mir war gar nicht klar, dass es so etwas Steinzeitliches wie Foren überhaupt noch gibt, bis Ebi es im Podcast/Interview erwähnt hat. Also: Hallo Nostalgie – lang ist's her.
Da ich mich eigentlich nur mit ChatGPT übers Training unterhalte, können ein paar "echte" Ratschläge auf die ein oder andere Frage, die so aufkommt, sicher nicht schaden.
Zu mir: Ich bin Thomas, 46 Jahre alt und wiege aktuell ca. 87 kg bei 181 cm.
Mein halbes Leben lang war ich stark übergewichtig – um nicht einfach zu sagen: fett (135–145 kg). Ich habe zwar immer mal wieder durch Gewaltaktionen 40–60 kg abgenommen, hatte das Gewicht aber meist innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder drauf. Das waren nie nachhaltige Veränderungen, sondern reine Kurzschlussaktionen.
Nun habe ich seit Ende 2023 wieder knapp 50 kg verloren und trainiere seit Herbst 2025 zusätzlich im Gym – dieses Mal mit dem Ziel, das Gewicht dauerhaft zu halten und best möglich Muskulatur aufzubauen.
Abgenommen habe ich durch Intervallfasten bzw. einfach konsequentes Fasten. Mir war natürlich klar, dass ich ohne Bewegung meine ohnehin kaum vorhandene Muskulatur weiter verlieren würde. Trotzdem hätte ich es vorher nicht geschafft, mich mit diesem Körper im Gym anzumelden, und Outdoor-Sport liegt mir einfach nicht.
Von Beginn an bestand das Ziel darin, mit 85 kg ins Training einzusteigen. An dem Tag, an dem diese Zahl auf der Waage stand, war mein erster Gang direkt ins Clever Fit um die Ecke.
Seitdem experimentiere ich mit Trainingsfrequenz, Gewichten, Übungen, Regeneration, Kalorienzufuhr, Defiziten, Makros, Supplements und allem, was dazugehört. Die Recomp läuft – langsam, aber nicht schlecht.
In insgesamt vielleicht drei bis vier Wochen in dieser Zeit war ich weniger als dreimal pro Woche trainieren. In den letzten Monaten hat es sich stabil auf fünf Einheiten eingependelt. Mittlerweile merke ich allerdings, dass ich an meine Grenzen stoße.
Das liegt zum einen an den gestiegenen Gewichten und der zunehmenden Ermüdung durch das Trainingsvolumen, zum großen Teil aber vermutlich auch daran, dass ich inzwischen deutlich effizienter trainiere und die Intensität mit der von früher überhaupt nicht mehr vergleichbar ist. Ich trainiere einen PPL-Split ohne feste Wochentage – meistens zwei bis drei Tage Training, dann einen Tag Pause.
Auch wenn ich mein ganzes Leben immer mal wieder irgendwo angemeldet war, habe ich eigentlich nie gelernt, richtig zu trainieren. Ich bin zweimal die Woche hingegangen, habe meine 12–16 Sätze à 3×15 gemacht, aber rückblickend nie wirklich alles gegeben.
Dieses Mal ist das anders. Ich trainiere strategisch, reflektiert und bis an meine Grenzen. Keine Ausreden mehr.
Seitdem hat sich mein Körper deutlich verändert. Schultern, Arme, Unterarme, Beine und vor allem mein Rücken sehen nicht mehr aus, als wären sie von einem Butterdonut geformt (oder zumindest fast nicht mehr. ;D). Auch wenn die Problemzonen durch die überschüssige bzw. geschädigte Haut und den verbliebenen Polstern vermutlich nie wieder wirklich gut aussehen werden (Bauch, Brust, Love Handles usw.), versuche ich herauszuholen, was noch möglich ist.
Aktuell kämpfe ich mit einer Überlastung der oberen Unterarmsehnen – irgendwas in Richtung Brachioradialis bzw. Griffmuskulatur. Deshalb muss ich mich am Pull Day leider ziemlich einschränken, was mich ordentlich nervt.
So, wieder viel zu viel geschwafelt.
Eigentlich wollte ich nur sagen: „Hey, alles klar bei euch?“