Der verbleibende Unterschied zwischen Deutschland und Welt insgesamt dürfte dann auch easy dadurch zu erklären sein, dass die meisten Menschen in Schwellenländern- und Entwicklungsländern leben und nicht mit besonderem Schwurblertum in Dland.Dreadlift hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 10:22Mal wieder gnadenlos Lügen, OK.► Text anzeigen
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Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
AlexKettererFPS hat geschrieben: zum Beitrag navigieren15. Jun 2026, 20:18 Die Angst ist köstlich. Christen ab jetzt problematisch
https://www.n-tv.de/sport/fussball-wm/W ... 66934.html
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 1d1c72d35d
Tja das krude Männerbild der Grünen bzw das Männerbild innerhalb der linken Bubble.. schon erstaunlich was für Vorstellungen und Widersprüche da kursieren"»Neben der Spur« – so streiten die Grünen über das Männermanifest
Rund ein Dutzend Grüne haben in einem Manifest für eine neue, positive Definition von Männlichkeit plädiert. Jetzt gibt es in der Partei die Sorge, dass man so Wählerinnen verschrecken könnte.
Mancher Grüne will lieber gar darüber nicht reden. Von anderen heißt es: »War bei der Debatte gerade nicht im Saal«, »Habe da gerade nicht genau zugehört« oder: »Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich dazu nicht äußere«.
Das Thema, das den Grünen so ungelegen kommt, heißt: Männlichkeit. Der SPIEGEL berichtete am Wochenende über ein Manifest, das die Schattenseiten des Feminismus beschreibt und für eine neue, positive Definition von Männlichkeit wirbt. Neun Männer und vier Frauen haben es unterzeichnet, darunter die Parteivorsitzende Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang.
Die Gruppe forderte »ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann«. Die Grünen, so die Kritik, hätten definiert, was Männer nicht sein sollten, zum Beispiel: nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend. Aber es sei vergessen worden, »ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann«, heißt es in dem Text. Dadurch sei ein Vakuum geschaffen worden. Es profitierten etwa Influencer aus der »Manosphere«, die im Internet mit frauenfeindlichen Positionen ein Millionenpublikum erreichten.
In der Fraktionssitzung am Dienstag wurde das Manifest hitzig diskutiert. So berichten es übereinstimmend mehrere Teilnehmer. Für Ärger sorgte zum einen, dass die Verfasser ihr Papier nicht mit den Fachsprecherinnen und -sprechern koordiniert hätten. Fraktionschefin Katharina Dröge wies eingangs darauf hin, dass andere für die Themen zuständig seien.
Kritisch äußerten sich danach unter anderem die Grünenparlamentarierinnen Lena Gumnior, Ulle Schauws und Kirsten Kappert-Gonther. »Die Mehrheit der Meinungsäußerungen war so zu verstehen, dass das nicht unser Männerbild ist, was da niedergeschrieben wurde«, heißt es aus der Fraktion.
»Jetzt wollen wir über unser Männerbild reden, das ist neben der Spur«, ärgert sich jemand aus der Fraktion. »Das Papier ist gut gemeint, aber zu kurz gedacht«, sagt eine andere Person. Natürlich müsse man junge Männer erreichen – in den Sportvereinen, in Kraftsportzentren. »Aber doch nicht mit solchen Papieren.«
Auch der Abgeordnete Sven Lehmann meldete sich in der Fraktionssitzung zu Wort. Vor 16 Jahren gehörte er zu den Verfassern des ersten grünen Männermanifests, in dem eine Gruppe männlicher Grüner mehr feministisches Engagement von den Geschlechtsgenossen forderte. Auch Lehmann denkt darüber nach, wie die Grünen angesichts des Rechtsrucks unter jungen Männern ein Männerbild definieren können, das weniger ausgrenzend ist. Neulich organisierte er dazu mit dem Abgeordneten Till Steffen ein Fachgespräch in der Fraktion.
Das neue Manifest hätte Lehmann wohl auch nicht unterschrieben, wenn er gefragt worden wäre. Jedenfalls sagte er nach Angaben von Sitzungsteilnehmern, der Vorstoß werfe die Debatte um Jahrzehnte zurück. Das Papier sei inhaltsleer und suggeriere, dass Männer Opfer des Feminismus geworden seien. Zudem betone es alte Männlichkeitsbilder von Stärke statt Augenhöhe.
Auch Co-Parteichef Felix Banaszak hatte – anders als seine Co-Vorsitzende Brantner – das Papier nicht unterschrieben. Er wies aber in der Sitzung darauf hin, dass er die Debatte mit seinem Interview mit dem »Playboy« im Februar begonnen habe. Er wolle, sagte Banaszak zu »T-Online«, Räume für eine Debatte öffnen. Es gehe um eine Erweiterung von Männerbildern, nicht die Bestätigung von Klischees. »Fürsorge und Verantwortung sind kein Widerspruch zu Fitness, aber Fitness alleine macht noch keinen neuen Mann.«
In der Fraktion befürchten einige, das umstrittene Manifest könne eine differenzierte Debatte zu einem wichtigen Thema erstickt haben. Nicht nur würde man so keine jungen Männer gewinnen, man könne dadurch auch Frauen verlieren. Die Grünen würden in starkem Maße von Frauen gewählt, heißt es aus Kreisen der Bundestagsabgeordneten. »Das Papier hat nicht dazu beigetragen, dass es so bleibt«, sagt ein Mitglied der Fraktion.
Die Debatte über das Männlichkeitsbild vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten zu führen, sei »fatal«, heißt es. Man habe doch andere Probleme, die das Land beschäftigten: die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung, der Klimawandel, die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen.
Besonderen Ärger musste sich Anton Hofreiter anhören. Der Vorsitzende des Europaausschusses und ehemalige Fraktionsvorsitzende gehört nicht zu den Unterzeichnern des Männermanifests, aber seine Kritik geht in eine ähnliche Richtung. Hofreiter hatte dem SPIEGEL gesagt, dass Männer im progressiven Lager pauschal für das, was sie seien, abgelehnt würden und nicht für das, was sie sagten oder täten. »Es gibt im linken Lager kein positives Bild moderner Männlichkeit«, so Hofreiter.
Die Fraktionsführung bat in der Sitzung darum, vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Füße stillzuhalten. In beiden Ländern wird im September gewählt, die Grünen müssen um ihren Wiedereinzug in die Landesparlamente fürchten.
Auf die interne Debatte angesprochen, sagte Co-Fraktionschefin Britta Haßelmann dem SPIEGEL: »Die Grünen sind eine feministische Partei.« Feminismus habe immer bedeutet, gemeinsam mit Männern für Gleichstellung und die Akzeptanz von Vielfalt von Geschlechterrollen zu kämpfen, so Haßelmann. Das gelte auch für positive, moderne Männerbilder. »Alles andere wäre ein Missverständnis des Feminismus.«
Haßelmanns Worte kann man als Kritik an dem Männermanifest verstehen. Sie widersprach der These des Papiers, wonach vergessen worden sei, Männlichkeit positiv zu definieren. Es gebe zum Glück viele kluge Vorbilder für moderne Männer, die gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit Frauen lebten, sagte die Fraktionschefin dem SPIEGEL.
Deutschland sei nach wie vor ein Land, in dem der Zugang zu Macht, Geld und Einfluss nicht gleichberechtigt sei, die Mehrheit der Machtpositionen von Männern besetzt sei und es ein massives Problem mit Männergewalt gebe. »Wenn man über Männlichkeit spricht«, so Haßelmann, »gehört das leider dazu«
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Immerhin waren die Grünen Mann genug, um die eben im Bundestag beschlossene "Reform" der GKV stoppen zu wollen. Leider hat das Verfassungsgericht es durchgewunken. Freut euch auf höhere Kosten (höhere Beiträge und mehr Zuzahlungen) und sinkenden Leistungen.Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 12:06 https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 1d1c72d35d
Tja das krude Männerbild der Grünen bzw das Männerbild innerhalb der linken Bubble.. schon erstaunlich was für Vorstellungen und Widersprüche da kursieren"»Neben der Spur« – so streiten die Grünen über das Männermanifest
Rund ein Dutzend Grüne haben in einem Manifest für eine neue, positive Definition von Männlichkeit plädiert. Jetzt gibt es in der Partei die Sorge, dass man so Wählerinnen verschrecken könnte.
Mancher Grüne will lieber gar darüber nicht reden. Von anderen heißt es: »War bei der Debatte gerade nicht im Saal«, »Habe da gerade nicht genau zugehört« oder: »Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich dazu nicht äußere«.
Das Thema, das den Grünen so ungelegen kommt, heißt: Männlichkeit. Der SPIEGEL berichtete am Wochenende über ein Manifest, das die Schattenseiten des Feminismus beschreibt und für eine neue, positive Definition von Männlichkeit wirbt. Neun Männer und vier Frauen haben es unterzeichnet, darunter die Parteivorsitzende Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang.
Die Gruppe forderte »ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann«. Die Grünen, so die Kritik, hätten definiert, was Männer nicht sein sollten, zum Beispiel: nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend. Aber es sei vergessen worden, »ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann«, heißt es in dem Text. Dadurch sei ein Vakuum geschaffen worden. Es profitierten etwa Influencer aus der »Manosphere«, die im Internet mit frauenfeindlichen Positionen ein Millionenpublikum erreichten.
In der Fraktionssitzung am Dienstag wurde das Manifest hitzig diskutiert. So berichten es übereinstimmend mehrere Teilnehmer. Für Ärger sorgte zum einen, dass die Verfasser ihr Papier nicht mit den Fachsprecherinnen und -sprechern koordiniert hätten. Fraktionschefin Katharina Dröge wies eingangs darauf hin, dass andere für die Themen zuständig seien.
Kritisch äußerten sich danach unter anderem die Grünenparlamentarierinnen Lena Gumnior, Ulle Schauws und Kirsten Kappert-Gonther. »Die Mehrheit der Meinungsäußerungen war so zu verstehen, dass das nicht unser Männerbild ist, was da niedergeschrieben wurde«, heißt es aus der Fraktion.
»Jetzt wollen wir über unser Männerbild reden, das ist neben der Spur«, ärgert sich jemand aus der Fraktion. »Das Papier ist gut gemeint, aber zu kurz gedacht«, sagt eine andere Person. Natürlich müsse man junge Männer erreichen – in den Sportvereinen, in Kraftsportzentren. »Aber doch nicht mit solchen Papieren.«
Auch der Abgeordnete Sven Lehmann meldete sich in der Fraktionssitzung zu Wort. Vor 16 Jahren gehörte er zu den Verfassern des ersten grünen Männermanifests, in dem eine Gruppe männlicher Grüner mehr feministisches Engagement von den Geschlechtsgenossen forderte. Auch Lehmann denkt darüber nach, wie die Grünen angesichts des Rechtsrucks unter jungen Männern ein Männerbild definieren können, das weniger ausgrenzend ist. Neulich organisierte er dazu mit dem Abgeordneten Till Steffen ein Fachgespräch in der Fraktion.
Das neue Manifest hätte Lehmann wohl auch nicht unterschrieben, wenn er gefragt worden wäre. Jedenfalls sagte er nach Angaben von Sitzungsteilnehmern, der Vorstoß werfe die Debatte um Jahrzehnte zurück. Das Papier sei inhaltsleer und suggeriere, dass Männer Opfer des Feminismus geworden seien. Zudem betone es alte Männlichkeitsbilder von Stärke statt Augenhöhe.
Auch Co-Parteichef Felix Banaszak hatte – anders als seine Co-Vorsitzende Brantner – das Papier nicht unterschrieben. Er wies aber in der Sitzung darauf hin, dass er die Debatte mit seinem Interview mit dem »Playboy« im Februar begonnen habe. Er wolle, sagte Banaszak zu »T-Online«, Räume für eine Debatte öffnen. Es gehe um eine Erweiterung von Männerbildern, nicht die Bestätigung von Klischees. »Fürsorge und Verantwortung sind kein Widerspruch zu Fitness, aber Fitness alleine macht noch keinen neuen Mann.«
In der Fraktion befürchten einige, das umstrittene Manifest könne eine differenzierte Debatte zu einem wichtigen Thema erstickt haben. Nicht nur würde man so keine jungen Männer gewinnen, man könne dadurch auch Frauen verlieren. Die Grünen würden in starkem Maße von Frauen gewählt, heißt es aus Kreisen der Bundestagsabgeordneten. »Das Papier hat nicht dazu beigetragen, dass es so bleibt«, sagt ein Mitglied der Fraktion.
Die Debatte über das Männlichkeitsbild vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten zu führen, sei »fatal«, heißt es. Man habe doch andere Probleme, die das Land beschäftigten: die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung, der Klimawandel, die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen.
Besonderen Ärger musste sich Anton Hofreiter anhören. Der Vorsitzende des Europaausschusses und ehemalige Fraktionsvorsitzende gehört nicht zu den Unterzeichnern des Männermanifests, aber seine Kritik geht in eine ähnliche Richtung. Hofreiter hatte dem SPIEGEL gesagt, dass Männer im progressiven Lager pauschal für das, was sie seien, abgelehnt würden und nicht für das, was sie sagten oder täten. »Es gibt im linken Lager kein positives Bild moderner Männlichkeit«, so Hofreiter.
Die Fraktionsführung bat in der Sitzung darum, vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Füße stillzuhalten. In beiden Ländern wird im September gewählt, die Grünen müssen um ihren Wiedereinzug in die Landesparlamente fürchten.
Auf die interne Debatte angesprochen, sagte Co-Fraktionschefin Britta Haßelmann dem SPIEGEL: »Die Grünen sind eine feministische Partei.« Feminismus habe immer bedeutet, gemeinsam mit Männern für Gleichstellung und die Akzeptanz von Vielfalt von Geschlechterrollen zu kämpfen, so Haßelmann. Das gelte auch für positive, moderne Männerbilder. »Alles andere wäre ein Missverständnis des Feminismus.«
Haßelmanns Worte kann man als Kritik an dem Männermanifest verstehen. Sie widersprach der These des Papiers, wonach vergessen worden sei, Männlichkeit positiv zu definieren. Es gebe zum Glück viele kluge Vorbilder für moderne Männer, die gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit Frauen lebten, sagte die Fraktionschefin dem SPIEGEL.
Deutschland sei nach wie vor ein Land, in dem der Zugang zu Macht, Geld und Einfluss nicht gleichberechtigt sei, die Mehrheit der Machtpositionen von Männern besetzt sei und es ein massives Problem mit Männergewalt gebe. »Wenn man über Männlichkeit spricht«, so Haßelmann, »gehört das leider dazu«
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Matze_
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Es ist meines Erachtens nach absolut unfassbar, wie ein Jens Spahn nach all den Korruptions-"Gerüchten" rund um Masken-Deals, der fragwürdigen Immobilien-Geschäfte und dem offensichtlichen Lobbyismus immer noch eine politische Bühne und offensichtlich Rückhalt in der Bevölkerung genießt. Das Prinzip „Aussitzen, Ablenken und Weitermachen“ scheint hier perfekt zu funktionieren.Bobby Goodson hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 10:20 Warum hat die AfD so viel Zulauf
Die Altparteien so![]()
Spahn will Björn Höcke das Wahlrecht entziehen
https://www.bild.de/politik/inland/jens ... 5185004850
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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Skagerath hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 12:06 https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 1d1c72d35d
Tja das krude Männerbild der Grünen bzw das Männerbild innerhalb der linken Bubble.. schon erstaunlich was für Vorstellungen und Widersprüche da kursieren"»Neben der Spur« – so streiten die Grünen über das Männermanifest
Rund ein Dutzend Grüne haben in einem Manifest für eine neue, positive Definition von Männlichkeit plädiert. Jetzt gibt es in der Partei die Sorge, dass man so Wählerinnen verschrecken könnte.
Mancher Grüne will lieber gar darüber nicht reden. Von anderen heißt es: »War bei der Debatte gerade nicht im Saal«, »Habe da gerade nicht genau zugehört« oder: »Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich dazu nicht äußere«.
Das Thema, das den Grünen so ungelegen kommt, heißt: Männlichkeit. Der SPIEGEL berichtete am Wochenende über ein Manifest, das die Schattenseiten des Feminismus beschreibt und für eine neue, positive Definition von Männlichkeit wirbt. Neun Männer und vier Frauen haben es unterzeichnet, darunter die Parteivorsitzende Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang.
Die Gruppe forderte »ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann«. Die Grünen, so die Kritik, hätten definiert, was Männer nicht sein sollten, zum Beispiel: nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend. Aber es sei vergessen worden, »ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann«, heißt es in dem Text. Dadurch sei ein Vakuum geschaffen worden. Es profitierten etwa Influencer aus der »Manosphere«, die im Internet mit frauenfeindlichen Positionen ein Millionenpublikum erreichten.
In der Fraktionssitzung am Dienstag wurde das Manifest hitzig diskutiert. So berichten es übereinstimmend mehrere Teilnehmer. Für Ärger sorgte zum einen, dass die Verfasser ihr Papier nicht mit den Fachsprecherinnen und -sprechern koordiniert hätten. Fraktionschefin Katharina Dröge wies eingangs darauf hin, dass andere für die Themen zuständig seien.
Kritisch äußerten sich danach unter anderem die Grünenparlamentarierinnen Lena Gumnior, Ulle Schauws und Kirsten Kappert-Gonther. »Die Mehrheit der Meinungsäußerungen war so zu verstehen, dass das nicht unser Männerbild ist, was da niedergeschrieben wurde«, heißt es aus der Fraktion.
»Jetzt wollen wir über unser Männerbild reden, das ist neben der Spur«, ärgert sich jemand aus der Fraktion. »Das Papier ist gut gemeint, aber zu kurz gedacht«, sagt eine andere Person. Natürlich müsse man junge Männer erreichen – in den Sportvereinen, in Kraftsportzentren. »Aber doch nicht mit solchen Papieren.«
Auch der Abgeordnete Sven Lehmann meldete sich in der Fraktionssitzung zu Wort. Vor 16 Jahren gehörte er zu den Verfassern des ersten grünen Männermanifests, in dem eine Gruppe männlicher Grüner mehr feministisches Engagement von den Geschlechtsgenossen forderte. Auch Lehmann denkt darüber nach, wie die Grünen angesichts des Rechtsrucks unter jungen Männern ein Männerbild definieren können, das weniger ausgrenzend ist. Neulich organisierte er dazu mit dem Abgeordneten Till Steffen ein Fachgespräch in der Fraktion.
Das neue Manifest hätte Lehmann wohl auch nicht unterschrieben, wenn er gefragt worden wäre. Jedenfalls sagte er nach Angaben von Sitzungsteilnehmern, der Vorstoß werfe die Debatte um Jahrzehnte zurück. Das Papier sei inhaltsleer und suggeriere, dass Männer Opfer des Feminismus geworden seien. Zudem betone es alte Männlichkeitsbilder von Stärke statt Augenhöhe.
Auch Co-Parteichef Felix Banaszak hatte – anders als seine Co-Vorsitzende Brantner – das Papier nicht unterschrieben. Er wies aber in der Sitzung darauf hin, dass er die Debatte mit seinem Interview mit dem »Playboy« im Februar begonnen habe. Er wolle, sagte Banaszak zu »T-Online«, Räume für eine Debatte öffnen. Es gehe um eine Erweiterung von Männerbildern, nicht die Bestätigung von Klischees. »Fürsorge und Verantwortung sind kein Widerspruch zu Fitness, aber Fitness alleine macht noch keinen neuen Mann.«
In der Fraktion befürchten einige, das umstrittene Manifest könne eine differenzierte Debatte zu einem wichtigen Thema erstickt haben. Nicht nur würde man so keine jungen Männer gewinnen, man könne dadurch auch Frauen verlieren. Die Grünen würden in starkem Maße von Frauen gewählt, heißt es aus Kreisen der Bundestagsabgeordneten. »Das Papier hat nicht dazu beigetragen, dass es so bleibt«, sagt ein Mitglied der Fraktion.
Die Debatte über das Männlichkeitsbild vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten zu führen, sei »fatal«, heißt es. Man habe doch andere Probleme, die das Land beschäftigten: die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung, der Klimawandel, die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen.
Besonderen Ärger musste sich Anton Hofreiter anhören. Der Vorsitzende des Europaausschusses und ehemalige Fraktionsvorsitzende gehört nicht zu den Unterzeichnern des Männermanifests, aber seine Kritik geht in eine ähnliche Richtung. Hofreiter hatte dem SPIEGEL gesagt, dass Männer im progressiven Lager pauschal für das, was sie seien, abgelehnt würden und nicht für das, was sie sagten oder täten. »Es gibt im linken Lager kein positives Bild moderner Männlichkeit«, so Hofreiter.
Die Fraktionsführung bat in der Sitzung darum, vor den wichtigen Landtagswahlen im Osten, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Füße stillzuhalten. In beiden Ländern wird im September gewählt, die Grünen müssen um ihren Wiedereinzug in die Landesparlamente fürchten.
Auf die interne Debatte angesprochen, sagte Co-Fraktionschefin Britta Haßelmann dem SPIEGEL: »Die Grünen sind eine feministische Partei.« Feminismus habe immer bedeutet, gemeinsam mit Männern für Gleichstellung und die Akzeptanz von Vielfalt von Geschlechterrollen zu kämpfen, so Haßelmann. Das gelte auch für positive, moderne Männerbilder. »Alles andere wäre ein Missverständnis des Feminismus.«
Haßelmanns Worte kann man als Kritik an dem Männermanifest verstehen. Sie widersprach der These des Papiers, wonach vergessen worden sei, Männlichkeit positiv zu definieren. Es gebe zum Glück viele kluge Vorbilder für moderne Männer, die gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit Frauen lebten, sagte die Fraktionschefin dem SPIEGEL.
Deutschland sei nach wie vor ein Land, in dem der Zugang zu Macht, Geld und Einfluss nicht gleichberechtigt sei, die Mehrheit der Machtpositionen von Männern besetzt sei und es ein massives Problem mit Männergewalt gebe. »Wenn man über Männlichkeit spricht«, so Haßelmann, »gehört das leider dazu«
Das kommt halt dabei heraus, wenn man immer super progressiv ist und alles Hergebrachte krampfhaft über den Haufen wirft. Irgendwann steht man völlig orientierungslos da wie ein Hühnerhaufen und weiß selbst nicht mehr, was man will.