschriften wie aus der Zeit gefallen. Es wird darin für etwas geworben, was die meisten Leute inzwischen offen infrage stellen. Nicht nur Trump-Anhänger.

Frauen lieben Frauen, aus welchen Gründen auch immer. Die einen leben schon immer lesbisch, andere entdecken ihre Neigung mit 25, manche verlassen Mann und Kinder für eine Frau, da sind sie schon über vierzig. Die wenigsten wollen mit ihrer Liebe Kulturkampf betreiben.
Ja ja.. das böse böse Patriachat
summerset
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Registriert: 12. Mär 2023, 13:14

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren31. Mär 2025, 07:14 Passend zum Thema

https://www.nzz.ch/feuilleton/lesbisch- ... ld.1877475
«Viele von uns haben sich durch die trostlose Ödnis der Heterosexualität geschleppt, bevor sie im lesbischen Schlaraffenland angekommen sind.»
Man könne die Art zu lieben zwar nicht ändern wie die Vorliebe für ein Shampoo, schreibt Morel. Um das Lesbischwerden dann dennoch als einen revolutionären Akt darzustellen, weil man sich so gegen die «heterosexistische Ordnung» auflehne. Alles in der Gesellschaft sei darauf angelegt, das «Heteropatriarchat» aufrechtzuerhalten. Sie selber fühlt sich dem politischen Lesbianismus der 1970er Jahre nahe. «Wozu sich die Gesellschaft eines Mannes antun, wenn wir die einer Frau geniessen können?», fragt sie.
[...]
Auch gibt es für Morel gute und schlechte Feministinnen: Sie teilt gegen sogenannte Terfs aus (Englisch für «trans-exclusionary radical feminists»), weil diese auf zwei biologischen Geschlechtern beharren und sich dagegen wehren, dass Transfrauen in Frauengefängnisse kommen oder im Sport mit Frauen wetteifern. Dass die «transphoben» Feministinnen oft selber lesbisch sind, macht es nicht besser. Deren Ansichten seien gefährlich für «Flinta-Personen», so Morel.
[...]
Frauen lieben Frauen, aus welchen Gründen auch immer. Die einen leben schon immer lesbisch, andere entdecken ihre Neigung mit 25, manche verlassen Mann und Kinder für eine Frau, da sind sie schon über vierzig. Die wenigsten wollen mit ihrer Liebe Kulturkampf betreiben.
Was für ein Käse. Als ob plötzlich 80% der Frauen so leben oder sich überhaupt damit beschäftigen würden.
Sie beschreibt, wie sie sich mit ihren Freundinnen zu einer gemeinsamen «Therapiesitzung» treffe, wo sie die Frage diskutierten: «Was für eine Shitshow hält die Welt für Frauen heute bereit?»
Ja, ist klar.
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Es ist halt Feuilleton
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